Dürfen Katzen Milch trinken?

Man sieht häufig Katzen mit Milch im Napf. Aus irgendeinem Grund herrscht der weitverbreitete Irrglaube, Katzen seien so geliebt, dass sie ohne Milch nicht leben könnten. Aber ist es wirklich unbedenklich, Katzen Milch zu geben? Ist sie nützlich oder schädlich? Was genau ist in Milch enthalten, und kann man sie durch etwas anderes ersetzen? Dürfen Kätzchen Milch bekommen, oder reicht Muttermilch aus?

Milch ist weißes „Gold“.

Milch ist ein Sekret der Milchdrüsen weiblicher Säugetiere, das unter dem Einfluss des Hormons Oxytocin produziert wird. Daher kommt der Name „Mammalia“ (Säugetiere) nicht von ungefähr: Er bedeutet wörtlich „Füttern“ (Säugen) mit Milch. Und das ist auch schon alles. Neugeborene Die Babys dieser Familie können ohne diese wertvolle und nahrhafte Nahrung nicht überleben, da sie alle notwendigen Immunglobuline (Antikörper), Proteine, Fette und Vitamine enthält. Babys sättigen sich sehr schnell damit.

Milch wird als „weißes Gold“ bezeichnet, weil sie zu den wertvollsten tierischen Produkten zählt. Kuhmilch ist die am häufigsten im Handel erhältliche Milchsorte. Aber kann man sie auch Katzen geben?

Katzen und Milch: Darf man ihnen Milch geben oder nicht?

Nahezu alle Wissenschaftler und Tierärzte sind sich einig, dass die Fütterung von erwachsenen Katzen mit Milch nicht empfehlenswert ist. Warum? Ganz einfach: Solange ein Kätzchen jung ist (bis etwa zum dritten Lebensmonat), enthält sein Magen-Darm-Trakt spezielle Enzyme, die die Milch gerinnen lassen und abbauen. Mit zunehmendem Alter der Kätzchen nimmt die Menge dieser Enzyme immer weiter ab und sie verschwinden schließlich ganz. Schließlich trinken Katzen in freier Wildbahn keine Milch.

Daher kann man mit Sicherheit sagen, dass Katzen keine Milch bekommen sollten. Sie können sie einfach nicht verdauen; sie wird direkt in ihrem Verdauungstrakt sauer. Dies führt zu einer Dysbiose, gefolgt von Durchfall.

Kann man Kätzchen Kuhmilch als Ersatz für Muttermilch geben? Davon wird generell abgeraten, da Kuhmilch viel nahrhafter ist. Wenn Kätzchen ohne Muttermilch auskommen müssen, sollten Sie entweder versuchen, eine Mutterkatze zu finden, die sie säugt, oder beim Tierarzt eine Katzenmilch-Ersatznahrung kaufen, die nach dem Verdünnen der Zusammensetzung echter Muttermilch so nahe wie möglich kommt.

Warum sollte man Kätzchen sonst keine Kuhmilch geben? Sie ist kalorienreicher (fast fünfmal so kalorienreich wie Katzenmilch) und aufgrund ihres hohen Fettgehalts schwer verdaulich. Ohne eine ausreichende Darmflora kann der Darm die Milch nicht verdauen. Das Kätzchen bekommt Durchfall und vielleicht sogar... sich erbrechenDarüber hinaus kann solche Milch Rückstände von Antibiotika, Hormonen, Inhibitoren oder Detergenzien enthalten (wenn das Rohmaterial nicht ordnungsgemäß gewonnen wurde). Diese Substanzen können für das Kätzchen schädlich sein.

Bei der Verarbeitung von Rohmilch in einer Molkerei sind Trennung, Pasteurisierung/Ultrahocherhitzung oder Sterilisation zwingend erforderlich. Dadurch verringert sich die Menge an wertvollen Inhaltsstoffen, darunter Kalzium, erheblich.

Selbst wenn Sie Milch von einer vertrauenswürdigen Quelle beziehen (z. B. von jemandem, der seine Kuh auf einem privaten Bauernhof hält), besteht ein Risiko für das Kätzchen, selbst wenn das Tier kerngesund ist. Normalerweise wird die Kuh zwei bis drei Monate nach dem Kalben künstlich besamt, aber das Melken geht bis zum siebten Trächtigkeitsmonat weiter. Die Milch enthält Hormone (Östrogen, Progesteron), die dem heranwachsenden Kätzchen schaden können.

Womit kann ich Milch ersetzen?

Da Milch für Katzen nicht erlaubt ist, wie können Sie Ihr geliebtes Haustier trotzdem verwöhnen? Am besten eignen sich fermentierte Milchprodukte. Beispiele hierfür sind fettarmer Kefir, gebackene Sauermilch, Hüttenkäse und sogar fettarmer Käse (manche Katzen sind wahre Feinschmecker).

Überraschenderweise sind fermentierte Milchprodukte viel leichter verdaulich. Sie enthalten Bakterien, die die Verdauung von erwachsenen Katzen und heranwachsenden Kätzchen unterstützen. Neugeborenen Katzen sollten sie jedoch nicht gegeben werden; hierfür ist Katzenmilchersatz besser geeignet. Vermeiden Sie süße Lebensmittel (Kondensmilch, Käsebruch usw.).

Milch ist besonders gefährlich für Katzen mit Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit). Diese Tiere sollten keinerlei Milchprodukte zu sich nehmen, auch nicht Kefir oder Hüttenkäse.

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