Stabyhoon
Stabyhouns sind eine Jagdhunderasse aus Friesland. Ihre Arbeitseigenschaften werden als Vorstehhunde eingestuft: Sie besitzen einen ausgezeichneten Geruchssinn, einen guten Vorstehstil und apportieren sanft. Sie folgen Blutspuren. Stabyhouns haben sich als hervorragende Familienhunde, Sporthunde und Begleiter für aktive Menschen bewährt. Liebevoll, energiegeladen und loyal, können sie mit dem richtigen Training nahezu jede Aufgabe bewältigen.

Inhalt
Ursprungsgeschichte
Man nimmt an, dass Stabyhouns von niederländischen Rebhuhnhunden, französischen Spaniels und Deutsche ZeigerJahrhundertelang wurden sie hauptsächlich auf Bauernhöfen gehalten. Stabyhouns mussten vielfältige Aufgaben erfüllen: Bewachen, Nagetierbekämpfung, Jagd auf Großwild und Vögel sowie Zugarbeit.
Der Name der Rasse lässt sich grob mit „Steh mir bei“ übersetzen.
1942 wurde der Stabyhoun offiziell vom niederländischen Kennel Club anerkannt und wenig später zum nationalen Kulturgut erklärt. Heute existieren weltweit nur noch wenige Tausend dieser Hunde.
Verwendung
Das Stabyhoun wurde früher zur Jagd auf Füchse, Hasen, anderes Kleinwild und Vögel eingesetzt. Seine Arbeitsweise ähnelt der von PolizistEr hat einen ausgeprägten Geruchssinn, einen festen Stand und einen sanften Griff. Er vernichtete Schädlinge wie Ratten, Mäuse und Maulwürfe rund ums Haus und diente als Wachhund.
Moderne Stabyhouns haben sich als hervorragende Familienhunde und Begleithunde erwiesen. Ihre Energie, Agilität und Trainierbarkeit machen sie für viele Sportarten geeignet, darunter auch Agility. Gehorsam, Trekking, Triathlon, Frisbee, Freestyle usw. In Westeuropa werden Stabyhouns noch immer zur Jagd eingesetzt.
Aussehen
Den Aufzeichnungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert zufolge hat sich der Stabyhoun seitdem praktisch nicht verändert. Er ist nach wie vor ein schöner, wohlproportionierter Hund, schwarz-weiß oder weiß-braun gefärbt. Der Geschlechtsdimorphismus ist deutlich ausgeprägt.
- Widerristhöhe 49-53 cm;
- Gewicht 18-25 kg.
Der Kopf ist wohlproportioniert und trocken. Der Schädel ist rundlich und relativ breit. Die Schnauze verjüngt sich allmählich zur Nase hin. Die Ohrläppchen sind schwarz, breit und haben offene Nasenlöcher. Die Lefzen sind nicht überhängend, sondern fest geschlossen. Es handelt sich um ein Scherengebiss. Die Augen sind waagerecht, mittelgroß, rundlich und dunkelbraun. Die Ohren sind tief angesetzt, hängend, liegen eng am Kopf an und sind von mittlerer Länge. Der Hals ist kurz und rundlich.
Der Körper ist etwas gestreckt und kräftig gebaut. Der Rücken ist gerade. Der Bauch ist mäßig aufgezogen. Der Schwanz ist lang und wird leicht gebogen getragen. Die Brust reicht bis zu den Ellbogen und ist recht breit. Die Vorderläufe stehen weit auseinander. Die Hinterhand ist kräftig und mäßig gewinkelt. Die Pfoten sind rundlich mit gut entwickelten Ballen.
Das Fell ist glatt, mit einer leichten Welle an der Kruppe. Das Haar an Kopf und Beinen ist kurz. Es bildet eine Halskrause, Befederungen an den Hinterbeinen und eine Schwanzfeder. Das Fell des Stabyhoun ist selbstreinigend, mit natürlichen Ölen bedeckt und hat einen leichten, charakteristischen Geruch. Farbe: schwarz-weiß oder weiß-braun mit Sprenkeln.

