Deutscher Zwergspitz (Kleinspitz)

Der Deutsche Zwergspitz, auch Kleinspitz genannt, ist ein kleiner Begleithund mit fuchsähnlichem Gesicht und schönem Fell. Er ist energiegeladen, lebhaft und aufmerksam, hat einen unabhängigen Charakter und ist seinem Besitzer sehr zugetan. Dieser Zwergspitz stammt aus Deutschland und gehört zur großen Familie der Deutschen Spitze.

Ursprungsgeschichte

Die meisten Kynologen glauben, dass die Hunde vom Spitztyp von den sogenannten alten Torfhunden abstammen, die in der Steinzeit in Europa lebten, und daher zu Recht als eine der ältesten Hunderassen gelten.

Spitzhunde wurden vorwiegend von einfachen Leuten gehalten. Große Hunde bewachten deren Anwesen und Besitztümer, während kleinere Hunde wegen ihres ausgezeichneten Gehörs, ihrer schnellen Reaktionen und ihres durchdringenden Bellens geschätzt wurden, das andere vor Eindringlingen warnte. Später, als sie das Interesse des Adels weckten, konzentrierte man sich in der Zucht darauf, ihre Größe zu reduzieren und ihr Aussehen zu verbessern.

Die moderne Geschichte des Deutschen Spitz beginnt vermutlich im 18. Jahrhundert. Damals züchtete jede Region Deutschlands Hunde bestimmter Größe und Farbe, wobei das Aussehen im Vordergrund stand. Krefeld, Düsseldorf und Aachen züchteten vorwiegend Wolfsspitze, Württemberg mittelgroße und große Hunde und Pommern kleine und Zwergspitzrassen. Ende des 19. Jahrhunderts gründeten Deutsche einen Spitzzüchterverein und entwickelten Standards für Hunde unterschiedlicher Größe, die später von der FCI offiziell anerkannt wurden. Die Familie der Deutschen Spitze umfasst fünf Rassen: Keeshond (Wolfsspitz), Großspitz, Mittelspitz, Kleinspitz und Zwergspitz.

Erscheinungsbild und Standards

Der Kleinspitz ist ein kleiner, quadratisch gebauter Hund mit spitzer Schnauze, kleinen, spitzen Ohren und dichtem Fell. Größe: 23–29 cm; Gewicht: 5–10 kg.

Der keilförmige Kopf verjüngt sich allmählich zur Nase hin; in der Seitenansicht ist der Übergang von der Stirn zur Schnauze deutlich sichtbar. Die Nase ist in der Regel schwarz, kann bei hellen Hunden aber auch braun sein. Die Lefzen sind dünn und liegen eng an. Die Ohren sind klein, hoch angesetzt, eng beieinander und dreieckig mit spitzen Spitzen. Die Augen sind oval und stets dunkel. Der Hals ist mittellang mit einem ausgeprägten Widerrist. Der Rücken ist kurz und gerade. Die Brust ist tief und oval, der Bauch aufgezogen. Die Rute ist hoch angesetzt, ringförmig über dem Rücken getragen und kann rechts oder links liegen.

Der Deutsche Spitz besitzt ein doppeltes Fell, bestehend aus einem geraden, langen Deckhaar und einer kurzen, dichten Unterwolle. Eine üppige Mähne, eine buschige Rute und weite Hinterbeine sind charakteristisch.

Farben: einfarbig schwarz, braun, weiß, orange sowie Wolfsfarben und andere Farben. Der Standard definiert „andere“ Farben als cremefarben, cremefarben-zobelfarben, schwarz-lohfarben, orangefarben-zobelfarben und gefleckt. Gefleckte Hunde haben eine weiße Grundfarbe mit Flecken, die schwarz, orange, braun oder grau sein können.

