Rimadyl für Katzen

Rimadyl ist ein Schmerzmittel für Tiere, das Katzen bei Verletzungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates verschrieben wird. Dieses nichtsteroidale Antirheumatikum lindert wirksam Schmerzen und andere unangenehme Symptome und verbessert den Zustand des Tieres deutlich. Trotz seiner hohen Wirksamkeit ist die Anwendung ohne ärztliche Verschreibung strengstens verboten. Eine unsachgemäße Anwendung kann die Gesundheit des Tieres schädigen und sogar lebensbedrohlich sein.

Allgemeine Beschreibung

In Apotheken ist das Schmerzmittel in zwei Varianten erhältlich:

  • Injektionslösung (5%);
  • Tabletten (erhältlich in verschiedenen Konzentrationen – 20, 50 und 100 mg).

Rimadyl für Katzen

Laut Packungsbeilage sind Rimadyl-Tabletten für Hunde bestimmt, werden aber in der Praxis häufig auch bei Katzen angewendet. Die genaue Dosierung zu berechnen ist schwieriger, daher ist die Rücksprache mit einem Tierarzt unerlässlich.

Wenn die Tabletten in einem Schrank oder Regal aufbewahrt werden können, gelten nur zwei Bedingungen: Der Lagerort muss vor Sonnenlicht geschützt sein und die Lufttemperatur darf 25 Grad Celsius nicht überschreiten. Die Lösung hingegen sollte im Kühlschrank bei 2 bis 8 Grad Celsius aufbewahrt werden. Nach dem Öffnen kann das Medikament 28 Tage lang zur Behandlung von Tieren verwendet werden und muss anschließend entsorgt werden. Besondere Entsorgungsmaßnahmen sind nicht erforderlich. Das Medikament kann im Hausmüll entsorgt werden.

So funktioniert es

Rimadyl wirkt ähnlich wie andere nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR). Sein Wirkstoff Carprofen hemmt nach der Aufnahme in den Körper die Bildung bestimmter Substanzen. Diese Substanzen sind hauptsächlich an Entzündungsprozessen beteiligt. Daher weist das Medikament folgende pharmakologische Eigenschaften auf:

  • unterdrückt wirksam Entzündungsprozesse;
  • lindert Schmerzen schnell;
  • lindert Schwellungen;
  • hat eine fiebersenkende Wirkung.

Katze nach der Operation

Sobald der Wirkstoff in den Blutkreislauf gelangt, verteilt er sich im ganzen Körper und wirkt daher unabhängig vom Ort der Erkrankung. Die Wirksamkeit des Schmerzmittels beruht darauf, dass 99 % des Carprofens an Blutproteine ​​binden. Die Wirkstoffkonzentration erreicht ihren Höchstwert innerhalb einer Stunde (bei Tabletteneinnahme etwas später), und die Wirkung setzt in der Regel innerhalb von 15–20 Minuten nach der Einnahme ein.

Rimadyl ist eine mäßig gefährliche Substanz und wird von Katzen bei bestimmungsgemäßer Anwendung gut vertragen. Wird das empfohlene Dosierungsschema jedoch nicht eingehalten oder die Dosis überschritten, kann es zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen.

Preis

Der Preis für Rimadyl variiert je nach Darreichungsform. Eine 20-ml-Flasche Lösung kostet 2.000–2.200 Rubel. Da Katzen in der Regel nur ein bis zwei Injektionen erhalten, ist der Kauf einer ganzen Flasche meist unpraktisch, und kleinere Flaschen sind nicht erhältlich. Außerdem ist das Medikament nach Gebrauch nicht lange haltbar. Viele Tierarztpraxen bieten daher die Möglichkeit, nur eine Injektion zu bezahlen, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Eine Packung mit 20 Tabletten (je 20 mg) kostet 480–580 Rubel. Es macht keinen Sinn, andere Tablettenarten für Katzen zu kaufen, da die genaue Dosierung nicht berechnet werden kann.

