Dürfen Hunde Mais essen?
Viele Hunde knabbern gerne an Maiskolben. Sie lieben den Geruch und Geschmack der Körner und die daran haftenden Salz- oder Ölreste. Um an diese Leckerei zu kommen, tun Haustiere fast alles: Wenn sie nicht betteln können, stehlen sie einen halb aufgegessenen Kolben aus dem Mülleimer. Ist es unbedenklich für Hunde, Mais zu fressen, oder ist es gesundheitsschädlich?

Was ist im Mais enthalten?
Die Nährwerttabelle für Mais sieht folgendermaßen aus:
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Eichhörnchen |
11% |
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Fette |
7,5 % |
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Kohlenhydrate |
43 % |
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Nährwertangaben pro 100 g |
325 kcal |

Im Gegensatz zu manchen anderen pflanzlichen Lebensmitteln ist Mais frei von Schadstoffen und löst selten Allergien aus. Dieses Getreide enthält viele nützliche Substanzen:
- Vitamine A, C, E, K;
- sechs Vertreter der B-Vitamin-Gruppe;
- Provitamine A Alpha- und Beta-Carotin;
- Spurenelemente Kalium, Kalzium, Eisen, Natrium, Magnesium, Mangan, Kupfer, Selen, Phosphor; Omega-6-Fettsäuren;
- Pflanzenfasern.
Trotz dieser Vorteile, die nützlichsten Getreidesorten Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht halten Tierärzte Reis, Buchweizen und Haferflocken für die besten Getreidesorten für Hunde, nicht Mais. Mais wird Hunden nur gelegentlich und in kleinen Mengen als Ergänzung zum Hauptfutter empfohlen. Grund dafür sind die Stoffwechseleigenschaften dieses Getreides.

Warum ist Mais schlecht für Hunde?
Roher Mais sollte niemals an Hunde verfüttert werden. Gelangen die Maiskörner in den Verdauungstrakt, quellen sie auf und können aufgrund ihres erhöhten Volumens einen Darmverschluss verursachen. Anzeichen eines Darmverschlusses können sein:
- allgemeine Schwäche;
- Appetitlosigkeit;
- sich erbrechen;
- Durchfall oder Schwierigkeiten beim Stuhlgang;
- schwarzer Stuhl (aufgrund des Vorhandenseins von Blut im Stuhl).

Bei einigen Hunderassen (Bulldoggen, Dackel, Deutsche Schäferhunde, Labradore) kann roher Mais allergische Reaktionen hervorrufen, darunter tränende Augen, Nasenausfluss, Hautausschläge und sogar Fieber und Haarausfall. Diese Sensibilisierung wird durch das Glutenprotein verursacht, das in großen Mengen im Mais vorkommt.
Wenn man einem Hund gekochten Maiskolben gibt, kann er daran ersticken oder sich beim Verschlucken großer Stücke den Darm verletzen. Hunde, die vom Geruch des gekochten Maises angelockt werden, fischen oft angenagte Kolben aus dem Mülleimer. Deshalb sollte der Mülleimer stets geschlossen bleiben.
Auch Dosenmais sollte vom Speiseplan des Hundes gestrichen werden, da er mit Salz, Essig und Gewürzen zubereitet wird, die für den Körper des Tieres schädlich sind.

Aber selbst wenn man einen Maiskolben kocht und dem Hund die Körner gibt, nützt das dem Tier nichts, und hier ist der Grund:
- Hundeartige Fleischfresser beziehen den Großteil ihrer Energie aus tierischen Produkten. Pflanzliche Proteine, darunter auch die im Mais enthaltenen, werden von ihrem Körper nur teilweise, zu maximal 50 %, verdaut.
- Omega-Fettsäuren werden in der Form, in der sie aus Maiskörnern stammen, überhaupt nicht absorbiert, sondern passieren den Verdauungstrakt im Rahmen der „Transitphase“.
- Kohlenhydrate (die fast die Hälfte der Gesamtnahrung ausmachen) bleiben größtenteils ungenutzt und werden in Fettdepots umgewandelt. Dies trägt zur Entstehung von Übergewicht bei und löst Gärungsprozesse im Darm aus, die die natürliche Darmflora unterdrücken. Daraus kann eine Dysbiose entstehen.
- Maiskörner enthalten viel Stärke, ein Gemisch aus Polysacchariden. Ein Überschuss an Stärke kann bei Hunden zu Gewichtszunahme und Diabetes führen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Hunde nur gekochten Mais, in kleinen Mengen und selten erhalten sollten. Mais sollte nicht Bestandteil der täglichen Hundeernährung sein.
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