Fettleibigkeit bei Katzen

Übergewicht bei Katzen ist nicht nur unansehnlich, sondern hat auch schädliche Auswirkungen auf ihre Gesundheit. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Folgen von Übergewicht für den Körper Ihrer Katze. Zunächst wollen wir die Ursachen für Gewichtszunahme bei Katzen untersuchen.

Gründe

Betrachten wir die objektiven Ursachen für Übergewicht bei Katzen. Die häufigste Ursache ist Überfütterung. Viele Katzenbesitzer glauben, ihre Katze wisse, wann Schluss ist, und füllen den Napf daher bis zum Anschlag. Die Folge: Das Tier frisst zu viel, was unweigerlich zu Übergewicht führt.

Die häufigste

  • Falsche Fütterung. Man kann zwar ein wenig füttern, aber falsch (wir erklären Ihnen später, was richtig ist), was zu Stoffwechselstörungen führt.
  • StoffwechselstörungWeicht der Stoffwechsel vom Normalzustand ab, sind zwei Szenarien möglich: Entweder die Katze magert stark ab (bei beschleunigtem Stoffwechsel) oder sie wird übergewichtig (bei verlangsamtem Stoffwechsel). Störungen des Stoffwechsels können durch falsche Ernährung (z. B. Mischen oder abwechselndes Füttern von Haus- und Trockenfutter), Infektionskrankheiten oder auch Diabetes verursacht werden.
  • Mangelnde körperliche AktivitätWenn Ihr Haustier extrem faul ist, sich nicht bewegen will oder nicht genügend Platz für aktives Spielen hat, wird Ihre Katze früher oder später anfangen, Fett an den Flanken anzusetzen.
  • PrädispositionManche Katzen neigen zu Übergewicht, was erblich bedingt ist (z. B. bei britischen Rassen). Solche Tiere müssen besonders sorgfältig gefüttert werden! Überfütterung oder ein Ungleichgewicht führen unweigerlich dazu, dass statt eines aktiven Haustiers ein pelziger Fellklumpen auf dem Sofa liegt.

Fettleibigkeit bei Katzen

Hormonelle Störungen

Wenn der Hormonspiegel schwankt, gerät der Körper völlig aus dem Gleichgewicht. Die Katze wird nicht nur übergewichtig, sondern ihr Fell verschlechtert sich auch deutlich und die Haut verliert an Elastizität. Diese Veränderungen können auch durch eine Funktionsstörung einer Drüse verursacht werden (beispielsweise der Bauchspeicheldrüse, der Schilddrüse oder, bei weiblichen Tieren, der Eierstöcke). Wenn Sie also bemerken, dass Ihr Haustier an Gewicht zunimmt, obwohl Sie es weiterhin gleich füttern, es herumtollt und sich wie gewohnt verhält, sollten Sie es unbedingt zum Tierarzt bringen! Hormone sind nicht zu unterschätzen.

Kastration und Sterilisation als Ursachen für Fettleibigkeit bei Katzen

Manche Katzenbesitzer beobachten, dass Kater nach der Kastration und Katzen nach der Sterilisation an Gewicht zunehmen. Sie führen diese Gewichtszunahme auf die Operation (deren Folgen) zurück. Tatsächlich entsteht Übergewicht bei Katzen jedoch durch Veränderungen im Stoffwechsel. Hoden und Eierstöcke sind schließlich nicht nur Organe, sondern Drüsen mit verschiedenen Sekreten. Ihre Entfernung führt zu einer Veränderung des Hormonhaushalts. Und diese Veränderung führt unweigerlich zu einer Gewichtszunahme. Daher benötigen operierte Tiere eine spezielle Ernährung.

