Samojede ist eine Hunderasse
Auf den ersten Blick mag der Name der Rasse seltsam und für viele sogar etwas unheimlich wirken. Die Samojeden-Hunderasse hat jedoch absolut nichts mit dem Fressen von Artgenossen zu tun. Der Samojede (auch Samojeden-Laika oder Samojeden-Spitz genannt) und der Sami Laika gehören alle ein und derselben Rasse an.

Inhalt
Ursprungsgeschichte
Der Name der Rasse stammt aus der Zeit, als Hunde von den Samojedenstämmen als Begleiter gehalten wurden. Der Samojede gilt als eine der ältesten nordischen Hunderassen. In der Antike wurden Samojeden als Schlittenhunde und zur Jagd auf Walrosse und Bären eingesetzt. Der Samojede Laika diente zudem als hervorragender Wachhund für große Rentierherden. Diese Rasse hat russische Wurzeln. Man vermutet, dass es im hohen Norden Russlands noch immer einheimische Samojeden gibt, doch die Reinheit dieser Tiere ist fraglich.
Leider war der Bestand dieser flauschigen Schönheiten zeitweise fast ausgestorben. Nur dank des Engagements ausländischer Liebhaber, die Ende des 19. Jahrhunderts Samojeden-Laikas nach Europa brachten, konnten die Samojeden gerettet werden. Die Wiederbelebung der Rasse in Russland begann erst 1989, als die Polin Beata Sarley zwei prächtige Samojeden aus Dänemark mitbrachte: ein Weibchen und einen Rüden.
Videorezension der Samojeden-Hunderasse:
Erscheinungsbild und Standards
Diese liebenswerten Geschöpfe zeichnen sich durch ihren harmonischen Körperbau und ihre mittlere Größe mit dichtem, weißem Fell aus. Ihr Erscheinungsbild strahlt Selbstbewusstsein und außergewöhnliche Würde aus. Ihr Gesichtsausdruck ähnelt einem Lächeln, das durch die Form ihrer Augen und die verspielt nach oben gezogenen dunklen Mundwinkel entsteht. Samojeden sind mittelgroße Hunde. Ihre Widerristhöhe beträgt 53 bis 57 cm. Ihr flauschiges, weißes Fell wiegt 20 bis 25 kg.
Kopf und Schnauze
Der Kopf ist keilförmig. Der Schädel ist leicht gewölbt und zwischen den Ohren breit. Der Stop ist deutlich ausgeprägt, aber nicht zu scharf. Die Nase ist schwarz, kann aber zu bestimmten Jahreszeiten oder im Laufe des Lebens heller werden und so eine sogenannte „Schneenase“ bilden. Der dunkle Nasenrand muss erhalten bleiben. Die Kiefer sind kräftig mit einem perfekten, korrekten Gebiss. Die Lefzen sind trocken, dünn, meist gut pigmentiert und schwarz. Die Augen sind dunkelbraun, weit auseinanderliegend und leicht schräg. Auch die Augenlider sind schwarz. Die Ohren des Samojeden sind klein, aufrecht und dreieckig.
Rahmen
Samojeden haben einen kräftigen, leicht gestreckten Körperbau. Ihre Körperlänge ist etwa 5 % länger als ihre Widerristhöhe, und ihre Brusttiefe ist etwas geringer als ihre Widerristhöhe. Der Rücken ist mittellang und gerade. Die Lende ist kurz, kräftig und gerade, die Kruppe leicht abfallend. Die Beine stehen weit auseinander, sind gut bemuskelt und parallel. Die Rute wird leicht eingerollt getragen und liegt flach auf dem Rücken an.
Fell und Farbe
Das Fell des Samojeden ist sehr dicht und doppelt, bestehend aus einer kurzen, weichen, dichten Unterwolle und einem härteren, langen, geraden Deckhaar. Eine dichte Halskrause ist erwünscht. Kopf und Beine sind kurz. Der Schwanz ist dicht behaart. Hündinnen haben ein etwas kürzeres und weicheres Fell als Rüden. Ein gepflegtes Fell glänzt stets wunderschön. Die Farbe variiert von Weiß oder Creme bis hin zu einem hellen Weißton.

