Zwergschnauzer

Der Zwergschnauzer ist eine deutsche Hunderasse, die sich durch kompakte Größe, ein selbstbewusstes Wesen und ein attraktives Aussehen auszeichnet. Er ist leicht zu erziehen, hat ein geselliges Temperament und ist energiegeladen und aufmerksam. Regelmäßige Fellpflege ist erforderlich.

Zwergschnauzer-Hunderasse

Ursprungsgeschichte

Der Zwergschnauzer ist das kleinste Mitglied der Schnauzerfamilie, zu der heute drei Hunderassen gehören: der Zwergschnauzer (Miniaturschnauzer), Mittelschnauzer (mittlerer Schnauzer) Und RiesenschnauzerSie alle stammen vermutlich vom Mittelschnauzer ab, einer rauhaarigen Variante des Pinschers. Diese Hunde waren in Deutschland bereits im Mittelalter weit verbreitet. Sie wurden zum Bewachen von Häusern, zum Hüten von Vieh und zur Nagetierbekämpfung eingesetzt.

Bis zum frühen 19. Jahrhundert gab es Schnauzer in verschiedenen Farben. Dann begann man, die notwendigen Rassemerkmale zu festigen. Schwarze Pudel und Wolfsspitz wurden in das Zuchtprogramm einbezogen. Dadurch entwickelten sich zwei Hauptfarbvarianten: Schwarz und „Pfeffer-Salz“. Ab 1870 wurden diese Hunde unter der Bezeichnung „Drahthaarpinscher“ ausgestellt.

Im Jahr 1879 wurde ein Drahthaarpinscher namens Schnauzer (vom Deutschen Schnauze – SchnauzeEr gab der Rasse einen neuen Namen. Die Miniaturversion erhielt das Präfix „Zwerg“ (vom deutschen Zwerge). Zwerg).

Ende des 19. Jahrhunderts begannen Züchter mit der Entwicklung einer Miniaturversion des Zwergschnauzers. Das Zuchtprogramm umfasste Zwergschnauzer und kleine, in Süddeutschland verbreitete Drahthaarhunde. Affenpinscher, Spitze und Pudel wurden eingekreuzt. Der erste Zwergschnauzer wurde 1888 registriert. Der Rassestandard wurde 1890 verabschiedet.

Zweck

Heute ist der Zwergschnauzer ein Familienhund und Begleithund. Er ist in den unterschiedlichsten Situationen sehr gut trainierbar, wird in der Spür- und Rettungsarbeit eingesetzt und nimmt erfolgreich an verschiedenen Hundesportarten teil (Agility, Obedience und Hundetanz).

Der Zwergschnauzer wird als kleinster Assistenzhund bezeichnet.

Aussehen

Der Zwergschnauzer ist ein kleiner, stämmiger Hund mit quadratischem Körperbau. Sein Fell bildet einen Schnurrbart, einen langen Bart und dichte Augenbrauen, die seinen durchdringenden Blick verbergen. Der Geschlechtsdimorphismus ist ausgeprägt.

  • Widerristhöhe: 30-35 cm;
  • Gewicht: 4,5–7 kg

Der Kopf ist proportional zum Körper. Der Schädel ist länglich. Der Stop ist deutlich ausgeprägt und wird durch die Augenbrauen betont. Die Nase ist schwarz und gut entwickelt. Die Schnauze ist stumpf und keilförmig mit geradem Nasenrücken. Die Lefzen sind trocken, straff und schwarz. Die Kiefer sind kräftig. Es handelt sich um ein Scherengebiss. Die Augen sind oval, mittelgroß und nach vorn gerichtet. Sie sind dunkel, die Lider liegen gut an. Die Ohren sind hoch angesetzt, hängend und V-förmig. Die Bruchlinie der Ohren verläuft nicht über die Stirn hinaus. Die Vorderkante der Ohren liegt eng an den Wangen an. Früher wurde das Kupieren praktiziert, heute jedoch nur noch in Ländern, in denen es nicht verboten ist. Der Hals ist muskulös, kräftig, mit einem konvexen Nacken, trocken und faltenfrei.

