Hunderassen, die nicht haaren
Hunde, die überhaupt nicht haaren, gibt es in der Natur nicht. Es gibt jedoch Rassen, die nur minimal haaren. Diese lassen sich grob in drei Kategorien einteilen: klein, mittel und groß.
Kleine, nicht haarende Hunderassen
Der Trend zu kleinen Schoßhunden hält ungebrochen an. Das liegt nicht nur an ihrem spielzeughaften Aussehen, sondern auch daran, dass sie kaum riechen und haaren. Folgende Rassen eignen sich ideal für die Wohnungshaltung:
maltesisch
Der Malteser ist ein glamouröser und eleganter Mittelmeerhund. Trotz seines puppenhaften Aussehens hat er jedoch ein recht eigenwilliges und eigensinniges Wesen. Er ist sehr beschützerisch gegenüber Kindern und hat Angst, nicht im Mittelpunkt zu stehen. Dieser kleine Hund ist ein echter Wirbelwind und schafft es, selbst die faulsten Familienmitglieder vom Sofa zu locken. Er haart nicht übermäßig und ist ideal für kleine Wohnungen. Seine durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 15–18 Jahren.

Yorkshire Terrier
Yorkshire Terrier Yorkshire Terrier sind eine Zwerghunderasse, die Ende des 19. Jahrhunderts in Yorkshire, England, entwickelt wurde. Diese mutigen, intelligenten und selbstbewussten Hunde bellen ohne zu zögern jeden an, der die Privatsphäre ihrer Besitzer verletzt. Ursprünglich zur Nagetierjagd gezüchtet, waren Yorkshire Terrier etwas größer. Durch gezielte Zucht wurde der heutige Standard entwickelt, der perfekt zu Liebhabern kleiner Zwerghunde passt. Die häufigsten Farbmuster sind Goldschwarz, Dunkel mit roten Abzeichen und Goldblau.

Shih Tzu
Man geht davon aus, dass das Heimatland Shih Tzu Der Shih Tzu stammt aus China, seine genaue Herkunft ist jedoch unbekannt. „Shih Tzu“ bedeutet auf Chinesisch „kleiner Löwe“. Anfang des 19. Jahrhunderts gelangten sie nach Europa. Ihr Fell ist im Verhältnis zu ihrer Körpergröße am längsten. Sie haaren praktisch nicht und sind geruchlos, was sie zu einer beliebten Rasse in Stadtwohnungen für Allergiker und Familien mit kleinen Kindern macht. Trotz ihres spielzeughaften Aussehens sind sie kräftig gebaut und besitzen eine beneidenswerte Stärke. Sie hassen es, allein zu sein und folgen ihrem Besitzer auf Schritt und Tritt. Die häufigsten Fellfarben sind Weiß-Gold, Weiß-Blau, Creme, Braun und Schwarz-Weiß-Gefleckt.

Brüsseler Greif
Ursprungsland Brüsseler Greifen Belgien. Die ersten Erwähnungen dieser Rasse datieren aus dem 18. Jahrhundert. In ihrer Heimat wurden diese Hunde zur Rattenjagd eingesetzt und fanden nach und nach ihren Weg vom Stall in die Wohnzimmer. Sie sind hochintelligent, schlagfertig und geistig hoch entwickelt. Sie haben einen kräftigen, athletischen Körperbau und sind sehr ausdauernd. Ihr Fell ist rau, dicht und drahtig. Die Farbe ist meist rot mit verschiedenen Schattierungen. Aufgrund ihrer strukturierten Schnauze, die einem menschlichen Gesicht ähnelt, sind Griffons häufig in Filmen und Fernsehsendungen zu sehen.

West Highland White Terrier
Heimat Westliches Hochland Schottland. Ursprünglich zur Jagd auf Kleinwild gezüchtet, konnten sie dank ihrer geringen Größe mühelos in Baue eindringen und Füchse, Dachse und andere Raubtiere jagen. Heute werden sie oft als Zierhunde gehalten. Sie sind verspielt und unruhig und lieben lange Spaziergänge im Freien. Ihr Charakter ist eigensinnig und mutig, gleichzeitig aber sehr sanftmütig und friedlich. Ihr mittellanges Fell ist recht rau, im Gegensatz zur weichen, flauschigen, fellartigen Unterwolle. Sie haaren nur wenig, benötigen aber regelmäßiges Trimmen.

