Krusten an Hals und Körper der Katze: Ursachen und Behandlung
Miliardermatitis ist ein Begriff, der das Auftreten kleiner, roter, hirsekornartiger Knötchen und Krusten auf der Haut von Tieren beschreibt. Diese Läsionen sind oft tastbar und in schweren, fortgeschrittenen Fällen auch sichtbar, insbesondere an Hals und Rücken, Hinterteil und Schwanz. Die Ursachen dieser Läsionen sind vielfältig, weshalb es keine allgemeingültige Behandlung gibt. Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung.

allgemeine Informationen
Üblicherweise werden alle Faktoren, die zur Entstehung einer Miliardermatitis beitragen können, in zwei Hauptgruppen unterteilt:
- Allergische Reaktionen. Dazu gehören Reaktionen auf Floh- und Zeckenbisse, Pollen, Hausstaub, Lebensmittel, Medikamente, Haushaltschemikalien und andere Reizstoffe.
- Sie sind nicht allergisch bedingt. Ursachen sind verschiedene Pilz- und Bakterieninfektionen, wie z. B. Staphylokokken-, Dermatophyten- und Candidiasisinfektionen. Auch Autoimmunerkrankungen und hormonelle Ungleichgewichte können auftreten, insbesondere während der Pubertät oder im Alter.
Wichtig: Absolut alle Tiere sind gefährdet, unabhängig von Rasse, Alter, Geschlecht oder Lebensbedingungen.
Klinische Anzeichen
Als erstes fällt das Auftreten mehrerer roter Bläschen an bestimmten Stellen der Katzenhaut auf. An den Stellen, an denen die Papeln aufplatzen, bilden sich braune Krusten, die schließlich zu trockenen Schuppen werden. Mit der Zeit lösen sich diese Krusten von der Haut und bilden Schorf.
Die Läsionen können von geringfügig bis ausgedehnt reichen. Chronische Dermatitis verursacht häufig Pigmentflecken und Haarausfall. Weitere Anzeichen, die darauf hindeuten, dass mit Ihrem Haustier etwas nicht stimmt, sind:
- Zuckungen der Haut aufgrund von anhaltendem Juckreiz unterschiedlicher Intensität.
- An Problemstellen entstehen kahle Stellen durch das häufige Kratzen, Lecken und Beißen der Katze. Auch abgebrochene Haare können in diesen Bereichen auftreten.
- Veränderungen im Verhalten des Tieres. Es wird unruhig, aggressiv, lässt sich nicht streicheln und meidet jegliche andere Zuneigungsbekundungen seines Besitzers.
- Das vermehrte Auftreten von Haaren im Kot und Erbrochenen ist darauf zurückzuführen, dass die Katze die juckende Haut intensiv leckt und beißt.

Diagnostik
Die Aufgabe des Tierarztes besteht darin, die Ursache der allergischen Reaktion zu ermitteln. Es ist entscheidend, umfassende Informationen über die Lebensbedingungen, Gewohnheiten, Ernährung, Stressfaktoren und andere Faktoren der Katze bereitzustellen, die das aktuelle Problem direkt oder indirekt beeinflussen könnten. Nach der Erhebung der allgemeinen Krankengeschichte können folgende diagnostische Verfahren durchgeführt werden:
- Es wird ein Flohtest durchgeführt, da Flöhe häufig die Entwicklung einer Miliardermatitis auslösen. Mit einem speziellen Kamm kämmt der Tierarzt das Fell des Tieres gründlich und sorgfältig, nachdem es auf ein weißes Tuch gelegt wurde. Neben den Flöhen selbst können auch Flohkotproben gefunden werden, die sich im Wasser rot färben.
- Hautparasiten lassen sich auch durch eine Hautabschabung nachweisen. Dazu wird ein Skalpell (mit der stumpfen Seite) verwendet, die Hautprobe anschließend mikroskopisch untersucht. Alternativ kann ein spezieller transparenter Streifen auf die betroffene Stelle aufgelegt und dann auf einem Objektträger untersucht werden.
- Um eine bakterielle oder Pilzinfektion auszuschließen oder zu bestätigen, wird ein Abstrich der betroffenen Stelle entnommen und im Labor untersucht. Es dauert durchschnittlich 10 bis 14 Tage, bis verlässliche Informationen über die Kultur vorliegen. In dieser Zeit wird die erforderliche Anzahl an Kulturproben angelegt, anhand derer das Vorhandensein eines bestimmten Pilzes nachgewiesen wird.
- Eine Stuhluntersuchung kann helfen, Darmparasiten nachzuweisen.
- Ein komplettes Blutbild wird erstellt, um den Anteil an Basophilen, Eosinophilen und anderen Indikatoren zu bestimmen, die auf das Vorliegen von Autoimmunerkrankungen und hormonellen Ungleichgewichten hinweisen.
- Wenn Sie einen Verdacht haben Lebensmittelallergien Es wird ein Ernährungsplan entwickelt, der alle möglichen Allergene aus der täglichen Nahrung ausschließt. Über einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten werden die Lebensmittel, die normalerweise die Grundnahrung der Katze ausmachen, wieder eingeführt. Dadurch lässt sich feststellen, welche der beiden Zutaten die allergische Reaktion auslöst.

