Übungen für kleine Hunderassen

Regelmäßige Bewegung ist für die gesunde Entwicklung eines Hundes unerlässlich. Sie stärkt Muskeln und Knochen und trainiert Atmungs- und Herz-Kreislauf-System. Wichtig ist die richtige Dosierung der Trainingsintensität, insbesondere bei kleinen Hunderassen. Auch der Gesundheitszustand und das Alter des Tieres spielen eine wichtige Rolle. Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, bieten wir Ihnen eine Reihe von Übungen für kleine Hunde verschiedener Altersgruppen an.

Ein Welpe mit einem Spielzeug

Übungen für Welpen

Bei der Wahl eines geeigneten Trainingsprogramms für Ihr Haustier sollten Sie nicht die Größe, sondern die Rasse und den Körperbau berücksichtigen. Tiere mit gut entwickelter Muskulatur benötigen regelmäßige Bewegung. Dazu gehören beispielsweise folgende Rassen: Toy Fox Terrier, Norwich Terrier, Zwergpinscher, Bichon, Bolognese…Sie zeichnen sich durch hohe Aktivität und ausgezeichnete Jagdfähigkeiten aus.

Die besten Übungen für diese kleinen Hunderassen sind:

  1. Machen Sie 10- bis 15-minütige Spaziergänge in einem Park oder Garten auf festem Untergrund. Das Laufen auf festem Boden wird Ihrem Welpen beibringen, die Zehen einzuziehen.
  2. Wechseln Sie zwischen schnellem und langsamem Gehen ab. Die Intensität des schnellen Tempos sollte so gewählt werden, dass der Welpe nicht in Galopp verfällt und seine ganze Energie verbraucht. Galoppieren sollte beim Training kleiner Hunde nur als Ventil für emotionale Belastungen dienen.
  3. Weitsprünge und Sprünge über niedrige Hindernisse. Diese Übungen eignen sich hervorragend zur Verbesserung der Koordination und zur Kräftigung der Hinterbein- und Rückenmuskulatur.

Wenn wir über anmutige Vertreter dekorativer Hunderassen wie den Chinesischen Schopfhund, den Kaninchendackel usw. sprechen, PapillonPomeranian Spitz...Diese kleinen Hunde benötigen ein Mindestmaß an Bewegung, um ihre Muskulatur in guter Form zu halten und sich gleichzeitig wohlzufühlen.

Am wichtigsten für sie sind die Interaktion mit ihrem Besitzer und anderen Hunden, eine Fülle von Informationen, die sie mit ihrer Nase aufnehmen können, und natürlich ruhige Ruhepausen. Da Hunde Informationen nicht wie Menschen verarbeiten, ist es wichtig, sie regelmäßig auszuführen, auch nur für kurze Spaziergänge, um ihren Informationsdurst in Form von neuen Geräuschen, Gerüchen und blinkenden Objekten zu stillen.

Yorkshire Terrier beim Spaziergang

Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass die Bänder wachsender Hunde unabhängig von der Rasse immer empfindlich sind. Jede Art von Überlastung kann die Gelenke negativ beeinflussen. Vermeiden Sie daher bis zum Abschluss des Wachstums schwere Lasten.

Die beste Methode, die optimale Vorgehensweise zu bestimmen, ist, sich am Wohlbefinden des Welpen zu orientieren. Er sollte nach einem Spaziergang nicht müde nach Hause kommen. Idealerweise sollte er nach einer kurzen Pause einen leckeren Snack bekommen und Lust haben, weiter mit seinem Besitzer zu spielen.

Es sollte kein anderes Extrem geben, bei dem ein Welpe auch nach dem Betreten des Hauses weiterhin herumspringt und nach mehr Spiel verlangt. Dies deutet darauf hin, dass der Welpe nicht genügend Zeit zum Spielen hatte. Regelmäßige Bewegungsarmut führt dazu, dass der Welpe an Gewicht zunimmt. Dies liegt daran, dass die Muskeln von Welpen noch schwach sind und sie zu Übergewicht neigen.

Übungen für einen erwachsenen Hund

Als junge Hunde gelten im Allgemeinen Hunde im Alter von 2 bis 8 Jahren. Spaziergänge an der Leine und Schwimmstunden bieten ausreichend Bewegung. Bei kleinen Hunderassen dieser Altersgruppe sollte das Training auf den Erhalt der Muskulatur abzielen.

Dieser Ansatz trägt dazu bei, Sehnen und Bänder vor Mikrotraumen zu schützen, die bei Kleintieren so häufig vorkommen.

Der Welpe schwimmt

Manche Leute glauben fälschlicherweise, dass die sicherste Option für kleine Hunde in dieser Hinsicht das Spazierengehen ohne Leine sei, da das Tier dann sein eigenes Bewegungstempo bestimme.

Laut Forschungen der führenden amerikanischen Hundetrainerin Rachel Paige Elliott ist die beste Methode, die Rumpfmuskulatur eines Hundes zu stärken, regelmäßige Spaziergänge an der Leine in unterschiedlichem Tempo. Denn freilaufende Hunde belasten ihren Körper minimal, da sie von Natur aus sehr rational handeln und sich sehr vernünftig bewegen.

Für erwachsene Hunde sollten mindestens 15 Minuten für morgendliche und abendliche Spaziergänge eingeplant werden. Beim Spaziergang an der Leine sollte der Hund in einem zügigen Trab ohne anzuhalten gehen. Neben der Stärkung der Rumpfmuskulatur bietet diese Bewegung auch ein Ausdauertraining zur Erhaltung der Herz-Kreislauf-Fitness.