Wenn Sie Ihr Haustier mit Trockenfutter füttern, sollten Sie auf Spezialfutter für kastrierte/sterilisierte Katzen umsteigen. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung. Stellen Sie stets sauberes Wasser bereit, das Sie regelmäßig wechseln. Am besten filtern Sie das Wasser, da sonst unlösliche Salze im Leitungswasser die Entwicklung von Krankheiten begünstigen können. Urolithiasis bei KatzenWenn Sie bei der Fütterung von Trockenfutter zu wenig Wasser geben, kann Ihr Haustier ebenfalls Harnsteine ​​entwickeln.

Symptome

Wie man die Symptome von Übergewicht bei Katzen erkennt. Zunächst treten die Rippen der Katze deutlich hervor. Je mehr Übergewicht sie hat, desto schwieriger sind sie zu ertasten. Mit der Zeit werden sie immer schwerer zu sehen. Selbst die Atmung wird fast unmerklich. Das Laufen fällt ihr schwerer. Die Katze hat einen „entenartigen“ Gang, als würde sie von einer Pfote auf die andere watscheln. Bei einer trächtigen Katze ist das normal – das ist physiologisch bedingt –, aber wenn eine nicht trächtige Katze so watschelt, sollte man unbedingt genauer hinschauen.

Anhand der folgenden Bilder können Sie genau lernen, wie Sie den Grad der Fettleibigkeit oder Abmagerung bei einer Katze bestimmen und sich mit dem Normalgewicht eines Haustieres je nach Rasse und Geschlecht vertraut machen.

Kriterien zur Bestimmung des Zustands einer KatzeRassestandards, Teil 1Gewichtsnormen für Katzenrassen, Teil 2

Welche Gefahren birgt Übergewicht?

Übergewicht bei Katzen ist alles andere als harmlos, so wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Welche Gefahren birgt es?

Bewegungsapparat Dies belastet den Bewegungsapparat enorm. Die Gelenke leiden stark und verformen sich. Übergewicht macht eine Katze unbeweglicher und weniger verspielt. Das führt nur zu noch weniger Bewegung, weiterer Gewichtszunahme und einem immer langsameren Stoffwechsel. Und wenn ein übergewichtiges Tier springt, werden seine Gelenke ernsthaft belastet.
Innere Organe Natürlich ist das Organ von einer Fettschicht umgeben, die es schützt (wie ein Polster, das Stöße abfedert). Übersteigt die Fettmenge jedoch das normale Maß, beginnt das Organ zu degenerieren, und das Tier entwickelt eine Fettdegeneration (die Leber ist als erstes betroffen).
Herz-Kreislauf-System Auch das Herz-Kreislauf-System dürfen wir nicht außer Acht lassen. Die Gefäße sind voller Ablagerungen, und es entwickelt sich Arteriosklerose. Das Herz hat zunehmend Schwierigkeiten, Blut zu pumpen. Dadurch werden die Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.
Stoffwechsel Übergewicht ist nicht nur eine Folge von Diabetes, sondern kann auch dessen Entstehung auslösen. Daher ist äußerste Aufmerksamkeit geboten. Sobald Ihre Katze übergewichtig wird, sollten Sie umgehend ihr Futter umstellen und die Ursache abklären! Andernfalls müssen Sie Ihre diabetische Katze später behandeln.

Was zu tun?

Wie bekämpft man Übergewicht bei einer Katze? Der erste Schritt ist die Konsultation eines Tierarztes. Dies ist notwendig, um zugrunde liegende Erkrankungen (chronische oder solche, die mit den Hormonen zusammenhängen) auszuschließen. Der Tierarzt wird Ihnen Empfehlungen zur Fütterung Ihres übergewichtigen Tieres geben.

Erwarten Sie keine Wunder, dass Ihre Katze, falls sie übergewichtig ist, plötzlich schlank und schlank wird. So einfach ist es nicht. Die Pfunde purzeln allmählich – ein ganz normaler Gewichtsverlust. Und je näher sie ihrem Normalgewicht kommt, desto langsamer geht die Gewichtsabnahme vonstatten.

