Träumen Katzen?

Katzen sind die bekanntesten Langschläfer unter den warmblütigen Haustieren. Im Durchschnitt verbringen sie ihren Schlaf im Reich des Morpheus. 15-18 Stundenlang am Tag. Aber was wirklich interessant ist: Schlafen sie nur, oder träumen Katzen tatsächlich? Ruhen sie sich einfach nur aus und erholen sich? Oder träumen sie vielleicht doch, genau wie wir Menschen?

Ein wenig über den Traum selbst

Es ist kein Wunder, dass Wissenschaftler den Schlaf von Katzen untersuchen, indem sie Sensoren und verschiedene Monitore an sie anschließen, denn selbst die schläfrigsten Haustiere ähneln dem Menschen sehr. Diese Studien haben gezeigt, dass Katzen selbst im Ruhezustand eine hohe Hirnaktivität aufweisen, die der im Wachzustand in nichts nachsteht. Allerdings kann kein Lebewesen ohne Schlaf überleben; ohne ihn ist es schlicht unmöglich, die tagsüber verbrauchte Energie wieder aufzufüllen.

Der Schlaf besteht aus mehreren Phasen: dem leichten (REM-) und dem tiefen (NREM-)Schlaf. In der leichten Phase bereitet sich der Körper auf die Ruhe vor. Doch selbst während sich das Tier auf den Schlaf einstellt, ist seine Nervenerregbarkeit am höchsten. Jedes Rascheln oder Geräusch in dieser Einschlafphase lässt die Katze zusammenzucken, bereit zur Flucht oder Verteidigung. Die leichte Phase dauert in der Regel 10–15 Minuten. Man kann die Anspannung des Tieres deutlich erkennen; die Muskeln in Nacken, Kopf und Gliedmaßen sind angespannt.

Katzenschlaf in der REM-Phase

Sobald die Tiefschlafphase einsetzt, entspannen sich die Muskeln. Man kann sehen, wie der Körper schlaff wird, die Muskeln an Spannkraft verlieren und die von den Lidern geschlossenen Augäpfel sich zu bewegen beginnen. Diese Augenbewegungen deuten darauf hin, dass die Katze träumt.

Selbst wenn ein Haustier aus dem Tiefschlaf geweckt wird, springt es nicht sofort auf und rennt weg. Das Aufwachen erfolgt langsam und allmählich. Wenn Ihre Katze von selbst aufwacht, werden Sie beobachten, wie sie sich genüsslich streckt und putzt.

Wecken Sie Ihr Haustier nicht abrupt, es sei denn, es ist absolut notwendig. Erinnern Sie sich, wie es ist, wenn man Sie aus dem Schlaf reißt: Ihr Herzschlag beschleunigt sich, und Sie verspüren Panik und Angst. Einem Tier, das plötzlich geweckt wird, geht es genauso.

Träumen Katzen?

Kommen wir nun zur eigentlichen Frage: Träumen Katzen? Ja, Katzen und Hunde können, genau wie Menschen, im Schlaf Bilder sehen – träumen. Natürlich können wir nur mutmaßen, was unsere Haustiere beim Ausruhen beobachten. Vielleicht jagen sie Mäuse, Schmetterlinge oder summende Insekten. Oder sie spazieren draußen? Vielleicht sogar mit dem anderen Geschlecht, während sie umworben werden – wer weiß?

Wenn eine Katze einen Albtraum hat, kann man beobachten, wie sie nervös mit dem Schwanz zuckt, mit den Pfoten strampelt und vielleicht sogar faucht oder kratzt.

Wenn Ihre Katze solche unruhigen Träume recht häufig hat, wäre es ratsam, sie zum Tierarzt zu bringen, um Kopfverletzungen (Prellungen, Gehirnerschütterungen oder Tumore) auszuschließen, die solche nervösen Träume verursachen könnten.

Vieles hängt auch vom Alter des Tieres ab. So träumen beispielsweise winzige Kätzchen (bis zu einem Monat alt) überhaupt nicht und schlafen auch nicht so lange wie ihre erwachsenen Geschwister – nur etwa zwölf Stunden. Mit zunehmendem Alter kann das Tier in eine Tiefschlafphase eintreten. Und mit drei Monaten kann ein Kätzchen, genau wie seine Eltern, bereits vollständige Bilder sehen.

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