Petersburger Sphinx (Peterbald)
Die Petersburger Sphynx-Katzenrasse (Peterbald) ist relativ jung und entstand 1994 in St. Petersburg. Damals wurde ein Experiment mit einer Orientalisch Kurzhaar-Katze und einer Don Sphynx durchgeführt.
Inhalt
Entstehungsgeschichte der Rasse
Aus der Paarung gingen vier bezaubernde Kätzchen hervor, die den Beginn der Geschichte der Peterbald-Katzenrasse markierten. 1996 wurde die Rasse von einer der führenden katzenkundlichen Organisationen anerkannt. Heute entwickelt sich die Rasse weiterhin in Richtung Orientalisch-Siamesischer Katzen – mit schlankem Körper, schönen großen Ohren, langen Beinen und einer länglichen Schnauze.

Allgemeine Merkmale der Rasse
Vertreter der Peterbald-Rasse weisen die gleichen Charaktereigenschaften auf wie andere Sphinxen.
Charakter
Sie sind gehorsam, leicht zu erziehen, freundlich und hängen sehr an ihren Besitzern. Einsamkeit vertragen sie schlecht und sie sehnen sich stets nach Gesellschaft. Katzen sind jedoch eigenwillige Individuen. Wenn ein Vertreter dieser Rasse schlechte Laune hat oder sich unnötig beleidigt fühlt, sollte man sich ihm besser nicht nähern. Das kommt zwar sehr selten vor, aber wenn Sie Ihrem Haustier all Ihre Liebe schenken, haben Sie ein liebes Kätzchen an Ihrer Seite – einen ruhigen, freundlichen, geselligen, intelligenten und treuen Freund.

Aussehen
Die St. Petersburger Sphynx zeichnet sich durch einen langen, kräftigen Körper, lange Beine und einen langen Schwanz aus. Ihr Kopf ist länglich, die Stirn flach und die Wangenknochen ausgeprägt. Die Schnauze ist schmal und langgezogen, das Kinn liegt auf gleicher Höhe mit der Nase. Sphynxkatzen haben mandelförmige Augen und ein gerades Profil. Ihre Pfoten sind oval, die Zehen lang und die Krallen ausgeprägt. Die Haut der St. Petersburger Sphynx ist weich und dünn mit sichtbaren Falten. Bei manchen Tieren finden sich Resthaare an den Ohransätzen, die auch an den Schwanzspitzen, den Pfoten und der Schnauze zu sehen sind.
Vertreter dieser Rasse haben von Geburt an lockige Schnurrhaare, die das Hauptmerkmal der Rasse darstellen und sofort erkennbar sind. Ihre Haut ist sehr lichtempfindlich und kann bei hohen Temperaturen bräunen, sich verfärben und sogar schwitzen. Da diese Rassen haarlos sind, zeigt sich ihre Färbung direkt auf der Haut.
Schwarze Exemplare sind sehr schön, diese Fellfarbe findet sich jedoch nur bei kurzhaarigen Peterbalds (beflockt oder gebürstet). Auch Mischfarben sind möglich. Da die meisten Vertreter dieser Rasse mit wenig Fell geboren werden, können nur Züchter ihre Fellfarbe genau bestimmen. Peterbald-Sphynx-Kätzchen werden nach ihrem Felltyp klassifiziert: haarlos, Velours, beflockt, Brush-Point, Brushed Peterbald und glatthaarig.
Pflege- und Ernährungsregeln
Bevor Sie sich eine charmante Peterbald-Katze anschaffen, sollten Sie sich mit einigen Unterschieden vertraut machen, die sie von anderen Rassen unterscheiden.
Pflege
Da St. Petersburger Sphinxen haarlos sind, können sie sich an Heizungen oder Heizkörpern in Wohnungen leicht verbrennen oder im Winter frieren. Sie neigen außerdem, wie Menschen, zum Schwitzen. Daher sollte ihr Körper regelmäßig mit einem feuchten, weichen Tuch oder Schwamm abgewischt oder mit warmem Wasser und einem speziellen Shampoo gebadet werden.
Um Ihre Katze vor Krankheiten zu schützen, achten Sie darauf, dass es im Haus nicht zieht und die Raumtemperatur nicht unter 20–25 Grad Celsius fällt. Reinigen Sie außerdem regelmäßig die Augen Ihrer Katze mit speziellen Lösungen. Und vor allem: Schenken Sie ihr viel Liebe – sie braucht sie. Die Pflege von St. Petersburg Sphynx-Katzen ist nicht schwierig, aber es ist wichtig, ihre Unterschiede zu anderen Rassen zu beachten. Durch ihr fehlendes Fell haben sie einen anderen Wärmeaustauschmechanismus, was bedeutet, dass sie eine höhere Wärmeabgabe haben und daher häufiger gefüttert werden müssen als kurz- oder langhaarige Katzen.
Ernährung
Die Ernährung selbst bleibt gleich – Sie können dieselben hochwertigen Lebensmittel verwenden oder eine ausgewogene Ernährung zusammenstellen, die alle in natürlichen Lebensmitteln enthaltenen Nährstoffe liefert. In den kälteren Monaten sollten Sie jedoch unbedingt den Kaloriengehalt der Nahrung erhöhen, um Unterkühlung vorzubeugen.

Gesundheit
Peterbalds sind anfällig für einige extrem seltene genetische und angeborene Erkrankungen. Die gefährlichste gilt als Thymusstörung. Kätzchen mit einem unterentwickelten Thymus sterben innerhalb weniger Tage nach der Geburt. Bestimmte Farbvarianten der Rasse können an genetisch bedingter Zahnfleischwucherung leiden, die mit einem geschwächten Immunsystem einhergehen kann. Eine weitere angeborene Erkrankung ist ein verkürzter Unterkiefer. Dieser Defekt verursacht dem Tier beim Fressen keine Beschwerden, kann aber mit Zwergwuchs, Schilddrüsenunterfunktion, Wachstumsverzögerung und Unterentwicklung der Schwanzwirbel einhergehen.
Bei einigen Tieren dieser Rasse wurden zudem Augenprobleme, eine Veranlagung zu Vaskulitis, Dermatitis und Akne beobachtet. Darüber hinaus deutet das fehlende Fell bei St. Petersburger Sphynx-Katzen auf eine Veranlagung zu Atemwegserkrankungen hin.
Um zu verhindern, dass Ihr Haustier unterkühlt, empfiehlt es sich, ihm ein warmes Bett und warme Kleidung anzubieten. Lieben Sie Ihr Tier, gehen Sie regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zum Tierarzt und befolgen Sie alle Pflegehinweise.
Videorezension der Peterbald-Katzenrasse
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