Verwendung

Da der Hauptzweck des Medikaments in der Schmerzlinderung und der Beseitigung von Entzündungsprozessen besteht, wird es am häufigsten in folgenden Fällen angewendet:

  • im Falle von Gelenkpathologien (Arthritis, Arthrose, Osteoarthritis usw.);
  • bei Bandscheibenvorfällen und anderen Erkrankungen des Bewegungsapparates;
  • bei verschiedenen Verletzungen – Schnittwunden, Knochenbrüchen, Verstauchungen usw.

Knochenbruch bei einer Katze

Das Medikament ist gleichermaßen wirksam bei der Linderung der Symptome akuter und chronischer Erkrankungen. Rimadyl wird auch häufig bei Katzen als Schmerzmittel während chirurgischer Eingriffe eingesetzt.

Das Medikament kann lediglich die Symptome – Schmerzen, Schwellungen, Entzündungen und Fieber – lindern und wird daher meist mit anderen Medikamenten kombiniert. Eine wirksame Behandlung ist nur mit einem umfassenden Ansatz möglich. Neben der Linderung der unangenehmen Symptome muss auch die zugrunde liegende Ursache behandelt werden. Die Auswahl des geeigneten Medikaments sollte jedoch ausschließlich von einem Tierarzt erfolgen.

Funktionen der Anwendung

Rimadyl-Injektionen für Katzen werden üblicherweise subkutan verabreicht, insbesondere bei der Behandlung zu Hause. Die meisten Tierhalter sind mit der subkutanen Injektion vertraut. Die intravenöse Verabreichung der Lösung ist zwar auch möglich, sollte aber unbedingt von einem qualifizierten Tierarzt durchgeführt werden.

Intravenöse Injektion für eine Katze

Die Dosierung der Injektionslösung berechnet sich wie folgt: 0,24 ml pro 3 kg Körpergewicht, was 4 mg Wirkstoff pro 1 kg Körpergewicht entspricht. Eine Überschreitung dieser Dosis ist strengstens untersagt. Bei der Gabe von Tabletten beträgt die Dosierung ebenfalls 4 mg/kg. Für Katzen werden ausschließlich Tabletten mit dem niedrigsten Carprofengehalt (20 mg) verwendet. Eine Tablette ist für ein 5 kg schweres Tier ausreichend. Die Tagesdosis wird üblicherweise auf zwei Gaben aufgeteilt, um mögliche Nebenwirkungen auf den Verdauungstrakt zu minimieren.

Wichtig! Laut Gebrauchsanweisung darf Rimadyl bei Katzen nur einmal angewendet werden. Eine wiederholte Anwendung sollte nur auf ärztliche Verschreibung erfolgen, wobei die Tagesdosis halbiert wird.

Bei der Anwendung von entzündungshemmenden Medikamenten besteht ein hohes Risiko für Magen-Darm-Blutungen, insbesondere bei Tablettengabe. Der Wirkstoff kann die Magenschleimhaut reizen. Um dieses Risiko zu verringern, sollten die Tabletten nach den Mahlzeiten verabreicht werden. Zusätzlich sollte dem Tier Ranitidin, Quamatel oder ein anderes Medikament gegeben werden, das Magen-Darm-Blutungen vorbeugt oder diese stoppt. Bei der Anwendung von Rimadyl ist es unerlässlich, alle Anweisungen des Tierarztes genau zu befolgen.

Kontraindikationen und Nebenwirkungen

Das Arzneimittel ist für Katzen in folgenden Fällen kontraindiziert:

  • während der Schwangerschaft;
  • bei der Fütterung der Jungtiere;
  • im Falle von Nierenversagen und schweren Nierenerkrankungen;
  • bei Magengeschwür oder Zwölffingerdarmgeschwür;
  • bei anderen Problemen mit dem Verdauungssystem;
  • im Falle einer Leberfunktionsstörung.

