Whippet (kleiner englischer Windhund)
Der Whippet, auch bekannt als Little English Greyhound, ist ein geborener Athlet und Jäger, aber er ist auch ein ausgezeichneter Begleiter mit einem liebevollen und sanftmütigen Wesen.

Inhalt
Entstehungsgeschichte der Rasse
Die Herkunft der Whippets ist nach wie vor ungeklärt und umstritten. Eine Theorie besagt, dass diese Hunde im 19. Jahrhundert von englischen Bergleuten gezüchtet wurden. Die Arbeiter konnten sich keine großen Greyhounds leisten, wünschten sich aber dringend Jagd- und Rennhunde – so entstand der Whippet. Es gibt keine Informationen darüber, welche Rassen bei seiner Entwicklung eine Rolle gespielt haben könnten.
Einer anderen Theorie zufolge ist die Geschichte der Rasse viel länger und ereignisreicher. Die Vorfahren der Whippets könnten die Pharaonenhunde gewesen sein, die mit den Römern auf die Britischen Inseln gelangten. Wie ein Beleg dafür beherbergt der Louvre eine antike Skulptur eines whippetähnlichen Hundes. Kleine, schlanke Hunde sind auf Gemälden aus dem 14. bis 16. Jahrhundert abgebildet.
Ungeachtet dessen erfreuten sich diese kleinen, eifrigen Jagd- und Laufhunde im England des 19. Jahrhunderts besonderer Beliebtheit. Damals gab es zwei Whippet-Varietäten. Die erste war kurzhaarig und wurde hauptsächlich in Lancashire, Yorkshire und den Midlands gezüchtet. Aus ihr ging der heutige Whippet hervor. Die andere, raue Fellvariante, entstanden durch die Kreuzung mit dem Bedlington Terrier, war nicht weit verbreitet und wurde nicht weiterentwickelt.
Der englische Name der Rasse, Whippet (auch „Whippit“ genannt), leitet sich von der englischen Redewendung „whip it“ – „jagen“ – ab. Im 17. Jahrhundert begann man, Hunde, die zur Jagd auf schnelle Tiere wie Hasen und Füchse eingesetzt wurden, als Whippets zu bezeichnen. 1890 erhielten sie die offizielle Anerkennung. 1903 wurde der erste Rassestandard verabschiedet, der bis heute nahezu unverändert geblieben ist.
Videorezension der Whippet-Rasse (kleiner englischer Windhund):
Erscheinungsbild und Standards
Der Whippet wirkt durch sein gesamtes Erscheinungsbild wie ein geborener Schnellhund. Seine Bewegungen sind vollkommen frei, mit leichten Schritten und einer geraden Rückenlinie. Beim Laufen scheint er über dem Boden zu schweben, mit nach vorn gestreckten Vorderläufen und angezogener Hinterhand, was ihm kraftvollen Vortrieb verleiht. Er wird oft als großer Windhund im Kleinformat bezeichnet. Seine Widerristhöhe beträgt 44–51 cm, und er wiegt etwa 10 kg. Der Whippet ist die ideale Mischung aus Zwerg- und Kleinhund. Italienisches Windspiel und groß WindhundDie
Kopf und Schnauze
Der Schädel ist lang, schlank, oben flach, zwischen den Augen relativ breit und verjüngt sich zur Schnauzenspitze hin. Der Stop ist leicht ausgeprägt. Die Augen sind oval. Die Ohren sind klein, weich und gut angesetzt. Die Kiefer sind kräftig, klar definiert und haben ein korrektes Gebiss. Die Nasenfarbe kann je nach Fell variieren: schwarz, blau oder braun. Teilpigmentierung ist möglich, eine vollständig rosa Nase ist jedoch nicht zulässig. Der Hals ist langgestreckt und muskulös.
Torso
Der Rücken ist kräftig und relativ lang. Die Lende ist gewölbt, sollte aber nicht überhängen. Die Brust ist gut ausgeprägt und tief. Die Rippen sind gut gewölbt. Die Unterlinie weist eine deutliche Drehung auf. Die Rute ist lang. In der Bewegung wird sie hoch getragen; im Stand hängt sie herab oder wird zwischen den Hinterbeinen getragen. Die Gliedmaßen sind schlank und muskulös.
Fell und Farben
Das Fell ist fein und kurz und liegt eng am Körper an. Es hat keine Unterwolle. Der Standard lässt alle Farben zu.