Keine Hungerstreiks

Lassen Sie Ihr Haustier niemals hungern!!! Dies verschlimmert nicht nur das Problem und verlangsamt den Stoffwechsel, sondern führt auch zur Entwicklung anderer Krankheiten (Gastritis(z. B. Magengeschwüre, Darmentzündungen usw.). Im Gegenteil, es ist besser, häufiger, aber in kleinen Portionen zu füttern. Grob gesagt sollte die tägliche Futterration in gleich große Portionen aufgeteilt werden (z. B. 3-4 Fütterungen).

Dadurch verkleinert sich der Magen allmählich. Der tägliche Energiebedarf bleibt gleich, wird aber nach und nach zugeführt. Bei Bedarf greift der Körper auf seine Reserven zurück. Es ist, als ob der Körper erkennt, dass er keine Nahrung mehr „horten“ oder speichern muss, da sie jederzeit verfügbar ist. Dieses Prinzip nennt man fraktioniertes Essen. Es wird auch häufig von Menschen mit Übergewicht angewendet.

Eine übergewichtige Katze füttern

Sie sollten Ihr Haustier nicht auf eine einzige Ernährungsweise beschränken (z. B. nur Fleisch, nur Getreide, nur Gemüse). Solche Diäten werden übergewichtigen Katzen nur bei diagnostizierter Erkrankung verschrieben. Gewichtsverlust ohne gesundheitliche Folgen ist jedoch unwahrscheinlich. Eine rein proteinreiche Ernährung ist schädlich für die Nieren. Daher sollte die Ernährung abwechslungsreich sein.

Wenn Ihre Katze bereits handelsübliches Futter frisst, ist es ratsam, sie auf ein Spezialfutter für übergewichtige Katzen umzustellen. Fast jede Marke bietet ein solches Futter an, oft sogar mehrere.

Falls Sie aus ideologischen oder anderen Gründen ausschließlich natürliche Lebensmittel verfüttern, gelten folgende Empfehlungen:

  • Mageres Fleisch (Hähnchen ohne Haut, ohne Salz, ohne Gewürze);
  • Gekochter Fisch;
  • Kalorienarme und leicht verdauliche Breie (Buchweizen, Haferflocken), gekochtes Gemüse (Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch sind jedoch generell verboten);
  • Hüttenkäse, Kefir, fettarmer oder fettfreier Joghurt (sie sind reich an Kalzium).

Wir wiederholen es noch einmal: Wenn Sie eine übergewichtige Katze füttern, müssen Sie ihr eine ausgewogene Ernährung bieten – Sie können ihr nicht nur ein einzelnes Lebensmittel von dieser Liste geben.

Vorbeugung von Fettleibigkeit bei Katzen

Verhütung

Übergewicht bei Katzen lässt sich ganz einfach verhindern – es gibt ein paar einfache Regeln zu befolgen:

  1. Nicht überfüttern! Achten Sie außerdem auf die Futterqualität. Sparen Sie nicht daran. Mischen oder wechseln Sie Trocken- und Nassfutter nicht ab. Oft erkennt man schon mit bloßem Auge, wie viel Futter für eine Katze normal ist und wie viel nicht. Und selbst wenn Ihr kleiner, rundlicher Liebling seine Portion fordert, bleiben Sie konsequent und füttern Sie ihn pünktlich. Nach ein bis zwei Wochen wird er nachgeben.
  2. Schränken Sie die Spielzeit Ihres Haustiers nicht ein. Sorgen Sie für ausreichend Bewegung, denn Katzen sind von Natur aus Raubtiere und müssen rennen, um zu fressen. Nehmen Sie ihnen diese Möglichkeit nicht. Futter wird ihnen beim ersten Miauen in den Napf gefüllt, also was soll sie sonst mit all der Energie anfangen? Spielen Sie öfter mit Ihrer Katze, lassen Sie sie herumtoben, sonst wird sie schnell übergewichtig.
  3. Ändern Sie die Ernährung. Wenn Ihr Haustier kastriert/sterilisiert ist, überprüfen Sie unbedingt seine Ernährung und ziehen Sie eine Spezialdiät in Betracht. Und spielen Sie öfter mit Ihrem vierbeinigen Freund.