Zwergpudel
Zwei Länder – Frankreich und Deutschland – wetteifern um die Rechte an dieser Hunderasse. Ursprünglich wurden Pudel eingesetzt, um Enten, Gänse, Wachteln und anderes Wild aus dem Wasser zu apportieren. Durch gezielte Zucht wurden sie zu Zierhunden, haben aber weder ihre Würde noch ihren Charme eingebüßt. Ihre Trainierbarkeit macht sie zu einem festen Bestandteil von Zirkussen, und ihr luxuriöses, seidiges, weiches und dichtes Fell hebt sie von anderen vierbeinigen Tieren ab. Sie sind gutmütig und sanftmütig, verstehen sich gut mit Kindern und kommen relativ gut mit Einsamkeit zurecht. Sie haben keinen typischen Hunde-Geruch.

Bichon Frisé
Aus dem Französischen übersetzt: der Name eines Hundes Bichon Frisé Der Name „Bichon“ bedeutet „gelockter Schoßhund“. Ihr Fell ist ausschließlich weiß, und sie erreichen eine Schulterhöhe von maximal 30 cm. Bichons haben einen komplexen Charakter, können aber mit der richtigen Erziehung eine enge Bindung zu ihren Besitzern aufbauen. Diese Rasse ist hypoallergen, geruchlos und haart nicht. Außerdem ist sie leicht stubenrein zu bekommen. Aufgrund ihrer hohen Aktivität, ihres großen Energielevels und ihrer Verspieltheit benötigen sie jedoch regelmäßige Spaziergänge. Sie sind von Natur aus sehr neugierig und nicht aggressiv.

Chinesischer Schopf
Man vermutet, dass die Hunde aus Mexiko oder Afrika stammen. Wie sie nach China gelangten, ist unbekannt. Die Rasse hat keine Jagdtradition und wurde ausschließlich für den Gebrauch als Haustier gezüchtet. Chinesischer Schopf Sie können völlig haarlos sein (mit Fellflecken an Gliedmaßen, Kopf und Schwanz) oder mit weichen, schleierartigen Haaren – sogenannten Puderquasten – bedeckt sein. Sie sind geruchlos und haaren nicht. Sie sind aktiv, fröhlich und verspielt. Sie sind ihren Besitzern treu ergeben und Fremden gegenüber sehr misstrauisch. Sie können 18 bis 20 Jahre alt werden.

Mittelgroße und große Hunderassen, die nicht haaren
Bei geeigneten Lebensbedingungen können Sie diese Rassen in Betracht ziehen – sie sind nicht weniger schön, intelligent und freundlich als Zierrassen.
Foxterrier
Foxterrier gibt es in kurzhaarigen und rauhaarigen Varianten. Der Rassestandard wurde 1876 offiziell festgelegt. Sie werden noch immer zur Fuchsjagd eingesetzt. Als Haustiere sind sie in Familien mit Kindern unentbehrlich. Sie sind großartige Begleiter für Kinder und alle, die ihre Freizeit aktiv gestalten möchten. Ihr furchtloses Wesen grenzt an Tollkühnheit. Sie greifen bereitwillig an, selbst wenn ihr Gegner ihnen körperlich deutlich überlegen ist.

Schottischer Terrier
Schottischer Terrier Die Scottish Fold ist eine stolze, unabhängige und eigensinnige Rasse, die sich stets behaupten kann. Ihre geringe Größe erweckt trügerisch den Eindruck von Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit. Als Jagdhund benötigt sie lange Spaziergänge und regelmäßige Bewegung. Ihre geringe Größe wird jedoch durch ihre kräftigen Pfoten, ihren Hals und ihre Zähne mehr als wettgemacht. Sie bellt selten grundlos und passt sich sowohl dem Stadt- als auch dem Landleben gut an. Ihr Fell ist lang und drahtig und geht in einen markanten Schnurrbart und Bart an der Schnauze über. Die Fellfarben reichen von gestromt über schwarz bis beige.

Basenji
Diese Hunderasse stammt aus Zentralafrika und gehört zu den ältesten. Basenji Sie können nicht bellen und geben nur ein leises Schnurren von sich, wenn sie aufgeregt oder erregt sind. Sie sind sehr aktiv, intelligent, anmutig und erfreuen sich ausgezeichneter Gesundheit. In puncto Sauberkeit werden sie oft mit Katzen verglichen. Sie sind pflegeleicht und robust. Sie gelten als absolut hypoallergen, geruchlos und haaren nicht.

