Veterinärpass für eine Katze
Ein Heimtierpass für Katzen ist ein spezielles Dokument, das man als eine Art medizinischer Ausweis für Menschen betrachten kann. Er enthält Informationen nicht nur über das Tier und seinen Gesundheitszustand, sondern auch über den Besitzer, um im Bedarfsfall eine einfache Identifizierung zu ermöglichen. Bevor Sie den Pass beantragen, ist es hilfreich zu verstehen, was er ist und wie man ihn korrekt erhält, um spätere Probleme zu vermeiden, insbesondere bei Reisen ins Ausland.

Inhalt
Was ist das?
Ein Heimtierpass ist ein Heft mit detaillierten Informationen über eine Katze während ihres gesamten Lebens. Er ist nicht nur für internationale Transporte, die Teilnahme an Ausstellungen und die Zucht notwendig, sondern auch für rechtzeitige Impfungen und Parasitenbehandlungen. Die darin enthaltenen Informationen helfen dem Tierarzt außerdem, die richtigen Behandlungsentscheidungen für das Tier zu treffen.
Wichtig! Es ist wichtig, zwischen einem Heimtierpass und Dokumenten, die die Rasse einer Katze bestätigen (Stammbaum, Geburtsurkunde), zu unterscheiden. Skrupellose Züchter bieten oft Tiere mit „Dokumenten“ an, die sich als Heimtierpässe entpuppen. Ein Heimtierpass garantiert jedoch keinesfalls die Reinrassigkeit, selbst wenn er den Rassenamen aufführt.
In Russland gibt es keine standardisierte Vorlage für den Heimtierpass, daher kann dessen Aussehen variieren. Die Veterinärdienste in den einzelnen Städten und Bezirken können spezifische Anforderungen an das Dokument festlegen, die in der jeweiligen Verordnung festgehalten sind. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Vorlagen nicht immer für Reisen mit Ihrem Haustier ins Ausland geeignet sind. Daher wird empfohlen, für Ihre Katze einen internationalen Heimtierpass zu beantragen. Alle Tierarztpraxen bieten diese Option mittlerweile an. Einige bieten jedoch möglicherweise noch ältere Vorlagen an, seien Sie also vorsichtig. Der internationale Heimtierpass unterscheidet sich vom russischen Original lediglich durch das zusätzliche Feld für ein Katzenfoto und die mehrsprachige Verwendung der Spaltenüberschriften: Russisch, Englisch, Französisch und Deutsch.
Welche Informationen enthält der Reisepass?
Das Passformular enthält zahlreiche Felder mit Informationen über das Haustier. Während der Besitzer allgemeine Angaben machen kann, werden medizinische Informationen ausschließlich vom Tierarzt ausgefüllt. Sehen wir uns beispielsweise ein Muster eines internationalen Tierpasses an.

Bitte beachten Sie: Das Aussehen des Reisepasses kann je nach Ausstellungsort leicht variieren; die Felder können vertikal oder horizontal angeordnet sein. Wichtig ist nur, dass Sie die Felder korrekt ausfüllen.
Um das Formular selbst auszufüllen, müssen Sie lediglich wissen, wie die Informationen dargestellt werden sollen. Erstens muss es handschriftlich mit einem Stift und blauer oder schwarzer Tinte ausgefüllt werden. Zweitens müssen die Passinformationen sowohl in kyrillischer als auch in lateinischer Schrift angegeben werden. Für die lateinische Schrift können Sie kostenlose Online-Transliterationsdienste nutzen. Zusätzlich zu den persönlichen Daten kann der Katzenbesitzer die folgenden Felder selbst ausfüllen:
- Haustierfoto. Dieser Abschnitt ist für den Besitzer optional (außer bei Reisen ins Ausland) und das Foto wird ohne Stempel in den Heimtierpass aufgenommen. Sie können das Foto selbst aufnehmen, es wird jedoch empfohlen, dass zwei Bedingungen erfüllt sind: Die Katze muss mindestens ein Jahr alt sein und ihr Aussehen auf dem Foto sollte ihre charakteristischen Merkmale (falls vorhanden) erkennen lassen.
- Name der Katze. Bitte in Großbuchstaben schreiben. Bei reinrassigen Katzen tragen Sie den Namen bitte gemäß den Angaben auf der Geburtsurkunde/Geburtskarte der Zuchtstätte ein; bei allen anderen Katzen können Sie den Namen nach Belieben wählen.
- Rasse. Geburtsdaten werden hier ebenfalls aufgeführt, und bei Haustieren ohne Stammbaum wird „Mischling“ vermerkt.
- Geburtsdatum. Falls das genaue Datum unbekannt ist, kann ein ungefähres Datum eingegeben werden.
- Geschlecht. Falls im Formular „Männlich/Weiblich“ angegeben ist, markieren oder unterstreichen Sie bitte den entsprechenden Wert. Andernfalls tragen Sie bitte manuell „Weiblich“ für eine weibliche Katze oder „Männlich“ für eine männliche Katze ein. Die Angabe des Geschlechts im Pass mit den Wörtern „weiblich“, „männlich“, „weiblich“, „männlich“ usw. ist nicht zulässig.
- Farbe. Falls keine Geburtsurkunde vorliegt, empfiehlt es sich, Farbtabellen zu konsultieren. Schwarz-Weiß-Farben können direkt angegeben werden, komplexere Farbtöne und Fleckenmuster sollten jedoch genauer beschrieben werden.
- Unterscheidungsmerkmale. Dazu gehören beispielsweise die Färbung, der Körperbau oder andere charakteristische Merkmale eines bestimmten Haustieres (unterschiedliche Augenfarben, Narben, Krümmung der Schwanzwirbel usw.).

