Boxerhund – Rassemerkmale
Der Boxer gehört zur Mastiff-Gruppe. Er hat ein kurzes, glattes Fell, einen breiten, kräftigen Körperbau, einen großen Kopf mit starkem Kiefer und flacher Schnauze, eine Stupsnase und große, ausdrucksstarke Augen. Dieses ungewöhnliche Aussehen hat dem brachycephalen Hund weltweit seine außergewöhnliche Beliebtheit eingebracht.

Geschichte der Rasse
Der Boxer wurde in Deutschland gezüchtet, seine Vorfahren waren Englische Bulldogge und der Brabanter Bullenbeißer. Der Name der Rasse leitet sich wahrscheinlich von ihrer Angewohnheit ab, bei Kämpfen mit den Vorderpfoten zuzuschlagen, ähnlich wie beim Boxen. Diese Hunde wurden ursprünglich als Kampfhunde eingesetzt, doch im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Rasse verändert: Durch gezielte Zucht wurden ihre aggressiven Tendenzen nahezu vollständig eliminiert.
Seit 1925 ist der Boxer offiziell als Assistenzhunderasse anerkannt. Er wird außerdem als Wachhund und Blindenführhund eingesetzt. Seine Charaktereigenschaften – angeborene Intelligenz, Reinlichkeit und tadelloser Gehorsam – machen ihn zu einem ausgezeichneten Familienhund.

Ein Boxerwelpe aus Show- oder Zuchtlinien vom Züchter, dessen Eltern Titel tragen und der sich zur Weiterzucht eignet, ist für 40.000 bis 60.000 Rubel erhältlich. Ein Boxerwelpe der Liebhaberklasse (ohne Elite-Abstammung oder mit rassespezifischen Fehlern) kostet maximal 20.000 Rubel, während Welpen von Privatpersonen für 5.000 bis 8.000 Rubel zu haben sind.
Rassemerkmale, FCI-Standards
Gemäß den Standards der Internationalen Kynologischen Organisation umfassen die äußeren Merkmale dieser Rasse:
- Die Männer sind 57-63 cm groß und wiegen 30-34 kg; die Frauen sind 53-60 cm groß und wiegen 25-27 kg.
- Der Körper ist kompakt, quadratisch im Proportion, die Muskulatur ist ausgeprägt und gut entwickelt.
- Die Kruppe ist abfallend, leicht geneigt, der Bauch ist aufgezogen – auf dem Foto sieht der Boxer sehr athletisch aus.
- Die Länge des Brustkorbs reicht bis zur Höhe der Ellbogen, die Tiefe des Brustkorbs entspricht der halben Widerristhöhe.
- Die Schnauze ist kurz, der Unterkiefer steht vor und das Kinn ist leicht nach oben gezogen. Das Verhältnis von Schnauzenlänge (Abstand von der Nasenspitze bis zur Augenlinie) zur Schädellänge beträgt 1:2.
- Die Ohren hängen von Natur aus, und der Schwanz ist hoch angesetzt. Sowohl Ohren als auch Schwanz werden üblicherweise kupiert.
- Die Vorderbeine sind gerade, die Pfoten sind klein und rund.
- Das Fell ist kurz, hart und glatt.
- Zulässige Farben: Weiß, Rot und Rehbraun (braun oder gelb mit dunklen Spitzen an Rücken, Nacken und Ohren). Die beliebteste Farbe ist gestromt – dunkle Streifen auf braunem oder sandfarbenem Grund. Die zweitbeliebteste Farbe ist der reinweiße Boxer.

Boxer brauchen sehr lange, um erwachsen zu werden, und es ist nicht ungewöhnlich, dass ein dreijähriger Hund noch so verspielt ist wie ein sechs Monate alter Welpe. Diese Hunde sind von Natur aus furchtlos, aber nicht aggressiv und verteidigen sich nur, um ihren Besitzer oder sich selbst zu schützen. Sie sind sehr aktiv und unruhig, daher sind sie nicht für Familien mit kleinen Kindern geeignet. Ihr ausgeprägtes Bedürfnis nach Zuneigung und Empathie verhindert, dass diese Hunde lange allein gelassen werden: Werden sie den ganzen Tag allein gelassen, geraten sie in Stress und können unangemessenes Verhalten zeigen.
Leider ist körperliche Stärke keine Garantie für ausgezeichnete Gesundheit. Hunde dieser Rasse neigen zu einer Reihe von Gesundheitsproblemen:
- Hüftdysplasie
- Spondylose
- Erkrankungen des Urogenitalsystems (Kryptorchismus, vaginale Hyperplasie),
- Magen-Darm-Erkrankungen (Kolitis) und das endokrine System (Hypothyreose, Hyperthyreose),
- Entwicklung gutartiger und bösartiger Tumore.

