Warum jagt eine Katze ihrem Schwanz hinterher?

Es gibt verschiedene Gründe, warum Katzen ihrem Schwanz hinterherjagen. Meistens tun sie dies beim Spielen und zeigen damit ihre Neugierde auf das sich bewegende Objekt. Manchmal knabbert ein Tier jedoch aus Unbehagen an der Schwanzspitze. Dieses Verhalten sollte genau beobachtet werden. Bei Verdacht auf Zwangsstörungen, Schmerzen oder Juckreiz ist ein Tierarzt zu konsultieren.

Hauptgründe

Kätzchen versuchen oft, ihren Schwanz zu fangen – sie erkunden ihre Umgebung und zeigen Neugierde auf sich bewegende Objekte. Manchmal fangen aber auch erwachsene Katzen an, die Schwanzspitze zu greifen und zu beißen.

Katze

Es gibt 5 Hauptgründe für dieses Verhalten, die mit den Reflexen oder dem Gesundheitszustand des Haustieres zusammenhängen:

  1. Langeweile. Katzen sind von Natur aus sehr aktiv, und aktives Spielen liegt ihnen im Blut. Besitzer spielen häufiger mit jungen Kätzchen, vergessen dabei aber oft die erwachsenen Tiere. Dadurch sind Katzen gezwungen, sich selbst zu beschäftigen, und ihre Schwänze werden zum idealen Ziel.
  2. Jagd. Der Jagdinstinkt bleibt auch bei künstlich gezüchteten Rassen erhalten, daher benötigt das Tier regelmäßig ein wenig Training, das darauf abzielt, Beute zu finden, zu fangen und zu quälen.
  3. Stress. Umzüge, Besitzerwechsel, Renovierungen oder fremde Besucher können das Nervensystem einer Katze negativ beeinflussen. Ein Anzeichen für Stress ist unangemessenes Verhalten – entweder übermäßige Niedergeschlagenheit oder im Gegenteil übermäßige Aufregung, wobei das Tier in der Wohnung herumrennt und seinem Schwanz hinterherjagt. Um dem entgegenzuwirken, sollte eine angenehme Umgebung geschaffen werden. Die Gabe von Beruhigungsmitteln nach tierärztlicher Empfehlung kann ebenfalls helfen, Stress abzubauen.
  4. Beschwerden. Wenn Ihre Katze sich vermehrt in den Schwanz beißt, sollten Sie sie genauer untersuchen. Möglicherweise haben sich Parasiten im Fell eingenistet, die Analdrüsen sind entzündet oder eine Allergie verursacht starken Juckreiz und Schmerzen. Beim Versuch, die Beschwerden zu lindern, kann sich das Tier durch das Beißen in die Schwanzspitze verletzen, indem es tief in die Haut kratzt oder beißt. Durch die Wunde können leicht Infektionen eindringen und Entzündungen und Eiterbildung begünstigen. Daher ist es wichtig, die Ursache für das ungewöhnliche Verhalten schnell zu finden und die Beschwerden der Katze zu lindern.
  5. Zwangsstörung bei Katzen. Diese Zwangsstörung äußert sich durch ein Gefühl von eingebildeter Gefahr, zeitweise auftretende Hyperaktivität, geweitete Pupillen und erhöhte Berührungsempfindlichkeit. Das ständige Spielen mit dem Schwanz führt zu Fellverlust, doch das Tier hört nicht damit auf. Dieses zwanghafte Verhalten kann zu Depressionen, Übergewicht oder Erschöpfung führen.

Wenn mehrere Katzen in einem Haus leben, kommt es häufig vor, dass sie sich gegenseitig mit dem Schwanz jagen. Auch wenn die Tiere manchmal nur herumtollen, können die Kämpfe recht heftig werden und auf die Festlegung der Rangordnung abzielen. Solches „Spiel“ muss sofort unterbunden werden!

Katze

Was zu beachten ist

Wenn Sie Ihr Haustier aufmerksam beobachten, tragen Sie zu dessen psychischer Gesundheit bei. Das Jagen des eigenen Schwanzes, ein häufiges Verhalten bei Kätzchen, kann bei einer erwachsenen Katze ein Anzeichen für eine ernsthafte Nervenstörung sein. Daher hängt die Entscheidung, ob tierärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden sollte, von drei Faktoren ab:

  1. Alterskategorie. Junge Tiere sind voller Energie, die abgebaut werden muss. Kater und Katzen unter zwei Jahren lieben aktives Spielen und jagen aus Neugier oder Zuneigung manchmal den Schwanz ihres Partners. Ein erwachsenes Tier ist zwar auch verspielt, sein Verhalten wirkt aber deutlich weniger albern, insbesondere bei der eher ruhigen Art mancher Rassen. Im Alter ziehen sich die Vierbeiner eher zur Ruhe zurück und meiden mitunter sogar anstrengende Aktivitäten.
  2. Unangemessenes Verhalten. Das Tier entwickelt allmählich eine gewohnte Lebensweise. Wenn die Katze gelegentlich ihrem Schwanz hinterherjagt, beim Spielen nicht vor Schmerzen miaut und ihr Fell nicht bis zur Kahlheit abkaut, besteht kein Grund zur Sorge. Eine plötzliche Verhaltensänderung sollte jedoch Anlass zur Besorgnis geben.
  3. Verhalten beim Spielen. Wenn Ihre Katze beim Spielen knurrt, faucht, laut schreit oder sich aggressiv verhält, sollten Sie einen Tierarzt konsultieren.

Es besteht jedenfalls keine Notwendigkeit, gewaltsam zu reagieren und das Tier für unangemessenes Verhalten zu bestrafen.

Was zu tun

Wenn Sie die Ursache nicht selbst feststellen können, ist es ratsam, einen Tierpsychologen aufzusuchen. Dieser kann schnell herausfinden, warum Ihr Haustier an seinem Schwanz kaut. Bevor Sie die Klinik aufsuchen, sollten Sie einige Maßnahmen ergreifen, um Ihre Katze zu beruhigen:

  • Jemandem eine Freude machen;
  • streicheln;
  • Richte deine Aufmerksamkeit auf dein Lieblingsspielzeug;
  • für eine ruhige Umgebung sorgen.

Eine Katze in der Nähe des Tierarztes

Es empfiehlt sich, täglich mindestens 15 bis 30 Minuten mit Ihrem Haustier zu spielen. Die regelmäßige Zuwendung kann ihm vielleicht seine schlechte Angewohnheit abgewöhnen, Stress abbauen und ihm ermöglichen, seinen Jagdinstinkt auszuleben, ohne dass er ständig mit dem Schwanz wedeln muss.

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