Wie viele Hunderassen gibt es auf der Welt?
Die Vielfalt der vierbeinigen Freunde des Menschen ist erstaunlich: Im Laufe von über 10.000 Jahren Evolution haben sich Hunde in riesige Mastiffs und winzige Chihuahuas, aggressive Pitbulls und gutmütige Mischlinge aufgespalten. LabradoreSanftmütige Pudel und eigensinnige Sibirische Huskys. Und doch gehören sie alle derselben Art an. Wie viele Hunderassen gibt es also weltweit?
Anzahl der Rassen und Reinheit
Laut der Internationalen Kynologischen Föderation wird derzeit nur ein geringer Teil offiziell anerkannt. mehr als 400 RassenDarüber hinaus steigt diese Zahl stetig an, wenn auch eher langsam: Schließlich entstehen durch gezielte Zucht immer mehr neue Hunderassen.

Das Hauptkriterium zur Bestimmung der Hunderasse ist die Reinrassigkeit. Diese wird anhand von Informationen über die Elterntiere des Hundes festgestellt, die derselben Rasse angehören müssen.
Der Mensch hat historisch gesehen eine aktive Rolle bei der Gestaltung von Tierrassen gespielt, die praktische Vorteile boten: Jagd, Viehhaltung und Schutz von Eigentum. Derzeit werden alle offiziell registrierten Rassen anhand ihrer funktionellen Merkmale in Gruppen eingeteilt:
- Sicherheit – die zahlreichste Gruppe, zu der sowohl große als auch kleine Hunde gehören. Diese Hunde sind gutmütig und lernfähig, benötigen aber eine angemessene Erziehung und ein sachgemäßes Training sowie einen kompetenten Besitzer (zu den Vertretern gehören Schnauzer und Pinscher).

- Shepherd's Diese Hunde zeichnen sich durch Intelligenz, schnelle Auffassungsgabe und Ausdauer aus, die für das Aufspüren der Herde und deren Schutz vor verschiedenen Gefahren notwendig sind (typische Vertreter sind alle Schäferhunde).

- Terrier sind grabende Hunde, die zur Jagd unter der Erde gezüchtet wurden. Dank ihrer unbändigen Energie und ihres lebhaften Temperaments (Jack Russell Terrier) fühlen sich diese Hunde heute in städtischen Umgebungen wohl und sind hervorragende Begleithunde.

- Ursprüngliche Hunderassen entstanden unter den Bedingungen der natürlichen Selektion, also ohne menschliches Eingreifen. Diese Hunde wurden von Nomaden (Mansen, Jakuten, Eskimos usw.) als Schlittenhunde, Jagdhunde und Wachhunde eingesetzt. Sie sind robust und besitzen gute Gesundheit und Arbeitsdaten (Vertreter – Gefällt mir, Spitz, Sibirische Huskys).

- Dackel - Anhänger, schlau und temperamentvolle Haustiere, die vom Wesen her Terriern ähneln. Dackel wurden in Deutschland zur Dachsjagd gezüchtet.

- Retriever sind Arbeitshunde, die ausreichend Bewegung benötigen und gut trainierbar sind. Sie sind außerdem bekannt für ihr attraktives Aussehen, ihre Treue und ihre Intelligenz (ein Beispiel ist der Labrador).

- Vorstehhunde sind Jagdhunderassen mit den entsprechenden Eigenschaften: schnelle Reflexe und ein ausgeprägter Geruchssinn. Sie sind von Natur aus sanftmütig und ruhig, was sie zu ausgezeichneten Begleithunden und häufigen Ausstellungsteilnehmern macht (zu den Vertretern gehören Setter, Pointer und Deutsch Kurzhaar).

- Jagdhunde gehören zu den artenreichsten Jagdhundgruppen. Sie wurden gezüchtet, um Beute aufzuspüren und zu verfolgen. Diese Hunde sind treu, pflegeleicht, aber dennoch selbstständig und neigen zum Weglaufen.

- Barsois sind robuste, eigensinnige und sehr schöne, ungewöhnliche Hunde. Sie wurden zur Jagd gezüchtet. Ein besonderes Merkmal dieser Hunde ist, dass sie nicht sehr lernfähig sind und einen erfahrenen Besitzer benötigen (ein typisches Beispiel ist der Russische Barsoi).

- Dekorative Rassen – diese Untergruppe umfasst in der Regel kleine Rassen. Begleithunde Chihuahuas, Pekinesen, Möpse und andere Rassen unterscheiden sich stark im Aussehen. Trotz ihrer geringen Größe benötigen diese Haustiere besondere Pflege.

Die genannten Gruppen sind von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) anerkannt. Eine ähnliche Klassifizierung wird auch in unserem Land verwendet. In anderen Ländern kann die Liste der Gruppen jedoch von der internationalen abweichen – beispielsweise verwenden amerikanische, australische und skandinavische Kynologen ihre eigenen Klassifizierungssysteme. Daher lässt sich die genaue Anzahl der weltweit existierenden Hunderassen nicht bestimmen.
Entwicklung und Festigung der Rassemerkmale
Früher wurden die Merkmale einer bestimmten Rasse vor allem durch das Aussehen und die Arbeitsfähigkeit des Hundes bestimmt. Heute steht Kynologen zusätzlich eine weitere Methode zur Verfügung: die Genanalyse. Die DNA von Vertretern verschiedener Gruppen oder einer einzelnen Gruppe wird sorgfältig untersucht und verglichen. Auf Grundlage dieser Daten planen Kynologen und Züchter dann, die Rassemerkmale durch Kreuzung verschiedener genetischer Linien zu festigen und weiterzuentwickeln.
All dies ermöglicht es uns, positive Eigenschaften zu erhalten und weiterzuentwickeln, negative Charakter- und Aussehensaspekte zu eliminieren, Welpen mit den gewünschten Merkmalen zu züchten, die Rasse insgesamt zu verbessern und neue Varietäten zu schaffen. Dank moderner Methoden verläuft dieser Prozess deutlich schneller als früher.
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1 Kommentar
Pauline
Die FCI erkennt derzeit keine 400 Rassen an. Das entspricht in etwa der Gesamtzahl der Rassen weltweit, aber die FCI erkennt 332 oder 349 Rassen an.
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