Saluki (Persischer Windhund)
Der Saluki ist ein Inbegriff orientalischer Anmut und geheimnisvoller Eleganz, eine der ältesten und reinsten Hunderassen, und dennoch recht selten. Weitere Bezeichnungen für diese Rasse sind Gazelle oder Persischer Windhund. Diese Hunde haben ihre ganz eigenen Persönlichkeiten und Pflegebedürfnisse, weshalb sie nicht für jeden Hundehalter geeignet sind.

Inhalt
Ursprungsgeschichte
Jahrhundertelang begleiteten Windhunde Nomaden und waren unverzichtbare Jagdgefährten in den weiten Ebenen des Nahen Ostens. Für die Araber war die Erhaltung der Rassereinheit von entscheidender Bedeutung. Diese Hunde wurden hoch geschätzt und niemals verkauft, sondern ausschließlich an Bekannte verschenkt. Offenbar stellt der Saluki ein Bindeglied zwischen den Rassen Azawakh und Sloughi dar. Seine Geschichte vor dem 19. Jahrhundert ist komplex, umstritten und ungewiss, sodass Kynologen kein einheitliches Verständnis seiner Entwicklung und Entstehung formulieren können.
Salukis tauchten erstmals nach den Kreuzzügen in Europa auf, gerieten aber im Vergleich zu anderen Hunderassen in Vergessenheit. Das Interesse an ihnen erwachte erst nach der Crufts-Hundeausstellung 1913 wieder. 1922 wurde die Rasse vom britischen Kennel Club anerkannt, ein Rasseclub gegründet und der Name „Persischer Windhund“ offiziell bestätigt. Salukis sind auch unter dem Namen Gazellenhunde bekannt. WindhundeDies unterstreicht ihren Zweck und ihre Verwendung in ihrer historischen Heimat. 1927 wurde die Rasse in den Vereinigten Staaten anerkannt. In der Sowjetunion war wenig über den Saluki bekannt, doch kann man sagen, dass die Rasse dort anzutreffen war und sogar an einigen Ausstellungen teilnahm. Der gezielte Import und die Zucht von Salukis in Russland begannen erst Ende der 1990er Jahre. Vertreter der Rasse wurden hauptsächlich aus Europa nach Moskau und St. Petersburg importiert.
Video über die Hunderasse Saluki:
Erscheinungsbild und Standards
Der Saluki vermittelt einen Eindruck von Adel und vornehmer Erziehung. Er ist anmutig, wendig und schnell, mit geschmeidigen, leichten und elastischen Bewegungen. Er erreicht eine Schulterhöhe von 60–70 cm und ein durchschnittliches Gewicht von 15–25 kg, wobei Rüden bis zu 30 kg wiegen können.
Kopf und Schnauze
Der Schädel ist zur Schnauze hin lang und schmal. Der Stop ist leicht ausgeprägt. Die Ohrläppchen sollten die Fellfarbe haben: schwarz oder braun. Das Gebiss ist kräftig und vollständig, mit korrektem Biss. Die Augen sind oval und braun (hell oder dunkel). Die Ohren sind hoch angesetzt, beweglich und relativ lang. Im Ruhezustand hängen sie herab und liegen eng am Kopf an.
Rahmen
Der Hals ist flexibel, lang und muskulös. Die Körperlänge entspricht in etwa der Höhe. Die Brust ist mäßig schmal, tief und lang. Der Rücken ist breit und gerade. Die Lende ist leicht gewölbt. Die Hüften stehen weit auseinander. Die Bauchlinie ist gut aufgezogen. Der Schwanz ist lang, tief angesetzt und wird locker in einem Bogen getragen. Die Gliedmaßen sind lang, schlank und korrekt gewinkelt. Die Pfoten und Zehen sind von mittlerer Länge.
Mantel, Farben
Das Fell des Salukis ist sehr weich, glatt und seidig. Es gibt keine Unterwolle. Das Haar ist kurz, nur einige Exemplare weisen Befederungen an Ohren, Rute, Brust und Beinen auf, was zu zwei unterschiedlichen Typen der Rasse führt:
- Langhaarig;
- glatthaarig;
Fast jede Farbe ist akzeptabel, gestromt ist jedoch unerwünscht. Die beliebtesten Farben sind:
- Weiß;
- Blassgelb;
- Schwarz und braun;
- Grizzly.

