Kann eine Katze während der Rolligkeit kastriert werden?

Wenn Sie sich für eine Katze entscheiden, sollten Sie sich gleich zu Beginn überlegen, ob Sie Nachwuchs wünschen. Falls nicht, sollten Sie, um dem Tier den unnötigen Stress während der Rolligkeit bei Katzen und der Brunst bei Katern zu ersparen, die Fortpflanzungsfähigkeit des Tieres hinauszögern. Andernfalls müssen Sie das Revierverhalten geschlechtsreifer Katzen akzeptieren und gelegentlich ein schreiendes Tier Tag und Nacht ertragen, anstatt eines sanften und ausgeglichenen Haustiers.

Kann eine Katze während der Rolligkeit kastriert werden?

Arten der Entfruchtung bei Katzen

Hormontabletten können eingesetzt werden, um die Rolligkeit von Katern und Katzen zu unterdrücken. Sie müssen jedoch jedes Mal verabreicht werden, wenn das Tier rollig wird. Die Rolligkeit tritt fast monatlich auf und dauert 6 bis 20 Tage. Medikamente können die Gesundheit Ihres Tieres beeinträchtigen: Selbst eine seltene Gabe erhöht das Risiko für Erkrankungen der Harn- und Geschlechtsorgane. Daher empfehlen Tierärzte operative Methoden zur Beendigung der Fortpflanzungsfähigkeit, wie beispielsweise die Kastration.

Studien bestätigen, dass kastrierte Tiere 1,5 bis 2 Jahre länger leben als unkastrierte. Die operative Sterilisation verringert das Risiko von Eierstockentzündungen oder Zysten bei weiblichen Katzen und von Prostatitis bei männlichen Katzen deutlich.

In der Medizin bezeichnet Sterilisation die Unterbindung der Eileiter bei weiblichen Tieren und die Vasektomie (Durchtrennung des Samenstrangs) bei männlichen Tieren. Nach diesem Eingriff verlieren die Tiere ihre Fortpflanzungsfähigkeit, die Produktion von Sexualhormonen bleibt jedoch erhalten. Daher wird Sterilisation primär als Verhütungsmittel eingesetzt. Die Kastration, bei der die Fortpflanzungsorgane entfernt werden, kann einer Katze ihren Sexualtrieb vollständig nehmen.

Sterilisation einer Katze

Bei Katzen werden entweder die Eierstöcke entfernt (Ovarektomie) oder die Eierstöcke, die Gebärmutter und die Eileiter (Ovariohysterektomie). Wenn es sich um einen Bauchschnitt handelt, nicht laparoskopische ChirurgieDer Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt. Bei männlichen Katzen werden die Hoden entfernt und der Samenstrang unterbunden. Hierfür ist lediglich ein Schnitt in der Hodensackhaut erforderlich, weshalb der Eingriff üblicherweise unter örtlicher Betäubung erfolgt.

Im Alltag ist es üblich, den Begriff „Sterilisation“ zu verwenden, wenn bei Katzen die Eierstöcke und die Gebärmutter entfernt werden, und den Begriff „Kastration“, wenn bei Katzen die Hoden entfernt werden.

Wann kann eine Katze kastriert werden?

Katzen werden in der Regel mit 6–8 Monaten rollig, Kater erreichen die Geschlechtsreife mit 7–9 Monaten. Am besten lässt man Katzen kastrieren oder sterilisieren, wenn sie ihre Rolligkeit beendet haben. der Prozess der PubertätDas heißt, im Alter von 5–7 Monaten. In diesem Alter ist der Körper des Tieres bereits kräftig genug, um den Eingriff gut zu überstehen. Die Sterilisation junger Katzen verringert das Risiko von Tumorbildung und Entzündungsprozessen im späteren Leben deutlich.

Manche Tierärzte kastrieren Katzen bereits im Alter von 2–3 Monaten. Bei Katzen über 8 Jahren wird dieser Eingriff nur empfohlen, wenn er indiziert ist (z. B. bei einem Gebärmuttertumor oder eitrigen Eierstockzysten). Ältere Tiere vertragen die Narkose deutlich schlechter und erholen sich langsamer.

Katzen werden meist zwischen den Rolligkeiten kastriert, aber viele Tierärzte sind der Meinung, dass eine Kastration auch während der Rolligkeit völlig in Ordnung ist.

Die Katze wird sterilisiert.

Sterilisation während der Hitze: Meinungen von Tierärzten

Tierärzte sind sich uneins, ob sie die Kastration rolliger Katzen befürworten oder ablehnen. Die meisten Gegner des Eingriffs während der Rolligkeit führen als Hauptargument das erhöhte Blutungsrisiko aufgrund der durch die erweiterten Blutgefäße bedingten Gebärmutterspannung an. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass der Blutverlust bei einer Kastration während und außerhalb der Rolligkeit nicht unterschiedlich ist.

Bei der Entscheidung für eine Kastration sollten Sie verschiedene Faktoren berücksichtigen. Ist Ihr Haustier gesundheitlich angeschlagen, hat es ein geschwächtes Immunsystem oder ist es nicht mehr jung, empfiehlt sich eine Operation etwa eine Woche nach dem Ende der Rolligkeit (bei Katzen) bzw. der Läufigkeit (bei Katern). Katzen können jedoch mehrmals im Monat rollig werden, was ihren Körper durch die häufigen Hormonschwankungen stark belastet. In diesen Fällen ist es nicht ratsam, zwischen den Rolligkeitszyklen eine Pause einzulegen.

Viele Tierkliniken führen Kastrationen von Katzen heutzutage mittels Mikrolaparotomie (Eingriff in die Bauchhöhle über kleine Schnitte) und Laparoskopie (Zugang über eine Punktion der Bauchwand) durch. Diese minimalinvasiven Methoden minimieren die Operationsrisiken und ermöglichen die Kastration rolliger Katzen ohne gesundheitliche Bedenken.

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