Norwegischer Buhund (Norwegischer Schäferhund)
Der Norwegische Buhund stammt vermutlich von Wikingerhunden ab. Im Laufe der Jahrhunderte hat er viele Aufgaben übernommen und gilt zu Recht als vielseitiger Hofhund. Der Buhund ist hochintelligent, energiegeladen und seinem Besitzer treu ergeben. Er benötigt eine konsequente Erziehung.

Inhalt
Ursprungsgeschichte
Kynologen gehen davon aus, dass der Norwegische Buhund ein direkter Nachkomme von Wikingerhunden ist. Diese kleinen Spitzhunde wurden hauptsächlich zur Jagd und zum Schutz von Wildtieren eingesetzt. Bereits im 17. Jahrhundert hatte sich der Norwegische Buhund als etablierte Rasse etabliert.
Die erste offizielle Ausstellung dieser Hunde fand erst 1920 in Jæren statt. In den folgenden Jahren arbeiteten der bekannte Rasseliebhaber John Sealand und sein Freund Thoralfon Raanaas daran, den Buhund zu verbessern und bekannter zu machen. 1939 wurde in Norwegen der Nationale Club für die Rasse gegründet. 1963 wurde die Rasse von der FCI unter dem Namen Norwegischer Buhund anerkannt.
Verwendung
Der Norwegische Buhund war jahrhundertelang ein nützlicher Hofhund. Er diente als wachsamer Wächter und unermüdlicher Hütehund. Er jagte Hirsche, Elche und Vögel und war ein treuer Freund und Begleiter.
Der Name der Rasse leitet sich von zwei norwegischen Wörtern ab: bu, was so viel wie „Bauernhof, Gut, Berghütte“ bedeutet, und hund, was „Hund“ bedeutet.
Heute ist der Norwegische Buhund in erster Linie ein Familienhund und Begleiter Mit der man eine Showkarriere aufbauen oder an verschiedenen Sportarten teilnehmen kann.
Aussehen
Der Norwegische Buhund ist ein typischer Vertreter der Spitzgruppe mit spitzen, aufrechten Ohren und einer geringelten Rute. Er ist etwas kleiner als mittelgroß.
- Körpergröße der Männer: 43-47 cm; Gewicht: 14-18 kg;
- Die Körpergröße der Frauen beträgt 41-45 cm; das Gewicht beträgt 12-16 kg.
Der Kopf ist wohlproportioniert und keilförmig. Die Schnauze ist nicht zu schmal, der Nasenrücken gerade. Der Nasenspiegel ist schwarz. Die Lefzen liegen straff an und sind schwarz. Das Gebiss ist scherenartig. Die Augen sind oval und möglichst dunkel. Die Lider sind schwarz. Die Ohren sind spitz, aufrecht und mittelgroß. Der Hals ist mittellang und relativ hoch angesetzt.
Der Körperbau ist kompakt. Der Rücken ist kräftig, kurz und gerade. Die Kruppe ist leicht abfallend. Die Brust ist tief. Die Rute ist hoch angesetzt, eng eingerollt und wird über dem Rücken getragen. Die Gliedmaßen sind gerade mit kräftigem Knochenbau. Die Pfoten sind oval und kompakt. Der Gang ist parallel und leichtfüßig, die Rückenlinie bleibt dabei gerade.
Das Fell ist doppelt. Es besteht aus einem groben, dichten Deckhaar und einer weichen, dichten Unterwolle. Das Haar an Kopf und Vorderseite der Beine ist kürzer. Es ist länger an Hals, Brust, Rückseite der Oberschenkel und Rute. Farben:
- Weizenfarben (biskuitfarben) – von goldrot bis hellrot. Dunklere Färbung an den Enden und das Vorhandensein einer Maske sind möglich. Eine klare Farbe wird bevorzugt. Kleine weiße Abzeichen sind zulässig.
- Schwarz – vorzugsweise einheitlich und gut gefärbt. Weiße Abzeichen sind zulässig.

