Erkältungen bei Hunden: Symptome und Behandlung

Eine Erkältung beim Hund ist eine akute virale Atemwegsinfektion, die Tiere jeden Alters betreffen kann. Auch wenn diese Erkrankung für Hunde harmlos erscheinen mag, ist das nicht ganz richtig. Erkältungen können zu ernsthaften Komplikationen führen. Daher ist es wichtig, die Symptome frühzeitig zu erkennen, mit der Behandlung zu beginnen und gegebenenfalls den Hund einem Tierarzt vorzustellen.

Der Hirte ist krank

Prädispositionsfaktoren

Besonders gefährdet, an Erkältungen zu erkranken, sind ältere Tiere, kleine Rassen und Tiere mit einem geschwächten Immunsystem. Zu den häufigsten Auslösern zählen:

  • Rassebedingte Veranlagung. Zwerg- und kleine Hunderassen gelten als besonders anfällig für häufige Erkältungen.
  • Das hohe Alter, da altersbedingte Veränderungen auch zu einer Schwächung des Immunsystems führen und Viren leichter in den Körper eindringen können.
  • Verstöße gegen Fütterungs- und Haltungsvorschriften. Minderwertiges Futter ohne essentielle Vitamine und Mineralstoffe, fehlende Impfungen, verzögerte Entwurmung und antiparasitäre Behandlung sowie die Haltung in einer kalten Umgebung – schon einer dieser Faktoren führt zu einer geschwächten Immunität und häufigen Erkrankungen.
  • Unterkühlung (beispielsweise durch Aufenthalt im Freien bei extremer Kälte, Regen oder unmittelbar nach dem Baden) kann auftreten. Besonders hervorzuheben ist Unterkühlung durch Einfrieren oder Eintauchen in kaltes Wasser. Solche Fälle erfordern sofortige tierärztliche Behandlung.
  • Kontakt mit kranken Tieren beim Spaziergang oder in Gehegen.

Viele Hundebesitzer fragen sich, ob Hunde sich bei Menschen mit einer Erkältung anstecken können. Tierärzte haben darauf derzeit keine eindeutige Antwort. Zum einen unterscheiden sich die Viren, die akute Atemwegsinfektionen, akute virale Atemwegsinfektionen und Grippe bei Menschen und Tieren verursachen. Zum anderen mutieren Viren manchmal und passen sich neuen, ungewohnten Bedingungen an. So sind beispielsweise Fälle dokumentiert, in denen sich Hunde bei Menschen mit dem H1N1-Schweinegrippevirus infiziert haben.

Huskys Kälte

Symptome der Krankheit

Erkältungen verlaufen bei Hunden nicht symptomlos. Es gibt eine Reihe von Anzeichen, auf die Besitzer achten können, um die Erkrankung zu erkennen:

  • Trockene und heiße Nase – das primäre Symptom, das auf einen Anstieg der Körpertemperatur hinweist, vorausgesetzt, das Tier befindet sich nicht in einem heißen Raum.
  • Erhöhte Körpertemperatur. Es ist wichtig zu wissen, dass die normale Körpertemperatur eines Hundes etwas höher ist als die eines Menschen und je nach Rasse zwischen 37 und 39 °C liegen kann.
  • Glanzlosigkeit des Mantels.
  • Verhaltensänderungen: Der Hund wird lethargisch, verweigert aktives Spiel und ermüdet sehr schnell.
  • Nasen- und Augenausfluss. Wichtig ist, dass der Ausfluss bei einer Erkältung klar und durchsichtig sein sollte, während Eiter, Blut oder andere Verunreinigungen auf ernstere Erkrankungen hindeuten können.
  • Zittern und Fieber: Diese Symptome treten auf, wenn die Körpertemperatur des Tieres stark ansteigt, es zittert und nach Wärmequellen sucht. Dies kann auf eine akute Erkrankung hindeuten, die tierärztliche Behandlung erfordert.
  • Verminderter Appetit oder völlige Futterverweigerung, aber der Hund trinkt sehr oft und gierig Wasser.
  • Husten Niesen tritt auf, wenn das Tier seine Atemwege freimachen muss. Husten hingegen ist ein ernsteres Symptom, das auf eine Ausbreitung des Virus in die Bronchien oder die Lunge hindeuten kann.

