Sind Katzen wie Menschen?

„Katzen sind nicht wie Menschen“, singt die Gruppe Bravo. Aber sind diese pelzigen Schönheiten wirklich so anders als wir? Australische Forscher untersuchen, ob Katzen uns Menschen ähneln.

Sie identifizierten die wichtigsten Persönlichkeitsmerkmale von Katzen. Dabei stützten sich die Wissenschaftler auf menschliche Persönlichkeitsmerkmale wie Extroversion, Freundlichkeit, Lernbereitschaft, Gewissenhaftigkeit und Neurotizismus.

Zum Experiment

Wissenschaftler testeten zweitausend Katzen in Australien und Neuseeland. Die Besitzer bewerteten ihre Tiere auf einer siebenstufigen Skala. Schließlich erstellten die Forscher eine Liste der fünf wichtigsten Katzenpersönlichkeiten.

Persönlichkeitsschema

Persönlichkeitsdiagramm für Katzen

Angst

Die Katzen mit hohen Werten waren nervös, ängstlich und furchtsam. Diese Zustände kommen auch häufig bei Menschen vor. Die Katzen mit niedrigen Werten waren ruhig.

Extroversion

Es ähnelt dem sozialen Verhalten von Menschen. Katzen sind sehr energiegeladen, neugierig und gesellig.

Dominanz

Aggressive Katzen erzielten hohe Werte. Harmlose Katzen hingegen erzielten niedrige Werte.

Spontaneität

Diese flauschigen Geschöpfe sind impulsiv und erzielen hohe Punktzahlen. Ruhige Katzen erhalten niedrige Bewertungen.

Zuneigung

Entspricht der Menschenfreundlichkeit. Murkas mit hohen Werten sind freundlich, während niedrige Werte auf ungesellige und reizbare Haustiere hindeuten.

Ergebnisse der Studie

Wissenschaftler analysierten die Tests einer großen Anzahl von Katzen. „Bei vielen sind die genannten Merkmale weniger ausgeprägt“, erklärt Projektleiter Philippe Roetman. Ältere Katzen sind tendenziell dominanter als jüngere. Die Ergebnisse für Haus- und Wildkatzen unterscheiden sich nicht wesentlich. Manche glauben, dass eine Streunerkatze in einem Zuhause nicht zurechtkommt. Das stimmt nicht. Sie benötigen lediglich mehr Zuwendung.

Eine streunende Katze braucht mehr Pflege

Katzenliebhaber erhielten Diagramme, die die Ausprägung bestimmter Merkmale bei ihren Katzen darstellten. Wissenschaftler gaben ihnen außerdem Tipps zum Lesen der Diagramme.

Nun werden Tierhalter ihre geheimnisvollen Haustiere besser verstehen. Und viele obdachlose Katzen werden ein neues Zuhause finden.

Übersetzung von O. V. Ryndina

Lesen Sie auch:



Einen Kommentar hinzufügen

Katzentraining

Hundetraining