Wie viele Zehen hat eine Katze?

Katzen gelten als perfekte Schöpfungen der Natur, denn ihre körperlichen Fähigkeiten sind unvergleichlich vielfältig. Sie können gekonnt springen, auf dünnen Ästen balancieren, sich langsam bewegen, blitzschnell reagieren und lautlos ihr Ziel erreichen. Ihre Zehen helfen ihnen dabei. Doch nicht jeder, selbst Katzenbesitzer nicht, kann sofort die Frage beantworten, wie viele Zehen eine Katze hat.

Katzenpfoten

Standardnormen

Zunächst einmal ist anzumerken, dass Haustiere, genau wie Menschen, manchmal verschiedene Anomalien aufweisen. Aber wie viele Zehen sollte eine Katze haben? Allgemein gilt, dass es 18 sein sollten. Diese Zahl ist der von internationalen Katzenorganisationen festgelegte Standard. Darüber hinaus

  • Die Vorderpfoten haben 5 Zehen, von denen 4 nebeneinander liegen und beim Gehen den Boden berühren, während die 5 Zehen als rudimentär gelten und etwas höher liegen und nur bei der Fortbewegung auf geneigten und vertikalen Flächen zum Einsatz kommen.
  • Die Hinterbeine haben 4 Zehen.

Jede Zehe besitzt einen weichen, unbehaarten Ballen und eine scharfe, sichelförmige Kralle, die es Katzen ermöglicht, geschickt auf Bäume zu klettern, sich gegen Angriffe anderer Tiere zu verteidigen und Beute fest zu packen. Katzenkrallen sind einziehbar: Muskeln und Sehnen ziehen sie in eine Art Hautscheide, sodass sie die Bewegung nicht behindern. Wenn das Tier jedoch etwas greifen muss, streckt es seine Zehen aus und setzt seine gefährliche „Waffe“ ein.

Die Katze fuhr ihre Krallen aus.

Die Zehen sind für das Gehen und Laufen unerlässlich; ihre Flexibilität und Beweglichkeit ermöglichen es Katzen, ihre Gliedmaßen in jede Richtung zu bewegen. Diese Pfotenstruktur erlaubt es ihnen, selbst auf engstem Raum das Gleichgewicht zu halten und sich schnell und nahezu lautlos fortzubewegen, was für Raubtiere, zu denen auch Hauskatzen zählen, überlebenswichtig ist. Die schnelle Kontraktion und Entspannung der Zehenbeuger ermöglicht es diesen Tieren, beeindruckend hoch zu springen.

Abweichungen von der Norm

Manche Tiere werden mit mehr Zehen oder Fingern als üblich geboren. Diese Fehlbildung nennt man Polydaktylie (vom griechischen „poly“ für viele und „daktylos“ für Zehen oder Finger) und sie wird durch ein bestimmtes Gen verursacht. Trägt ein Elternteil dieses Gen, besteht eine 60%ige Wahrscheinlichkeit, dass auch die Nachkommen Polydaktylie entwickeln.

Der Rekordhalter in diesem Bereich ist laut Guinness-Buch der Rekorde von 2002 eine kanadische Katze namens Jake, die von Natur aus mit 28 Zehen ausgestattet ist (7 an jeder Pfote).

Wichtig! Polydaktylie verursacht bei Katzen keinerlei Beschwerden, beeinträchtigt ihre Gesundheit nicht und gilt als charakteristisches Merkmal, nicht als genetische Fehlbildung. Gebäude, was nur für die Einhaltung der Ausstellungsstandards wichtig ist.

Polydaktylie bei Katzen

Eine abnorme Zehenanzahl kommt sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen Katzen vor. Es gibt zwei Arten von Polydaktylie:

  • Postaxiale Zehen, bei denen die Zehen mit den anderen vier Zehen ausgerichtet sind. Diese Pfoten werden als „Schneeschuhe“ bezeichnet, da sie dem Tier beim Gehen durch lockeren Schnee zusätzliche Stabilität verleihen und ein Einsinken verhindern.
  • Bei einer präaxialen Pfote befinden sich die zusätzlichen Zehen an der Innenseite der Pfote und sind, ähnlich wie beim Menschen, von den übrigen Zehen abgesetzt. Diese Pfotenform wird als „Handschuhpfote“ bezeichnet.

Diese Erkrankung tritt am häufigsten an den Vorderpfoten oder sowohl an Vorder- als auch an Hinterpfoten auf, Fälle von Polydaktylie an den Hinterbeinen sind jedoch sehr selten. Die Krallen an den zusätzlichen Zehen wachsen in der Regel deutlich schneller als die übrigen und benötigen daher mehr Aufmerksamkeit und regelmäßige Fellpflege.

Hinweis! In der Antike wurden polydaktyle Katzen als Schiffskatzen bezeichnet, und ihre Anwesenheit an Bord eines Schiffes galt als gutes Omen. Dies lag daran, dass die besondere Struktur ihrer Pfoten ihnen ermöglichte, bei Stürmen oder anderen Unwettern besseren Halt an Deck zu finden. Darüber hinaus galt ihre Anwesenheit auf einem Schiff als Glückssymbol.

Unabhängig davon, wie viele Zehen eine Hauskatze hat, benötigt sie regelmäßige Pfotenpflege, insbesondere KrallenBei Haltung in Innenräumen haben die Krallen keine Zeit, sich auf natürliche Weise abzunutzen, daher sollten sie regelmäßig geschnitten werden.

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