Deshalb sollten Sie vor dem Kauf eines Boxerhundes sicherstellen, dass in seinem Stammbaum keine Vorfahren mit solchen Erkrankungen vorkommen; dies trägt dazu bei, das Risiko ihrer Entwicklung bei Ihrem Haustier zu verringern.
Diese Rasse wird üblicherweise in verschiedene Varietäten unterteilt. Die klassische Varietät, die einzige, die von der Internationalen Kynologischen Föderation (FCI) anerkannt wird, ist der Deutsche Boxer. Sein Äußeres entspricht perfekt den FCI-Standards. Amerikanische, englische und französische Boxer haben kleinere Köpfe und einen etwas leichteren Körperbau, doch nur Experten und erfahrene Züchter können diese feinen Unterschiede erkennen.

Wartung und Pflege
Der Boxer ist eine Rasse, die viel Bewegung braucht, darunter Ballspielen, Frisbeewerfen und Hindernisläufe. Wenn Sie in einer Stadtwohnung leben, sind tägliche zweistündige Spaziergänge für Ihren Hund unerlässlich.
Trotz ihres „maskulinen“ Aussehens vertragen Hunde dieser Rasse weder Hitze noch Kälte gut. Im Sommer verhindert ihre kurze Schnauze, dass sie sich ausreichend abkühlen können. Daher sollten sie am besten im Schatten gehalten und regelmäßig mit Wasser abgespritzt werden. Ihr kurzes, anliegendes Fell bietet im Winter wenig Wärme, weshalb sie an frostigen Tagen mit Overalls ausgeführt werden und im Winter unbedingt im Haus leben müssen – eine Hundehütte oder ein Zwinger kommt nicht in Frage.

Boxer sind laut Erfahrungsberichten in puncto Fellpflege unkompliziert. Um ihr Fell in gutem Zustand zu halten, reicht es, sie ein- bis zweimal pro Woche mit einer weichen Bürste oder einem feinborstigen Gummihandschuh zu bürsten. Häufiges Baden ist nicht empfehlenswert; eine Shampoonierung sollte alle sechs bis acht Wochen erfolgen, und zwar nur mit klarem Wasser, falls nötig, beispielsweise wenn der Hund bei einem Spaziergang stark verschmutzt ist.
Tierärzte empfehlen, Hundeohren und -zähne einmal wöchentlich zu reinigen. Eine spezielle Zahnpasta für Tiere mit Fleischgeschmack und -duft ist im Zoofachhandel erhältlich. Die Krallen sollten regelmäßig gekürzt werden, wobei nur die Spitzen gekürzt werden sollten, um die Blutgefäße im Nagelbett nicht zu verletzen.
Gastronomie
Boxer haben ein empfindliches Verdauungssystem. Um sie artgerecht zu ernähren, sind grundlegende Ernährungskenntnisse erforderlich. Die Boxernahrung besteht hauptsächlich aus Fleisch (Lamm, Kaninchen, Geflügel), Fisch und Getreide.
Fleisch und Fisch liefern Proteine, essentielle Aminosäuren, Spurenelemente und Vitamine. Sie können roh oder gekocht, jedoch ohne Gräten, verfüttert werden. Getreide ist leicht verdaulich und energiereich. Vollkornreis, Buchweizen und Haferflocken eignen sich gut. Diese Getreidearten enthalten, wie Fleisch, viel Protein, Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Das Verhältnis von Fleisch zu Getreide sollte 1:3 betragen, für Welpen im Wachstum sowie trächtige und säugende Hündinnen 3:1.

Neben Proteinen sollte die Ernährung Ihres Haustieres Hüttenkäse, fermentierte Milchprodukte, Eier (maximal zwei pro Woche), Gemüse, Obst sowie Vitamin- und Mineralstoffpräparate enthalten. Es ist wichtig zu wissen, dass sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss an Nährstoffen für Ihr Haustier gefährlich sein kann. Boxer benötigen vor allem die Vitamine A, D und B sowie die Mikronährstoffe Kalzium und Kalium.
Hunde dieser Rasse dürfen nicht:
- Schweinefleisch;
- roher Fisch;
- Kartoffel;
- Hülsenfrüchte;
- Geräuchertes Fleisch, Süßigkeiten.
Eine einfache Lösung für die Fütterung von Hunden aller Rassen ist Trocken- oder Nassfutter. Diese Produkte sind fachmännisch entwickelt, haben eine ausgewogene Zusammensetzung und sorgen für ein aktives und gesundes Leben Ihres Hundes. Bei der Wahl von Trocken- oder Nassfutter empfehlen wir besonders hochwertige und ganzheitliche Sorten. Diese werden aus natürlichen Zutaten hergestellt und enthalten keine synthetischen Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker oder künstliche Süßstoffe.

Viele namhafte Hersteller produzieren Futtermittel dieser Klasse:
- Royal Canin (Frankreich),
- Orijen (Kanada),
- Brit (Tschechische Republik),
- Wellness CORE (USA),
- ACANA (Kanada),
- NUTRO (Deutschland).
Welpen, Junghunde, erwachsene und ältere Hunde benötigen jeweils eine Ernährung mit unterschiedlichen Nährstoffprofilen. Bestimmte Hunderassen, wie beispielsweise Boxer, benötigen zudem Spezialfutter. Premiummarken bieten Futtermittel für jede Alters- und Rassegruppe sowie für kastrierte Tiere oder solche mit Allergien an.
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