Staffordshire Bullterrier

Der Staffordshire Bullterrier wurde ursprünglich als mutiger und starker Kämpfer gezüchtet, später jedoch so verändert, dass er ein hervorragender Begleiter und treuer Freund wurde. Er gehört zu den wenigen Rassen, deren Standard außergewöhnliche Treue zu Kindern vorschreibt. In Schweden nahmen Staffies aktiv an Agility-Wettbewerben teil.

Herkunftsland: Vereinigtes Königreich.

Ursprungsgeschichte

Die Geschichte dieser Rasse beginnt in Staffordshire, England, und eine ihrer bedeutendsten Persönlichkeiten war der Herzog von Hamilton. 1770 begann er sich für Kampfhunde zu interessieren und beschloss, eine neue Rasse zu züchten. Er begann mit seinen Old English Bulldogs zu arbeiten, die leichter und schneller als ihre Artgenossen waren. 1835 verbot das Parlament Hundekämpfe, und man beschloss, Bulldoggen und Terrier zu kreuzen, um die neuen Hunde für die Jagd und Rattenbekämpfung einzusetzen. Die daraus entstandenen Tiere wurden einfach „Bullterrier“ genannt.

Mitte des 19. Jahrhunderts spalteten sich diese in England bereits weit verbreiteten Hunde in zwei Linien. Die erste Linie, der sogenannte Bullterrier, war ausschließlich weiß mit einer länglichen Schnauze. Die zweite Linie ähnelte sehr den heutigen Staffordshire Bullterriern. Nachdem die Rasse 1861 an Hundeausstellungen teilgenommen hatte, gewann sie an Popularität und wurde 1935 vom Kennel Club anerkannt.

Die Rasse Staffordshire Bullterrier wurde 1936 standardisiert. Interessanterweise wurde der Hund im selben Jahr als Ehrenbegleiter anerkannt, Kampffähigkeiten wurden jedoch nicht erwähnt.

Externe Daten

Ein sehr starker, kräftiger Hund. Er ist proportional gebaut.

  • Der Kopf hat einen breiten Schädel und eine kurze Schnauze. Der Kiefer ist kräftig und der Biss korrekt. Die Augen sind dunkel und gerade ausgerichtet. Die Ohren sind halb aufrecht, mittelgroß und nicht kupiert.
  • Der Hals ist relativ kurz und verbreitert sich zu den Schultern hin. Der Rücken ist gerade. Die Vorderläufe stehen weit auseinander. Der Schwanz ist tief angesetzt und läuft spitz zu.
  • Der Staffordshire Bullterrier hat ein kurzes, glattes Fell. Anders als oft angenommen, ist er überhaupt nicht aggressiv, sondern sehr anhänglich und zutraulich. Mit der richtigen Erziehung ist er gehorsam und ausgeglichen. Er hat ein energiegeladenes, temperamentvolles Wesen und kann etwas stur sein. Tägliche Zuwendung und Beschäftigung sind unerlässlich.

Ausbildung

Die Erziehung eines Staffordshire Bullterriers ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Diese Rasse erfordert einen systematischen und sorgfältigen Ansatz. Zunächst muss dem Hund Gehorsam und Sozialisierung beigebracht werden, bevor man mit speziellen Kommandos beginnt. Es empfiehlt sich, einen erfahrenen Trainer hinzuzuziehen. Wenn Sie einen Hund ausschließlich als Wachhund suchen, sollten Sie eine andere Rasse in Betracht ziehen.

Die Welpenerziehung sollte unmittelbar nach dem Einzug ins neue Zuhause beginnen. Lassen Sie sich nicht von dem Kleinen wegen des erwachsenen Hundes ärgern. Zum Beispiel:

  • auf dem Bett schlafend;
  • auf den Füßen hüpfen;
  • Handbeißen;
  • betteln usw.

Sobald Ihr Hund fünf Monate alt ist, können Sie mit dem ernsthaften Training beginnen. Der Staffordshire Bullterrier ist eine intelligente Rasse und lässt sich in der Regel problemlos trainieren.

Der erste Befehl, den Sie Ihrem Hund beibringen sollten, ist „Komm“. Halten Sie sich an die goldene Regel, die immer die Grundlage des Trainings sein sollte: Schimpfen Sie nicht mit Ihrem Hund, besonders wenn er die Aufgabe erfolgreich ausführt, auch wenn er noch nicht ganz souverän ist. Ein Staffordshire Terrier könnte beschließen, dass er, sobald er Ihrer Aufforderung nachkommt, immer geschimpft werden will und Sie sogar ignorieren.

