Tabby ist eine Fellfarbe bei Katzen

Tabby bedeutet auf Englisch „gestreift“. Es handelt sich dabei nicht um eine Rassebezeichnung, sondern um ein Fellmuster bei Katzen. Dieses Streifenmuster ist einzigartig für Katzen und kommt bei anderen Tierarten nicht vor. Getigerte Katzen sind in vielen Märchen präsent. Der gestiefelte Kater, die Grinsekatze und Murenka aus „Silberhuf“ hatten alle ein getigertes Fell. Heute werden Bilder von getigerten Katzen in der Werbung für Katzenfuttermarken wie Whiskas und Friskies verwendet, um gesunde und aktive Tiere zu symbolisieren.

Farbe der getigerten Katze

Ein bisschen Genetik

Tabby gilt als die Grundfarbe von Katzen: Tiger, Luchse, Leoparden, Pumas, Panther. Ozelots Andere Mitglieder dieser Raubtierfamilie haben entweder gestreiftes oder geflecktes Fell. Auch Urkatzen waren ausnahmslos gestreift, da das dominante Gen für die Fellfarbe, A (Agouti), ihr vorherrschendes Farbmuster bestimmte. Die Natur sicherte diesen Tieren so optimale Überlebensbedingungen. Ihre Tarnfärbung macht sie in der Vegetation unsichtbar, wodurch sie erfolgreicher jagen und sich im Gefahrenfall besser verstecken können.

Nachdem der Mensch Katzen domestiziert hatte, begann er, neue Rassen zu züchten. Durch gezielte Zucht gibt es heute bis zu 70 Katzenrassen mit unterschiedlichen Körpertypen und Farbmustern. Alle Kätzchen werden jedoch mit geflecktem Fell geboren, und die rassetypische Fellzeichnung entwickelt sich erst nach einigen Wochen.

Ein charakteristisches Merkmal der Tabby-Färbung ist neben dem getupften Fell das markante Muster auf dem Kopf. Fotos von Tabby-Katzen zeigen deutlich dunkle Linien auf der Stirn, die ein „M“ bilden, sowie einen Lidstrich, der – ähnlich wie gekonnt platziertes Make-up – ihre Ausdruckskraft unterstreicht. Auch am Körper der Katze finden sich verschiedene Muster.

Getigerte Katze

Tabby-Farbmuster

Es gibt über ein Dutzend offiziell anerkannte Varianten des Tabby-Musters. Vier davon gelten als primär, die übrigen als Varianten.

Makrele

Das Tabby-Muster ist bei Katzen am weitesten verbreitet. Auf dem Foto sieht man, dass der Körper der Katze deutliche, dunkle, vertikal verlaufende Streifen aufweist, mit einem breiten Mittelstreifen, der vom Kopf bis zum Schwanz verläuft. Dieses Muster erinnert etwas an einen Fisch mit gestreiften Seiten – eine Makrele, daher der Name „Makrele“. Schmalere Querstreifen an Pfoten, Hals und Brust ähneln kunstvollen Armbändern und Halsketten. Dunkle Linien auf der Stirn bilden das typische Tabby-„M“, und auch Wangen und Kinn können mit Streifen unterschiedlicher Breite verziert sein.

Tabby-Brindle (Makrele)

Marmor (klassisch)

Dies ist das rezessivste, aber auch auffälligste Muster der Tabby-Familie. Katzen mit diesem Muster haben ein edles, elegantes Aussehen: drei breite, parallele Streifen auf dem Rücken, quer verlaufende, halsbandartige Streifen an Hals und Brust sowie ähnliche ringförmige Streifen an Pfoten und Schwanz. Laut Rassestandard sollte das Tier symmetrische Kreise an den Hüften und ein schmetterlingsförmiges Muster an Schultern und Nacken aufweisen.

Tabby Marble (klassisch)

Gesichtet

Diese Katzen ähneln Leoparden: Ihr Körper ist gleichmäßig mit kontrastierenden, runden Flecken bedeckt, deren Größe von wenigen Zentimetern bis zu 1–2 Millimetern reicht. Ihre Schwänze weisen ebenfalls Ringe auf, und ein unterbrochener Streifen verläuft entlang ihrer Wirbelsäule. Eine durchgezogene Linie auf dem Rücken gilt als Rassefehler.

Getigert

Angekreuzt

Diese Fellzeichnung wird als Tabby bezeichnet. AbessinischWie bei dieser Rasse üblich, wirkt das Fell dieser Katzen auf den ersten Blick einheitlich und musterlos; lediglich die charakteristischen Tabby-Streifen, die ein „M“ auf der Stirn bilden, sind erkennbar. Das Geheimnis liegt darin, dass getickte Katzen abwechselnd Streifen der Haupt- und Kontrastfarben auf jedem einzelnen Haar aufweisen, wodurch ein zarter Moiré-Effekt entsteht. Dieser Effekt ist am Rücken des Tieres besonders deutlich zu sehen.

Tabby angetackt

Tabby-Katzenrassen

Das Tabby-Muster ist charakteristisch für viele Katzenrassen. Bei manchen ist es eine von mehreren möglichen Varianten, bei anderen hingegen das primäre, ausschließliche Muster. So sind beispielsweise langhaarige Somalis, kurzhaarige Abessinier und Singapuras ausschließlich getupft.

Vertreter des gefleckten Typs sind:

  • Ägyptischer Mau (Diese Katzen haben nicht nur Flecken auf dem Fell, sondern auch auf der Haut);
  • Chito, der einem kleinen Leoparden ähnelt (entstanden durch die Kreuzung einer Hauskatze mit Fleckenmuster und einer Bengalkatze);
  • Die Ocicat, auch bekannt als „Ozelotkatze“ aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit ihrem wilden Verwandten;
  • Pixiebob, eine große, luchsähnliche Katze mit buschigen Ohren und einem dicken, kurzen Schwanz.

Auch bei britischen Katzen kommt eine Tabby-Färbung vor, wobei die klassische Variante bei britischen Katzen ein einfarbiges Fell ist.

Alle Farbvarianten von getigerten Katzen, außer getickten, finden Sie bei Sibirische Katzen und Maine Coons. Das Fell der Sibirischen Tabbykatze kann mit interessanten, leuchtenden und vielfältigen Mustern verziert sein: Streifen, Flecken, Kreise und Halsbänder. Die Gesichtszeichnung umfasst immer das charakteristische Tabby-Muster – den Buchstaben „M“ auf der Stirn.

Scottish Fold Katzen können jede einfarbige oder mehrfarbige Fellzeichnung haben, außer Braun. Auf Webseiten, die sich der Katzenkunde widmen, kann man Fotos von Scottish Fold Katzen mit getigertem, schildpattfarbenem und braunem Fell sehen. Marmor oder vom Harlekin-Typ (weißes Fell mit einigen dunklen Flecken).

Tabby-Harlekin-Farbe
Tabby-Harlekin-Farbe

Manche Katzenrassen weisen Muster nur an bestimmten Körperstellen auf. Thai-Katzen beispielsweise haben oft ein Tabby-Point-Muster: Ihre Ohren, ihr Gesicht und ihre Pfoten haben kontrastierende Streifen. Auch Nacktkatzen der Sphynx-Linie haben Muster, die sich jedoch im Gegensatz zu ihren behaarten Verwandten als dunkle Flecken auf dem Körper zeigen.

Bei Katzen der Rassen Russisch Blau, Burma, Bombay, Siam, Chartreux, Tonkinese und Korat gilt die Tabby-Färbung gemäß den Standards der World Cat Fanciers' Federation als inakzeptabel.

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