Damit ist die Eingabe der Haustierinformationen durch den Besitzer abgeschlossen. Die Felder zur Tieridentifizierung werden bei Tieren, die mit einem Mikrochip versehen wurden, von einem Tierarzt ausgefüllt.
Medizinische Daten
Der Tierarzt füllt in der Klinik das Registrierungsformular für die Katze und die durchgeführten Behandlungen aus. Dies umfasst die folgenden Felder, einschließlich der Daten der Behandlungen und weiterer Details:
- Zu den Impfinformationen gehören der Name und die Seriennummer des Impfstoffs sowie ein spezieller Aufkleber von der Ampulle, die den Impfstoff enthält und von einem Tierarzt abgestempelt und unterschrieben werden muss.
- Über die Vorbeugung und Behandlung von Wurminfektionen.
- Informationen zur Behandlung von Zecken und Flöhen.
- Über chirurgische Eingriffe.
- Über reproduktive Indikatoren (ÖstrusPaarungen, Geburten mit Angabe der Anzahl der geborenen Nachkommen).
- Über die durchgeführten diagnostischen Tests
- Informationen zum Mikrochip-Eingriff (falls durchgeführt): Datum der Implantation, Seriennummer und Implantationsort am Körper des Tieres.
Wichtig! Selbstverabreicht ein Katzenbesitzer seiner Katze Injektionen oder Impfungen, sind diese ungültig. Impfnachweise dürfen nur von autorisierten Institutionen beglaubigt werden.

Wie geht das?
Den EU-Heimtierausweis erhalten Sie in der Regel bei der ersten Impfung Ihrer Katze in einer Tierarztpraxis, egal ob privat oder öffentlich. Bei Züchtern übernimmt das oft der Züchter. Auch für ein erwachsenes Tier kann man einen EU-Heimtierausweis beantragen, falls dies aus irgendeinem Grund noch nicht geschehen ist. Gehen Sie dazu einfach mit Ihrer Katze und den Unterlagen zu den bisherigen Impfungen und Behandlungen in die Praxis.
Darüber hinaus bieten einige Einrichtungen einen Hausbesuchsservice an. Diese Option ist besonders hilfreich für Haustiere, die durch den Besuch unbekannter Orte oder lange Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln stark gestresst werden.
Wichtig! Dokumente, die nicht den Formatierungsanforderungen entsprechen, können als ungültig betrachtet werden. Dies gilt insbesondere für fehlende Impfdaten, fehlende Aufkleber und Unterschriften sowie für Impfungen, die mit Siegeln und Unterschriften von nicht autorisierten Personen oder Organisationen (z. B. Hundezuchtvereinen) beglaubigt wurden, vor allem im Hinblick auf Tollwutimpfstoffe.
Wie viel kostet die Registrierung?
Die Kosten eines tierärztlichen Heimtierpasses für eine Katze werden von folgenden Faktoren beeinflusst:
- Bedingungen für die Registrierung: einen Tierarzt zu sich nach Hause bestellen oder eine Klinik (privat oder öffentlich) aufsuchen;
- Dringlichkeit der Produktion;
- durchgeführt, um das Verfahren zu formalisieren.
Das Formular selbst kann in fast jeder Tierhandlung oder Tierarztpraxis für 35 bis 100 Rubel erworben werden. Die Kosten für die Ausstellung eines Heimtierpasses entsprechen den Kosten für Impfungen Ihres Haustieres, können aber bei dringenden Behandlungen deutlich steigen.

Was tun, wenn man sich verirrt hat?
Geht der Heimtierpass verloren, kann er in den meisten Fällen wiederhergestellt werden. Wenden Sie sich dazu einfach an die Tierarztpraxis, in der Ihre Katze zuletzt geimpft wurde. Alle Besuche müssen im Registrierungs- und Kontrollbuch erfasst sein, sodass die Behandlungshistorie Ihres Tieres leicht nachzuvollziehen ist. Darüber hinaus verpflichtet das russische Veterinärrecht zugelassene Tierarztpraxen, vierteljährlich Berichte über ihre Tätigkeit an die staatliche Veterinäraufsichtsbehörde zu übermitteln. Diese Berichte werden ab dem Registrierungsdatum zehn Jahre lang aufbewahrt. Bei gechippten Tieren ist die Wiederherstellung des Heimtierpasses deutlich einfacher, da alle notwendigen Informationen über das Tier im Chip verschlüsselt sind.
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