Der nächste Trainingsschritt ist das Laufen an der Leine. Ihr Hund sollte sich geführt fühlen, nicht umgekehrt. Wenn Ihr Staffordshire Terrier an der Leine zieht, geben Sie ihm einen kurzen Ruck und ändern Sie die Richtung. Üben Sie anschließend das Kommando „Fuß“. Falls Sie beim Training nicht weiterkommen, suchen Sie sich Hilfe bei einem professionellen Hundetrainer.

Körperliche Auslastung ist unerlässlich. Wird die unbändige Energie des Hundes nicht durch Training und Spiel abgebaut, kann dies zu Aggressionen oder unerwünschter Sachbeschädigung führen.

Staffordshire Bullterrier im Profil

Charakter

Der Staffordshire Bullterrier hat einen starken und ausgeglichenen Charakter. Er ist seinem Besitzer unglaublich treu ergeben, zuverlässig und loyal. Fremden gegenüber kann er misstrauisch sein, neigt aber nicht zu Aggression. Er ist sehr anhänglich und tut alles, um im Mittelpunkt zu stehen.

Der Staffordshire Bullterrier ist stets auf der Hut vor Gefahren, da er seine Umgebung sehr aufmerksam beobachtet. Ihm entgeht kaum etwas. Vermutet der Hund etwas Ungewöhnliches, warnt er seinen Besitzer und verteidigt ihn notfalls mit seinem Leben.

Eine frühe Sozialisierung ist für diese Rasse unerlässlich, denn es ist entscheidend, dass ein Staffordshire Bullterrier ruhig und ausgeglichen aufwächst. Obwohl Staffordshire Bullterrier im Allgemeinen sanftmütig sind, sind sie furchtlose Kämpfer, die ihre Interessen verteidigen können.

Da es sich um eine dominante Rasse handelt, ist es wichtig, den Hund schon früh mit anderen Artgenossen bekannt zu machen. So lassen sich Anzeichen von Aggression oder Konflikten frühzeitig erkennen.

Die Beziehung zu einem Staffordshire Bullterrier erfordert eine klare Rollenverteilung. Geben Sie dem Hund das Gefühl, dass Sie der Rudelführer sind. Am besten unterbinden Sie jegliche Dominanzbestrebungen im Keim.

Staffordshire Bullterrier Hunderasse

Der Staffordshire Bullterrier ist ein Hund, der Erziehung benötigt. Wenn Sie also nicht genügend Zeit für die Erziehung eines Haustieres haben, ist es ratsam, sich einen anderen Hund anzuschaffen.

Ein Staffordshire Bullterrier kann einen anderen Hund angreifen, unabhängig davon, ob dieser männlich, weiblich oder ein Welpe ist. Dieses Verhalten gilt zwar als unnatürlich, ist aber verständlich. Es ist wichtig zu wissen, dass Staffordshire Bullterrier früher so gezüchtet wurden, dass sie gegen Verhaltensnormen verstießen. Dies erhöhte die Überlebenschancen des Tieres in einem ungleichen Kampf. Normalerweise kämpfen Hunde nicht bis zum Tod. Ausnahmen gibt es, aber sie sind selten.

Ein Staffordshire Bullterrier hat diese natürlichen Instinkte verloren und kann, selbst wenn er von seinem Besitzer nach allen Regeln des Sozialverhaltens erzogen wurde, ungezogen werden. Leider helfen manche Tiere weder durch Training noch durch aktiven Kontakt mit anderen Hunden. Bei diesen Tieren überwiegen die Kampfinstinkte die soziale Anpassung, und die einzige Möglichkeit besteht darin, die Aggression des Tieres streng zu kontrollieren. Ein solcher Hund sollte nur an der Leine und mit Maulkorb geführt werden.

Pflege und Fellpflege

Staffordshire Terrier benötigen keine besonderen Haltungsbedingungen. Sie fühlen sich in Wohnungen und Privathäusern wohl, können aber bei kaltem Wetter im Freien frieren. Ausreichend Bewegung ist für Ihren Hund unerlässlich.

Hunde dieser Rasse vertragen sich im Allgemeinen gut mit anderen Tieren. Katzen gegenüber können sie jedoch etwas ruppig sein. Kleine HundeMeistens ignorieren sie sie und betrachten sie nicht als gleichwertig. Es ist jedoch erwähnenswert, dass es auch Rüden gibt, die keinerlei Interesse an Beziehungen zu anderen Hunden haben und versuchen, eine dominante Position einzunehmen.

