Mein Hund scheidet Schleim und Blut aus: Ursachen und was zu tun ist
Wenn Ihr Hund Schleim und Blut im Kot hat, kann dies ein Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung sein. Dieses Problem sollte nicht unterschätzt oder ignoriert werden; am besten konsultieren Sie so schnell wie möglich einen Tierarzt, um die Ursache abzuklären.
Gründe
Das Auftreten von Schleim und Blut im Kot Ihres Haustieres kann verschiedene Ursachen haben. Schauen wir uns das genauer an.
- Helminthen. Parasiten heften sich an die Darmwand und ernähren sich vom Tier, wodurch die Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts allmählich zerstört wird. Helminthiasis führt zu einer Schwarzfärbung des Kots.
- Hämorrhagische GastroenteritisDiese Erkrankung entsteht durch Vergiftung mit minderwertigem Futter oder durch mechanische Verletzungen des Darms durch scharfe Knochen. Sie ist nicht ansteckend. Hunde mit einem schwachen Verdauungssystem sind anfälliger dafür.

- Darmpest. Eine gefährliche, potenziell tödliche Krankheit. Sie zeichnet sich durch einen raschen Verlauf aus. Das Tier verliert schnell an Kraft und Vitalität. Es kommt zu rotem oder dunklem Durchfall. Erbrechen, weicher Stuhl, Lichtscheu und Augenausfluss treten ebenfalls häufig auf.
- Gastroenteritis ist eine Entzündung des Magen-Darm-Trakts. Zu den Symptomen gehören Nahrungsverweigerung, Mundgeruch, Aufstoßen, Fieber, Verstopfung oder Durchfall.
- Parvovirus-Enteritis. Sie tritt bei Hunden so häufig auf wie Staupe. Die Übertragung erfolgt über Lebensmittel. Das Virus befällt Darm und Herz. Erbrechen, Durchfall und Blutungen sind typische Symptome. Der Kot ist wässrig, hellrot und riecht übel. Der Hund kann Appetitlosigkeit zeigen oder die Nahrungsaufnahme gänzlich verweigern. Aufgrund von Elektrolytstörungen kommt es zu rascher Dehydrierung und Erschöpfung.
- Tollwut (atypische Form). Die Symptome ähneln sehr stark einer schweren Enteritis. Der Darm entzündet sich stark, und einige Läsionen beginnen zu bluten.
- Dysbakteriose. Ein Ungleichgewicht der Darmflora führt zu Schleim im Kot. Haustiere leiden außerdem unter Blähungen, Appetitlosigkeit und einem stumpfen Fell.
- LeptospiroseSalmonellose kann zu Infektionen führen. Diese Infektionen entstehen durch Vergiftungen mit verdorbenen Lebensmitteln. Frisst ein Haustier während eines Spaziergangs etwas vom Boden, besteht ein hohes Infektionsrisiko. Leptospirose-Erreger vermehren sich in Nieren und Leber und greifen dann die Blutgefäße an. Eine gestörte Blutgerinnung kann zu Darmblutungen führen.

- Chemikalien- oder Drogenkonsum. Frisst ein Hund versehentlich Rattenköder, kann dies zu blutigem Durchfall führen. Grund dafür ist, dass das Gift Cumarinderivate enthält.
- Magengeschwüre und Krebs. Magengeschwüre und bösartige Neubildungen sind häufige Ursachen für Blutungen. Zur Diagnose ist eine Ultraschalluntersuchung des Bauchfells, eine Gastroskopie oder eine Koloskopie erforderlich.
Es gibt viele weitere Krankheiten und pathologische Zustände, die dazu führen können, dass ein Hund Schleim und Blut aus dem After ausscheidet. Hier ist eine Liste davon:
- Krampfadern der Speiseröhre;
- Colitis ulcerosa;
- Analfissuren;
- Darmpolypen;
- Hämorrhoiden;
- Darmtuberkulose;
- Addison-KrankheitDie
Stuhlfarbe
Die genaue Lage der Blutung lässt sich anhand der Farbe des Blutes im Stuhl grob bestimmen. Ist es hellrot, stammt die Blutung aus dem Dickdarm, dem Enddarm oder dem After. In diesen Bereichen kommt das Blut nicht mit Enzymen in Kontakt.
Liegt die Blutungsquelle im oberen Verdauungstrakt, ist der Stuhl schwarz oder braun. Dies ist deutlich schwieriger zu erkennen, da er mit dem restlichen Stuhl vermischt ist. In manchen Fällen lässt sich dies nur durch Laboruntersuchungen feststellen.

