Kann ich meinen Hund im Zug mitnehmen und wie viel kostet das?
Wenn Hundebesitzer zu ihrer Datscha oder zu Freunden reisen, möchten sie ihre Tiere oft mitnehmen, anstatt sie Fremden anzuvertrauen. Bei Fahrten mit dem Nahverkehrszug ist es jedoch wichtig, sich vorher zu informieren, ob Hunde im Zug erlaubt sind und welche Regeln gelten. Missachtet der Besitzer die gesetzlichen Bestimmungen, behalten sich die Mitarbeiter der Russischen Eisenbahnen das Recht vor, die Mitnahme des Hundes im Nahverkehrszug zu verweigern.

Was Sie wissen sollten
Die gesetzlichen Bestimmungen für die Beförderung von Haustieren (Hunden, Katzen usw.) sind in der Verordnung Nr. 473 des Verkehrsministeriums der Russischen Föderation „Über die Genehmigung der Vorschriften für die Beförderung von Fahrgästen, Gepäck und Frachtgut auf der Schiene“ vom 19. Dezember 2013 in der jeweils gültigen Fassung enthalten. Kapitel XIV beschreibt beispielsweise die Verfahren für die Beförderung verschiedener Hunderassen in Nahverkehrszügen.
- Kleintiere dürfen ohne „speziellen“ Behälter (Korb, Behälter) transportiert werden, sofern Leine und Maulkorb verwendet werden.
- Große Tiere müssen im Vorraum des Zuges an der Leine geführt und mit Maulkorb versehen sein. Der Besitzer bzw. die Begleitperson muss anwesend sein. Bitte beachten Sie jedoch, dass maximal zwei Hunde pro Vorraum erlaubt sind.
- Blindenhunde dürfen von sehbehinderten Fahrgästen mitgeführt werden. Der Hund muss einen Maulkorb und ein Halsband tragen und zu Füßen des hilfsbedürftigen Fahrgastes platziert werden.
Es ist wichtig zu beachten, dass der Besitzer nicht nur für die Sicherheit seines eigenen Tieres, sondern auch für die der anderen Fahrgäste verantwortlich ist. Darüber hinaus ist es wichtig, Gefahren für das Tier während der Reise zu beseitigen (es beispielsweise vor Verletzungen zu schützen), für angemessene Hygiene im Zug zu sorgen (den Korb sauber zu halten, zu leeren usw.) und sicherzustellen, dass die physiologischen Bedürfnisse des Hundes (wie z. B. Durst) befriedigt werden.
Wichtig! Die Beförderung von Hunden, deren Anwesenheit eine Gefahr für das Leben oder die Gesundheit von Fahrgästen oder Zugpersonal darstellen könnte, ist verboten. Dies umfasst Tiere, die aggressives Verhalten zeigen, krank wirken, tollwütig sind, streunen usw.

Erforderliche Reisedokumente und Kosten
Gemäß neuen Rechtsvorschriften, die seit Januar 2017 gelten (Verordnung Nr. 589 des Landwirtschaftsministeriums der Russischen Föderation vom 27. Dezember 2016), dürfen Hunde in Nahverkehrszügen (und in Zügen im ganzen Land) ohne tierärztliche Dokumente transportiert werden. Das bedeutet, dass vor Reiseantritt keine Bescheinigungen, Impf- und Entwurmungsnachweise, Heimtierausweise usw. mehr benötigt werden.
Bitte beachten Sie! Veterinärdokumente sind in zwei Fällen erforderlich: bei einem Besitzerwechsel oder wenn die Bahnreise im Zusammenhang mit irgendeiner Art von Geschäftstätigkeit steht, mit Ausnahme von Reisen zu Messen.
In den meisten Fällen benötigen Hundehalter oder ihre Begleitpersonen lediglich einen speziellen Fahrschein. Dieser ist üblicherweise als „Viehtransport“ oder „Handgepäck“ (für kleine Haustiere) gekennzeichnet. Für die Fahrt mit Nahverkehrszügen ist für jedes Tier, unabhängig von Gewicht oder Größe, ein Fahrschein erforderlich. Die einzige Ausnahme bilden Blindenhunde. Alle anderen Tiere müssen einen Fahrpreis entrichten, auch wenn sie im Vorraum reisen. Wie viel kostet dieser Fahrschein? Der Preis sollte 25 % des regulären Fahrpreises für die gleiche Strecke nicht übersteigen.

Praktische Ratschläge
Eine Zugfahrt, insbesondere die erste, kann für einen Hund sehr stressig sein. Daher ist es ratsam, Ihr Haustier im Voraus auf dieses ungewohnte Erlebnis vorzubereiten. Sie können beispielsweise in einer Tierapotheke Beruhigungstabletten oder -tropfen kaufen. Diese sollten 3–5 Tage vorher verabreicht werden. Erstens gewöhnt sich der Körper des Hundes innerhalb weniger Tage an das Medikament. Zweitens haben Beruhigungsmittel oft eine kumulative Wirkung, sodass Ihr Haustier am Tag der „Reise“ nicht übermäßig ängstlich sein wird.
Es ist wichtig, Ihrem Haustier während der Reise Wasser anzubieten. Spezielle Trinkbrunnen oder auslaufsichere Näpfe eignen sich hierfür gut. Es wird jedoch nicht empfohlen, Ihren Hund während der Fahrt zu füttern. Die letzte Fütterung sollte möglichst früh vor der Abfahrt erfolgen, um Reiseübelkeit vorzubeugen.
Die Erfahrung zeigt, dass die Mitnahme eines kleinen oder mittelgroßen Hundes in Nahverkehrszügen problemlos möglich ist, da viele Details, wie die strikte Einhaltung der Beförderungsvorschriften, oft übersehen werden. Hauptsache ist ein gültiger Fahrschein für den Transport des Tieres. Bei großen Hunderassen kann es hingegen zu Unstimmigkeiten sowohl mit Mitarbeitern der Russischen Bahn als auch mit anderen Fahrgästen kommen. In solchen Fällen ist es wichtig, die gesetzlichen Bestimmungen zu beachten und seine Rechte selbstbewusst zu vertreten. Denn laut russischem Recht ist die Mitnahme eines Hundes in Nahverkehrszügen erlaubt!

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1 Kommentar
Tatiana
Wie viel kostet der Transport von Hunden kleiner Rassen?
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