Staffordshire Terrier sind sehr kinderlieb und geduldig. Die Fellpflege ist minimal: Gelegentliches Bürsten genügt. Ohrenreinigung und Krallenschneiden sind ebenfalls notwendig. Sie reagieren empfindlich auf Stimmungsschwankungen und dulden keine schlechte Behandlung. Sie können stur und sehr selbstständig sein.

Ein Staffordshire Bullterrier auf diesem Foto

Diät

Staffordshire Terrier können mit natürlichem oder industriell hergestelltem Futter gefüttert werden. Wichtig ist jedoch, dass sie ausreichend Zahnpflege benötigen. Daher können Sie ihnen verschiedene harte Leckerlis oder Rindfleischkroketten anbieten.

Damit Ihr Welpe ein wahrer Champion wird, müssen Sie seiner Fütterung besondere Aufmerksamkeit schenken. Die Fütterung eines Staffordshire Terriers ist eine wichtige Angelegenheit, da die körperliche Leistungsfähigkeit des Tieres von der Qualität und Ausgewogenheit seiner Ernährung abhängt.

Was sollte man einem Staffordshire Bullterrier füttern? Fleisch gehört zu den besten Nahrungsmitteln für einen Kampfhund. Es sollte in großen Mengen verfüttert werden, etwa zwei Drittel des täglichen Bedarfs.

Es wird nicht empfohlen, Ihrem Haustier Kartoffeln, Süßigkeiten oder Mehlprodukte zu füttern. Versuchen Sie, den Salz- und Zuckergehalt im Futter Ihres Haustieres so gering wie möglich zu halten. Es wird dringend davon abgeraten, kleine Fleisch- oder Fischgräten in das Futter Ihres Hundes zu geben.

Wenn Sie sich entschieden haben, Ihren Hund auf Fertigfutter umzustellen, sollten Sie nicht zu Billigprodukten greifen, da diese einen geringeren Nährwert als Premiumfutter haben. Merken Sie sich eine Regel: Hochwertiges Hundefutter kostet genauso viel wie gutes Essen für Menschen. Halten Sie sich an diese Preisvorstellung, und Ihr Hund wird Sie mit Gesundheit und Energie erfreuen.

Gesundheit des Staffordshire Terriers

Die Rasse als Ganzes ist recht erfolgreich.

Erbkrankheiten umfassen Katarakte und mögliche Störungen des Immunsystems bei Hunden mit einem bestimmten Gen. Manche Hunde leiden auch unter Allergien, Verdauungsproblemen und Erkrankungen des Bewegungsapparates. Eine kahle Stelle am Kopf oder Schwanz kann sich bereits in jungen Jahren entwickeln. Dies ist keine Krankheit, sondern lediglich ein rassetypisches Merkmal. Dennoch ist in jedem Fall eine tierärztliche Untersuchung ratsam. Lebenserwartung bis zu 15 Jahre.

Pflege

Der Staffordshire Bullterrier benötigt keine besondere Fellpflege. Wie die meisten kurzhaarigen Tiere sollte er wöchentlich mit einer speziellen Bürste gebürstet, seine Ohren regelmäßig kontrolliert und gereinigt sowie seine Krallen geschnitten werden.

Die Augen des Tieres sollten klar und frei von sichtbarem Ausfluss sein. Staffordshire Terrier neigen generell zu Augenerkrankungen. Beachten Sie dies bitte. Sollte Ihr Tier Augenprobleme entwickeln, suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf.

Sie benötigen jedoch sehr viel Bewegung, einschließlich täglichem Training, Auslauf und Spiel. Wer seinen Hund in der Wohnung hält, sollte wissen, dass Staffordshire Terrier gerne in Blumenbeeten buddeln und problemlos über niedrige Zäune springen.

Bekommt ein Staffordshire Bullterrier nicht genügend Auslauf, kann er laut und zerstörerisch werden. In diesem Fall gilt: Ein müder Hund ist ein glücklicher Hund. Bekommt das Tier hingegen ausreichend Bewegung, ist es ruhig und gelassen.

Fotos

Fotos des Staffordshire Bullterriers:

Foto eines Staffordshire Bullterriers

Staffordshire Bullterrier

Staffordshire Bullterrier schwimmt



Einen Kommentar hinzufügen

Katzentraining

Hundetraining