Pudelpointer (Pudelvorderseite)

Der Pudelpointer ist eine Jagdhunderasse, die im 19. Jahrhundert in Deutschland durch die Kreuzung von Englischer Zeiger und der Deutsche Jagdpudel. Dieser Hund ist freundlich, intelligent, fleißig und leicht zu trainieren. Er wird zum Aufspüren, Vorstellen und Apportieren von Wild eingesetzt.

Pudelpointer im Wasser

Ursprungsgeschichte

Warum die Rasse Pudelpointer heißt, ist meist selbsterklärend. Der Nachteil ist, dass viele Menschen den Namen mit Designerhunden – Mischlingen wie … – assoziieren. Puggles, Labradoodles, Maltipoo oder CockapooDie

Der Pudelpointer ist in Europa seit fast 100 Jahren bekannt. Baron von Seydlitz gilt als Begründer und Erfinder der Rasse. Für sein Zuchtprogramm verwendete er sieben Deutsche Jagdpudel und über 100 verschiedene Vorstehhunde. Dreißig Jahre sorgfältiger Arbeit haben zu einem nahezu universell einsetzbaren Jagdhund geführt. Es ist erwähnenswert, dass sich die Rasse in Europa und Nordamerika unterschiedlich entwickelt hat.

Der Pudelpointer kam 1956 nach Nordamerika. Bodo Winterhelp, ehemaliger Sekretär des Deutschen Pudelpointer-Clubs, brachte mehrere Hunde mit nach Kanada. Ziel war es, eine noch stabilere und vielseitigere Jagdhunderasse mit über Generationen vererbbaren Eigenschaften zu züchten. Nur zwei der zehn importierten Pudelpointer eigneten sich für das Zuchtprogramm. Kurz darauf eröffnete Winterhelp die Winterhelp-Zuchtstätte und gründete den Pudelpointer Club of North America (PCNA).

Der Pudelpointer wurde 2004 von der Internationalen Kynologischen Vereinigung anerkannt. Der Rassestandard Nr. 216 wurde veröffentlicht. In den Vereinigten Staaten ist die Rasse nicht anerkannt, unter anderem weil Züchter dies ablehnen. Sie befürchten eine Trennung zwischen Ausstellungshunden und Arbeitshunden, was sich negativ auf die Rasse insgesamt auswirken würde.

Die Rassestandards werden von Vereinen verwaltet. In Deutschland ist dies der Verein Pudelpointer, in Amerika sind es die NAPPA, PCNA und VPP-GNA.

Zweck

Der Pudelpointer ist ein dynamischer Jagdhund, der für die Arbeit auf der Jagd gezüchtet wurde. Er ist nahezu universell einsetzbar. Mit dem richtigen Training kann er sowohl im Feld als auch im Wasser arbeiten. Er verfügt über einen schnellen und weiten Suchradius, einen ausgezeichneten Geruchssinn und einen festen Stand. Pudelpointer werden hauptsächlich zur Jagd auf Vögel, Niederwild und Huftiere eingesetzt. Amerikanische Kynologen haben nachgewiesen, dass Pudelpointer nicht nur erlegtes, sondern auch lebendes Wild apportieren können, ohne es zu verletzen.

Aussehen

Der Pudelpointer ist ein großer, kräftig gebauter Hund mit einem rauen, nicht sehr langen Fell. Die Widerristhöhe beträgt bei Rüden 60–68 cm und bei Hündinnen 55–63 cm.

Der Kopf ist wohlproportioniert, der Schädel leicht gerundet und mäßig breit. Die Schädellänge vom Hinterhauptbein bis zum Stop entspricht der Fanglänge vom Stop bis zur Nasenspitze. Der Fang ist harmonisch, der Nasenrücken gerade. Die Nase ist entsprechend der Fellfarbe pigmentiert und hat gut geöffnete Nüstern. Die Lefzen liegen straff an. Das Gebiss ist kräftig mit Scherengebiss. Die Augen sind groß, seitlich eingesetzt und haben einen lebhaften Ausdruck. Die Iris ist dunkelbernsteinfarben. Die Augenlider liegen gut an und sind behaart. Die Ohren sind hoch angesetzt, hängend, mittelgroß und haben abgerundete Spitzen.

Der Hals ist sehr muskulös, leicht gewölbt und von mittlerer Länge. Der Körper ist kräftig. Das Verhältnis von Körperlänge zu Widerristhöhe beträgt 10:9. Die Rückenlinie ist gerade. Der Widerrist ist ausgeprägt. Der Rücken ist kräftig und kurz. Die Kruppe ist mittellang und leicht abfallend. Die Brust ist tief und breit mit gut gewölbten Rippen. Der Bauch ist elegant aufgezogen. Die Rute ist eine natürliche Verlängerung der Kruppe und reicht bis zum Sprunggelenk. Sie wird gerade oder säbelförmig getragen und ist mit rauem, nicht fransigem Haar bedeckt. In Ländern, in denen dies nicht verboten ist, darf die Rute kupiert werden. Die Gliedmaßen sind gerade, parallel, unter dem Körper angesetzt und weisen starke Knochen und Gelenke auf. Die Pfoten sind rund oder oval und gut verknöchert. Die Ballen sind hart und widerstandsfähig.