Aktivitäten für unterwegs

Vor Beginn der körperlichen Betätigung sollte man dem Tier die Möglichkeit geben, sich selbstständig zu erleichtern und ein wenig zu rennen. Interessante Tatsache: Um seine Blase vollständig zu entleeren, muss ein männlicher Hund während eines Spaziergangs 10 bis 12 Mal seine Pfote heben.

Das Training kleiner Hunde sollte nicht durch anstrengende Übungen verkompliziert werden. Lange Läufe über weite Strecken sollten durch eine Reihe kurzer Übungen ersetzt werden.

  1. Apportieren ist ein lustiges Spiel, das auf den Kommandos „Suchen“, „Gib“ und „Bring“ basiert. Es trainiert Ihren Hund, einen apportierten Gegenstand zu greifen und zu Ihnen zurückzubringen. Um Ihren Hund zu motivieren, lenken Sie zunächst seine Aufmerksamkeit auf das Spielzeug und werfen Sie es dann ein kurzes Stück weg. Sobald Ihr Hund den Gegenstand greift, ermutigen Sie ihn, ihn loszulassen. Halten Sie dazu Ihre offene Handfläche an seine Schnauze und sagen Sie bestimmt „Gib“.
  2. Gehen am Hang. Diese Übung trainiert die Hüft- und Schultermuskulatur gut, kann aber auch Gelenke und Bänder belasten. Um dieses Risiko zu minimieren, sollte der Hang nur zum Auf- und Abstieg genutzt werden. Der Abstieg erfolgt am besten auf einem möglichst sanften Gefälle. Wenn Ihr Tier schneller gehen möchte, lassen Sie es.
  3. Spiele im Flachwasser. Laufen im Flachwasser ist ideal, um die Rücken- und Unterarmmuskulatur zu stärken und gleichzeitig das Risiko von Gelenkverletzungen zu verringern. Schwimmen und Spielen im Flachwasser lehrt Ihren Hund außerdem, mit geschlossenem Maul zu atmen. Wenn Ihr Hund anfangs Angst vor dem Wasser hat, drängen Sie ihn nicht weg. Werfen Sie stattdessen ein Lieblingsspielzeug direkt ans Ufer und waten Sie selbst knöcheltief ins Wasser. Ihr Hund mag zunächst vorsichtig sein, wird Ihnen aber bald gerne folgen.

Jede körperliche Betätigung sollte Spaß machen und nicht erschöpfend sein. Achten Sie bei der Auswahl der Übungen darauf, Ihr Herz während des Trainings nicht übermäßig zu belasten.

Hund beim Spaziergang

Puller-Spiele

Beim Training kleiner Hunde ist ein Puller sehr praktisch. Dieses ringförmige Trainingsgerät rollt und fliegt leicht über den Boden und schwimmt im Wasser. Der Hund kann den Puller problemlos im Maul halten, ohne sich Zähne oder Zahnfleisch zu verletzen, oder ihn um den Hals tragen. Für kleine Rassen empfiehlt sich die Größe „S“ mit einem Durchmesser von 19 cm. Die Puller sind im Zweierpack in leuchtenden Farben erhältlich.

Übungen mit einem Zuggerät:

  • Wirf oder rolle den Reifen über den Boden. Dein Hund wird ihn mit Freude jagen und zurückbringen.
  • Wenn der Hund den Ring fest im Griff hat, versuchen Sie, das Geschoss zusammen mit dem „Anhänger“ vom Boden anzuheben.
  • Ein Tauziehen zwischen Hund und Besitzer. Im Eifer des Gefechts kann ein Hund knurren, aber das ist kein Ausdruck von Wut.

Beachten Sie bei der Verwendung dieses Trainers, dass er nicht für selbstständiges Spielen geeignet ist. Nachdem Sie Ihr Haustier draußen gejagt haben, bringen Sie ihn wieder nach Hause und lassen Sie ihn außer Sichtweite.

Ein Welpe spielt mit einem Zuggerät

Lasten für "alte Hasen"

Als Seniorhunde gelten Hunde ab einem Alter von 10 Jahren. Sie benötigen eine spezielle Pflege. Denn in der zweiten Lebenshälfte werden die Tiere weniger aktiv, neigen eher zu Koordinationsproblemen und ihr Orientierungssinn, Seh- und Hörvermögen lassen nach.

Die gewählte Bewegungsmenge sollte sicherstellen, dass das Tier ausreichend Auslauf bekommt. Dazu gehören zwei bis drei Spaziergänge täglich, die jeweils mindestens 15 Minuten dauern, abhängig vom Gesundheitszustand und der Stimmung des Hundes. Diese Spaziergänge eignen sich am besten für die Abend- und Morgenstunden. Hitze kann für ältere Hunde sehr anstrengend sein.

Hydrotherapie, einschließlich Schwimmen und Spielen im flachen Wasser, ist sehr hilfreich. Die einzige Voraussetzung ist, dass das Wasser eine für das Tier angenehme Temperatur hat.

Ein Welpe schwimmt im Pool

Wenn Ihr Hund beim Spazierengehen oder Trainieren hustet oder Atemnot bekommt, ist das ein Zeichen dafür, dass er überanstrengt wird. Bei Symptomen wie Desorientierung oder verschwommenem Sehen sollten Sie Ihren Hund während des Spaziergangs stets beaufsichtigen. Am besten führen Sie ihn an der Leine mit einem langen Geschirr, abseits von Straßen und in Begleitung einer sehenden Person.

Neben angemessener Bewegung sollten ältere Hunde kalorienarm ernährt werden. Eine ausgewogene Ernährung beugt Übergewicht vor, das in diesem Alter so häufig vorkommt.

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