Mögliche Ursachen für Niesen bei Haustieren
Niesen ist bekanntermaßen eine Schutzreaktion. Wenn Ihr Haustier also anfängt zu niesen, ist es wichtig, die Ursache herauszufinden. Nur wenn die zugrunde liegende Ursache beseitigt wird, kann das Tier aufhören zu leiden.
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Ursachen des Niesens und wie man es beseitigt

Fremdkörper
Die einfachste Ursache ist natürlich ein Fremdkörper in der Nase. Staub zum Beispiel. Der kann von überall herkommen. Man fegt den Boden, renoviert das Haus oder es können sogar Pflanzenpollen sein. Aber neben Staub können auch kleine Fremdkörper (sogar Insekten) in die Nasengänge gelangen. Denken Sie nur mal daran, wie es ist, wenn etwas in der Nase kitzelt.
Niesen lässt sich nur stoppen, indem man den Reizstoff entfernt. Katzen und Hunde lassen sich nicht zum Naseputzen zwingen, also lassen Sie sie es tun. Kontrollieren Sie die Nasenlöcher, um sicherzustellen, dass nichts Größeres darin steckt. Bei großen Hunden ist das einfacher, da ihre Nasengänge weiter sind und man leicht erkennen kann, ob etwas feststeckt. Mit einer Pinzette lässt sich der Fremdkörper vorsichtig entfernen, ohne die Schleimhaut zu verletzen.
Unangenehme oder stechende Gerüche
Es wirkt reizend. Denken Sie an sich selbst, wenn Sie einen starken Geruch wahrnehmen. Ihr Körper verteidigt sich. Um die Nase von Reizstoffen zu befreien, sind Sofortmaßnahmen wie Niesen nötig. Lüften Sie den Raum regelmäßig und halten Sie Ihr Haustier von Chemikalien und stark riechenden Substanzen fern.

Allergie
Niesen ist eines der Hauptsymptome einer allergischen Reaktion. Weitere häufige Symptome sind tränende Augen, Juckreiz, Hautausschlag und möglicherweise Schwellungen. Wenn Niesen also das einzige Symptom ist, das Sie bemerken, könnte eine andere Erkrankung vorliegen.
Allergische Reaktionen können nicht nur auf Futter, sondern auch auf Reinigungsmittel, Staub, Pollen, Insektenstiche und Medikamente auftreten. Auch Shampoos können Allergien bei Ihrem Haustier auslösen. Floh- und Zeckenhalsbänder können aufgrund ihres hohen Chemikaliengehalts ebenfalls zu ernsthaften Komplikationen führen. Selbst Impfungen können Probleme verursachen. Tierärzte bitten Tierhalter daher in der Regel, mindestens eine halbe Stunde in der Nähe der Praxis zu warten, damit im Falle eines anaphylaktischen Schocks Antiallergika verabreicht und so das Leben Ihres Vierbeiners gerettet werden kann.

Infektion
Dies gilt insbesondere bei Entzündungen der oberen Atemwege. Der Niesreflex bewirkt, dass Nasensekret aus der Nase geschleudert wird. Dadurch werden die Atemwege von Schleim befreit. Es kann zu Nasenausfluss kommen, und die Nase kann stark laufen. Das Tier kann Schwierigkeiten beim Atmen durch die Nase haben und daher das Maul öffnen. Fieber tritt häufig auf.
Krankheitserreger können Bakterien, Pilze oder Viren sein. Je nach Art des Erregers verschreibt der Tierarzt die entsprechende Behandlung. Ist das Niesen beispielsweise durch einen Pilz verursacht, sind Antibiotika wirkungslos. Deshalb ist es wichtig, umgehend einen Tierarzt aufzusuchen.
Asthma
Ja, auch Hunde und Katzen können an dieser Krankheit leiden. Neben Niesen treten bei ihnen auch pfeifende und rasselnde Atemgeräusche auf, was das Atmen für die Tiere extrem erschwert. Wird nicht umgehend die notwendige Medikation verabreicht, kann dies zum Tod führen. Asthma Dies ist eine der Formen der Allergiemanifestation, die sich durch Atembeschwerden und Niesen äußert.
Lassen Sie Ihr Haustier von einem Tierarzt untersuchen. Erst nach einer gesicherten Diagnose kann eine gezielte Behandlung begonnen werden. Sobald Ihr Haustier zu niesen beginnt, ist es wichtig, Medikamente für eine schnelle Behandlung bereitzuhalten. Es kann aber auch sein, dass Ihr Haustier lediglich einen Fremdkörper aus der Nase entfernt.

Polypen
Polypen – kleine Wucherungen – können sich in der Nase eines Haustieres bilden. Sie entstehen häufig aufgrund eines Virus, der im Blutkreislauf zirkuliert. Sie beeinträchtigen die normale Atmung des Tieres. Die Nasenschleimhaut desinfiziert die Atemluft. Staubpartikel, die Bakterien und Viren beherbergen, werden vom Schleim gebunden und dann ausgehustet. Sind Polypen in der Nase vorhanden, verringert sich die Oberfläche der Schleimhaut. Einige Tierkliniken führen operative Eingriffe zur Entfernung solcher Wucherungen durch. Ohne die Ursache zu ermitteln, bietet eine Operation jedoch nur kurzfristige Linderung. Das Virus wird weiterhin neue Papillome verursachen. Ein Tierarzt sollte die Testergebnisse auswerten, eine Diagnose stellen und eine gezielte Behandlung verschreiben. Polypen verschwinden oft nach einer antiviralen Therapie von selbst.
Krebs
Ja, leider kann Krebs auch Niesen verursachen. Allerdings ist das Nasensekret oft blutig. Zur Bestätigung der Diagnose sind eine Endoskopie und eine Röntgenuntersuchung, eine Biopsie sowie eine Blutuntersuchung auf Tumormarker erforderlich.

Chlamydien
Diese Krankheit verläuft typischerweise relativ symptomlos. Gelegentlich kommt es jedoch zu Todesfällen bei Tieren aufgrund von LungenödemWenn das Tier behandelt wird, lässt sich ein solch unerfreuliches Ergebnis vermeiden. Für eine erfolgreiche Behandlung ist es jedoch notwendig, die Krankheit rechtzeitig zu diagnostizieren. Und dazu muss man die charakteristischen Symptome kennen.
Parasiten
Helminthen sondern während ihres Lebenszyklus hochgiftige Substanzen ab. Diese können allergische Reaktionen auslösen. Bei Welpen durchlaufen Spulwürmer eines ihrer Entwicklungsstadien in der Lunge. Dies kann sein Husten Auch Niesen kann zur Infektion führen, da der Welpe den Parasiten verschluckt, wodurch sich der Lebenszyklus des Wurms fortsetzt. Vorbeugende Behandlungen sollten umgehend durchgeführt werden. Vergessen Sie dabei auch nicht Hautparasiten.
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