Das Fell ist anliegend, rau, grob und mittellang. Die Unterwolle ist gut entwickelt und dicht. Die Widerristlänge beträgt 4–6 cm. Am Kopf bildet das Haar einen Bart und eine Stirnlocke. Das Bauchfell ist dicht. Farbe: Braun in verschiedenen Schattierungen; kleine weiße Abzeichen sind zulässig.

Pudelpointer im Feld

Charakter und Verhalten

Der Poodlepointer ist ein zurückhaltender, ruhiger, nicht aggressiver und ausgeglichener Mensch. Obwohl er im Beruf manchmal etwas ernst wirken kann, ist er zu Hause und im Familienkreis stets fröhlich und voller Energie und Begeisterung. Er ist sehr fleißig und belastbar. Er ist aufmerksam und gesellig. Er baut eine enge Bindung zu seinen Besitzern auf und liebt auch andere Familienmitglieder. Er versteht sich gut mit Kindern und ist im Alltag relativ gelassen.

Die größte Leidenschaft des Pudelpointers ist die Jagd. Dies spiegelt sich in seinem Charakter und Verhalten wider.

Der Pudelpointer ist intelligent und gehorsam. Bei richtiger Sozialisierung reagiert er angemessen auf Veränderungen in seiner Umgebung. Fremden gegenüber ist er eher zurückhaltend oder misstrauisch, aber niemals ängstlich oder aggressiv. Er bellt, wenn man sich ihm nähert, ist aber nicht als Wachhund geeignet. Der Pudelpointer ist keine dominante Rasse, benötigt aber eine verlässliche Führungsperson.

Schul-und Berufsbildung

Der Pudelpointer ist ein sehr intelligenter und relativ leicht zu erziehender Hund. Er hat ein natürliches Bedürfnis, seinem Besitzer zu gefallen. Konsequentes Training mit positiver Verstärkung führt schnell zu guten Ergebnissen. Die Arbeit mit dem Welpen beginnt vom ersten Tag an, an dem er nach Hause kommt, mit Sozialisierung und kurzen Trainingseinheiten.

Pudelpointer mit einem Ball

Inhaltsmerkmale

Der Pudelpointer eignet sich sowohl für die Haltung im Zwinger als auch in der Wohnung. Er passt sich dem Leben in der Stadt wie auf dem Land an. Er benötigt täglich lange Spaziergänge. Wird er in einem Garten gehalten, sollte dieser gut eingezäunt sein. Wichtig ist, dass sein Leben auch Training im Freien, Jagd und Fährtenarbeit umfasst, um seine natürlichen Talente zu fördern. Ein Pudelpointer, der im Zwinger ohne ausreichende Zuwendung gehalten wird, entwickelt schnell schlechte Angewohnheiten.

Pflege

Der Poodlepointer benötigt keine aufwendige Fellpflege. Er haart mäßig, wobei der Fellwechsel mit starkem Unterwollverlust einhergeht. Die Pflege beschränkt sich auf regelmäßiges Bürsten und gelegentliches Baden. Zur Fellpflege gehören außerdem die üblichen Hygienemaßnahmen: Ohren- und Zahnreinigung, Augenreinigung und Krallenschneiden.

Pudel-Zwergwelpe

Gesundheit und Lebenserwartung

Der Pudelpointer gilt als gesunde Rasse. Besitzer berichten von einer leichten Neigung zu Ohrenentzündungen aufgrund der Ohrmuschelstruktur. Zuchthunde werden auf Hüftdysplasie untersucht, ansonsten sind keine weiteren Gesundheitsprobleme bekannt. Die Lebenserwartung liegt bei 11 bis 14 Jahren. Um einen Pudelpointer gesund und aktiv zu halten, ist es wichtig, die tierärztlichen Vorsorgemaßnahmen wie Impfungen und Entwurmungen einzuhalten.

Wo man einen Pudelpointer-Welpen kaufen kann

Die meisten Pudelpointer-Züchter konzentrieren sich in Deutschland und Kanada. Dort befinden sich die meisten Zuchtstätten und Züchter dieser vielseitigen Jagdhunde. Einige wenige Züchter gibt es auch in anderen mitteleuropäischen Ländern und in den Vereinigten Staaten. In Russland und der GUS sind Pudelpointer hingegen verschwindend gering. Es handelt sich dabei zumeist um importierte Hunde. Informationen über Züchter oder Zuchtstätten liegen nicht vor.

Preis

In Europa liegt der Durchschnittspreis für einen Pudelpointer-Welpen bei 1.500 Euro. In Amerika kostet ein guter Welpe aus Arbeitshundelinien 1.500 bis 2.000 Dollar.

Fotos und Videos

Die Galerie enthält Fotos von Pudel-Zwerghunden.

Video über die Hunderasse Pudelpointer

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