Warum ein Hund das Bewusstsein verliert: Gründe und was zu tun ist

Die Gründe für eine Bewusstlosigkeit beim Hund können sowohl innerlich als auch äußerlich bedingt sein. Nur ein Spezialist kann eine genaue Diagnose stellen und die geeignete Behandlung verschreiben. Im Falle einer Ohnmacht ist die erste Aufgabe des Tierhalters die Erste-Hilfe-Leistung. Anschließend muss der Hund einem Tierarzt vorgestellt werden, da die Bewusstlosigkeit lediglich ein Symptom ist und auf eine zugrunde liegende Erkrankung hinweisen kann.

Allgemeine Merkmale

Synkope (Ohnmacht) beim Hund ist durch einen vorübergehenden Bewusstseinsverlust gekennzeichnet. Der Hund reagiert nicht mehr auf äußere Reize, seine Reflexe sind unterdrückt. Er kann weder Geräusche wahrnehmen noch Berührungen spüren.

Der Zustand tritt meist spontan auf. Oft geht ihm eine starke Aufregung voraus, die mit einem positiven oder negativen Ereignis einhergeht. Während des Anfalls ist der Muskeltonus in den Vorder- und Hinterbeinen geschwächt, und das Tier fällt auf den Bauch oder die Seite. In seltenen Fällen bleibt das Bewusstsein erhalten. Die Koordination ist jedoch beeinträchtigt, und die Wahrnehmung der Außenwelt ist gestört.

Der Hund verliert das Bewusstsein

Die Bewusstlosigkeit kann einige Sekunden andauern, wobei der Hund von selbst wieder zu Bewusstsein kommt. In anderen Fällen kann die Bewusstlosigkeit mehrere Minuten anhalten und kehrt ohne entsprechende Hilfe nicht zurück.

Ohnmacht sollte nicht mit Kraftverlust verwechselt werden, der im Krankheitsfall infolge von Vergiftung oder Erschöpfung auftritt. In diesem Fall behält das Tier seine Reflexe und reagiert auf äußere Reize, wenn auch nicht so ausgeprägt wie bei einem gesunden Tier.

Gründe

Ohnmacht wird meist durch eine Unterbrechung der Blutversorgung des Gehirns verursacht, die durch verschiedene pathologische Prozesse im Körper bedingt sein kann. Auch ein zu enger Kragen kann Ohnmacht auslösen, indem er Blutgefäße im Halsbereich einklemmt und so die Blutversorgung des Gehirns beeinträchtigt.

In den meisten Fällen ist Bewusstlosigkeit bei Hunden auf Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems zurückzuführen. Zu den Faktoren, die diesen Zustand auslösen können, gehören:

  • Herzrhythmusstörungen;
  • ventrikuläre Tachykardie;
  • Herz Versagen;
  • Herzfehler;
  • Beschädigung des Ventilapparates;
  • Gefäßtonusstörungen;
  • Pulmonalarterienstenose;
  • ischämisch und hämorrhagisch SchlaganfallDie

Der Hund verlor das Bewusstsein.

Bei neurologischen Erkrankungen tritt Bewusstseinsverlust bei folgenden Krankheiten auf:

  • Epilepsie (In diesem Fall geht der Ohnmacht in der Regel ein epileptischer Anfall voraus);
  • Störung der neuronalen Funktion (die eine Folge einer Störung der Hirndurchblutung sein kann);
  • Stimulation des Vagusnerventonus als Reaktion auf äußere Reize.

Darüber hinaus kann Bewusstlosigkeit durch Folgendes verursacht werden:

  • Vergiftung;
  • Überdosierung oder unerwünschte Arzneimittelwirkung;
  • niedriger Blutzucker;
  • niedriger Blutzucker;
  • Mangel an Mikroelementen im Körper.

Rassen, die zu Ohnmacht neigen

Manche Hunde weisen anatomische Merkmale auf, die das Risiko eines kurzzeitigen Bewusstseinsverlusts erhöhen:

  • Brachycephale Rassen (Möpse, Bulldoggen) neigen aufgrund ihrer verkürzten Atemwege bei körperlicher Anstrengung zu Sauerstoffmangel.

  • Miniaturrassen (Toy Terrier, Chihuahuas) leiden manchmal an Hypoglykämie, insbesondere im Welpenalter.

  • Rassen mit genetischen Kardiomyopathien (Dobermänner, Boxer) neigen eher als andere dazu, bei körperlicher Anstrengung das Bewusstsein zu verlieren.

Diagnostik

Um die Ursache für eine Bewusstlosigkeit beim Hund zu ermitteln, ist eine umfassende Untersuchung in einer Tierklinik erforderlich. Ohnmachtsanfälle sollten nicht ignoriert werden, da sie ein Anzeichen für eine ernsthafte Grunderkrankung sein können.

Zunächst beurteilt der Tierarzt das Verhalten, den Muskeltonus und das Vorhandensein verschiedener Auffälligkeiten des Tieres. Er bittet das Tier möglicherweise, in der Praxis umherzugehen. Abhängig von Gangart und Bewegungen des Hundes kann der Tierarzt den Verdacht auf eine charakteristische Erkrankung hegen. Beispielsweise kann eine Parese (Schwäche der willkürlichen Bewegungen) auf Probleme im Hirnstamm hinweisen. Unwillkürliche Muskelkontraktionen deuten auf eine Schädigung der motorischen Nerven hin.

