Rote Flecken auf dem Körper einer Katze
Der Zustand der Haut Ihrer Katze kann ein guter Indikator für ihre Gesundheit sein. Wenn Sie rote Flecken am Körper Ihrer Katze bemerken, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, um mögliche Grunderkrankungen auszuschließen.
Gründe
Viele Hauterkrankungen bei Tieren ähneln sich sehr. Die Veterinärmedizin nennt fünf Hauptursachen für rote Flecken am Körper einer Katze.
- DermatitisDie
- RingelflechteDie
- Ekzem.
- DemodikoseDie
- Wundliegen.
Es kann für den Besitzer schwierig sein, die Ursache der roten Flecken zu ermitteln, da die Rötung oft erst als Begleitsymptom bemerkt wird. Ein Tierarzt wird eine gründliche Untersuchung durchführen und eine Behandlung verschreiben.
Zunächst wird der Zustand des Fells beurteilt. Es verliert oft seinen Glanz, lässt sich leicht ausreißen oder fällt stark aus. Die Haut wird abgetastet, um festzustellen, ob sie trocken oder feucht ist und ob sie an Elastizität verloren hat. Die Körpertemperatur wird während der Untersuchung stets gemessen. Nach der äußeren Untersuchung wird ein Hautgeschabsel entnommen, um Infektionen und invasive Erkrankungen festzustellen.

Dermatitis
Der Begriff „Dermatitis“ umfasst oft verschiedene Hauterkrankungen. Am häufigsten wird das Auftreten roter Flecken am Hals und hinter den Ohren durch Flohdermatitis verursacht. Die Haut der Katze juckt unerträglich, rötet sich und kann sogar Geschwüre bilden. Vielen Katzenbesitzern ist nicht bewusst, dass gewöhnliche Flöhe bei ihren Tieren schwere Hauterkrankungen hervorrufen können.
Nicht die Flohbisse selbst sind das Beängstigende, sondern die Reaktion der Katze auf den Speichel der Parasiten, die heftigen Juckreiz auslöst. Manchmal bleibt die Rötung sogar nach der Beseitigung der Parasiten bestehen. An der Kratzstelle bildet sich schließlich eine Wunde, die unbehandelt zu einer Erosion führen kann. Manchmal entsteht aber auch nur eine kleine Papel mit einem flachen, roten Rand an der Bissstelle.
Akute allergische Reaktionen können schwer zu erkennen sein, besonders bei Katzen mit dichtem, langem Fell. Bei chronischer Flohallergiedermatitis sind die roten Flecken deutlicher sichtbar, da der Juckreiz oft mit Haarausfall einhergeht.
Zu den saisonalen Krankheiten gehören: atopische Dermatitis Neurodermitis ist eine Reaktion auf einen äußeren Reizstoff. Bei Allergien treten rote Flecken nicht nur hinter den Ohren, sondern auch am Bauch auf. Eine Futtermittelallergie verursacht oft eine rote Nase oder rote Flecken über den Augen, wo das Fell dünner ist. An den juckenden Stellen kann es zu Schwellungen kommen. Neurodermitis betrifft am häufigsten Katzen im Alter von 1 bis 3 Jahren. Um Ihr Tier zu behandeln, muss die Ursache der Erkrankung beseitigt und Antihistaminika verabreicht werden.

Ringelflechte
Eine Infektionskrankheit, die durch die Pilze Trichophyton und Microsporidium verursacht wird. Flechte Es ist nicht nur für Tiere, sondern auch für ihre Besitzer gefährlich. Ringelflechte ist schwer zu erkennen, da ihr Hauptsymptom kahle Stellen am Körper der Katze sind, dies aber noch lange nicht das Anfangsstadium der Erkrankung darstellen. Am häufigsten betroffen sind Gesicht, die Bereiche hinter den Ohren, Pfoten und Schwanz.
Das Verhalten Ihrer Katze zu beobachten, kann Ihnen helfen, die Erkrankung zu erkennen. In den ersten Tagen nach der Infektion beginnt das Tier, sich zu kratzen. Bei einer Untersuchung bemerken Sie möglicherweise einen roten Ausschlag, den unerfahrene Katzenzüchter oft fälschlicherweise für Dermatitis halten. Die Katze wird von Tag zu Tag unruhiger, und der Juckreiz verstärkt sich. Während Dermatitis Juckreiz am ganzen Körper verursacht, betrifft Ringelflechte nur bestimmte Bereiche.
Das dritte Stadium ist durch das Auftreten von Schuppen und Krusten gekennzeichnet, und das Fell wird fettig. Sobald die Krankheit deutlich sichtbar ist, beginnt der Haarausfall. Die Krankheit lässt sich bereits erkennen, bevor kahle Stellen entstehen: Kleine rote Flecken verschmelzen zu größeren Flecken. Bei einer Infektion mit Trichophyton nehmen die Flecken eine klar abgegrenzte, kreisförmige Form an, während bei einer Infektion mit Mikrosporidien große Hautareale ohne klare Grenzen betroffen sind.
Bei erstem Verdacht auf Ringelflechte sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Schon im Frühstadium leuchten die betroffenen Stellen unter UV-Licht grün. Allerdings zeigen nicht alle Ringelflechtearten diese Reaktion. Wie lässt sich diese gefährliche Erkrankung sicher ausschließen? Dazu wird ein Hautgeschabsel im Labor untersucht.
Experten raten von einer Selbstbehandlung von Ringelflechte ab. Eine Impfung wird empfohlen, sobald die Haut gerötet ist. Die Injektionen werden sowohl nach einer Infektion als auch vorbeugend verabreicht. Äußerliche Behandlungen Salben verschreiben mit antimykotischer Wirkung.