Charakter- und psychologisches Porträt
Von Natur aus sind kleine englische Foxhounds ideale Begleiter: anhänglich, freundlich, ausgeglichen und treu. Ihnen fehlt die katzenartige Unabhängigkeit anderer Windhunde. Sie sind sehr gesellig und sehnen sich nach Aufmerksamkeit und menschlicher Nähe. Als erwachsene Hunde sind sie Fremden gegenüber zurückhaltend, lieben ihre Familienmitglieder aber über alles. Sie sind zudem sehr ruhig und bellen selten. Mit kleinen Kindern sind sie in der Regel sehr liebevoll und geduldig. Ältere Kinder behandeln sie als gleichwertig, gehorchen ihnen und spielen gern mit ihnen. Eine weitere positive Eigenschaft ist ihre Fähigkeit, die Stimmungen anderer zu erfassen und dabei nicht aufdringlich zu sein.
Sie vertragen sich in der Regel gut mit anderen Hunden im Haus. Draußen spielen sie gern mit gleichgroßen oder größeren Hunden und ignorieren kleinere oft. Katzen gegenüber sind sie häufig intolerant, und ihr starker Jagdinstinkt hindert sie daran, sich mit kleinen Gegenständen oder Vögeln anzufreunden. Ihre Wachsamkeit ist sehr gering. Nur wenige Hunde verteidigen ihren Besitzer oder bellen, wenn sie Gefahr wittern.
Analysiert man die Bewertungen dieser Rasse, so kommt man zu dem Schluss, dass Whippets perfekt für Menschen jeden Geschlechts und Alters geeignet sind, die einen gutmütigen Begleiter brauchen und bereit sind, ihm genügend Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen, sowie für Jäger, Liebhaber von Hunderennen und anderen Hundesportarten.

Training und Übung
Whippets sind sehr intelligent und lassen sich leicht trainieren, verschiedene Kommandos und Tricks auszuführen. Während sie im Haus ruhig, ausgeglichen und gehorsam sind, können sie draußen temperamentvoll sein. Daher sollte dem Gehorsamstraining über größere Distanzen besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.
Selbst mit angemessenem Training ist es schwierig, eine perfekte Ausführung von Befehlen zu erreichen; nur wenige Menschen vollbringen wahre Wunder des Gehorsams.
Für einen Whippet ist es am wichtigsten, in guter körperlicher Verfassung zu bleiben. Dies wird durch aktive Bewegung, Sportspiele und Freilauf erreicht. Mindestens einmal pro Woche sollte ein Whippet die Möglichkeit haben, sich in einem offenen Gelände frei zu bewegen.
Ein hervorragendes gemeinsames Hobby für Hund und Besitzer ist die Teilnahme an verschiedenen Hundesportarten: Coursing, Laufen, Apportierwettbewerbe, Flyball, Frisbee, Agility.
Jagen mit einem Whippet
Einmal trainiert, kann ein Whippet einen Vogelschwarm aufscheuchen und ein Haselhuhn im Flug erbeuten. Er kann auch darauf trainiert werden, erlegtes Wild zu apportieren, doch sein Hauptzweck bleibt die Jagd, und sein bevorzugtes Jagdgebiet sind Hasen und Füchse in offenen Gebieten.