Der Körper ist kräftig und quadratisch. Die Rückenlinie fällt leicht zum Schwanz hin ab. Der Widerrist bildet den höchsten Punkt. Der Rücken ist kurz und kräftig. Die Lende ist kurz und tief. Die Kruppe ist leicht gerundet. Der Schwanz ist säbel- oder sichelförmig. Die Brust ist oval und mäßig breit. Der Unterbauch ist nicht übermäßig aufgezogen. Die Vorderläufe sind kräftig, gerade und stehen nicht zu eng beieinander. Die Hinterläufe stehen von der Seite betrachtet schräg, von hinten betrachtet parallel. Der Gang ist nicht schmal. Die Pfoten sind kurz, rundlich, mit dichten Ballen und kurzen, dunklen Krallen.

Die Haut liegt am ganzen Körper eng an. Das Fell ist drahtig, dicht und rau und besteht aus einem eng anliegenden Deckhaar und einer dichten Unterwolle. An den Beinen ist es weniger rau. Stirn und Ohren sind kurz. An der Schnauze bildet es einen Bart und dichte Augenbrauen. Farben:

  • Schwarz mit schwarzer Grundierung;
  • Pfeffer und Salz;
  • Schwarz mit Silber;
  • Weiß;

Heute gibt es braune (schokoladenfarbene) und braun-weiße Zwerge, aber diese Farbe ist nicht im Standard enthalten.

Zwergschnauzer-Hunderasse

Charakter und Verhalten

Im Allgemeinen ist der Zwergschnauzer ein recht aktiver Hund, der sich gut trainieren lässt und über eine besondere Wachsamkeit verfügt. Er ist sehr mutig, kühn und fröhlich. Er ist stets hilfsbereit und bemüht sich um einen gleichberechtigten Umgang mit anderen. Er besitzt eine außergewöhnliche Intelligenz. Er gehorcht nur denjenigen, die er als Rudelführer anerkennt, und befolgt selbst einfache Befehle von Kindern gegen ein Leckerli. Negative Bewertungen über Zwergschnauzer sind selten. Sie sind vielseitig einsetzbar und passen sich mühelos dem Familienleben an. Sie gewöhnen sich schnell an ihre Umgebung, sind sauber, gehorsam und nicht schelmisch.

Die Größe des Zwergschnauzers ist sowohl ein Vorteil als auch ein Nachteil. Sein kleiner Körper birgt den Charakter und die Gewohnheiten eines größeren Hundes, was zu Kommunikationsproblemen zwischen Tier und Besitzer führen kann. Der Besitzer erwartet vielleicht einen eher spielzeughaften Begleiter, erhält aber stattdessen einen intelligenten Assistenzhund, der bereit ist, seinen Besitzer zu bewachen und zu beschützen.

Der Zwergschnauzer ist alles andere als ängstlich. Schon als Welpe versucht er, seinen Besitzer zu beschützen. Sein aggressiver Drang, jeden anzugreifen, der ihn beleidigt, muss mitunter gezügelt werden, und er lernt, Freund von Feind zu unterscheiden. Im Familienkreis ist er verspielt und fröhlich. Er liebt Kinder und spielt gern mit ihnen. Er sehnt sich nach Gesellschaft und genießt es, im Mittelpunkt zu stehen. Er verträgt sich gut mit anderen Haustieren. Draußen tobt er gern mit anderen Hunden. Sollten diese aggressiv werden, reagiert er in der Regel ohne Zögern mit gleicher Münze. Manche Hunde versuchen sogar, Kämpfe anzuzetteln, doch das ist die Ausnahme und deutet auf mangelnde Sozialisierung hin.

drei Zwergschnauzer

Schul-und Berufsbildung

Der Zwergschnauzer benötigt eine frühe, umfassende Sozialisierung und gründliche Erziehung. Es wird empfohlen, dass die Welpenerziehung einen allgemeinen Gehorsamkeitskurs beinhaltet.

Der Zwerghund ist sehr intelligent, aufmerksam und leicht zu trainieren. Er lernt Kommandos schnell. Manchmal zeigt er etwas Sturheit, die sich aber mit Leckerlis und Lob leicht überwinden lässt.

