Wie viele Zehen hat ein Hund?

Hunde sind Zehengänger. Das bedeutet, dass beim Gehen ihre Fersen und Vorderpfoten den Boden nicht berühren und ihre Zehen den Großteil des Gewichts tragen, wodurch es aussieht, als würden sie auf Zehenspitzen laufen. Diese Eigenschaft ermöglicht es ihnen, abrupt die Richtung zu wechseln, zur Seite zu springen und andere Manöver auszuführen. Im Vergleich zu Menschen sind Hundezehen sehr kurz und können nicht wackeln. Da der Abstand zwischen ihren Zehen minimal ist, besitzen sie nur eine eingeschränkte Beweglichkeit.

Hundepfote

Anzahl der Zehen an den Pfoten eines Hundes

Es gilt allgemein als erwiesen, dass Hunde, unabhängig von Geschlecht, Alter oder Rasse, fünf Zehen an den Vorderpfoten (vier primäre Zehen und eine fünfte zusätzliche Zehe) und vier an den Hinterpfoten haben. Einige Hunde besitzen jedoch auch fünf Zehen an den Hinterbeinen. Diese zusätzlichen Zehen werden Afterkrallen oder Wolfskrallen genannt, und ihr Auftreten ist ein Atavismus (ein Merkmal, das bei weit entfernten Vorfahren vorhanden war, aber im Laufe der Zeit seine Funktion verlor).

Hinweis! Die Afterkrallen eines Hundes können beim Kauen von Knochen oder Spielzeug eingesetzt werden, da sie den Halt verbessern. Man geht außerdem davon aus, dass sie für bessere Bodenhaftung sorgen und dem Tier so ermöglichen, auch bei hohen Geschwindigkeiten auf unebenem und rauem Untergrund stabil zu bleiben.

Hundepfoten

Experten können nicht eindeutig klären, warum manche Welpen Afterkrallen entwickeln und andere nicht. Einige vermuten, dass ein Suppressor-Gen für die zusätzliche Afterkralle verantwortlich ist. Wenn also eine Hündin mit normaler Afterkralle mit einem Rüden mit Afterkralle verpaart wird, haben die Welpen in der Regel die gleichen Pfoten wie ihr Vater.

Ausnahmen von den Regeln

Bei den meisten Rassen gilt das Vorhandensein einer zusätzlichen Zehe an den Hinterbeinen als Fehler, weshalb solche Tiere von der Teilnahme an Ausstellungen ausgeschlossen werden können. Bei bestimmten Rassen hingegen sind fünfzehige Hinterbeine ein wesentlicher Beweis für die Reinheit und Qualität der Rasse, wie im Rassestandard festgelegt. Stellt ein Richter während einer Ausstellung einen solchen Mangel fest, kann das Tier einfach aus dem Ring entfernt werden. Zu diesen Rassen gehören:

Bei allen anderen Rassen empfehlen Experten häufig, die Afterkrallen an den Hinterbeinen im Welpenalter (zwischen dem 3. und 6. Tag) zu entfernen. Sie haben beim Laufen keine Funktion, können sich aber beim Spielen, Training und anderen Aktivitäten verfangen oder sogar abgerissen werden. Dies gilt insbesondere für Besitzer, die gerne jagen: Ein zusätzliches Körperteil an den Hinterbeinen kann zusätzliche Schwierigkeiten bereiten. Bei der Jagd müssen sich Hunde viel schneller bewegen als sonst, und ein zusätzliches Körperteil an den Pfoten behindert die Fortbewegung im Dickicht und kann sich in Schlamm oder Ästen verfangen.

Afterkrallen des Hundes

Die Anzahl der Zehen eines Hundes ist kein Indikator für seine Gesundheit, und das Vorhandensein einer „fünften Zehe“ gilt nicht als Krankheit. Eine sorgfältige und gründliche Pfotenpflege ist jedoch entscheidend für die Gesundheit. Regelmäßiges Waschen, bereits im Welpenalter, beugt unangenehmem Geruch und Pilzinfektionen vor. Pfotenmassage Die Polsterung zwischen den Körperteilen verbessert die Durchblutung und fördert die Entspannung der Gliedmaßen.

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