Charakter und Verhalten
Norwegische Buhunde sind intelligente, freundliche und fröhliche Hunde, die Gesellschaft und aktives Spielen lieben. Sie passen sich jeder Umgebung gut an, sind gesellig und sehr anhänglich. Sie bauen enge Bindungen zu allen Familienmitgliedern auf und verstehen sich gut mit älteren Kindern. Buhunde gelten nicht als aggressive Hunde, verteidigen sich aber entschieden gegen andere Hunde. Sie beschützen ihr Revier vehement vor Fremden und Tieren. Sie bellen zwar bei den leisesten Geräuschen lautstark an, doch Verteidigung und Angriff liegen nicht in ihrer Natur.
Dank ihrer Energie, Ausdauer, Begeisterung und Arbeitsbereitschaft kann der Buhund in vielen Bereichen große Erfolge erzielen. Er eignet sich aber auch hervorragend als Familienhund und liebt aktives Spielen und lange Spaziergänge.
Der Norwegische Buhund kann sehr gehorsam sein, wenn er von klein auf konsequent trainiert wird. Er ist hochintelligent, erkennt schnell die Schwächen seines Besitzers und nutzt diese aus, um Befehle zu umgehen. Norwegische Buhunde sind leicht zu erziehen. Man sollte jedoch bedenken, dass sie sich bei monotonen Wiederholungen schnell langweilen. Sie reagieren oft empfindlich auf Ungerechtigkeit und laute Stimmen.

Inhaltsmerkmale
Der Norwegische Buhund eignet sich gut für die Wohnungshaltung, sofern er ausreichend Auslauf bekommt. Er kann zwar auch im Freien leben, sollte aber nicht völlig allein sein. Er fühlt sich in Gesellschaft anderer Hunde oder durch regelmäßigen Kontakt mit seinem Besitzer besonders wohl. Kälte verträgt er gut. Bei Hitze sucht er sich bevorzugt schattige Plätze zum Ausruhen.
Der Buhund ist recht sauber und hat keinen starken Hunde-Geruch. Zu seinen Nachteilen zählen seine Neigung zum Bellen und der starke saisonale Fellwechsel. Im restlichen Jahr haart er mäßig.
Pflege
Die Fellpflege eines Buhunds umfasst Standardmaßnahmen. Bürsten Sie das Fell ein- bis zweimal wöchentlich, während des Fellwechsels täglich. Baden Sie Ihren Hund nach Bedarf, in der Regel alle zwei bis drei Monate. Achten Sie auf Augen, Ohren, Zähne und die Länge der Krallen.

Gesundheit und Lebenserwartung
Die meisten Buhunde sind sehr gesunde und robuste Hunde, die nur für Impfungen einen Tierarzt benötigen. Bis 1985 galt die Rasse als frei von Erbkrankheiten. Heute sind zwar einige bekannt, gemeldete Fälle sind jedoch selten.
Buhunde neigen zu Augen- und Ohrenentzündungen. Andere Erkrankungen hängen meist mit Mangelernährung oder schlechten Haltungsbedingungen zusammen. Vorbeugende Maßnahmen (Impfungen, Behandlung gegen äußere und innere Parasiten) sind für die Erhaltung ihrer Gesundheit unerlässlich. Die Lebenserwartung beträgt 14-15 Jahre.
Wo kann man einen Norwegischen Buhund-Welpen kaufen?
Wie erwartet, leben die meisten Vertreter dieser Rasse in Norwegen. Züchter gibt es aber auch in anderen europäischen Ländern, den USA und Kanada. Am besten sucht man Welpen und Züchter über Rasseclubs wie den Norwegischen Buhundklubb oder nationale Hundeverbände.
Preis
Der Norwegische Zuchtverein empfiehlt einen Welpenpreis von 15.000 Norwegischen Kronen (ca. 1.700 US-Dollar). Dieser Preis gilt für Welpen, die beim Verein registriert, zertifiziert und mit Papieren versehen sind. Die Preisspanne ist naturgemäß groß. Welpen von Elterntieren mit Titeln kosten oft 20.000 Norwegische Kronen oder mehr.
Fotos und Videos
In der Galerie finden Sie weitere Fotos von Norwegischen Buhunden. Die Fotos zeigen Hunde unterschiedlichen Geschlechts, Alters und Fellfarbe.
Video über die Hunderasse Norwegischer Buhund
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