Inhaltsmerkmale

Zwergschnauzer werden von Züchtern als Schoßhunde empfohlen und eignen sich ideal für die Haltung in Haus oder Wohnung, fühlen sich in einem Zwinger jedoch unwohl. Dies liegt vor allem daran, dass sie ständige Gesellschaft brauchen. Eine ganzjährige Außenhaltung ist zwar möglich, erfordert aber gute Lebensbedingungen, insbesondere im Winter, und tägliche Spielzeit mit ihren Bezugspersonen.

Zwerghundwelpen kauen selten an Schuhen und neigen auch später im Leben nicht dazu, Dinge zu beschädigen. Fehlt ihnen ausreichend körperliche und geistige Anregung, werden sie eher lethargisch und melancholisch, als dass sie Laminatböden zerreißen oder Eingangsbereiche beschädigen.

Ein Zwergschnauzer braucht täglich mindestens 30–40 Minuten Auslauf. Idealerweise sollten diese Spaziergänge mit Spielen und Training verbunden werden. Sie können den Geist und den Geruchssinn dieses energiegeladenen Hundes durch Suchspiele oder das Üben neuer Kommandos fordern.

Pflege

Die Fellpflege eines Zwergschnauzers ist aufgrund der Notwendigkeit des Trimmens (Zupfens des Fells im Laufe der Zeit) etwas aufwendiger. Darüber hinaus müssen regelmäßig weitere Hygienemaßnahmen durchgeführt werden.

  • Das Fell wird einmal pro Woche gebürstet, um ein gepflegtes Aussehen zu erhalten und Verfilzungen vorzubeugen.
  • Besonderes Augenmerk sollte auf den „Bart“ des Hundes gelegt werden; nach dem Füttern sollte er mit einer Serviette abgewischt oder gewaschen werden, um festklebende Futterreste zu entfernen.
  • Baden Sie Ihren Hund bei Bedarf gründlich, jedoch nicht öfter als einmal im Monat. Es empfiehlt sich, Shampoos für Hunde mit rauem Fell zu verwenden.

Ohne die richtige Pflege wird ein Zwerg nie so ordentlich und schön aussehen wie auf dem Foto.

  • Die Ohren werden wöchentlich untersucht und bei Bedarf gereinigt.
  • Die Zähne sollten mindestens zwei- bis dreimal pro Woche geputzt werden. Zusätzlich sollte Ihr Hund Zahnpflegespielzeug und Leckerlis erhalten, um die Zähne zu reinigen und das Zahnfleisch zu massieren.
  • Die Augen werden täglich gereinigt. Die Tränenkanäle von Weißschnauzern werden mit speziellen Produkten gebleicht, da sie sich sonst bräunlich-rot verfärben.
  • Das Fell wird im Laufe der Zeit gestutzt, ein- bis zwölfmal im Jahr.
  • Hundebesitzer, die ihre Hunde nicht ausstellen, bevorzugen in der Regel kurze, hygienische Haarschnitte.

Zwergschnauzer haaren zwar, aber nur, wenn ihr Fell einmal im Monat gezupft wird. Macht man das zwei- oder dreimal im Jahr, wie viele Besitzer es tun, ist ständiger Fellwechsel unvermeidlich.

Zwergschnauzerwelpe

Gesundheit und Lebenserwartung

Zwergschnauzer können an erblichen Gesundheitsproblemen wie Allergien, Diabetes und Pankreatitis leiden. Blasensteine, meist Struvit- oder Oxalatsteine, sind bei dieser Rasse ein häufiges Problem. Sie neigen außerdem zu Komedonenbildung und Ohrenentzündungen, wenn die Gehörganghygiene vernachlässigt wird.

Zwergschnauzer weisen eine hohe Inzidenz einer Lebererkrankung namens portosystemischer Shunt auf. Weitere häufige Erkrankungen sind Myotonie, Epilepsie, Morbus Perthes, Mitralklappeninsuffizienz, Kryptorchismus und das Von-Willebrand-Syndrom.

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Mittelschnauzers beträgt 12 Jahre. Etwas mehr als 20 % aller Hunde erreichen ein Alter von 15 Jahren.