Charakter- und psychologisches Porträt
Der Samojede ist eine äußerst intelligente und loyale Hunderasse, die sich durch ihre Unabhängigkeit auszeichnet. Da Samojeden seit Jahrtausenden mit Menschen zusammenleben, besitzen sie ein fast menschenähnliches Verständnis. Einsamkeit vertragen sie schlecht. Sie können es einfach nicht ertragen, in einem Zwinger zu leben. Diese Rasse ist extrem aktiv und braucht lange Spaziergänge an der frischen Luft. Fremden gegenüber sind diese Hunde völlig misstrauisch, da sie nicht aggressiv sind. Aggression ist bei Samojeden sogar ein Zuchtfehler. Der Hund kann stur sein, ist aber niemals aggressiv. Er hat einen ausgezeichneten Gefahrensinn. Er ist beim Spaziergang stets sehr gehorsam und würde auch ohne Leine niemals jemandem etwas antun. Allerdings kann er übermäßig neugierig sein.
Samojeden vertragen sich gut mit anderen Haustieren, auch mit Katzen. Aufgrund ihres angeborenen Jagdinstinkts kann es jedoch vorkommen, dass die Katze des Nachbarn zur Beute eines Samojeden wird. Der Samojede ist für sein durchdringendes Bellen bekannt, heult aber fast nie (außer wenn er traurig oder gelangweilt ist).
Samojeden sind für ihre außergewöhnliche Freundlichkeit bekannt. Sie verstehen sich gut mit Kindern, lieben deren Gesellschaft und tolerieren fast alle ihre Streiche. Obwohl dieser Hund niemals ein Kind beißen oder verletzen würde, kann er ein noch nicht ganz selbstsicheres Kleinkind durch seine Lebhaftigkeit leicht umwerfen. Darüber hinaus empfehlen amerikanische Ärzte diese Rasse für Menschen, die zu Depressionen neigen, und für einsame Menschen.
Dies ist ein wunderbarer Begleithund, der ständige Gesellschaft braucht. Um einen treuen, freundlichen und gehorsamen Hund zu erziehen, beginnt die Erziehung natürlich schon im Welpenalter. Verwöhnen Sie ihn nicht zu sehr, aber seien Sie auch nicht zu streng mit ihm.

Training und Übung
Samojeden sind sehr eigensinnige Hunde und haben zu allem eine eigene Meinung. Sie sind jedoch gut trainierbar, lernen schnell Sätze, Betonungen und Kommandos und tun alles für Leckerlis. Neben dem Erlernen der Grundkommandos ist es wichtig, den Samojeden richtig zu erziehen und ihm angemessenes Verhalten zu Hause und draußen beizubringen. Alle Familienmitglieder sollten die gleichen Erwartungen haben – ohne Ausnahmen oder Sonderbehandlungen.
Samojeden sind sehr lernfähig und nehmen oft an Agility-, Freestyle- und anderen Sportarten teil, sind aber definitiv nicht für Wach- oder Sicherheitsdienste geeignet.
Es ist wichtig zu verstehen, dass der Samojede ein verspieltes und fröhliches Tier ist, und das Training sollte darauf abgestimmt sein. Er langweilt sich schnell bei Monotonie und wird das Training um jeden Preis vermeiden. Standardtraining im Kreis ist für einen Samojeden nicht die beste Option.
Körperliche Aktivität
Der Samojede ist kein Hund für Faulpelze, nicht nur wegen seiner aufwendigen Fellpflege, sondern auch, weil er viel Auslauf braucht. Bis zum Alter von sechs bis sieben Monaten sollte ein Welpe bis zu fünfmal täglich für 15–20 Minuten ausgeführt werden. Erwachsene Hunde benötigen nur zwei Spaziergänge pro Woche, die jedoch sehr ausgiebig sein müssen, da sonst gesundheitliche Probleme und unerwünschtes Verhalten unvermeidbar sind. Mindestens einmal pro Woche sollte ein Samojede frei ohne Leine laufen dürfen. Es ist eine gute Idee, ihn als Joggingbegleiter mitzunehmen.

Inhalt
Samojeden können sowohl in einem Haus als auch in einer Wohnung gehalten werden. Wichtig ist, dass sie ausreichend Auslauf bekommen. Samojeden haben keinen starken Hunde-Geruch und sind in der Wohnung recht sauber, haaren aber stark, daher ist regelmäßige Fellpflege zeitaufwendig. Autofahrten vertragen Samojeden gut, besonders wenn sie von klein auf daran gewöhnt sind.
Das Lieblingsspiel eines Samojedenwelpen im Freien ist „Staubsauger“. Der Welpe nimmt alles auf, was er will, egal ob richtig oder falsch, und genau darauf sollten Sie Ihre Aufmerksamkeit richten.
Pflege
Damit Ihr Hund stets gepflegt aussieht, ist regelmäßiges Bürsten seines Fells unerlässlich (mindestens 2-3 Mal pro Woche, während des Fellwechsels sogar täglich). Verwenden Sie dazu Drahtbürsten, Kämme, Massagebürsten und Entfilzungsbürsten.
Baden Sie Ihr Haustier nach Bedarf, aber in der Regel nicht häufig, da sich sein Fell selbst reinigt. Verwenden Sie zum Baden ausschließlich professionelle Shampoos, Pflegeprodukte und Conditioner, die speziell für weiße Spitze entwickelt wurden. Diese reinigen sanft und verhindern das Austrocknen von Haut und Fell. Augen und Ohren benötigen besondere Pflege und sollten bei Bedarf gereinigt werden. Die Krallen nutzen sich beim Spazierengehen auf natürliche Weise ab; falls dies nicht geschieht, kürzen Sie sie regelmäßig auf die gewünschte Länge.

