Papaverin für Katzen

Papaverin ist ein preiswertes Medikament, das häufig bei Katzen zur Behandlung von Krämpfen und starken Schmerzen eingesetzt wird. Die humane Variante ist hochwirksam und wird daher erfolgreich in der Veterinärmedizin zur Linderung von Symptomen bei Blasenentzündung, Harnsteinen und anderen Erkrankungen verwendet. Das Medikament wird von verschiedenen Pharmaunternehmen hergestellt und ist in jeder Apotheke erhältlich.

Allgemeine Beschreibung

Das krampflösende Mittel wird in verschiedenen Darreichungsformen hergestellt:

  • InjektionslösungDie klare Flüssigkeit ist in versiegelten Glasampullen abgefüllt. Einige Hersteller verwenden Flaschen mit Kunststoffverschluss. Diese gelten als praktischer, da beim Öffnen keine Verletzungsgefahr durch Glas besteht. 1 ml Lösung enthält typischerweise 20 mg Papaverinhydrochlorid. Gereinigtes Wasser und weitere Inhaltsstoffe sind ebenfalls enthalten.
  • PillenDie runden, weißen Tabletten sind in Blisterpackungen zu 10 Stück verpackt. Apotheken bieten zwei Dosierungen an: Eine Tablette enthält entweder 10 oder 40 mg des Wirkstoffs. Die Zusammensetzung umfasst außerdem Kartoffelstärke, Talkum, Stearinsäure und weitere Hilfsstoffe.
  • RektalzäpfchenDie kleinen Zäpfchen sind in PVC-Streifen verpackt. Die Wirkstoffkonzentration beträgt 20 mg. Zu den Hilfsstoffen gehören Hartfett, Emulgator und kosmetisches Stearin.

Papaverin für Katzen

Papaverin-Injektionen werden am häufigsten bei Katzen angewendet. Die Lösung wirkt schnell, Tabletten sind jedoch weniger wirksam. Der Wirkstoff in Tabletten ist nur halb so wirksam (Bioverfügbarkeit nur 54 %). Zäpfchen werden bei Tieren selten eingesetzt.

So funktioniert es

Das Medikament wirkt krampflösend, d. h. es lindert Krämpfe. Es lindert außerdem die damit verbundenen Schmerzen und senkt den Blutdruck. Der Wirkstoff hemmt die Enzymsynthese, wodurch die Spannung der glatten Muskulatur in Magen, Blase, Nieren und anderen inneren Organen reduziert wird.

Bei einer deutlichen Erhöhung des Tonus der glatten Muskulatur kommt es zu einem Krampf, der in der Regel mit starken Schmerzen einhergeht. Papaverin entspannt die Muskulatur der inneren Organe und senkt so deren Tonus. Das Medikament fördert zudem die Gefäßerweiterung (Vasodilatation), was zu einer Blutdrucksenkung führt. Darüber hinaus wirkt es beruhigend auf das zentrale Nervensystem. Daher werden Tiere nach der Verabreichung ruhiger und weniger ängstlich.

Eine ruhige Katze

Achtung! Dieses Medikament kann die Herzfunktion beeinträchtigen, daher ist die Anwendung bei Haustieren ohne tierärztliche Verschreibung strengstens untersagt.

Wann wird es ernannt?

Die Gebrauchsanweisung des Medikaments ist für Menschen geschrieben, Papaverin wird aber auch bei Katzen für ähnliche Probleme eingesetzt. Es wird üblicherweise verschrieben für:

  • bei Darmkoliken, die durch Infektionen und andere Faktoren verursacht werden;
  • bei Erkrankungen des Verdauungssystems, die mit akuten Schmerzen einhergehen;
  • für Infektionskrankheiten des Urogenitalsystems;
  • bei Blasenentzündung, die durch Unterkühlung, pathogene Bakterien und andere Faktoren verursacht wird;
  • mit Pylorospasmus;
  • mit Cholezystitis;
  • bei Bronchospasmus usw.

Das Medikament wird häufig auch bei Katzen mit Harnsteinen und Harnverhalt anderer Ursache eingesetzt. Es wird verschrieben, um Krämpfe, Schmerzen und ähnliche Symptome zu lindern. Beispielsweise wird Papaverin bei Katzen mit Harnsteinen oder Blasenentzündung injiziert, um den Harnverhalt zu lösen. Das Medikament entspannt Blase und Harnwege und ermöglicht dem Tier so, selbstständig zu urinieren.