Charakter- und psychologisches Porträt
Salukis haben ein sehr eigenwilliges, ruhiges, aber leicht erregbares Wesen. Im Allgemeinen sind sie friedliche, freundliche und nicht aggressive Hunde, die ihre Gefühle eher zurückhaltend, mäßig vorsichtig und neugierig zeigen. Sie sind stets selbstständig und unabhängig, können aber auch recht stur sein. Dies zeigt sich besonders in der Entwicklungsphase bis zum Alter von etwa zwei Jahren. Fremden gegenüber sind Salukis ruhig und freundlich, verteidigen sich aber im Notfall und stehen sogar ihrer Familie bei.
Der Saluki ist in erster Linie ein Windhund mit einem ausgeprägten Jagdinstinkt, kann aber auch ohne diese Aktivität friedlich leben, wenn der Besitzer dem Hund genügend Zeit und Aufmerksamkeit widmet und ihm eine Beschäftigung bietet, die ihm Freude bereitet.
Salukis sind für Familien mit Kindern geeignet. Sie sind sehr sanft und vorsichtig im Umgang mit kleinen Kindern. Dennoch sollte man ein Kind nicht völlig unbeaufsichtigt mit einem Hund lassen; selbst ein geduldiger Saluki kann versehentlich Schaden anrichten. Sie spielen gern mit älteren Kindern, sehen diese aber eher nicht als Autoritätspersonen an, denen sie gehorchen müssen.
Salukis vertragen sich gut mit anderen Hunden, solange diese Gesellschaft nicht scheuen. Sie fühlen sich in Gesellschaft wohler als allein, besonders unter Artgenossen. Kleintiere und Vögel bleiben für einen Jagdhund, egal wie gut er ausgebildet ist, potenzielle Beute. Salukis sind Hauskatzen gegenüber im Allgemeinen zurückhaltend, lassen sich aber keine Gelegenheit entgehen, eine streunende Katze zu jagen.

Training und Übung
Die Erziehung und das Training eines Salukis erfordern vom Besitzer viel Geduld und Mühe. Das liegt nicht daran, dass Salukis dumm wären; im Gegenteil, sie sind außergewöhnlich intelligente und unabhängige Hunde mit eigener Meinung. Sie lernen schnell die Hausregeln und passen sich dem Lebensrhythmus der Familie an, aber perfekter Gehorsam (vor allem im Freien) ist nahezu unmöglich; der Wille des Hundes muss respektiert werden. Diese Rasse kann für Anfänger eine große Herausforderung darstellen, und die Unterstützung eines erfahrenen Trainers ist unter Umständen notwendig.
Salukis sollten zweimal täglich für jeweils 40–60 Minuten ausgeführt werden. Alternativ kann der Morgenspaziergang verkürzt und der Hund abends ausgiebig bewegt werden. Idealerweise sollte der Hund die Möglichkeit haben, in abwechslungsreichem Gelände frei zu laufen.

Jagd mit Greyhounds
Salukis jagen, wie andere Windhunde auch, nach dem Prinzip „Fangen und Töten“. Der Mensch bleibt dabei Zuschauer. Alles, was dazu nötig ist, ist ein offenes Gelände, ein Hund und ein Ziel. Als Ziel kann alles dienen, was rennt und nicht selbst jagt, typischerweise Hasen und Füchse. Der Persische Windhund kann Wild über lange Zeiträume verfolgen, ist aber auch bemerkenswert sensibel für das Gelände und erkennt Hindernisse während der Jagd. Für die meisten Windhunde ist es selten, dass ein einziger Hund all diese Eigenschaften vereint. Salukis jagen am besten im Rudel von drei oder vier Hunden.
Heutzutage ist diese Art der Jagd nicht mehr sehr beliebt und in vielen europäischen Ländern sogar verboten. Stattdessen werden Hunde zur Teilnahme an Hetzjagden oder Hunderennen ermutigt.

