Sprichwörter und Redewendungen über Hunde

Der Mensch domestizierte Hunde vor über 30.000 Jahren, und in dieser Zeit entstanden zahlreiche Sprichwörter und Redewendungen über dieses Tier in der Folklore. Auf den ersten Blick scheinen diese treffenden Ausdrücke lediglich Ausdruck der eigenen Gefühle für Hunde zu sein. Doch Sprichwörter und Redewendungen können genutzt werden, um die Geschichte von Mensch und Tier zu erforschen.

Ein Hund mit einem gelben Ball

Sprichwörter über Freundschaft und Treue

Schon kleine Kinder kennen das Sprichwort: „Der Hund ist der beste Freund des Menschen.“ Warum nicht eine Kuh, die Milch gibt, ein Schaf, das warme Wolle liefert, oder eine Katze, sondern einen Hund? Es geht um Treue. Gezähmte Wölfe verteidigten treu die Häuser und Herden ihrer Besitzer vor Angriffen wilder Tiere. Und diese Treue ist nicht das Ergebnis von Erziehung, sondern ein natürlicher Charakterzug. Hunde sind Rudeltiere, für die die Anwesenheit eines Anführers unerlässlich ist. Im Zuge der Domestizierung wurden Menschen als Anführer wahrgenommen. Über die Jahrhunderte haben sich viele Sprichwörter und Redewendungen über diese Freundschaft und Hingabe entwickelt.

  • Ein lieber Hund wacht dreimal pro Nacht auf, um nach seinem Besitzer zu sehen.
  • Wenn der Hund treu ist, schläft der Wächter.
  • Ein guter Hund bleibt nicht ohne Besitzer.
  • Ein Hund bellt nicht denjenigen an, dessen Brot er frisst.
  • Der Hund gewöhnt sich an den Menschen und die Katze an das Haus.
  • Wenn du den Charakter einer Frau kennenlernen willst, beobachte ihren Hund.
  • Nur wer einen Hund hat, fühlt sich wie ein Mensch.
  • Schmeichler verhalten sich zu Menschen wie Wölfe zu Hunden.
  • Wenn man einen Hund hat, kommt man nicht in ein Haus zurück, sondern nach Hause.

Ein Hund beim Spaziergang mit seinem Besitzer

Über Gewohnheiten

Der Mensch hat es geschafft, den Tieren vieles auszutreiben, doch die Natur lässt sich nicht täuschen. Schließlich sind Tiere Raubtiere, die es gewohnt sind, selbstständig für ihre Nahrung und ihr Überleben zu sorgen. Sprichwörter und Redewendungen sind allegorisch und offenbaren das Wesen der Menschheit, doch die Gewohnheiten der Tiere dienen oft als Vergleichsbeispiele.

  • Wenn man einen Hund mit dem Bewachen des Fleisches beauftragt, bleibt nichts übrig.
  • Man kann einem Hund kein Fleisch an den Kopf werfen.
  • Und der Hund weiß, dass Kräuter zur Heilung verwendet werden.
  • Fürchte dich nicht vor einem bellenden Hund, sondern vor einem stummen.
  • Sogar ein Hund rennt zu Aas.

Der letzte Spruch ist besonders interessant. Hundebesitzer wissen, wie schwer es ist, ihre Vierbeiner davon abzuhalten, sich im Schlamm zu wälzen. Tiere werden besonders von allem angezogen, was für Menschen unangenehm riecht. Es ist alles Instinkt: Der starke Geruch überdeckt den Eigengeruch des Hundes, sodass andere Tiere die Gefahr nicht erkennen können. Im übertragenen Sinne bedeutet dieser Ausdruck „Verlockung“.

Ein Hund badet in einer Pfütze

Über den Charakter

Sprichwörter und Redewendungen bezeichnen Menschen oft als Hunde. Im Gegensatz zu Ausdrücken, die das Thema Freundschaft behandeln, Die Schutzeigenschaften des Tieres sind hier negativer Natur.

Man hört oft den Ausdruck „So gemein wie ein Hund“. Damit ist eine mürrische, schädliche oder wütende Person gemeint. Wegen dieser Charaktereigenschaft wird das Tier als Wachhund geschätzt (denken Sie an das Schild „Vorsicht, …“). wütender HundÄhnlich verhält es sich mit dem Sprichwort „Hundes Temperament“, das meist auf Frauen angewendet wird. Interessanterweise sind solche Ausdrücke nicht nur im Russischen verbreitet. So gibt es beispielsweise ein bekanntes assyrisches Sprichwort: „Eine streitlustige Frau ohne Hunde beschützt ein ganzes Dorf.“ Sogar in der russischen Folklore findet sich ein ähnlicher Zauberspruch: „Ich nehme dem Hund seinen Zorn, ich schicke ihn zur Hölle. Er wird die Menschen nicht mehr anknurren; er wird bellen und dich in Ruhe lassen.“

Sprichwörter und Redewendungen heben oft die egoistische Eigenschaft von Tieren hervor. Im Russischen sagt man über Menschen: „Für einen egoistischen Hund genügt schon ein Espenpfahl“ und „Sogar ein Hund rennt bei jeder Begrüßung davon“, was so viel wie „egoistisch“ bedeutet. Die Intelligenz von Hunden wird hoch geschätzt: „Sie sind so schlau wie ein Wels, aber so schlagfertig wie ein Hund“, „Und weißt du, du bellst nicht, aber du bellst schon, aber nicht wie ein Hund“ und „Wie ein Hund – ich verstehe alles, aber ich kann es nicht aussprechen.“

Spaziergang im Park mit Hunden

Über Beziehungen

Freundschaft ist Freundschaft, doch der Mensch bleibt der Herr. Auch die Folklore spiegelt die Einstellung der Menschen zu ihren Haustieren wider. Viele kennen den Ausdruck „Er liebt seinen Hund wie ein Hund einen Stock“, was so viel bedeutet wie „Er liebt ihn überhaupt nicht, er braucht ihn absolut nicht“. Selbst wenn ein Besitzer seinen Hund liebt, kann es vorkommen, dass er ihn zur Strafe mit einem Stock schlägt. Daher stammt dieser Ausdruck. Ähnliche Redewendungen sind „Ein Hund verliert einen Stock nicht“, was so viel bedeutet wie „Er wird sich schon daran erinnern“ und „Ruf den Hund, aber halt den Stock fest“, was so viel bedeutet wie „Sei vorsichtig“.

Sprichwörter und Redewendungen über Hunde und Menschen thematisieren das beschwerliche Schicksal der Tiere. „Erschöpft wie ein Hund“ beschreibt jemanden, der eine unmögliche Aufgabe bewältigt hat. Tatsächlich werden Hunde seit der Domestizierung von Wölfen von Menschen unter schwierigsten Bedingungen eingesetzt. Dazu gehören das Hüten von Vieh, die Jagd und das Zurücklegen langer Strecken auf der Suche nach neuem Ackerland. Das Tier wich seinem Herrn nie von der Seite und führte ihn oft an. So entstand das Klischee vom Hund als einem Mann, der sich bei der Arbeit abrackert.

Hund auf der Weide

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