Wie Katzen in verschiedenen Ländern behandelt werden
Katzen sind faszinierende Geschöpfe. Niedlich und doch wild, leben sie in unseren Häusern, werden aber nie wirklich domestiziert. Als „Mauskatze“, Freund, Hobbykatze oder Retter in der Einsamkeit – so sehen wir sie heute. Doch wie sah die Einstellung zu Katzen in anderen Ländern und Kulturen früher und heute aus?
Inhalt
Ägypten
Wenn man über diese Frage nachdenkt, kommt einem zweifellos als erstes Ägypten in den Sinn. Altertümer Die Katze galt als besonderes, heiliges Tier, das gleichzeitig in zwei Welten lebte – der Welt der Lebenden und der Welt der Toten. Damals konnte die Tötung einer Katze das Leben kosten. Eine Katze war nicht einfach nur ein Haustier; sie war ein verehrtes Familienmitglied, und ihr Tod wurde mit Trauer betrauert.
Katzen wurden hoch geschätzt, und ihre Ausfuhr aus Ägypten war streng verboten. Dennoch gelang es phönizischen Seeleuten, diese geliebten ägyptischen Katzen zu stehlen, um sie zur Jagd auf Mäuse und Ratten einzusetzen, die ihre Schiffe angriffen. Mit der Zeit waren Katzen entlang der phönizischen Handelsrouten und später in der ganzen Welt anzutreffen.

Japan
Hauskatzen sind auch in Japan sehr beliebt. Dort entstanden die ersten Katzencafés – Cafés, in denen Katzen leben und Besucher nicht nur zum Essen kommen, sondern auch, um mit den Katzen zu spielen, sie zu füttern und sich an ihrem wohltuenden Schnurren zu erfreuen.
Der echte Katzentempel befindet sich in der japanischen Stadt Kagoshima. Er wurde zum Gedenken an sieben Katzen erbaut, die im 17. Jahrhundert als Uhren für Krieger dienten.
Dank der Besonderheiten der Katzenaugen konnten die Japaner die Uhrzeit anhand ihrer Verengung oder Erweiterung ablesen.

Europa: Von mittelalterlichen Ängsten zur modernen Liebe
Im europäischen Mittelalter wurden Katzen oft mit Hexerei und bösen Geistern in Verbindung gebracht. Dies galt insbesondere für schwarze Katzen, die als Begleiter von Hexen galten. Heute hat sich diese Einstellung jedoch gewandelt: In vielen europäischen Ländern sind Katzen die beliebtesten Haustiere.
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Vereinigtes KönigreichKatzen gelten als Symbol für Trost und Ruhe, und schwarze Katzen bringen Glück.
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FrankreichKatzen werden für ihre Unabhängigkeit und Anmut geschätzt. Cafés, in denen Besucher mit diesen Tieren interagieren können, sind in Städten beliebt.
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ItalienKatzen werden hier an historischen Stätten besonders geschätzt. In Rom beispielsweise streifen Katzen frei zwischen den Ruinen des antiken Forums umher, und die Bürger kümmern sich freiwillig um sie.
Asien: Die heilige Bedeutung der Katzen
In asiatischen Ländern werden Katzen oft als Wächter des Hauses und als Glückssymbole wahrgenommen.
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JapanDer Kult der „Maneki-neko“ (nickende Katze) ist weit verbreitet, von Geschäften bis hin zu Restaurants. Die Figur soll Erfolg und finanziellen Wohlstand bringen.
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ChinaDie Katze gilt als Beschützerin der Familie und als Hüterin vor bösen Geistern. Weiße und goldene Katzen sind besonders begehrt.
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ThailandEs ist Tradition, zur Hochzeit ein Paar Siamkatzen zu schenken, um dem Brautpaar alles Gute zu wünschen.
Amerika: Heimatfreund und Internetstar
In den USA und Kanada sind Katzen nach Hunden die zweitbeliebtesten Haustiere. Tierheime und Katzenschutzprogramme werden dort aktiv ausgebaut. Amerikaner nutzen soziale Medien eifrig, um das Image von Katzen zu fördern, und viele Tiere werden zu wahren Internetstars. Interessanterweise symbolisieren schwarze Katzen in einigen Bundesstaaten Glück, was im Gegensatz zu europäischen Aberglauben steht.

Afrika: Das Erbe antiker Kulte
Im alten Ägypten galten Katzen als heilig, und dieser Kult hat sich in Nordafrika teilweise erhalten. In manchen Regionen werden Katzen noch immer als Hüter der Ernte und Beschützer vor Nagetieren angesehen. In einigen Ländern des südlichen Afrikas hingegen werden Katzen aufgrund von Mythen mitunter gefürchtet und mit Hexerei in Verbindung gebracht.
Australien und Ozeanien: Ökosystemschutz
In Australien sind Katzen beliebte Haustiere, doch verwilderte Katzen gelten als Bedrohung für die einheimische Tierwelt. Aus diesem Grund gibt es Programme zur Bekämpfung verwilderter Katzen. Hauskatzen hingegen sind willkommen und werden oft aus Tierheimen adoptiert, anstatt von Züchtern gekauft zu werden.
Im modernen Griechenland sind Katzen frei und gut genährt. Die Haltung von Haustieren ist dort nicht weit verbreitet, aber die Griechen verwöhnen Katzen gerne mit Fisch und anderen Leckerbissen.
Australien hält den Weltrekord für die höchste Katzendichte. Dort kommen sage und schreibe zehn Katzen auf zehn Einwohner! Nicht alle sind Haustiere. Wildkatzen schließen sich oft zu Gruppen zusammen und jagen Opossums.
Die Katzen in China haben es schwer. Dort wird, mit Ausnahme der Provinz Sichuan, Katzenfleisch überall konsumiert, genauso wie Hundefleisch. Dasselbe Schicksal könnte ihnen auch in Vietnam widerfahren.
So unterschiedlich ist das Schicksal von Katzen... Liebe deine pelzigen und haarlosen, eigensinnigen und schnurrenden Haustiere.
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