Ausbildung und Weiterbildung

Deutsche Spitze sind intelligente und leistungsfähige Hunde. Sie sind leicht zu erziehen und benötigen regelmäßige körperliche und geistige Auslastung. Sie lernen schnell und befolgen Kommandos, doch um optimale Ergebnisse zu erzielen, ist es wichtig, sie frühzeitig ins Training einzubinden und ihnen möglichst viel Abwechslung zu bieten. Die Sozialisierung spielt dabei eine entscheidende Rolle, insbesondere die Beseitigung unerwünschter Verhaltensweisen wie Eifersucht, Hartnäckigkeit, Aggression und unprovoziertes Bellen.

Die Erziehung eines Deutschen Spitz erfordert, wie bei jedem großen Hund, Konsequenz, Ausdauer und methodisches Vorgehen. Es ist wichtig, in den Augen Ihres Hundes eine Führungsrolle zu wahren, dabei aber Härte und ungerechte Behandlung zu vermeiden.

Zwergspitze sind sehr aktiv und energiegeladen und brauchen regelmäßige Spaziergänge mit viel Spielzeit und Spielzeug. Verschiedene Hundesportarten wie Agility, Freestyle und Flyball eignen sich hervorragend als Freizeitbeschäftigung. Spitzhunde passen sich in vielerlei Hinsicht dem Lebensstil ihrer Besitzer an: Sie sind ruhiger im Umgang mit älteren Menschen, während Familien mit kleinen Kindern gerne ausgelassen spielen und den ganzen Tag spazieren gehen.

Charakter- und psychologisches Porträt

Der Kleinspitz hat eine alles andere als einfache Persönlichkeit. Diese Hunde sind intelligent, gutmütig, energiegeladen und gesellig, können aber auch launisch und eifersüchtig sein und fordern viel Aufmerksamkeit und Zuneigung von ihren Besitzern. Werden sie nicht erzogen, können sie reizbar und ungehorsam werden.

Spitze sind Fremden gegenüber misstrauisch und bellen sehr gern. Obwohl dies sicherlich eine individuelle Eigenschaft ist, werden diese Hunde in den meisten Fällen ihrem Ruf als „aufmerksame Wachhunde“ gerecht.

Zwergspitzhunde sind überhaupt nicht aggressiv und vertragen sich gut mit anderen Tieren, bevorzugen aber die Gesellschaft von Menschen. Sie kommen gut mit Kindern aus, sind geduldig und sanftmütig, dennoch sollte darauf geachtet werden, dass ein kleines Kind den Hund nicht durch zu viel Zuwendung verletzt.

Inhalt

Der Zwergspitz ist ein Hund, der jede Wohnung oder jedes Haus mit seiner Anwesenheit bereichert und bei Spaziergängen Passanten begeistert. Obwohl der kleine Spitz die meiste Zeit mit seinem Besitzer verbringt, benötigt er auch einen eigenen Schlaf- und Ruheplatz mit einer großen Auswahl an Spielzeug, das er gefahrlos zerstören darf.

Das dichte Fell eines Spitz sollte ein- bis zweimal wöchentlich, während des Fellwechsels sogar täglich gebürstet werden. Vor dem Bürsten empfiehlt es sich, das Fell leicht mit einem speziellen Spray oder einer Sprühflasche mit Wasser anzufeuchten; trockenes Fell kann Spliss verursachen. Baden Sie Ihren Hund maximal einmal im Monat mit einem milden Shampoo und Conditioner, um Trockenheit und Brüchigkeit vorzubeugen. Trocknen Sie die Unterwolle nach dem Baden gründlich mit einem Föhn. Wenn die Unterwolle von selbst trocknet, kann dies einen Tag oder länger dauern und zu Pilzinfektionen und Erkältungen führen. Reinigen Sie Augen, Ohren und Zähne Ihres Hundes und schneiden Sie die Krallen nach Bedarf. Falls gewünscht, kann ein Spitz in den wärmeren Monaten getrimmt werden, der Rassestandard schreibt das Trimmen jedoch nicht vor; lediglich ein leichtes Ausdünnen des Fells an Ohren, Leistengegend und Pfoten wird empfohlen.