Urogenitale Probleme bei Katzen

In den meisten Fällen werden krampflösende Mittel mit anderen Medikamenten kombiniert, die die Ursache der Erkrankung und nicht nur die Symptome behandeln. Ein Tierarzt sollte die geeignete Kombinationstherapie festlegen.

Achtung! Papaverin hat zahlreiche Gegenanzeigen und kann bei unsachgemäßer Anwendung Nebenwirkungen hervorrufen. Daher ist die Anwendung bei Tieren nur auf ärztliche Verschreibung zulässig.

Preis

Manche Menschen entscheiden sich aufgrund des günstigen Preises für Papaverin zur Behandlung von Katzen. Das Medikament ist in allen Apotheken für Menschen erhältlich und daher leicht zu beschaffen.

Anleitung zur Verwendung

Die Dosierung des Medikaments richtet sich nach dem Gewicht des Tieres. Unabhängig davon, ob Tabletten oder Injektionen verabreicht werden, sind 1–2 mg des Wirkstoffs pro Kilogramm Körpergewicht erforderlich. Die genaue Dosierung sollte jedoch vom Tierarzt unter Berücksichtigung des Schweregrads der Erkrankung und weiterer Faktoren festgelegt werden. Das Medikament wird 1–2 Mal täglich verabreicht. Die Behandlungsdauer wird vom Tierarzt anhand des allgemeinen Gesundheitszustands des Tieres, der spezifischen Erkrankung und weiterer Faktoren bestimmt.

Wichtig! Die Anwendungsdauer des krampflösenden Mittels sollte 7 Tage nicht überschreiten. Eine längere Anwendung ist nur in seltenen Fällen und unter strenger ärztlicher Aufsicht zulässig.

Injektionen

Papaverin wird Katzen üblicherweise subkutan verabreicht. Dazu wird eine Hautfalte am Widerrist zurückgezogen, mit einer sterilen Injektionsnadel durchstochen und das Medikament langsam injiziert. Die Injektion ist einfach durchzuführen, daher übernehmen die meisten Tierhalter dies selbst. Am besten eignet sich eine Insulinspritze. Ihre dünne Nadel erleichtert das Durchstechen der dicken Haut am Widerrist der Katze.

Subkutane Injektion

Eine intramuskuläre Injektion ist ebenfalls möglich. Diese Methode kann Schmerzen verursachen, wenn die Nadel oder die Injektionslösung einen Nerv trifft. Dies ist ein häufiges Problem bei ungeübten Anwendern.

Tabletten und Zäpfchen

Die Tabletten können im Futter versteckt werden, schmecken aber bitter, weshalb Katzen sie oft ausspucken. Daher ist es am besten, das Medikament mit Nachdruck zu verabreichen. Legen Sie die Tabletten dazu auf den hinteren Teil der Zunge, während Sie den Kopf des Tieres hochhalten. Die Gabe erfolgt üblicherweise morgens und abends.

Papaverin-Zäpfchen

Zäpfchen werden gemäß der Gebrauchsanweisung in den Anus eingeführt, diese Darreichungsform wird jedoch bei Tieren äußerst selten angewendet.

Kontraindikationen

Papaverintabletten und andere Darreichungsformen sollten in folgenden Fällen nicht zur Behandlung von Katzen angewendet werden:

  • bei Glaukom;
  • im Falle eines Leberversagens;
  • im Falle einer Nebennierenrindeninsuffizienz;
  • im Schockzustand;
  • unter starkem Stress;
  • im Falle einer Hirnverletzung;
  • im Falle eines Nierenversagens.

Bei Patienten mit Tachykardie oder anderen Herzproblemen sowie bei Tieren mit niedrigem Blutdruck ist bei der Anwendung des Medikaments Vorsicht geboten. In diesen Fällen muss das Tier während der gesamten Behandlung tierärztlich überwacht werden. Das Medikament ist außerdem bei individueller Unverträglichkeit kontraindiziert.

Eine Katze, die Krankheitsanzeichen zeigt

Wichtig! Dieses Medikament darf nicht bei Kätzchen unter 6 Monaten angewendet werden.