Inhalt
Ein Persischer Windhund sollte ausschließlich in einem Haus oder einer Wohnung leben. Er ist nicht für einen Zwinger oder eine Transportbox geeignet. Wichtiger noch: In der Nähe des Hauses sollte sich ein geeignetes Gelände befinden, auf dem der Hund frei herumlaufen kann, ohne von Fahrzeugen angefahren zu werden. Dies kann ein Park, ein Wald oder ein großes, freies Grundstück abseits des Verkehrs sein. Zwar ist es möglich, den Hund an der Leine auszuführen, beispielsweise bei Fahrradtouren in abwechslungsreichem Gelände, doch ohne Freilauf wird er mit Sicherheit unglücklich sein.
Saluki-Kleidung
Salukis frieren nicht gleich bei der kleinsten Temperaturabsenkung oder einem leichten Windhauch, aber bei Regen und Frost benötigen sie angemessene Kleidung. Dazu gehören Overalls oder Decken, wichtig ist nur, dass sie die Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Bei extremer Kälte sollten auch Ohren und Pfoten geschützt werden.

Saluki-Pflege
Das Fell des Salukis ist sehr fein und weich, riecht daher nie nach Hund, ist aber anfälliger für Staub, Schmutz und Feuchtigkeit. Baden Sie Ihren Hund wöchentlich mit Shampoo und Spülung, trocknen Sie ihn anschließend gründlich mit einem Handtuch ab und bürsten Sie das Fell im feuchten Zustand. Bei kühlen Temperaturen können Sie einen Föhn auf warmer Stufe verwenden. Eine gute Massagebürste oder ein spezieller Bürstenhandschuh für kurzhaarige Hunde eignen sich gut zum Bürsten. Verfilzt das Fell Ihres Hundes sehr schnell, sollten Sie die Ernährung überprüfen oder die Pflegeprodukte wechseln. Das Shampoo sollte mild und die Spülung reichhaltig und pflegend sein. Falsch gewählte Pflegeprodukte können zu trockenem Fell und Verfilzungen führen.
Die Länge und Menge des Fells langhaariger Salukis ist von Natur aus festgelegt. Es gibt keine Methoden, es zu verlängern.
Neben der Fellpflege sollten Hundebesitzer auch auf den Zustand von Ohren, Augen und Zähnen achten. Es ist hilfreich, den Welpen schon früh an Zahnbürste und Zahnpasta zu gewöhnen. Augen und Ohren sollten regelmäßig auf Verschmutzungen untersucht und bei Bedarf gereinigt werden.
Saluki-Ernährung
Salukis sind im Allgemeinen nicht wählerisch beim Fressen, sodass ihre Besitzer eine ausgewogene, natürliche Ernährung mit Vitamin- und Mineralstoffpräparaten anbieten können. Auf Wunsch ist auch ein hochwertiges oder besonders hochwertiges Trockenfutter erhältlich. Trotz ihres schlanken Körperbaus haben Salukis einen sehr guten Appetit, neigen aber nicht zu Übergewicht. Sie können mit einer proteinärmeren Ernährung als andere Rassen ernährt werden. Ihr Futter darf jedoch, insbesondere bei kaltem Wetter, fettreicher sein.

Gesundheit, Krankheit und Lebenserwartung
Salukis gelten als genetisch reinrassig und leiden daher nicht unter den typischen Erbkrankheiten vieler anderer Hunderassen. Am häufigsten treten Allergien und Sportverletzungen auf. Im Alter kann Krebs entstehen. Salukis reagieren oft empfindlich auf Narkosemittel. Wie andere Hunde benötigen auch sie regelmäßige Pflege. Veterinär- und PräventivmaßnahmenDie durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 13-15 Jahre.
Man sollte bedenken, dass etwa 60 % aller Todesfälle im Straßenverkehr auf Verkehrsunfälle zurückzuführen sind. Ein Hund kann, nachdem er eine Witterung aufgenommen hat und eine Geschwindigkeit von 50 km/h erreicht, auf die Fahrbahn laufen und überfahren werden.

Welpenauswahl und Preis
Einen Saluki-Welpen spontan zu kaufen, ist unwahrscheinlich. Diese Rasse ist sehr selten, und die wenigen Züchter, die es gibt, stellen hohe Ansprüche an potenzielle Besitzer. Oftmals lehnen sie den Verkauf eines Hundes ab, wenn sie ihm keine artgerechten Lebensbedingungen bieten können.
Ein Saluki-Welpe mit Papieren und guter Abstammung kostet durchschnittlich 40.000 Rubel. Der Import eines Salukis aus dem Ausland kostet in der Regel doppelt so viel, etwa 1.800 bis 2.000 US-Dollar.
Fotos
Fotos von Perser-Windhundwelpen und -hunden:
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