Ernährung und Gesundheit

Bei der Fütterung eines Spitz gibt es einige Regeln zu beachten. Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass der Spitz ein Fleischfresser ist. Das bedeutet, dass Fleisch etwa 60–70 % seiner Ernährung ausmachen sollte. Der Rest sollte aus Getreide, Obst, Gemüse, Fisch, Hüttenkäse, etwas Pflanzenöl und gelegentlich einem Eigelb bestehen. Sie können ein Fertigfutter für Ihren Hund wählen, hochwertige Produkte sind jedoch vorzuziehen. Die meisten günstigen Futtersorten decken nicht alle Bedürfnisse des Spitz ab und enthalten zu wenig Protein. Spitze sind sehr verfressen und fressen alles und jederzeit, aber das sollte nicht erlaubt sein. Füttern Sie Ihren Hund nur in Portionen und halten Sie sich strikt an einen Fütterungsplan. Trinkwasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen. In den ersten zwei Wochen nach dem Kauf sollte der Welpe das gleiche Futter erhalten wie vom Züchter. Falls eine Futterumstellung nötig ist, führen Sie diese schrittweise durch.

Zwergspitze gelten als robuste und gesunde Rasse, sind aber nicht immun gegen erbliche Gesundheitsprobleme. Eine Veranlagung zu Hüftdysplasie wurde beobachtet, die jedoch in der Regel mild verläuft und keine Beschwerden verursacht. Einige Vertreter dieser Rasse entwickeln bereits im Alter von zwei Jahren Epilepsie. Schilddrüsen- oder Nebennierenfunktionsstörungen kommen ebenfalls häufig vor und beeinträchtigen den gesamten Organismus. Manche Hunde neigen zu Allergien. Die Lebenserwartung beträgt 14-15 Jahre.

Auswahl eines Zwergspitzwelpen und Preis

Die Welpenauswahl lässt sich grob in drei Schritte unterteilen. Zunächst wählt man Rasse und Geschlecht. Dies ist eine ganz individuelle Entscheidung. Der zweite Schritt ist der wichtigste: die Wahl des Züchters und der Elterntiere. Viele äußere Merkmale und Charaktereigenschaften sind erblich, ebenso wie rassespezifische Krankheiten. Daher ist es wichtig, sich mit dem Stammbaum des Züchters vertraut zu machen. Im dritten Schritt wählt man einen Welpen aus dem Wurf aus. Der Welpe sollte aktiv und neugierig, aber nicht scheu oder aggressiv sein. Äußere Merkmale werden stets beurteilt; sie sollten weitgehend dem Rassestandard entsprechen. Alle Welpen des Wurfs müssen gesund und geimpft sein. Man sollte bedenken, dass die Fellfarbe bis zum Erreichen der endgültigen Farbe des ausgewachsenen Hundes leicht variieren kann. Weiße Spitze sind am teuersten, da sie schwer zu züchten sind. Manchmal werden jedoch auch cremefarbene Welpen reinweiß geboren, was von skrupellosen Züchtern ausgenutzt wird.

Der Preis eines Welpen hängt von der Abstammung der Elterntiere, dem Züchter und den Zukunftsaussichten des Welpen ab und variiert daher stark. Im Durchschnitt kostet ein Zwergspitzwelpe zwischen 750 und 1200 US-Dollar.

Fotos

Fotos des Kleinspitz, einer deutschen Miniaturspitzrasse:

Kleinspitz-Hunde

Deutscher Zwergspitz (Kleinspitz)

Deutscher Zwergspitz

Kleinspitz
Foto eines Deutschen Zwergspitz

Ein Deutscher Zwergspitz (Kleinspitz) abgebildet

Kleinspitz auf dem Foto

Kleinspitz-Temperament

Kleinspitz Sport

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