Wie viele Rippen hat ein Hund?
Hunde und Katzen sind die beliebtesten Haustiere, doch nicht alle Besitzer kennen die anatomischen und physiologischen Besonderheiten ihrer Tiere. Wir möchten diese Wissenslücke schließen und Ihnen zeigen, wie viele Rippen ein Hund hat, aus welchem Gewebe sie bestehen, welche Funktion sie haben und wie sie auf Fotos aussehen.

Rippen als Teil des Skeletts
Die Knochen des Säugetierskeletts sind Teil des passiven Bewegungsapparates. Das Skelett dient als Stützgerüst des Körpers, schützt lebenswichtige innere Organe, dämpft Stöße bei Bewegung und Atmung und ist Ansatzpunkt für die Muskeln. Das Wirbeltier-Endoskelett besteht aus röhrenförmigen, schwammartigen, flachen und gemischten Knochen; beim Hund umfasst es 292 Elemente. Einige dieser Knochen bilden den Brustkorb, der die Brustwirbelsäule, die Rippen und das Brustbein (Sternum) einschließt.

Rippen sind paarig angeordnete, lange, flache, bogenförmige Knochenplatten, die leicht verdreht, innen konkav und außen konvex sind. Das dickere Ende der Rippe setzt an der Wirbelsäule an und passt in die sogenannten Rippengruben zwischen zwei benachbarten Wirbeln. Das dünnere Ende mancher Rippen ist direkt mit dem Brustbein verbunden, während bei anderen ein gemeinsamer Knorpel das Brustbein mit diesem verbindet und so einen relativ stabilen, aber dennoch flexiblen Rippenbogen bildet.
Knochengewebe ist eine Art Bindegewebe. Rippen sind flache Knochen, dünne, kompakte Platten, die aus anorganischen und organischen Bestandteilen sowie Wasser bestehen. Die Basis der flachen Knochen (etwa 40 % ihres Gesamtvolumens) bilden Kollagenfasern, die den Rippen die notwendige Flexibilität und Elastizität verleihen. Anorganische Substanzen, vor allem Kalzium-, Phosphor- und Magnesiumsalze (hauptsächlich Kalziumphosphat, Kalziumkarbonat und Magnesiumsulfat), sorgen für die Härte und Festigkeit der Knochen.
Die Zusammensetzung des Knochengewebes bei Hunden verändert sich mit dem Alter: Bei Welpen enthält es mehr organische Substanz, wodurch die Knochen weicher und flexibler sind. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil anorganischer Salze allmählich an. Dies führt zu einem Verlust an Flexibilität und erhöhter Brüchigkeit, weshalb ältere Hunde häufiger Knochenbrüche erleiden als jüngere.

Anzahl und Klassifizierung der Rippen bei Hunden
Hunde haben so viele Rippenpaare wie Brustwirbel im Brustkorb vorhanden sind. Alle fleischfressenden Säugetiere der Hundeartigen – Wölfe, Schakale, Kojoten, Füchse, Waschbären und Haushunde – besitzen 13 Rippenpaare (im Gegensatz zum Menschen, der ein Paar weniger hat).
Man unterscheidet zwischen echten (sternalen) und falschen (sternalen) Rippen. Erstere (neun Paare) sind über Knorpel direkt am Brustbein befestigt, während letztere (vier Paare) vor ihrer Befestigung am Brustbein durch einen gemeinsamen Knorpel verbunden sind. Das freie Ende des letzteren Rippenpaares kann in der Muskulatur liegen, weshalb diese Rippen auch als Hängerippen bezeichnet werden.

Sofern Ihr Haustier nicht stark übergewichtig ist, lassen sich die Rippen leicht ertasten. Sie können die Anzahl der Rippen zählen, indem Sie mit der Hand an den Seiten des Körpers entlangfahren. Dabei werden Sie feststellen, dass die Rippen unterschiedlich beweglich sind: Im vorderen Bereich des Brustkorbs (nahe dem Schultergürtel) ist die Beweglichkeit am geringsten. Die erste Rippe ist die kürzeste und dickste, die mittleren Rippen sind die längsten und die letzten Rippen sind die kürzesten, dünnsten und auf der Seite, die der Bauchhöhle zugewandt ist, deutlich dünner.
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