Picardy Shepherd (Berger de Picardy)

Der Berger de Picardie ist ein kleiner, harmonisch gebauter Hund mit drahtigem, leicht struppigem Fell, der auf den ersten Blick einfach wirkt. Er zählt zu den ältesten französischen Hütehunderassen. Er ist sehr menschenbezogen, loyal und unglaublich robust, was ihn zu einem fähigen Wachhund macht. Er benötigt wenig Fellpflege und ist im Allgemeinen gesund.

Picardy Shepherd (Berger de Picardy)

Ursprungsgeschichte

Die Picardischen Schäferhunde wurden erstmals 1863 auf einer Ausstellung im selben Ring wie die anderen gezeigt. Dornenstrauch Und BeauceronIn den 1890er Jahren wurde deutlich, dass es sich um eine eigenständige, typische und offenbar recht alte Rasse handelte. Über Ursprung und Abstammung der Picardie ist nichts bekannt. Kynologen vermuten eine Verwandtschaft zu anderen drahthaarigen Rassen Westeuropas. Niederländisch und Belgische SchäferhundeDie

Der erste Rassestandard wurde 1922 entwickelt. Die Rasse wurde 1925 in Frankreich offiziell anerkannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Picardie-Schäferhunde nahezu ausgestorben. Man bemühte sich, nach rassetypischen Hunden zu suchen und ihren Bestand wiederherzustellen. In den 1950er Jahren gründeten Liebhaber den „Club des Amis des Bergers de Picardie“. 1964 wurde die Rasse von der Fédération Cynologique Internationale unter dem Namen „Berger de Picardie“ anerkannt.

Die Veröffentlichung des Films „Wegen Winn-Dixie“ (2005), in dem zwei Picardische Schäferhunde die Hauptrollen spielten, trug maßgeblich zur Popularisierung der Rasse bei. Ursprünglich war geplant, dass die Hauptrolle von einem Mischling oder einem Mischlingshund gespielt werden sollte, doch da für die Dreharbeiten Stuntdoubles unerlässlich waren, entschied man sich für reinrassige Hunde. Picardische Schäferhunde traten auch in den Filmen „Daniel und die Superhunde“ (2004) und „So, We're Here: Renovation“ (2007) auf.

Aussehen

Der Picardie-Schäferhund ist ein mittelgroßer, robuster und kräftiger Hund mit gut entwickelter Muskulatur. Er ist sehr elegant, nicht schwerfällig und von mittlerer Statur. Sein Körperbau ist leicht gestreckt. Widerristhöhe: Rüden: 60–65 cm; Hündinnen: 55–67 cm.

Eines der charakteristischen Merkmale des Picardie-Schäferhundes ist sein freundliches Lächeln.

Der Kopf ist recht groß. Der Stop ist leicht ausgeprägt. Der Schädel ist breit, aber nicht übermäßig. Die Augenbrauen sind gut geformt und verdecken die Augen nicht. Schnurrbart und Bart sind nicht zu lang. Die Stirn hat eine leichte Furche, wirkt flach und ist leicht gewölbt. Die Jochbeine sind mäßig breit. Die Schnauze ist nicht spitz, mittellang und kräftig. Die Lefzen liegen fest an und sind trocken. Der Nasenrücken ist gerade. Das Gebiss ist scherenartig. Die Ohren sind recht hoch angesetzt, etwa 10 Zentimeter lang, an der Basis breit, stets aufgerichtet und haben abgerundete Spitzen. Die Augen sind mittelgroß und einheitlich dunkel.

Der Hals ist lang, muskulös, kräftig und beweglich. Der Körper ist etwas gestreckt. Die Brust reicht nicht bis unter die Ellbogen; der Brustumfang hinter den Ellbogen übersteigt die Widerristhöhe um ein Fünftel. Der Rücken ist gerade. Die Lende ist kräftig. Der Bauch ist mäßig aufgezogen. Die Kruppe geht fließend in die Hüften über. Die Rute reicht bis zu den Sprunggelenken und hängt gerade oder leicht gebogen. In der Bewegung wird sie nicht höher als der Rücken getragen. Die Haarlänge der Rute entspricht der des Körpers. Die Gliedmaßen sind gut bemuskelt, mittelstark und haben ausgeprägte Gelenke; sie sind mittellang, gerade und parallel. Die Pfoten sind rund, kurz und gewölbt. Die Krallen sind dunkel und kräftig. Afterkrallen sollten nicht vorhanden sein. Die Ballen sind flexibel und hart.

Das Fell ist hart, zottelig und mittellang – 5–6 cm, an der Schnauze etwa 4 cm. Die Unterwolle ist dicht und fein. Farben:

  • Blassgelb;
  • Grau;
  • Grauschwarz;
  • Rötlich-grau;
  • Graublau;
  • Grau mit schwarzen Einschlüssen.

Kleine Flecken auf Brust und Zehen sind erlaubt.

Picardianische Schäferhundrasse

Charakter und Verhalten

Der Picardie-Schäferhund hat einen ausgeglichenen Charakter; er ist weder aggressiv noch ängstlich, noch übermäßig aufgeregt. Er baut eine enge Bindung zu seinem Besitzer und dessen Familie auf. Er ist loyal und gehorsam. Er ist hochintelligent, fröhlich und energiegeladen. Er besitzt ein sensibles, selbstbewusstes Wesen mit einer gewissen Sturheit und einem ausgeprägten Freiheitsdrang.