Charakter und Verhalten
Der Stabyhoun ist ein ausgeglichener, gutmütiger Hund, der weder übermäßig aufgeregt noch aggressiv ist. Er ist intelligent, gesellig und neugierig. Er mag es nicht, lange allein gelassen zu werden. Er ist energiegeladen und aktiv, besonders bei Spaziergängen. Er ist stets bereit, sich jeder Gesellschaft und jedem Vorhaben anzuschließen, sei es ein Lauf im Wald, Training oder einfach nur Spielen im Garten. Ansonsten ist er ruhig und geduldig. Seiner Familie gegenüber ist er sehr sanft und liebevoll. Mit Kindern versteht er sich gut, sofern er entsprechend erzogen wird. Er ist Nutztieren und Geflügel gegenüber loyal und verträgt sich gut mit anderen Tieren.
Der Stabyhund ist recht selbstständig, was ihn manchmal stur erscheinen lässt. Er ist zwar gut trainierbar, doch die Erziehung eines gehorsamen Arbeitshundes erfordert viel Zeit und Geduld. Erfahrung mit Jagdhunderassen ist von Vorteil. Stabyhunde sind wachsame Wachhunde und bellen oft beim leisesten Geräusch. Sie versuchen, Angreifer abzuschrecken, beißen aber eher selten.

Inhaltsmerkmale
Stabyhouns passen sich sowohl dem Leben im Haus als auch in der Wohnung gut an, sofern sie ausreichend Auslauf bekommen. Es wird nicht empfohlen, sie in einem Käfig oder an der Kette zu halten. Um ihren Bewegungsdrang zu befriedigen, benötigen sie Spaziergänge von 1,5 bis 2 Stunden. Spaziergänge mit Welpen oder jungen erwachsenen Hunden sollten Grundgehorsam, Sozialisierung und Spielzeit mit anderen Hunden beinhalten.
Pflege
Die Fellpflege umfasst Bürsten (durchschnittlich einmal wöchentlich), regelmäßige Ohrenkontrolle und -reinigung sowie Krallenschneiden. Der Fellwechsel ist saisonal stark, im restlichen Jahr mäßig. Ein Bad mit Shampoo wird nicht empfohlen; bei starker Verschmutzung genügt klares Wasser. Das Fell des Stabyhouns ist mit Ölen überzogen, die für Glanz und Feuchtigkeit sorgen.

Gesundheitliche Lebenserwartung
Der Stabyhoun ist eine relativ gesunde Rasse, und Züchter tun alles, um dies zu erhalten. Die Lebenserwartung liegt bei 13–15 Jahren. Dennoch werden gelegentlich einige gesundheitliche Probleme gemeldet.
- Epilepsie;
- Ellenbogendysplasie;
- Hüftdysplasie;
- zerebrale Funktionsstörung;
- von-Willebrand-Krankheit;
- angeborener Herzfehler;
- Katarakt;
- unspezifischer Krebs;
- reaktive Meningitis-Arteriitis der Retina.
Wo man einen Welpen kaufen kann
Weltweit gibt es etwa 6.000 Stabyhouns. Die meisten Hunde leben in ihrer Heimat, den Niederlanden. Auch in Finnland, Schweden, Dänemark, Norwegen, Großbritannien, den USA und Kanada sind sie verbreitet. Jährlich werden weltweit rund 350 Welpen registriert. Interessierte Züchter wenden sich am besten an Rasseclubs.
Preis
In den Niederlanden liegt der Durchschnittspreis für einen Stabyhoun-Welpen bei 900 Euro, in Dänemark bei 12.000 dänischen Kronen und in Großbritannien bei 1.100 bis 1.200 Pfund.
Fotos und Videos
Die Galerie enthält weitere Fotos von Stabyhoun-Hunden.
Video über die Stabyhoun-Hunderasse
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