Diät
In puncto Ernährung ist zu beachten, dass diese Hunde einen empfindlichen Verdauungstrakt haben und daher kein minderwertiges Trockenfutter erhalten sollten. Hochwertiges Futter ist vorzuziehen. Super Premium oder natürliche Lebensmittel.
Es wird empfohlen, folgende Produkte in die Ernährung des Samojeden aufzunehmen:
- Mageres Fleisch und Innereien (Mägen, Herzen, Lungen);
- Breie (Reis und Buchweizen);
- Fermentierte Milchprodukte (Hüttenkäse, Kefir, fermentierte Backmilch und Joghurt) je nach Verträglichkeit.
- Gemüse und Blattgemüse;
- Fischfilet und Eier 1-2 Mal pro Woche;
Als Leckerli können Sie Ihrem Hund Beeren, Früchte und Kekse geben.

Gesundheit, Krankheit und Lebenserwartung
Samojeden sind im Allgemeinen starke und widerstandsfähige Hunde, doch jahrelange Selektionszucht hat ihre Genetik negativ beeinflusst und eine lange Liste potenzieller Erbkrankheiten hinterlassen:
- Augenkrankheiten. Katarakte, Glaukom und progressive Retinaatrophie sind die häufigsten. Zu den angeborenen Erkrankungen zählt auch die Retinadysplasie, bei der eine abnorme Netzhautbildung zu Sehverlust oder Sehverschlechterung führt. Manche Hunde neigen zu nach innen gewölbten Augenlidern;
- Erkrankungen des endokrinen Systems, einschließlich Diabetes mellitus und Hypothyreose;
- Ein angeborener portosystemischer Shunt ist durch eine gestörte Durchblutung der Leber und die Ansammlung von Toxinen gekennzeichnet;
- Nierendysplasie kann zu Nierenversagen führen;
- Die Aortenstenose ist eine Verengung der Aorta, die den normalen Blutfluss beeinträchtigt. Sie tritt bei Hunden über einem Jahr auf und ist bei Rüden häufiger als bei Hündinnen.
- Hüftdysplasie unterschiedlichen Schweregrades;
- Es kommt zu angeborener Taubheit;
- Unter den für Samojeden typischen Hautkrankheiten sticht die Entzündung der Talgdrüsen hervor.
Hunde müssen alle vorbeugenden Maßnahmen erhalten, einschließlich Impfungen und Behandlungen gegen äußere und innere Parasiten. Angemessene Pflege, Haltung und Fütterung sowie regelmäßige tierärztliche Untersuchungen tragen dazu bei, Krankheiten vorzubeugen oder sie frühzeitig zu erkennen.
Die Lebenserwartung des Samojeden liegt bei 12-15 Jahren. Diese Hunde bleiben oft bis ins hohe Alter aktiv und fröhlich.

Auswahl eines Samojedenwelpen und der Preis
Bevor Sie sich für einen Welpen entscheiden, sollten Sie sich gut überlegen, warum Sie einen Samojeden gewählt haben. Diese vielseitige Rasse eignet sich als Begleithund, Hütehund, Schlittenhund oder sogar Jagdhund. Natürlich gibt es auch Ausnahmehunde, die erste Plätze auf Ausstellungen gewinnen und an Zuchtprogrammen teilnehmen. Die Vielseitigkeit der Rasse bedeutet jedoch nicht, dass jeder Welpe gleichzeitig zum Schlittenhund, Begleithund und Jagdhund ausgebildet werden kann. Jede dieser Aufgaben erfordert eine bestimmte Persönlichkeit und Begabung. Der Züchter wird Ihnen anhand der Persönlichkeit und Begabung der Elterntiere sowie des Verhaltens des Welpen die passende Aufgabe vorschlagen.
Am besten kauft man einen Samojedenwelpen von einem Züchter mit guten Referenzen. Eine Welpenkarte (die später gegen einen Stammbaum eingetauscht werden kann), eine Tätowierung, Gesundheitsdokumente (Eltern auf Erbkrankheiten getestet) und ein EU-Heimtierausweis (der nicht leer sein sollte) geben Auskunft über Impfungen, Krankheiten, medizinische Behandlungen und vorbeugende Maßnahmen.
Welpen dieser Rasse gelten als recht teuer, und ihr Preis kann je nach Eigenschaften, Abstammung, Gesundheit, Reinheit und dem Ruf des Züchters variieren. Der Durchschnittspreis für einen Welpen dieser Rasse, der nicht für Ausstellungen gezüchtet wurde, liegt bei 20.000–30.000 Rubel. Welpen mit Potenzial können deutlich mehr kosten.
Fotos
Fotos von Samojedenhunden:
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1 Kommentar
Swetlana
Wunderschöner Samojedenwelpe
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