Pupsen Katzen?
Pupsen Katzen? Ja, wie alle Säugetiere können auch Katzen überschüssige Gase, die sich in ihrem Darm ansammeln, ausscheiden. Einmaliges Pupsen ist kein Grund zur Sorge, aber wenn Ihre Katze häufig und regelmäßig pupst, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.

Inhalt
Ursachen der Gasansammlung
- Gasbildung entsteht durch Gärung. Katzen pupsen meist aufgrund einer mangelhaften Ernährung mit zu viel Kohlenhydraten. Katzen benötigen Kohlenhydrate praktisch nicht: Im Dünndarm werden sie zu Glukose abgebaut, die nur für die Gehirnfunktion notwendig ist. Überschüssige Kohlenhydrate führen zu Blähungen: Überschüssiges Gas entweicht entweder durch Pupsen oder Rülpsen. Nahrungsreste kohlenhydratreicher Nahrung sammeln sich in der Bauchhöhle an und beginnen zu faulen, was zu gesundheitlichen Problemen im gesamten Körper des Tieres führen kann.
- Die zweite Ursache für Gasansammlungen ist der Befall mit Darmparasiten. Würmer leben im Dünndarm, reizen dessen Wände und können allgemeine Allergien auslösen. In großer Zahl können Darmparasiten zu Verstopfungen der Darm- und Gallenwege führen. Eine Katze mit Wurmbefall pupst nicht nur häufig, sondern leidet auch unter Verstopfung.
- Die dritte Ursache für Blähungen ist das Verschlucken von zu viel Luft beim zu schnellen Fressen. In diesem Fall rülpst die Katze häufiger als sie Blähungen hat. Kleinere Portionen und häufigere Fütterungen helfen, Blähungen zu vermeiden.
- Die vierte Ursache sind Erkrankungen des Verdauungssystems. Am häufigsten handelt es sich dabei um eine Dysbakteriose. Bei älteren Tieren äußert sich dies in einer verminderten Darmperistaltik.
- Der fünfte Grund ist minderwertiges Futter. Ein zu hoher Soja- und Ballaststoffgehalt führt bei Katzen häufig zu Blähungen. Dies kommt besonders häufig bei preiswertem, inländisch produziertem Futter vor. Obwohl Hunde weniger Fleisch benötigen als Katzen, sollte es dennoch mindestens 30 % ihrer Ernährung ausmachen. Sind Nebenerzeugnisse in der Zutatenliste aufgeführt, ist es wichtig, den prozentualen Anteil und die genauen Zutaten anzugeben. Die optimale Lösung gegen Blähungen ist der Wechsel zu hochwertigem oder ganzheitlichem Futter mit klar definierten und transparenten Inhaltsstoffen.

Welche Lebensmittel verursachen Blähungen?
Handelsübliches Tierfutter ist hinsichtlich Protein-, Fett- und Kohlenhydratgehalt ausgewogen. Wenn Tierhalter ihren Tieren ständig Essensreste vom Tisch geben, kann dies zu Verdauungsproblemen führen. Bestimmte Lebensmittel sollten Katzen nur in Maßen verfüttert werden.
- Milchprodukte (Milch, Hüttenkäse, Sauerrahm, Kefir) können Katzen zweimal wöchentlich gegeben werden. Katzen können Laktose nämlich nicht verdauen. Dies ist einer der Gründe, warum Katzen Blähungen und Durchfall bekommen. Außerdem führt übermäßiger Verzehr von Milchprodukten, die reich an Kasein und denaturiertem Eiweiß sind, häufig zu Allergien.
- Mais, Weizen und Soja verursachen in ihrer reinen Form Gärungsprozesse im Darm, die bei Katzen zu Blähungen führen können. Sie enthalten Stärke, die erst nach der Verarbeitung verdaulich ist. Im Rohzustand können diese Lebensmittel die Gasbildung verstärken.
- Fettreiche Lebensmittel, insbesondere Fettabschnitte vom Fleisch. Die Bauchspeicheldrüse produziert nicht genügend Enzyme, um fettreiche Lebensmittel zu verdauen.
- Backwaren aufgrund ihres hohen Hefegehalts.
- Fisch ist aufgrund seines hohen Phosphorgehalts nicht für die häufige Fütterung von Katzen geeignet. Thunfisch ist besonders schädlich. Zweimal wöchentlich Fisch im Speiseplan einer Katze ist akzeptabel.
- Knoblauch und Zwiebeln, die Katzen oft zur Vorbeugung gegen Würmer verabreicht werden, reizen die Magen- und Darmwände und stören so das Verdauungssystem.

Behandlung von Blähungen
Katzenbesitzer bemerken manchmal gar nicht, ob ihre Katze pupst, denn im Gegensatz zu Menschen pupsen Tiere sehr leise. Blähungen bei Katzen werden erst dann deutlich, wenn ein übler Geruch entsteht.
Der erste Schritt besteht darin, die Ernährung der Katze umzustellen, selbst wenn sie nur Spezialfutter frisst. Es ist notwendig, durch Ausprobieren herauszufinden, was die Blähungen verursacht. Um zu verhindern, dass die Katze zu viel Luft schluckt, empfiehlt es sich, das zubereitete Trockenfutter vorher einzuweichen.
Wenn beim Abgang von Darmgasen ein unangenehmer Geruch auftritt, sollten Sie Ihr Haustier zum Tierarzt bringen. Stellt der Tierarzt eine Dysbiose fest, sind Probiotika, meist Lactoferon, erforderlich. Zusätzlich sollten Aktivkohle oder Atoxil verabreicht werden, um den Körper beim Ausscheiden von Giftstoffen zu unterstützen. Smecta kann Darmreizungen lindern, und Espumisan kann die Gasbildung reduzieren. Kätzchen können Dillwasser trinken.
Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten werden mit Antihistaminika behandelt. In schweren Fällen erhält die Katze Antibiotika. Wenn die Blähungen durch eine innere Organerkrankung (z. B. Darmverschluss) verursacht werden, ist ein chirurgischer Eingriff erforderlich.
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