Der Spaniel niest

Hinweis! Husten, Niesen und Rotz Vor dem Hintergrund einer normalen Körpertemperatur könnten sie ein Symptom und nicht einer Erkältung, sondern einer allergischen Reaktion sein.

Eine Erkältung erfordert nicht unbedingt alle oben genannten Symptome, aber schon zwei oder drei davon sind ein triftiger Grund, Ihr Haustier genauer zu beobachten. Verschlechtert sich der Zustand Ihres Hundes mit der Zeit und werden die Symptome stärker, handelt es sich nicht um eine Erkältung. Keuchen, starker Husten und Erbrechen sind typische Symptome einer Lungenentzündung. PestIn solchen Fällen sollten Sie umgehend einen Tierarzt kontaktieren, sonst wird Ihr Haustier sterben.

Behandlung von Erkältungen

Hundehalter sollten wissen, dass eine Behandlung zu Hause nur bei leichten Erkältungen geeignet ist. In manchen Fällen reichen allgemeine Maßnahmen zur Stärkung des Immunsystems aus, um den Zustand zu verbessern und die Genesung zu beschleunigen. Dazu sollten Sie Folgendes tun:

  • Für Komfort und Ruhe sorgen: Zugluft vermeiden, normale Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum gewährleisten.
  • Bieten Sie hochwertige, ausgewogene Ernährung und warme Getränke an.
  • Decken Sie den Bereich des Haustiers mit einem warmen Tuch ab; gegebenenfalls sind eine Decke und Heizkissen erforderlich. Mit mäßig warmem Wasser gefüllte Plastikflaschen eignen sich ebenfalls als Heizkissen.
  • Wischen Sie Nase und Augen (falls Ausfluss auftritt) mit einem in warmem Wasser getränkten Schwamm ab. Falls die Schleimhäute trocken werden, verwenden Sie zusätzlich befeuchtende Tropfen.
  • Bürsten Sie Ihren Hund mit einer weichen Bürste oder reiben Sie die Haut mit den Handflächen, um die Durchblutung anzuregen.
  • Spaziergänge einschränken.

Ein Hund schaut aus dem Fenster

Anwendung von Medikamenten

Medikamente sollten zu Hause nur nach Rücksprache mit einem Tierarzt und ausschließlich im Frühstadium einer Erkältung verabreicht werden, vorausgesetzt, der Hund bleibt aktiv und trinkt ausreichend. Zu den gängigsten Medikamenten gehören:

  • Gamazit: 2 ml subkutan einmal täglich über 5 Tage.
  • Cycloferon (125 mg/ml): 1 ml intramuskulär alle 1 Tag über 5-7 Tage.
  • Analgin mit Diphenhydramin (Verhältnis 1:1): 1 ml des Arzneimittels intramuskulär bis zu 2-mal täglich bei Fieber.

Wichtig! Unter keinen Umständen dürfen Medikamente, die Paracetamol enthalten, zur Behandlung von Hunden verwendet werden, da dieses für ihren Körper hochgiftig ist.

Bei starkem Husten mit Auswurf und pfeifenden Atemgeräuschen werden Antibiotika zusätzlich verabreicht. Ist eine tierärztliche Konsultation in diesem Fall nicht möglich, werden Breitbandantibiotika empfohlen. Volparen und Amoxiclav (2,5 mg) gelten als besonders wirksam. Letzteres wird in einer Dosierung von 1 Tablette täglich über 7–14 Tage verabreicht. Bei der Anwendung von Antibiotika ist die Gabe von Medikamenten zur Wiederherstellung der Darmflora (z. B. Enterol, Linex) unerlässlich.

Während der Behandlung zu Hause ist es wichtig, den Zustand Ihres Haustieres genau zu beobachten. Sollte die medikamentöse Behandlung keine Besserung bringen oder sich der Zustand verschlechtern, sollten Sie umgehend Ihren Tierarzt aufsuchen oder einen Hausbesuch anfordern.

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