Mögliche Nebenwirkungen

Antispasmodika können bei Katzen folgende Nebenwirkungen hervorrufen:

  • Übelkeit und Erbrechen (bei der Einnahme von Tabletten kann es auch zu vermehrtem Speichelfluss kommen);
  • Schläfrigkeit und Lethargie;
  • starkes Schwitzen;
  • Senkung des Blutdrucks;
  • Herzrhythmusstörungen;
  • Verstopfung.

Trauriges Kätzchen

Da das Medikament auf das zentrale Nervensystem wirkt, können vorübergehende Hör- oder Sehstörungen sowie Konzentrationsschwierigkeiten auftreten. Das Risiko von Nebenwirkungen steigt mit der Dosierung, daher ist es unbedingt erforderlich, vor der Anwendung einen Arzt zu konsultieren.

Eigentümerbewertungen

Nina, Besitzerin einer 3-jährigen Katze:

„Als unser Kater Timofey ausgewachsen war, mussten wir ihn kastrieren lassen, da wir noch zwei andere Katzen im Haus hatten. Später wurde bei ihm Harnsteine ​​diagnostiziert und behandelt, was auch recht gut anschlug. Ein paar Monate später hatte er einen Anfall – er konnte nicht urinieren, und wenn er es doch tat, war sein Urin blutig. Wir mussten wieder in die Tierklinik. Der Tierarzt verschrieb Papaverin und andere Medikamente. Innerhalb weniger Tage ging es ihm deutlich besser. Jetzt gehören Harnwegsprobleme der Vergangenheit an.“

Dmitry, Besitzer einer Perserkatze:

„Meine Katze geht nie nach draußen, höchstens spaziert sie mal am Fenster entlang. Trotzdem hat sie sich irgendwie eine Blasenentzündung eingefangen. Mir fiel auf, dass sie lange im Katzenklo saß und nur wenige Tropfen Urin absetzte. Zuerst haben wir einen Katheter benutzt, um ihren Urin abzuleiten, dann haben wir ihr Papaverin gespritzt. Es ging ihr besser und sie konnte wieder selbstständig urinieren. Das Medikament ist günstig und wirksam.“

Tierarztbewertungen

Elena, Tierärztin der Avet-Klinik:

„Papaverin ist ein vielseitiges Medikament, das in keiner Hausapotheke fehlen sollte. Es ist sowohl für Menschen als auch für Tiere geeignet. Ich verschreibe es am häufigsten bei Harnwegsproblemen, obwohl es manchmal auch die Symptome einer Pankreatitis und anderer Verdauungsbeschwerden lindert.“

Andrey, ein Tierarzt mit 12 Jahren Berufserfahrung:

„Papaverin ist zwar ein Humanmedikament, wird aber häufig in der Veterinärmedizin eingesetzt. Es ist preiswert und dennoch sehr wirksam, sollte aber nicht ohne ärztliche Verschreibung angewendet werden. Eine falsche Anwendung kann nicht nur schädlich sein, sondern den Zustand eines kranken Tieres sogar verschlimmern.“

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3 Kommentare

  • No-shpa und Papaverin für Katzen werden ausschließlich in Injektionslösungen, nach genauen Dosierungsberechnungen (wie vom Arzt verschrieben) und nur intramuskulär angewendet!!!

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  • Kann Papaverin bei Katzen Harninkontinenz verursachen?

    • Hallo! Papaverin (Drotaverin/No-Spa) sollte bei Katzen mit äußerster Vorsicht angewendet werden. Die Anwendung aller Humanmedikamente erfolgt auf eigene Gefahr. Vieles hängt von der Dosierung und der Art der Verabreichung ab. Es gab Fälle, in denen nach intramuskulärer Injektion von Drotaverin (im Wesentlichen identisch mit Papaverin) in den Oberschenkel eine Parese (vorübergehende Lähmung) der betroffenen Gliedmaße auftrat. Auch vermehrter Speichelfluss, Erbrechen und Gangunsicherheit wurden beobachtet. Daher ist es möglich, dass das krampflösende Mittel bei zu hoher Dosierung oder zu häufiger Anwendung die von Ihnen beschriebene Wirkung zeigt. Dieser Effekt wäre jedoch vorübergehend (vorausgesetzt, das Medikament wird nach der vorgeschriebenen Behandlungsdauer abgesetzt). Es ist wichtig, das Alter der Katze und den Grund für die Papaverin-Gabe (die zugrunde liegende Erkrankung) zu kennen.

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