Wenn Sie Fragen zum Thema Übergewicht bei Katzen haben, stellen Sie diese bitte in den Kommentaren!

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4 Kommentare

  • Hallo. Unsere Katze hat Diabetes, ihr Blutzuckerwert liegt bei 13,7. Gestern haben wir mit den Lantus-Injektionen begonnen, eine Dosis morgens und eine abends nach dem Fressen. Wir halten uns an die Anweisungen des Tierarztes. Wir füttern sie halb Royal Canin Obesity und halb Satieti: morgens eine halbe Packung Nassfutter und etwa 17 Gramm Trockenfutter. Der Tierarzt hat uns geraten, sie wie verordnet zu füttern. Aber sie hat eindeutig Hunger, miaut und versucht, an Blättern zu knabbern. Sie wiegt 6,3 kg und muss auf 5 kg abnehmen. Können wir ihr wenigstens mittags etwas Futter geben oder sollten wir die Tagesration auf drei Mahlzeiten aufteilen? Vielen Dank.

    • Hallo! Bei Diabetes sollte die Fütterung Ihrer Katze dem Medikamentenplan angepasst werden. Bei zweimal täglicher Medikamentengabe sollte sie zweimal gefüttert werden. Bei dreimal täglicher Gabe zusätzlich zur Mittagszeit. Fasten ist bei Diabetes jedoch nicht erlaubt. Katzen, die abnehmen, benötigen anfangs in der Regel mehr Futter (sie sind größere Mengen gewohnt und ihr Magen ist noch groß). Wählen Sie eine kohlenhydratarme Ernährung (6–15 %). Messen Sie den Blutzucker Ihrer Katze morgens? Wie trinkt und uriniert sie? Wurde die Bauchspeicheldrüse Ihrer Katze per Ultraschall untersucht? Ist sie stark geschädigt? Falls Ihre Katze besonders wählerisch ist, teilen Sie die Mahlzeiten in drei Portionen auf und geben Sie ihr mittags einen kleinen Snack. Kontrollieren Sie dabei weiterhin ihren Blutzucker. Sollten die Werte nicht im Normbereich liegen, stellen Sie die Fütterung wieder auf zwei Mahlzeiten täglich um.

  • Hallo! Ich habe eine etwas mollige, kastrierte Britisch Kurzhaar-Katze, die immer weiter zunimmt. Wir füttern sie mit Trockenfutter für kastrierte Katzen (meistens Royal Canin) und geben ihr zusätzlich Nassfutter im Portionsbeutel (Felix, Whiskas).
    Frage: Sollte ich Trocken- und Nassfutter mischen? Oder ist es besser, nur Trockenfutter zu füttern? Falls ja, ist es unbedingt notwendig, dass beides von derselben Marke und aus derselben Produktreihe stammt?
    Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.
    Mit freundlichen Grüßen, Natalia

    • Hallo! Zunächst einmal: Sie vermischen sehr hochwertiges und günstiges Futter. Das ist, als würde man morgens Instantnudeln (wie Rollton oder Doshirak) oder billige Chips und abends Kalbfleisch essen. Ist das gesund und ausgewogen? Füttern Sie daher ausschließlich hochwertiges Futter. Idealerweise geben Sie Ihrem Hund entweder Trocken- oder Nassfutter. Wenn Sie ihn aber wirklich verwöhnen möchten, füttern Sie ihn mit Nassfutter (bitte mischen Sie beides nicht im selben Napf) und wählen Sie ein hochwertiges Futter.
      Was die Gewichtszunahme betrifft: Wann wurde das Tier kastriert? Tiere nehmen nach der Kastration typischerweise schnell ein paar Kilo zu. Deshalb ist es wichtig, auf ihre Ernährung zu achten.

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