Inhaltsmerkmale
Dank seiner Sauberkeit, seines kurzen Fells und seines fehlenden Geruchs ist der Whippet ideal für die Wohnungshaltung. Die Größe der Wohnung spielt keine große Rolle; für den Hund ist sie wie ein Rückzugsort zum Ausruhen. Manche Besitzer trainieren ihren Hund, eine Hundetoilette zu benutzen, was das Leben erleichtert, aber den Bedarf an regelmäßigen Spaziergängen nicht ersetzt. Zuhause sollte Ihr Vierbeiner einen eigenen Ruheplatz und mindestens zwei bis drei verschiedene Spielzeuge haben.
Pflege
Die Fellpflege ist unkompliziert. Bürsten Sie das Fell mehrmals im Monat mit einer Kurzhaarbürste oder einem Bürstenhandschuh. Baden Sie Ihren Hund nach Bedarf, jedoch nicht öfter als einmal im Monat. Shampoos sind für kurzhaarige Rassen geeignet. Achten Sie auf die Hygiene von Augen, Ohren und Maul.
Whippet-Kleidung
Bei feuchtem und frostigem Wetter braucht der Whippet bequeme KleidungEs empfiehlt sich, mindestens einen wasserdichten Overall und eine warme Winterdecke oder einen Pullover im Kleiderschrank zu haben. Am besten wählt man ein Modell, das den Hals vollständig bedeckt. Wichtig ist, dass die Kleidung gut sitzt und die Bewegungsfreiheit nicht einschränkt.
Diät
Für Whippets gibt es keine spezifischen Fütterungsempfehlungen; hier gelten die allgemein anerkannten Richtlinien für die Hundeernährung. Die Ernährung sollte ausgewogen sein und Alter und Gesundheitszustand des Hundes berücksichtigen. Sie können sowohl Fertigfutter als auch natürliche Nahrung erhalten, jedoch sollten beide nicht vermischt werden. Ihr Züchter oder Tierarzt kann Ihnen detaillierte Fütterungsempfehlungen geben.

Gesundheit, Krankheit und Lebenserwartung
Bei ausreichend Bewegung, guter Ernährung und artgerechter Pflege erreichen Whippets ein durchschnittliches Alter von 12 bis 15 Jahren. Sie sind im Allgemeinen gesund; selten treten erbliche Augendefekte, angeborene Taubheit und die von-Willenbrand-Krankheit (eine Blutgerinnungsstörung) auf. Interessanterweise sind kleine englische Greyhounds nicht genetisch anfällig für Hüftdysplasie, die heutzutage bei den meisten Rassen verbreitet ist. Die häufigsten Probleme sind Schnitt- und Schürfwunden, die beim Laufen oder Jagen entstehen.
Trotz guter Gesundheit bleibt die Impfung eine obligatorische Präventivmaßnahme, ebenso wie die regelmäßige Entwurmung und Behandlung von äußeren Parasiten.

Welpenauswahl und Preis
Bevor Sie sich einen Whippet-Welpen anschaffen, sollten Sie Folgendes bedenken: Können Sie dem Hund genügend Auslauf bieten? Kann Ihr Liebling 50 km/h schnell rennen, ohne dass plötzlich ein Auto um die Ecke rast? Wenn ja, können Sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Züchter machen.
Zuallererst muss ein Whippet-Welpe reinrassig sein. Ein Stammbaum garantiert viele Generationen von Vorfahren mit herausragenden Eigenschaften. Die Elterntiere des Welpen müssen zudem preisgekrönt sein, um zur Zucht zugelassen zu werden. Die nächste wichtige Voraussetzung ist die Gesundheit und das Wesen des Welpen. Ein gesunder Welpe ist aktiv, aufmerksam und neugierig, hat einen guten Appetit und schläft erholsam.
Diese Rasse ist nicht sehr beliebt oder zahlreich, daher müssen Sie möglicherweise warten und Welpen im Voraus reservieren.

Preise
Die Preise für Whippet-Welpen in Familienqualität mit Papieren von seriösen Züchtern liegen zwischen 20.000 und 40.000 Rubel. Welpen mit hohem Zuchtpotenzial (Zucht- und Ausstellungsqualität) kosten deutlich mehr, ab 40.000 Rubel. Seien Sie vorsichtig bei Angeboten für Whippet-Welpen zu sehr niedrigen Preisen, da es sich dabei höchstwahrscheinlich um Mischlinge handelt.
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