Demodikose
Die Erkrankung entsteht durch den Befall mit einer subkutanen Milbe. Der Erreger dringt in das Epithel ein und ernährt sich von dessen Zellen. Wie bei der Ringelflechte sind am häufigsten die Bereiche hinter den Ohren und an den Pfoten betroffen. Zunächst bildet sich an der Bissstelle ein kleiner roter Fleck, der sich zu einer Beule entwickelt, die schließlich wächst und eitert. Haarausfall tritt nicht immer auf, sondern nur in fortgeschrittenen Stadien. Meistens wird das Haar brüchig und wächst weniger dicht nach.
Die Diagnose basiert auf dem Ergebnis eines tiefen Hautgeschabsels. Die Behandlung erfolgt mit schwefelhaltigen Salben. Für Bäder werden Anti-Krätze-Shampoos mit Chlorhexidin verwendet. Die Behandlungsdauer beträgt 1,5 bis 3 Monate. Ivermectin wird subkutan nach tierärztlicher Verordnung verabreicht. Demodikose betrifft Tiere mit geschwächtem Immunsystem. Um einem erneuten Auftreten vorzubeugen, ist eine proteinreiche Ernährung und die Gabe von Vitaminen wichtig.

Ekzem
Diese Erkrankung ist durch eine Rötung der oberen Epithelschichten gekennzeichnet. Diese trockenen, roten Stellen sind ein Anzeichen für den Beginn eines Ekzems. Die Diagnose zu Hause ist schwierig, da meist langhaarige Tiere betroffen sind. Ekzeme lassen sich am einfachsten erkennen, wenn Papeln und Hautausschläge auftreten.
Im Gegensatz zu anderen Erkrankungen benötigt Ekzeme keinen Auslöser. Sie entstehen durch äußere und innere Faktoren. Zu den äußeren Faktoren gehören:
- Mechanische Hautschädigung (Kratzen, Reiben).
- Chemikalienbelastung (ungeeignetes Shampoo, Verwendung von Salben).
- Unterkühlung oder Überhitzung.
Zu den inneren Ursachen der Entstehung von Ekzemen zählen Neurosen und Erkrankungen innerer Organe (Schilddrüse, Magen, Eierstöcke).
Die Erkrankung dauert bei Katzen 3–4 Wochen. Die Behandlung beginnt mit der Beseitigung der zugrunde liegenden Ursache. Empfohlen werden Vitaminpräparate, Antibiotika und bromhaltige Beruhigungsmittel. Furosemid wird zur Entgiftung eingesetzt. Schreitet die Erkrankung von roten Flecken zu Krusten und Geschwüren fort, wird die betroffene Stelle rasiert, die Wunden mit Alkohol desinfiziert und Salicylsäure-Salbe aufgetragen.

Wundliegen
Eine häufige Erkrankung bei älteren Tieren. Liegt eine Katze lange, bilden sich große rote Flecken auf ihrer Haut. Anfangs fühlen sich die betroffenen Stellen heiß an, die Temperatur sinkt jedoch schnell wieder ab, was auf den Beginn der Hautnekrose hinweist. Die roten Flecken verfärben sich braun und bilden schließlich Geschwüre.
Wundliegen wird wie eine normale Wunde behandelt: Es wird mit Kampferalkohol desinfiziert und mit Brillantgrün eingerieben. Regelmäßige Positionswechsel des Tieres sind unerlässlich.

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