Besitzer heben hervor, dass Picardie-Schäferhunde einen ausgeprägten Sinn für Humor haben. Sie sind sehr aufmerksam und sensibel. Sie brauchen Arbeit, sind ausdauernd und fleißig.

Picardianische Hirtenhunde sind fürsorgliche und furchtlose Beschützer ihres Zuhauses. Sie sind Fremden gegenüber misstrauisch, vorsichtig und haben einen ausgeprägten Territorialinstinkt. Wie viele andere Hütehunderassen brauchen sie die Aufmerksamkeit ihres Besitzers. Ohne menschliche Gesellschaft leiden sie sehr. Sie sind athletische und treue Hunde mit einem großen Arbeitsdrang und dem Wunsch, nützlich zu sein. Bei guter Sozialisierung verstehen sie sich gut mit Kindern. Sie sind friedfertig und vertragen sich gut mit anderen Haustieren.

Beim Hüten der Herde verbringt der Picardie-Schäferhund die meiste Zeit in Bewegung.

Picardie-Schäferhund

Inhaltsmerkmale

Der Picardie-Schäferhund fühlt sich auf einem Bauernhof außerhalb der Stadt am wohlsten, wo er eine Aufgabe hat. Die Erfahrung vieler Besitzer zeigt jedoch, dass er sich auch gut an das Stadtleben anpasst, sofern er ausreichend Auslauf bekommt. Zuhause ist er in der Regel sehr ruhig und gelassen und wartet geduldig auf seinen Besitzer. Dies gilt jedoch nicht für junge Hunde, deren überschäumende Energie sie oft dazu verleitet, Dinge und Eigentum zu beschädigen.

Picardie-Schäferhunde brauchen viel Bewegung. Diese Hunde wollen nicht nur rennen, sie sind körperlich dazu durchaus in der Lage und benötigen zudem geistige Anregung. Sie schwimmen oft gern und lieben lange Spaziergänge. Sie eignen sich hervorragend als Joggingbegleiter.

Pflege

Die Fellpflege des Picardie-Schäferhundes ist unkompliziert. Sein raues, struppiges Fell kann verfilzen, wenn es nicht regelmäßig gebürstet wird. Baden ist nur selten nötig, außer bei starker Verschmutzung. Hunde, die in Wohnungen leben, werden üblicherweise häufiger, etwa alle zwei bis drei Monate, gebadet. In diesem Fall ist die Wahl des richtigen Shampoos wichtig. Eine zusätzliche Fellpflege ist nicht erforderlich. Der Fellwechsel ist mäßig.

Haut und Fell der Picardie enthalten eine geringe Menge an natürlichem Fett, weshalb der spezifische Geruch dieser Hunderasse sehr schwach ist.

Zu den weiteren empfohlenen Hygienemaßnahmen gehören die regelmäßige Reinigung von Ohren und Zähnen, die Augenreinigung und das Schneiden der Fingernägel.

Picardie-Schäferhundwelpe

Gesundheit und Lebenserwartung

Die Picardischen Schäferhunde gelten als gesunde Rasse, da sie aber relativ selten sind, werden die Daten noch ausgewertet. Die Lebenserwartung beträgt 13-14 Jahre. Heute werden zahlreiche Erbkrankheiten und Pathologien identifiziert:

  • Hüftdysplasie;
  • Augenerkrankungen (progressive Netzhautatrophie, multifokale Retinopathie, Katarakt, Distichiasis, residuale Pupillenmembran);
  • Relativ selten, aber Probleme mit dem Herzen und der Schilddrüse (Hypothyreose, Autoimmunthyreoiditis) kommen vor;
  • Hündinnen können Fortpflanzungsprobleme haben. Hormonelle Ungleichgewichte können ihren Zyklus stören. Zu den mechanischen Problemen gehört die sogenannte „geschlossene Vulva“ (eine Hautfalte, die den Zugang zu den inneren Geschlechtsorganen versperrt). Während der Geburt tritt bei Picardie-Hündinnen häufig eine Wehenschwäche auf.

Auswahl eines Welpen vom Picardischen Schäferhund

In den GUS-Staaten gibt es einige wenige Picardie-Schäferhunde. Informationen über Züchter liegen nicht vor. Besitzer züchten ihre Hunde nur sehr selten und bieten die Welpen nicht zum Verkauf an.

Heute gibt es in Frankreich etwa 3.500 Picardie-Schäferhunde, in Deutschland etwa 500 und in den Vereinigten Staaten und Kanada etwa 400.

Wer ernsthaft über den Kauf eines Welpen der Rasse Picardie nachdenkt, sollte sich am besten im Ausland umsehen: in Frankreich, Deutschland, Dänemark oder den Niederlanden. Informationen zu Zuchtstätten und Züchterkontakte erhält man idealerweise über einen nationalen Rasseclub, wie beispielsweise den französischen Club des Amis de Berger de Picardie. Solche Websites bieten in der Regel Informationen über geplante Würfe und verfügbare Welpen. Die Welpenwahl beginnt mit der Auswahl eines Züchters und der Elterntiere. Ein Abstammungsnachweis ist unerlässlich.

Preis

In Europa kostet ein Piccardi-Schäferhundwelpe im Durchschnitt 1200 Euro.

Fotos und Videos

Die Galerie zeigt Fotos von Picardie-Schäferhunden (Berger de Picardie). Die Hunde sind unterschiedlichen Geschlechts, Alters und Fellfarbe.

Video über die Hunderasse Berger de Picardie (Picardie-Schäferhund).

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