Bei Herzproblemen sollte Rimadyl nur unter strenger ärztlicher Aufsicht angewendet werden. Leidet Ihr Haustier an chronischen Leber-, Nieren- oder anderen inneren Organerkrankungen, darf das Schmerzmittel nur im Notfall eingesetzt werden. Der Tierarzt muss in diesem Fall regelmäßig Untersuchungen durchführen und die Vitalfunktionen überwachen.

Eine Katze beim Tierarzt

Das Medikament ist auch bei Unverträglichkeit gegenüber einem der Bestandteile kontraindiziert, da ein hohes Risiko für allergische Reaktionen besteht, die von harmlos (Hautrötung) bis lebensbedrohlich (anaphylaktischer Schock) reichen können. Tritt eine Allergie auf, erhält das Tier ein Antiallergikum und gegebenenfalls eine symptomatische Therapie.

Bei vorschriftsmäßiger Einnahme verursacht das Medikament selten Nebenwirkungen. Eine Überdosierung kann zu Erbrechen, Übelkeit, Magenbeschwerden und anderen Verdauungsproblemen führen. Diese Symptome können von Müdigkeit und Appetitlosigkeit begleitet sein. Eine schwere Überdosierung kann lebensbedrohliche Magenblutungen verursachen.

Wichtig! Rimadyl darf nicht gleichzeitig mit anderen nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) eingenommen werden, auch nicht mit solchen, die einen anderen Wirkstoff enthalten. Aufgrund der erhöhten Toxizität steigt das Risiko von Nebenwirkungen. Aus demselben Grund darf dieses Schmerzmittel nicht gleichzeitig mit nierenschädigenden Medikamenten angewendet werden.

Überraschte Katze

Eigentümerbewertungen

Irina, Besitzerin einer 12 Jahre alten Katze:

Nach der Kastration nahm der Kater stark zu. Obwohl wir ihn mit Spezialfutter fütterten, spielte seine eingeschränkte Beweglichkeit eine entscheidende Rolle. Mit zunehmendem Alter bemerkten wir, dass er beim Laufen zu humpeln begann. Wir gingen mit ihm in die Tierklinik, wo Arthrose diagnostiziert wurde. Das Übergewicht könnte ein mitwirkender Faktor gewesen sein. Nach einer Rimadyl-Injektion humpelte der Kater nicht mehr, aber um eine Besserung des geschädigten Gelenks zu erzielen, war eine Langzeitbehandlung notwendig. Das Schmerzmittel verursachte trotz vieler negativer Bewertungen im Internet keine Nebenwirkungen.

Valentina, Besitzerin einer Siamkatze:

„Wir haben uns entschieden, meine Katze kastrieren zu lassen, aber nach der Operation entzündete sich die Operationswunde stark. Sie schmerzte deutlich, deshalb mussten wir noch einmal in die Klinik. Der Arzt empfahl Rimadyl für ein paar Tage. Es wirkte sofort. Wir gaben es drei Tage lang in Tablettenform. Schade, dass wir fast die ganze Packung wegwerfen mussten, und ich habe über 500 Rubel für das Medikament bezahlt. Aber die Gesundheit meiner Katze ist wichtiger.“

Tierarztbewertungen

Dmitry, Tierarzt der Hunde- und Katzenklinik:

„Eines der wirksamsten Schmerzmittel für Tiere. Ich verwende es üblicherweise bei Hunden, verschreibe es aber auch Katzen, insbesondere nach Operationen und bei schweren Verletzungen wie Stürzen aus großer Höhe oder Verkehrsunfällen. Tierhaltern wird dringend davon abgeraten, sich selbst mit Rimadyl zu behandeln. Die Folgen können schwerwiegend, sogar tödlich sein.“

Evgeniy, ein Tierarzt mit 7 Jahren Berufserfahrung:

„Obwohl es teuer ist, ist es ein wirksames Medikament. Es lindert Schmerzen, Schwellungen und Entzündungen schnell. Es kann in Kombination mit anderen Medikamenten angewendet werden, ist aber kostspielig. Ein weiterer Nachteil sind mögliche Nebenwirkungen. Allerdings sind nicht alle nichtsteroidalen Antirheumatika unbedenklich.“

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