Der Hund liegt auf dem Bett.

Bei der Untersuchung kann der Tierarzt Muskelschwäche beim Hund feststellen, die häufig bei Vergiftungen oder anderen Erkrankungen auftritt. Zittern kann auf eine Schädigung des Kleinhirns hindeuten. Plötzliche Verhaltensänderungen (wie beispielsweise unprovozierte Aggression) können Folge einer Erkrankung der Großhirnrinde sein.

Zusätzlich zur visuellen Untersuchung werden Reflexe und Schmerzempfindlichkeit geprüft. Dadurch lässt sich feststellen, welcher Teil des Gehirns von der Erkrankung betroffen ist.

Zur Bestätigung der Diagnose können ein Elektrokardiogramm (EKG), eine Ultraschalluntersuchung des Herzens und der Blutgefäße, eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder eine Computertomographie (CT) angeordnet werden. In manchen Fällen wird ein Langzeit-EKG (Holter-Monitoring) eingesetzt, um den zirkadianen Rhythmus des Herzens und Blutdruckschwankungen zu erfassen.

Ein Bluttest ist in diesem Fall wenig hilfreich. Er wird durchgeführt, um einen Mangel oder Überschuss bestimmter Mikronährstoffe im Körper festzustellen.

Was ist als Erstes zu tun?

Bei einem Angriff müssen zunächst folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  1. Legen Sie den Hund auf die Seite.
  2. Platzieren Sie das Tier so, dass sich sein Kopf tiefer befindet als sein Körper (dadurch wird die Durchblutung des Kopfes sichergestellt).
  3. Strecken Sie Ihrem Haustier die Zunge heraus.
  4. Legen Sie sich eine kalte Kompresse auf den Hinterkopf.
  5. Wenn der Hund wieder zu sich kommt, geben Sie ihm etwas kaltes Wasser.

Dem Hund wird Wasser zum Trinken gegeben.

Ohnmachtsanfälle sollten nicht ignoriert werden. Untätigkeit führt nur zu einer Verschlimmerung der zugrunde liegenden Erkrankung, die für Ihr Haustier lebensbedrohlich sein kann.

Wenn möglich, wäre es hilfreich, den Bewusstseinsverlust selbst auf Video aufzuzeichnen. So kann der Arzt den Vorfall beobachten und die am besten geeignete Vorgehensweise festlegen.

Tabelle: Häufige Ursachen von Ohnmacht und primäre Anzeichen

Ursache Charakteristische Anzeichen Die Wichtigkeit des Arztbesuchs
Herzkrankheit Schwäche, Kurzatmigkeit, Ohnmacht nach Anstrengung Dringend
Hypoglykämie bei kleinen Hunderassen Krämpfe, Gangunsicherheit Dringend
Überhitzen Übermäßiger Speichelfluss, beschleunigte Atmung Dringend
Allergische Reaktion Schwellungen, Atembeschwerden Dringend
Schwerer Stress Plötzliche Lethargie, kurze Ohnmacht Wünschenswert

Behandlung

Die Behandlung einer Ohnmacht hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Je nach Erkrankung wird Ihr Tierarzt folgende Therapiemethoden anwenden:

  • Beseitigung der Vergiftung;
  • Entfernung eines Gegenstands, der das normale Eindringen von Luft in den Körper verhindert;
  • Wiederherstellung des Glukosespiegels im Körper;
  • Verschreibung von Medikamenten, die den Mangel an Mikroelementen ausgleichen;
  • die Einführung von intravenösen Medikamenten, die das Blut verdünnen;
  • Normalisierung des Drucks.

In seltenen Fällen können komplexere Eingriffe (wie eine Bluttransfusion) oder eine Operation erforderlich sein.

Ohnmachtsanfälle bei Hunden verhindern

Um das Risiko einer Ohnmacht zu verringern, ist es ratsam, einige Regeln zu befolgen:

  • Um Überhitzung zu vermeiden, sollten Sie bei heißem Wetter morgens und abends spazieren gehen.

  • Wählen Sie eine Ernährung, insbesondere für Miniaturrassen, um den Blutzuckerspiegel aufrechtzuerhalten.

  • Lassen Sie Ihren Hund regelmäßig von einem Tierarzt untersuchen, insbesondere wenn Ihr Hund Herz- oder Atemwegsdefekte hat.

  • Übermäßige körperliche Anstrengung sollte bei Tieren mit chronischen Erkrankungen vermieden werden.

  • Nehmen Sie Medikamente nur so ein, wie es Ihnen ein Arzt verschrieben hat, da eine Überdosierung bestimmter Medikamente (z. B. Beruhigungsmittel) zu kurzzeitiger Ohnmacht führen kann.

Wann Ohnmacht gefährlich ist

Wenn Ihr Hund länger als 30 bis 60 Sekunden bewusstlos ist und dabei Krämpfe, unkontrollierten Harn- oder Kotabsatz erleidet, bringen Sie ihn umgehend in eine Tierarztpraxis. Diese Symptome können auf ernsthafte neurologische oder kardiovaskuläre Probleme hinweisen.

Lesen Sie auch:



Einen Kommentar hinzufügen

Katzentraining

Hundetraining