Warum wird die Eule auch als gefiederte Waldkatze bezeichnet?

Die Eule ist ein nachtaktiver Greifvogel, dessen Federkleid je nach Lebensraum variiert. Doch egal wo sie lebt, man stößt mitunter auf einen anderen Namen für sie: „Waldkatze“. Warum?

Merkmale von Eulen

Eulen erreichen je nach Art eine Größe von 17 bis 70 cm und ein Gewicht von 50 g bis 4 kg. In freier Wildbahn leben sie etwa 10 Jahre, in Gefangenschaft bis zu 40 Jahre. Der Grund dafür ist, dass Eulen in freier Wildbahn oft hungern und größeren Raubtieren wie Falken und Steinadlern zum Opfer fallen.

Die Eule jagt

Eulenfüße sind extrem kräftig und greiffähig, ihre Krallen sind gebogen und scharf, wodurch sie Beute schnell packen und lange festhalten können. Dank ihres Gefieders und ihrer Flügelstruktur, die eine Spannweite von bis zu 200 cm erreichen kann, fliegen Eulen nahezu lautlos. Manche Arten erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h.

Die Augen des Raubtiers sind nach vorn gerichtet und blicken nur geradeaus. Daher hat ihm die Natur die Fähigkeit verliehen, seinen Kopf um bis zu 270 Grad zu drehen, ohne sich dabei zu verletzen. Sein Sichtfeld beträgt 160 Grad.

Eulen besitzen ein ausgezeichnetes Nachtsehvermögen, da sich ihre Linse in der Hornhaut und nicht im Augapfel befindet. Ihr Gehör ist viermal so scharf wie das von Katzen. Daher ist selbst das leiseste Rascheln einer Maus für sie ein Grund zur Sorge.

Waldgreifvögel jagen hauptsächlich Mäuse und andere kleine Nagetiere sowie kleine Vögel und Kleintiere.

Um zu verstehen, warum Eulen auch als gefiederte Waldkatzen bezeichnet werden, betrachten wir die Eigenschaften von Hauskatzen.

Verhaltensmuster der Katze

Auch wenn Katzen längst zu geliebten und anhänglichen Haustieren geworden sind, ist der Jagdinstinkt immer noch vorhanden. Deshalb jagen selbst kleine Kätzchen gerne Fliegen oder Sonnenstrahlen.

Die Katze jagt

In freier Wildbahn jagen Katzen kleine Nagetiere, Insekten und kleine Vögel. Ihre Wendigkeit und Anmut ermöglichen es ihnen, sogar Vögel ihrer eigenen Größe zu erlegen.

Die durchschnittliche Länge einer Hauskatze beträgt ohne Schwanz 60 cm, und das Gewicht eines ausgewachsenen Tieres liegt zwischen 2,5 und 6,5 kg.

Haustiere von Raubtieren besitzen kräftige Pfoten, die ihnen schnelles Laufen und das Fangen von Beute im Flug ermöglichen. Ihre Krallen sind scharf und halbkreisförmig und bieten einen tödlichen Halt. Sie können ihre Krallen auch einziehen, um sich bequem und leise fortzubewegen.

Die Katze hat ein ausgezeichnetes Sehvermögen. nachts Sie benötigen nur minimale Beleuchtung, sogar einen einzelnen Strahl diffusen Lichts, um sich perfekt zu orientieren. Sie haben ein ausgezeichnetes Gehör, und ihre Ohren können sich wie Peilsender bewegen und sich auf verschiedene Geräusche fokussieren.

Die Kombination aus Sehvermögen, Schnelligkeit, Gehör und Geruchssinn macht Katzen zu exzellenten Jägern. Ihre Hinterbeine sind darauf ausgelegt, aus dem Stand schnell an Geschwindigkeit zu gewinnen. Sie bewegen sich nahezu lautlos und jagen hauptsächlich nachts, wenn die Tarnung leichter ist.

Es ist unmöglich, eine Katze vollständig zu domestizieren und ihren Jagdinstinkt auszulöschen. Daher erfüllt sie in Dörfern oder Privathaushalten zwei Funktionen: Sie dient als beruhigendes „Pelztier“ und als Nagetierschutz.

Was haben Eulen und Katzen gemeinsam?

Es ist kein Wunder, dass die Eule auch als gefiederte Katze bezeichnet wird. Wie ein Haustier jagt sie kleine Nagetiere, Tiere und Vögel. Sie ist lautlos und schlägt blitzschnell zu.

Beide Vertreter unterschiedlicher Tiergemeinschaften besitzen gut entwickelte Krallen von gleicher Form, die es ihnen ermöglichen, die Beute so lange festzuhalten, bis sie sie selbst loslassen wollen.

Eule und Kätzchen

Eulen sind nachtaktive Vögel, und Katzen scheuen sich nicht davor, im Dunkeln zu jagen.

Vögel haben ein viermal besseres Gehör als Katzen, aber ihnen fehlt der Geruchssinn domestizierter Raubtiere. Der Körperbau von Eulen und Katzen ist ideal für die Jagd, da er es ihnen ermöglicht, schnell an Geschwindigkeit zu gewinnen und ihrer Beute blitzschnell hinterherzujagen.

Beide Raubtiere pirschen sich an ihre Beute heran und warten auf den perfekten Moment zum Angriff. Sie werden nicht hungern. Allerdings haben beide zahlreiche größere Feinde. Die unmittelbare Gefahr für die Eule ist der Habicht, die für die Katze der Hund. Daher haben Vogel und Tier viel mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Aufgrund ihres lautlosen Fluges, ihrer Fähigkeit, im Dunkeln zu jagen, ihres scharfen Gehörs, ihrer schnellen Reflexe und ihrer scharfen Krallen wurde die Eule auch als Waldkatze bezeichnet. Ihre Beute besteht hauptsächlich aus kleinen Nagetieren, daher bietet die Haltung einer Eule in der Nähe eines Hauses einen guten Schutz vor diesen kleinen Schädlingen.

Katzen und Vögel haben noch eine weitere Gemeinsamkeit: ihre Augen. Die Pupillen verengen und erweitern sich nicht nur bei hellem Licht, sondern auch aufgrund anderer Faktoren. Die Pupillen einer Hauskatze werden beim Spielen groß und rund, während sie sich bei einer Eule beim Einatmen weiten.

Wundern Sie sich nicht, wenn jemand behauptet, eine gefiederte Katze im Wald gesehen zu haben – gemeint ist damit eine Eule. Schließlich haben diese Bewohner von Haus und Wald mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Lesen Sie auch:



1 Kommentar

Einen Kommentar hinzufügen

Katzentraining

Hundetraining