Werden Katzen grau?
Wenn man ein kleines, flauschiges Fellknäuel sieht, das sich gerade erst in seinem Zuhause einlebt, fragt man sich vielleicht: Werden Katzen im Alter grau? Bekommen sie, wie Menschen, graue Haare? Und was bestimmt den Prozess der Fellpigmentierung bei Tieren?
Inhalt
Gibt es graue Katzen?
„Graue Katze“ ist die Bezeichnung für ein Tier, dessen Fell bestimmte äußere Merkmale aufweist, insbesondere eine große Anzahl weißer, depigmentierter Haare.

Tatsächlich ist graues Haar im Tierreich nicht immer ein Zeichen des Alters, da es eine Reihe von Haarfarben gibt, bei denen ein grauähnlicher Effekt auch in jungen Jahren normal ist.
Insbesondere kann das Ergrauen als normale Variante beobachtet werden:
- bei schwarzen Kätzchen während der Farbwechselphase;
- bei Tieren unterschiedlicher Farben während der Mauser;
- bei Colourpoint- und Silberkatzen (insbesondere schattierten Schwarzkatzen).

Graues Fell bei Katzen kann jedoch auch andere Ursachen haben und entsteht durch bestimmte Faktoren. Gehört Ihre Katze keiner Rasse an, bei der Ergrauen ein natürliches Merkmal ist, lohnt es sich, die zugrunde liegenden Ursachen zu untersuchen.
Die Hauptursachen für graue Haare
Auf die Frage, ob Katzen ergrauen, antworten Wissenschaftler eindeutig mit Ja. Ja, genau wie Menschen können auch Haustiere graue Haare bekommen. Dies kann zudem in verschiedenen Lebensphasen und unter dem Einfluss verschiedener Faktoren geschehen.
altersbedingte Veränderungen
Werden Katzen im Alter grau? Ja, das Alter ist der Hauptgrund für das Ergrauen des Fells bei Katern und Katzen. Altern ist ein natürlicher Prozess, den alle Tiere, einschließlich Katzen und Hunde, durchlaufen. Mit zunehmendem Alter verändert sich der Stoffwechsel, und die Melaninproduktion in den einzelnen Haarfollikeln nimmt ab.
Eine Katze erreicht das Seniorenalter typischerweise mit etwa 7-8 Jahren. In diesem Alter können auch die ersten grauen Haare Ihrer Katze auftreten.

Das bedeutet aber nicht, dass Ihre Katze mit 10 Jahren komplett ergraut sein wird. Der Prozess verläuft sehr individuell und ist genetisch bedingt. Manche Katzen ergrauen deutlich (bei dunklen Katzen ist das Ergrauen auffälliger), während andere ihr jugendliches Aussehen bis ins hohe Alter behalten.
Graue Haare treten bei Katzen typischerweise im Gesicht auf und breiten sich dann allmählich über Kopf und Rücken aus. Das Ergrauen des Fells ist unumkehrbar, also lieben Sie Ihr Haustier einfach in seiner neuen Rolle.
Schwerer Stress
Werden Katzen vor Angst grau? Ja, starker Stress kann vorzeitiges Ergrauen auslösen.
Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass eine Überaktivität des sympathischen Nervensystems bei Menschen und Tieren zur Erschöpfung der für die Melaninproduktion verantwortlichen Stammzellen führt, was das Auftreten von grauen (gebleichten) Haaren zur Folge hat.
Eine Quelle starken Stresses für Ihr Haustier kann sein:
- Gefühle intensiver Angst (zum Beispiel während eines Missbrauchs);
- längeren Abwesenheit des Eigentümers;
- erzwungene Einsamkeit;
- schmerzhafte medizinische Eingriffe;
- Wohnsitzwechsel;
- das Auftauchen eines neuen Haustiers im Haus usw.

Interessant! Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Ergrauen der Haare nach Stress ein reversibler Prozess ist. Sobald sich das Nervensystem wieder normalisiert hat, kann auch die Melaninproduktion in den Haarfollikeln wieder einsetzen.
Unausgewogene Ernährung
Die Farbsättigung und der allgemeine Zustand des Fells hängen von der Qualität der Ernährung des Tieres ab. Ein anhaltender Aminosäuremangel kann, selbst in jungen Jahren, zu einer verminderten Melaninproduktion führen. Dadurch kann die Fellfarbe der Katze stumpfer werden, die Fellqualität deutlich nachlassen und graue Haare auftreten.

Es ist wichtig zu beachten, dass dieser Faktor für jede Farbe gilt; allerdings ergrauen graue und rote Katzen tendenziell weniger auffällig, und graue Haare sind bei getigerten Mustern weniger sichtbar, während einfarbige Britisch Kurzhaar-Katzen und solche mit einer satten schwarzen Färbung aufgrund eines Mangels an Aminosäuren erhebliche Veränderungen im Aussehen erfahren können.
Schwere Krankheiten
Es ist wichtig zu wissen, dass die Fellqualität in direktem Zusammenhang mit der Gesundheit Ihres Haustieres steht. Daher sollte jede deutliche Veränderung der Fellstruktur, des Fellvolumens, der Fellfarbe oder des Aussehens unbedingt mit einem Tierarzt besprochen werden. Es ist wichtig zu verstehen, warum Ihre Burma- oder Britisch Kurzhaarkatze anders aussieht und welche Prozesse zu dieser Veränderung geführt haben.

Schon vor Erreichen des biologischen Alters kann eine Katze aufgrund folgender Faktoren viele graue Haare entwickeln:
- eine Vorgeschichte mit schweren systemischen Erkrankungen;
- einige Hautkrankheiten;
- eine Operation, nach der eine schwierige Genesungsphase folgte;
- Autoimmunerkrankungen.
Graue Haare bei Katzen (Foto)
Auf dem Foto können Sie sehen, wie graues Fell bei Katzen aussieht (sei es altersbedingt oder aus anderen Gründen).



Abschluss
Jetzt wissen Sie, warum Ihre schwarze Katze grau wird, und Sie können selbst entscheiden, ob dies bedeutet, dass Ihr Haustier bereits alt ist und besondere Aufmerksamkeit benötigt, oder ob die Veränderungen im Aussehen andere Ursachen haben.
Lesen Sie auch:
- Warum verliert meine Katze im Sommer so viele Haare?
- Schuppen bei Katzen
- Atopische Dermatitis bei Katzen
Einen Kommentar hinzufügen