Besonderheiten der Hundepaarung
Die Paarung von Hunden ist eine sehr verantwortungsvolle Angelegenheit. Ein Züchter muss bereits bei der Welpenauswahl entscheiden, ob er decken lassen möchte. Nicht alle Rüden und Hündinnen eignen sich zur Paarung. Nur die Befolgung aller Empfehlungen gewährleistet einen gesunden Wurf.
Inhalt
Alter für die Paarung
Männliche Hunde gelten zwischen neun Monaten und einem Jahr und zwei Monaten als geschlechtsreif. In dieser Zeit beginnen sie, ihr Revier zu markieren. Viele Rüden zeigen bereits mit sechs Monaten sexuelles Verhalten. Aufgrund der geringen Spermienkonzentration in ihrem Ejakulat können sie jedoch in diesem frühen Stadium noch keine Hündin decken.
Die Spermienqualität erreicht erst im Alter von 15 bis 18 Monaten ein ausreichendes Niveau. In diesem Alter ist eine vollständige Deckung optimal. Ein Rüde kann bis zu seinem Tod mit einer Hündin gedeckt werden.

Hündinnen erreichen die Geschlechtsreife erst mit der dritten Läufigkeit. Die erste Läufigkeit tritt im Alter von 6 bis 9 Monaten ein, die dritte mit 20 Monaten. Der ideale Zeitpunkt zum Decken einer Hündin liegt 11 bis 15 Tage nach Beginn der Läufigkeit.
Am besten lassen sich Rüden und Hündinnen erst im Alter von etwa zwei Jahren zum ersten Mal decken. Zu diesem Zeitpunkt haben die Tiere die Geschlechtsreife vollständig erreicht und sind ausgewachsen. Vorzeitige sexuelle Aktivität kann nur schaden.
Partnervermittlung
Besitzerinnen von Hunden sind meist darauf bedacht, einen Partner für sie zu finden. Besitzer von Hunden von Rüden hingegen sind im Allgemeinen weniger geneigt, ihre Partnerin sorgfältig auszuwählen.
Bevor die Besitzer der Hündin einen potenziellen Deckrüden auswählen, müssen sie sich über den Zweck der bevorstehenden Verpaarung im Klaren sein. Soll die Fortpflanzung das einzige Ziel sein, kann ein Rüde aus dem Kreis der reinrassigen Hunde gewählt werden. Soll die Hündin jedoch auch zur Zucht eingesetzt werden, muss ein anerkannter Champion mit Stammbaum gesucht werden. Doch wie findet man einen reinrassigen Rüden?
Sie sollten sich mit einem Züchter Ihres Vereins beraten. Dieser wird Ihnen bei der Auswahl des passendsten Deckrüden helfen. Achten Sie bei der Wahl des Deckrüden unbedingt auf dessen Standort und die Populationsdichte in der Region. Kynologen bemühen sich, Hunde aus verschiedenen Regionen miteinander zu verpaaren.

Es lohnt sich auch, regelmäßig spezielle Hundeausstellungen zu besuchen und sich mit anderen Hundehaltern auszutauschen. Ein Ausstellungssieger ist jedoch kein Garant für gute Zuchtqualität. Bevor Sie mit einem Hund züchten, sollten Sie unbedingt seinen Stammbaum prüfen. Das Dokument muss von einem anerkannten Hundeverband ausgestellt sein. Wurde der Stammbaum im Ausland ausgestellt, muss er das FCI-Emblem tragen.
Vorbereitung zum Stricken
Am Tag der Paarung kommt es auf jedes Detail an. Geben Sie dem Paar kein Futter. Findet die Paarung abends statt, darf das Tier gefüttert werden, jedoch nur mit sehr leichtem Futter. Gehen Sie an diesem Tag auch nicht mit dem Hund spazieren. Er darf nur zum Urinieren nach draußen.

Vor der Paarung muss die Hündin im Genitalbereich und am Schwanz mit einer schwachen Kaliumpermanganatlösung behandelt werden. Außerdem muss sie einige Tage vor dem geplanten Decktermin entwurmt werden.
Beim Decken großer Hunderassen ist es wichtig, Maulkorb, Leine und Lederhalsband bereitzuhalten. Dies schützt die Besitzer vor Verletzungen, falls sie den Tieren beim Decken helfen müssen.
Auswahl eines Ortes für ein "Treffen"
Die Paarung sollte im Revier des Rüden stattfinden. Der Hund sollte sich dabei sicher und ruhig fühlen. Eine Paarung im Revier der Hündin ist jedoch ebenfalls zulässig, wenn andere Möglichkeiten unumgänglich sind. Es ist wichtig, dass der Rüde das neue Revier erkunden kann. Er sollte jede Ecke beschnüffeln und sich beruhigen.
Als Ort für Paarungen Für große Hunde eignet sich ein eingezäuntes Gelände. Sind die Hunde kleiner, ist ein Treffen in einer Wohnung ebenfalls möglich. Es empfiehlt sich, vorher eine Matte auszulegen, um ein Ausrutschen und Verletzungen zu vermeiden.
Begegnung und Paarung
Um eine schnelle und reibungslose Paarung zu gewährleisten, müssen die Hunde sachgemäß einander vorgestellt werden. Der Gast darf zuerst den vorbereiteten Bereich betreten. Nach 10 Minuten kann der zweite Hund hinzugebracht werden. Falls es sich um die erste Paarung des Rüden handelt, sollte der Besitzer ihn am Halsband zur Hündin führen und ihr die Richtung vorgeben. Sollte das Tier übererregt sein und nicht richtig aufspringen können, sollte es kurz in einen anderen Raum gebracht werden, um sich zu beruhigen.

Vor dem Aufreiten sollte das Männchen Halsband und Ohren des Weibchens ablecken. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Weibchen die Paarung akzeptiert. Ein übermäßig aggressives Männchen kann das Weibchen einschüchtern, dazu führen, dass es den Schwanz einzieht und ein aggressives Verhalten zeigt. Dies deutet darauf hin, dass das Weibchen noch nicht paarungsbereit ist, und es ist ratsam, den Paarungsvorgang abzubrechen.
Unmittelbar nach der Ejakulation beginnt die Paarung. Versucht das Weibchen zu fliehen, sollte es kurz festgehalten werden, jedoch nicht so, dass die Rüden erschreckt werden. Findet keine Paarung statt, müssen die Rüden erneut gedeckt werden. Dies kann ein oder zwei Tage nach der ersten Paarung erfolgen.
Sobald die Hunde sich gepaart haben und das Interesse aneinander verloren haben, sollten sie in getrennte Räume gebracht und ausgeruht werden. Falls die Hunde trotz aller Vorbereitungen nicht paaren wollen, sollten Sie sie nicht dazu zwingen. Es ist durchaus möglich, dass sich Rüde und Hündin einfach nicht mögen. Das kommt vor. In diesem Fall sollten Sie überlegen, einen neuen Partner für Ihr Tier zu suchen.
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