Auswahl eines Zwergschnauzerwelpen

Der Zwergschnauzer ist zwar nicht die beliebteste Rasse, aber einen Welpen des gewünschten Geschlechts und der gewünschten Farbe zu finden, ist in der Regel kein Problem. Eine andere Frage ist, wie vielversprechend und gesund der Welpe sein wird. Wurden die Elterntiere für diesen Wurf sorgfältig ausgewählt? Besitzen sie das richtige Temperament und den passenden Körperbau? Sind sie überhaupt zur Zucht geeignet? Die Rasse ist im Allgemeinen relativ gesund, weist aber einige erbliche Probleme auf.

Wenn Sie einen wirklich guten Hund für Ausstellungen und die Zucht suchen, sollten Sie sich nur an die besten Züchter wenden. Deren Kontaktdaten finden Sie in Rasseforen oder bei Ihrem nationalen Rasseclub. Sie müssen unter Umständen lange auf den besten Welpen warten, der all Ihren Anforderungen entspricht.

Die Auswahl eines Welpen aus einem Wurf erfordert große Sorgfalt. Der Welpe sollte kerngesund wirken und einen robusten Eindruck machen, mit einem kräftigen, quadratischen Körperbau und einem relativ großen Kopf. Die Zähne sollten gesund, die Augen klar, die Knochen stark und die Beine kräftig sein, ohne dass das Fell darunter leidet. Die Bewegungen sind sicher, schwungvoll und harmonisch. Das Fell ist dicht und rau. Bevor Sie sich für einen Welpen entscheiden, ist es ratsam, sich gründlich mit dem Rassestandard vertraut zu machen. Der Kopf sollte etwa halb so lang wie der Körper sein. Der Stop ist deutlich ausgeprägt. Die Fellfarbe der Welpen ist etwas dunkler als die der erwachsenen Hunde.

Jeder Welpe eines Wurfes ist ein Individuum, doch die meisten Zwergschnauzer sind temperamentvoll und sanguinisch, phlegmatische Exemplare sind sehr selten. Ein zweimonatiger Hund sollte unter keinen Umständen Scheu oder Aggression gegenüber Fremden zeigen.Selbst in einem Champion-Wurf sind nicht alle Welpen gleich. Züchter wählen in der Regel die vielversprechendsten aus und verkaufen sie zu einem höheren Preis. Allerdings werden solche Welpen nicht zwangsläufig Champions. Der Hund muss trotzdem gut aufgezogen und trainiert werden. Manchmal sind Würfe relativ einheitlich. Das deutet darauf hin, dass die Elterntiere sorgfältig ausgewählt wurden und der Züchter eine vielversprechende Linie mit einheitlichem Erscheinungsbild besitzt.

Ein vielversprechender Schnauzer kann nach 6 Monaten zuverlässig identifiziert werden.

Wenn Sie nicht vorhaben, Ihren Hund auszustellen oder zu züchten, ist es völlig in Ordnung, einen Welpen von Eltern mit geringen Zuchttiteln zu adoptieren. Solche Welpen kosten zwei- bis dreimal weniger. Sie entsprechen zwar ihren Rassemerkmalen und werden wahrscheinlich nie einen Preis auf einer Ausstellung gewinnen, aber sie entsprechen den Rassemerkmalen besser als Welpen von Hunden, die „auf Gesundheit“ gezüchtet wurden.

Bei einem Wurf von etwa fünf Welpen sollte jeder Welpe im Alter von einem Monat 1–1,4 kg wiegen und etwa 20 cm groß sein. Am besten bringt man den Welpen frühestens mit eineinhalb bis zwei Monaten in sein neues Zuhause, wenn er kräftig genug ist und bis zu 2 kg wiegt.

Preis

Miniatur-Schauzer mit Herkunftsnachweis werden ab 25.000 Rubel gehandelt. Der Preis für vielversprechende Welpen und Junghunde liegt bei über 80.000 Rubel.

Fotos und Videos

Diese Galerie enthält Fotos des Zwergschnauzers. Die Fotos zeigen Zwergschnauzer in allen vier Standardfarben.

Video über die Hunderasse Zwergschnauzer

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