Was zu tun
Wenn Sie bei Ihrem Haustier Blut und Schleim im Stuhl feststellen, sollten Sie es umgehend zum Tierarzt bringen – egal, ob es sich um einen Yorkshire Terrier, Pomeranian, Chihuahua oder Labrador handelt. Nur ein qualifizierter und erfahrener Tierarzt kann die genaue Ursache der Blutung feststellen. Er wird eine gründliche Untersuchung durchführen und Blut- sowie eine Kotuntersuchung anordnen. Gegebenenfalls werden weitere Tests durchgeführt. Dazu gehören:
- Ultraschall;
- Röntgenaufnahme;
- Gastroskopie;
- Koloskopie.
Wie man behandelt
Die Behandlung wird individuell für jeden Fall festgelegt. Sie hängt davon ab, warum der Hund Schleim oder Blut im Kot hat. Nach der Diagnose und der Feststellung der Ursache wird der optimale Behandlungsplan ausgewählt.
- Wurmmittel (z. B. Drontal, Profender) können bei der Bekämpfung von Würmern helfen. Diese Medikamente werden ausschließlich von einem Tierarzt verschrieben.
- Infektionen werden ausschließlich mit Antibiotika behandelt. Nach einer Antibiotikatherapie ist es notwendig, Medikamente einzunehmen, um die natürliche Darmflora wiederherzustellen und das Immunsystem zu stärken.
- Bei Enterokolitis Es werden Krampflöser, Antibiotika, Enzyme und Sorptionsmittel verschrieben.
- Probiotika und Immunstimulanzien werden zur Behandlung von Dysbakteriosen eingesetzt.
- Bei Anzeichen von Dehydrierung muss dem Hund frisches Wasser zur Verfügung stehen. Bei schwerer Dehydrierung werden Regidron und intravenöse Injektionen (Glukose, Ringer-Lösung und Kochsalzlösung) verabreicht.
- Bei starkem Blutverlust sind intravenöse Hämostyptika (Natrium- und Calciumchlorid) erforderlich. Orale Medikamente wie Dicynon oder Vikasol sind geeignet. Im nächsten Schritt werden Medikamente gegen Anämie wie Ferrect, Hemodex und andere verordnet.

In fast allen Fällen wird eine spezielle Diät empfohlen. Diese beinhaltet den Verzicht auf harte Knochen, künstliche und grobe Lebensmittel, stark säurehaltige Lebensmittel sowie Lebensmittel, die den Magen-Darm-Trakt reizen.
Während der Behandlung muss dem Tier maximale Ruhe gegönnt werden und Kinder dürfen sich ihm nicht nähern.
Vermeiden Sie Selbsthilfe und Hausmittel. Dies kann zu unangenehmen Folgen führen und sogar das Leben des Tieres gefährden.
Verhütung
Eine wirksame Methode, Blut und Schleim im Urin von Hunden zu verhindern, ist eine alters- und gesundheitsgerechte Ernährung. Diese sollte Fleisch und Gemüse enthalten. Regelmäßige Vitaminpräparate können Vitaminmangel vorbeugen und das Immunsystem stärken.
Gute Hygiene und regelmäßige tierärztliche Untersuchungen helfen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und Komplikationen vorzubeugen.
Der Besitzer trägt die Hauptverantwortung für die Gesundheit seines Hundes. Indem er seinem Tier aufmerksam Aufmerksamkeit schenkt, kann er die Entstehung schwerer Krankheiten verhindern.
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