Italienisches Windspiel
Die Geschichte des Italienischen Windspiels lässt sich bis ins Alte Ägypten zurückverfolgen, wie zahlreiche Zeichnungen und Darstellungen des Hundes auf Gemälden, Vasen und Haushaltsgegenständen aus den Häusern der Pharaonen belegen. Seine Popularität erreichte ihren Höhepunkt während der Renaissance. Italienische Windspiele sind anmutig, freundlich und agil. Aufgrund ihres zierlichen Körperbaus sind sie jedoch verletzungsanfällig, insbesondere beim Spielen mit Kindern. Trotz ihres schwachen Geruchssinns sind sie gut orientiert und haben schnelle Reflexe. Da sie häufig knurren und bellen, können sie in Mehrfamilienhäusern Probleme für die Nachbarn verursachen.

Irischer Soft Coated Wheaten Terrier
Irischer Soft Coated Wheaten Terrier Der Wheaten Terrier ist eine weitere nicht haarende Hunderasse, die vor über 200 Jahren in Irland entwickelt wurde. Er entstand durch die sogenannte „Volksselektion“ durch die Kreuzung von Hunden aus bäuerlichen Haushalten. Der Name deutet bereits auf den größten Vorteil dieser Terrier hin: ein seidig-weiches, samtiges Fell in der Farbe von reifem Weizen. Der Hund ist energiegeladen, neugierig und verspielt, dabei aber sehr ausgeglichen und intelligent. Dank seines mutigen Wesens eignet er sich nicht nur als Familienhund, sondern auch als Hüte- und Wachhund.

Portugiesischer Wasserhund
Portugiesischer Wasserhund Der Westliche Schäferhund ist eine Jagdhunderasse, die im Mittelalter in Portugal entwickelt wurde. Ursprünglich wurde er von Fischern eingesetzt, um Fische in die Netze zu treiben, verlorenes Fanggerät zu bergen und Nachrichten zwischen Schiffen zu übermitteln. Er zeichnet sich durch ein ruhiges, ausgeglichenes Wesen, ausgezeichnete Gesundheit und hohe Intelligenz aus. Sein Fell ist dicht, haart nicht, ist hypoallergen und wasserabweisend. Er ist ein idealer Arbeitshund, unermüdlich und stets voller Energie. Im Durchschnitt erreichen diese Hunde ein Alter von 11 bis 13 Jahren.

Tibetischer Terrier
Tibetische Terrier Sie gehören nicht zur Terriergruppe und verdanken ihren Namen Europäern, die einst eine Ähnlichkeit zwischen Hunden und dieser Rasse bemerkten. Jahrhundertelang lebten diese Hunde in tibetischen Klöstern und dienten den Mönchen als Begleiter. Von der einheimischen Bevölkerung als Glücksbringer verehrt, wurden sie wie Familienmitglieder und sogar wie Kinder behandelt. Sie zeichnen sich durch ihre außergewöhnliche Intelligenz und ihren perfekten Gleichgewichtssinn aus. Sie sind leicht zu erziehen und passen sich schnell dem Charakter und den Gewohnheiten ihres Besitzers an. Einsamkeit vertragen sie nicht. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 12–15 Jahren.

Wie Sie sehen, ist die Auswahl an nicht haarenden Hunden recht groß und vielfältig. Alle Rassen haben ihren eigenen Charakter und eignen sich für die Haltung in der Wohnung.
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3 Kommentare
Olga
Jede Rasse kann empfohlen werden. Am wichtigsten ist Ihre Einstellung zum Haustier. Wie gut sind Sie auf das neue Familienmitglied vorbereitet und wie viel Zeit sind Sie bereit, ihm zu widmen?
Das Problem des Geruchs ist eine Frage der Ernährung und Hygiene.
Natalie
Das kann ich nicht über alle genannten Rassen sagen, aber Yorkshire Terrier riechen sehr stark.
Ryabinka1
Wenn Ihr Yorkshire Terrier nach dem Baden unangenehm riecht, stimmt etwas nicht mit seiner Gesundheit. Dafür kann es viele Ursachen geben, von verstopften Analdrüsen über ernsthafte Hauterkrankungen bis hin zu hormonellen Störungen. Es ist wichtig, die Ursache zu ermitteln, anstatt alle Yorkshire Terrier über einen Kamm zu scheren!
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