Lupus bei Hunden: Symptome und Behandlung
Lupus bei Hunden ist eine seltene Autoimmunerkrankung, die die Haut und in schweren Fällen auch innere Organe und lebenswichtige Körpersysteme betrifft.
Inhalt
Merkmale von Autoimmunerkrankungen
Autoimmunerkrankungen gehören zu den am wenigsten erforschten Gebieten. Sie entstehen, wenn das Immunsystem eines Tieres aktiv verschiedene Arten von Autoantikörpern produziert, die die Zellen des Wirts als „Feinde“ erkennen.
Je nach Art der Läsionen wird zwischen folgenden Kategorien unterschieden:
- organspezifische Autoimmunerkrankungen – die Gewebe eines bestimmten Organs betreffend;
- systemische Autoimmunerkrankungen – bei denen verschiedene Körpersysteme betroffen sind).
Wichtig! Lupus ist eine systemische Erkrankung. Obwohl sich die Symptome anfangs meist als Hautläsionen äußern, kann die Krankheit im Verlauf auch die inneren Organe des Tieres befallen.

Die Ursachen für Fehlfunktionen des Immunsystems sind Wissenschaftlern derzeit nicht bekannt. Zu den wahrscheinlichsten Auslösern von Lupus zählen folgende Faktoren:
- erbliche Faktoren;
- Komplikationen nach Infektionskrankheiten;
- Störungen der Funktion des Hormonsystems;
- chronischer Stress;
- Strahlungsbelastung.
Wichtig! Nicht alle Formen von Lupus sind ansteckend. Haustiere, die an dieser Krankheit leiden, stellen keine Gefahr für andere Tiere im Haushalt oder für ihre Halter dar.
Arten und Symptome von Lupus
Da die Symptome von Autoimmunerkrankungen bei Hunden oft eine Vielzahl anderer Krankheiten imitieren, ergeben sich gewisse Schwierigkeiten bei der Diagnose dieser Krankheitsgruppe.
Diagnose und Behandlung
Die Liste der Symptome ist so umfangreich und vielfältig, dass die Diagnose von Lupus auf dem Ausschluss aller anderen möglichen Diagnosen beruht, was eine umfassende und detaillierte Untersuchung des Tieres erfordert.
Ein Tierarzt kann systemischen Lupus erythematodes diagnostizieren, wenn bei Hunden folgende Symptome festgestellt werden:
- Thrombozytopenie, Anämie, Leukopenie oder Leukozytose;
- Proteinurie;
- Polyarthritis;
- positive ANA-Titer;
- positives Ergebnis des Lupus-Zelltests.
Tierärzte weisen darauf hin, dass sowohl falsch-positive als auch falsch-negative Ergebnisse bei vielen Hautbiopsietests sehr häufig vorkommen.

Die Behandlung richtet sich nach den Symptomen, dem Ausmaß der Hautschädigung und dem Allgemeinzustand des Tieres und kann Folgendes umfassen:
- Verwendung spezieller dermatologischer Shampoos;
- lokale Anwendung von steroidhaltigen Arzneimitteln;
- Immunsuppressive Therapie;
- entzündungshemmende Medikamente;
- Langzeit-Antibiotikatherapie (4 Wochen oder länger);
- systemische Anwendung von Glukokortikoiden;
- Chemotherapie (bei Entwicklung maligner Prozesse).
Prognose für systemischen Lupus erythematodes
Die Prognose hängt maßgeblich vom Zustand des Tieres zum Zeitpunkt der Diagnose und der Reaktion des Körpers auf die Behandlung ab.
Statistiken zufolge starben 40 % der Tiere mit hämolytischer Anämie, Thrombozytopenie oder Glomerulonephritis zu Behandlungsbeginn innerhalb eines Jahres. In der überwiegenden Mehrheit der Fälle war die Todesursache Nierenversagen oder eine Sekundärinfektion.
Spricht der Körper gut auf die Therapie an, ist die Prognose in 50 % der Fälle günstig (die Remission kann über viele Jahre anhalten). Allerdings benötigen auch Tiere, die eine stabile Remission erreichen, lebenslang eine ständige Überwachung und Anpassung der Medikamentendosierung.
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