Sollten alle oben genannten Untersuchungen und Tests die Ursache der Erkrankung nicht klären, können weitere Tests angeordnet werden, insbesondere um die Reaktion des Tieres auf bestimmte antibakterielle, steroidale und andere Medikamente zu ermitteln. Gegebenenfalls ist auch eine Hautbiopsie erforderlich.
Behandlung
Sobald die Ursache der Dermatitis festgestellt ist, wird eine geeignete Behandlung verordnet. Es ist außerdem wichtig, Informationen über die eingenommenen Medikamente zu berücksichtigen, falls die Katze auch wegen anderer Erkrankungen behandelt wird.
- Zur Bekämpfung von Flöhen, Zecken und Läusen werden Präparate mit Pyrethhin verwendet. Schwefelsäure und Aversectin-Materialз, Anwalt lässt fallenAmit Forte. Die betroffenen Fellpartien werden geschoren. Zusätzlich zu Salben und Sprays können auch verschiedene Bäder, Lotionen und intramuskuläre Injektionen verordnet werden.
Wichtig: Ein Bestandteil der therapeutischen Behandlung sind Maßnahmen zur Desinfektion des Lebensraums des Tieres.
- Ringelflechte wird mit fungizidhaltigen Produkten behandelt. Wie bei Hautparasiten ist besondere Sorgfalt geboten, um den Lebensraum des Tieres zu desinfizieren und andere Haustiere fernzuhalten.
- Nahrungsmittelallergien werden behandelt, indem potenziell schädliche Lebensmittel aus der täglichen Ernährung gestrichen werden. Antihistaminika und Mittel gegen Darmparasiten werden ebenfalls empfohlen. Dazu gehören auch homöopathische Mittel und Nahrungsergänzungsmittel. Bäder mit speziellen Shampoos werden ebenfalls empfohlen.
- Wird eine Pilz- oder Bakterieninfektion diagnostiziert, werden Antibiotika verschrieben. Die Dosierung muss genau nach ärztlicher Anweisung erfolgen. Benadryl lindert den Juckreiz.
- Bei Autoimmunerkrankungen werden Steroidmedikamente ähnlich wie Prednison eingesetzt. Die Behandlung erfolgt oft in mehreren Phasen, wobei der Körper zunächst hohe Dosen des Medikaments erhält und die Dosis dann schrittweise reduziert wird.

Zur Vorbeugung empfiehlt es sich, die Futternäpfe und die Katzentoilette sauber zu halten, auf die Qualität des Futters zu achten und versehentliches Fressen zu vermeiden. Um das Risiko eines Wurmbefalls zu reduzieren, sollten Sie auf rohes Futter (Fleisch, Fisch) verzichten. Und natürlich sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt ratsam.
Lesen Sie auch:
- Wundstellen am Körper einer Katze: Ursachen und Behandlung
- Warum verliert meine Katze im Sommer so viele Haare?
- Schorf am Hals und Kopf von Katzen
Einen Kommentar hinzufügen