Warum schlafen Katzen gerne bei ihren Besitzern?
Es ist schon lange bekannt, dass viele Haustiere, selbst mit ihren eigenen gemütlichen Betten und Kissen, nachts lieber in der Nähe ihrer menschlichen Begleiter schlafen. Doch warum schlafen Katzen so gern bei ihren Besitzern, liegen auf dem Bauch, dem Kopf oder der Brust oder kuscheln sich zu deren Füßen zusammen? Dieses Verhalten unserer vierbeinigen Freunde lässt sich auf vielfältige Weise erklären, manche basieren auf alltäglichen Annahmen, andere sind wissenschaftlich belegt.

Inhalt
Der Wunsch, sich aufzuwärmen
Tierzüchter und Zoologen glauben, dass Hauskatzen im Bett ihrer geliebten Besitzer schlafen, weil es dort einfach gemütlich und nicht kalt ist. Katzen sind sehr wärmeliebende Tiere, die Komfort und Gemütlichkeit lieben. Ein vom menschlichen Körper erwärmtes Bett ist der wärmste Ort im Zimmer, es sei denn, es befindet sich ein großer Heizkörper oder eine Heizmatte in der Nähe. Körpertemperatur eines pelzigen Tieres Die Temperatur liegt bei etwa 38,6 °C. Sie benötigen mehr Wärme, weshalb man vierbeinige Freunde oft auf sonnigen Fensterbänken und Balkonen findet.
Nachts suchen sie sich ein warmes Plätzchen und nutzen den Menschen als riesige, weiche Heizmatte. Sie kuscheln sich meist über den Kopf oder auf den Bauch. Während des Schlafs geben diese Bereiche die meiste Wärme ab, da dort die Durchblutung besonders gut ist. Katzen behandeln also nicht, wie oft angenommen, Kopfschmerzen oder Migräne, sondern sorgen lediglich für ihr eigenes Wohlbefinden.

Der Wunsch, Überlegenheit zu demonstrieren
Für viele Katzen ist das Liegen auf dem Körper eines Menschen ein Zeichen von Dominanz. Ihr vierbeiniger Freund markiert sein Revier, indem er seinen Duft auf dem Kissen hinterlässt. Das zeigt, dass die Person ihm gehört, und er kann sich wie ein Kaiser fühlen. Dies gilt insbesondere, wenn andere Tiere im Haushalt leben. Ein narzisstisches Haustier demonstriert seinen Artgenossen eine besondere Nähe zu seinem Besitzer und offenbart damit einen gewissen Egoismus. Darüber hinaus sagt der Instinkt einer Katze, wer im Haushalt das Sagen hat. Zu ihrem eigenen Schutz schläft ihr Vierbeiner daher lieber bei anderen Haushaltsmitgliedern.

Behandlung von Krankheiten
Katzenzüchter glauben oft, Katzen besäßen außergewöhnliche Energie, die sie mit Menschen teilen. Sie übernehmen sogar chronische Krankheiten, weshalb sie mit ihren Besitzern im Bett schlafen. Wissenschaftler erklären dieses Verhalten anders. Wärmeliebende Tiere kuscheln sich an das betroffene Organ, da dieses am meisten Wärme abgibt. Ihr Schnurren kann das Nervensystem beruhigen und Stress und Müdigkeit lindern, aber sonst wenig. Bei schweren Gesundheitsproblemen sind Katzenbehandlungen wirkungslos.
Kontrolle der Situation
Wissenschaftler, die das Verhalten von Haustieren erforschen, haben eine andere Theorie, warum Katzen bei ihren Besitzern schlafen. Sie glauben, dass sie einfach gerne die Kontrolle haben. Das erklärt auch, warum Haustiere die höchsten Schränke und Regale bevorzugen, von denen aus sie die beste Übersicht über die Umgebung haben. Nachts können sie so ihre Besitzer im Auge behalten, falls diese sich etwas Leckeres in der Küche holen wollen. Und morgens wissen sie genau, dass ihre Besitzer wach sind und es Zeit zum Betteln ist. eine weitere DelikatesseDie

Aromatheorie
Viele Haustiere empfinden den Geruch ihres Besitzers als beruhigend. Sie haben ein empfindliches Nervensystem und schlafen manchmal gar nicht, sondern dösen nur vor sich hin und nehmen dabei die Geräusche um sich herum wahr. Katzen können nur in einer absolut sicheren Umgebung tief und fest schlafen. Dieses Gefühl vermittelt ihnen ihr geliebter Besitzer. Auch den Geruch von Haaren genießen unsere Vierbeiner, besonders den von Besitzern, die duftende Shampoos und Spülungen verwenden. Schwindel und wohlriechende Aromen haben eine stärkere Wirkung auf Haustiere als jeder andere Duft. BaldrianDie
Vorsicht! Lassen Sie Ihre Katze nicht Ihre Haare ablecken. Viele Stylingprodukte, Shampoos, Gels und Haarsprays enthalten synthetische Verbindungen, die für den Magen-Darm-Trakt Ihrer Katze schädlich sind.

Wie man verhindert, dass die Katze im Bett des Besitzers schläft
Manche Katzenzüchter bevorzugen es, wenn ihre Tiere einen eigenen Schlafplatz haben. Dadurch entfällt das Waschen der Pfoten vor dem Schlafengehen und das Reinigen des Bettzeugs danach. Um ein Katzenbett einzurichten, kann man einfach ein Katzenbett kaufen oder Stelle mit deinen eigenen Händen ein weiches Bett herEin Korb oder ein kleines Häuschen eignen sich gut. Am besten stellt man sie in die Nähe einer warmen Heizung und deckt das Katzenbett mit einem Pullover oder einer Strickjacke ab, die nach dem Besitzer riecht, und stellt Lieblingsspielzeug darum.
Wenn die Wohnung im Winter nicht ausreichend beheizt ist, legen Sie eine Heizmatte oder mehrere mit erwärmtem Sand gefüllte Plastikflaschen unter das Katzenbett. Um Ihrer Katze das Bett komplett abzugewöhnen, bringen Sie sie nachts für einige Wochen in einen anderen Raum. Stellen Sie sicher, dass die Katze Zugang zu Katzentoilette und Futter hat. Falls diese Methoden nicht helfen, legen Sie etwas Furchteinflößendes, wie zum Beispiel ein großes Stofftier, auf das Bett. Sollte die Katze sich dennoch auf das Bett legen, jagen Sie sie nicht weg. Warten Sie am besten, bis sie einschläft, und setzen Sie sie dann auf ihr Bett. Streicheln Sie sie, beruhigen Sie sie und geben Sie ihr ein Leckerli.

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