Kann man einen Hund mit ins Bett nehmen?

Ob ein Hund im Bett seines Besitzers schlafen sollte, ist eine Frage, die seit vielen Jahren für hitzige Debatten sorgt. Hundeliebhaber sind in zwei Lager gespalten: diejenigen, die ihre Tiere im eigenen Bett schlafen lassen, und diejenigen, die der Meinung sind, Hunde sollten auf eigenen Matten schlafen. Beide Gruppen vertreten ihre Ansichten mit Nachdruck und bringen Argumente vor, die sie für überzeugend halten, die aber von ihren Gegnern als haltlos abgetan werden. Betrachten wir diese Argumente einmal aus einer neutralen Perspektive.

Die Vorteile des gemeinsamen Schlafens mit einem Hund

Haustiere teilen seit Jahrhunderten das Bett ihrer Besitzer. Der antike griechische Geograph und Historiker Arrian schrieb: „Für Jagdhunde gibt es keinen bequemeren Platz als das Bett ihres Herrn; sie genießen den Körperkontakt mit Menschen und werden treu und anhänglich.“ Laut einer Umfrage in Amerika schlafen heute 70 % der Hunde im Bett ihres Besitzers.

Corgi schläft im Bett seiner Besitzer

Zu den Vorteilen, die es mit sich bringt, ein Haustier im selben Bett wie die Familienmitglieder zu haben, zählen viele Hundebesitzer:

  • Das angenehme, entspannende Gefühl, dem warmen Körper eines geliebten Menschen nahe zu sein. Die damit einhergehende Ruhe und Entspannung ist eine Reaktion unseres Gehirns. Die Berührung von Haustieren erhöht den Oxytocinspiegel, bekannt als das „Hormon des Vertrauens und der Zuneigung“.
  • Die Möglichkeit, Ihr Haustier im Blick zu behalten. Ein Tierhalter, der sein Tier wirklich liebt, freut sich über dessen ständige Anwesenheit. Ist der Hund krank, lässt sich sein Zustand nachts, wenn das Tier in der Nähe ist, viel leichter überwachen.
  • Die meisten Hunde Liebe schlafen mit dem Eigentümer, als sie dies als Beweis für ihren eigenen hohen Status betrachteten.
  • Die Fähigkeit, ein Haustier vor Einsamkeit zu schützen. Dieses Bedürfnis nach ständiger Nähe zum Besitzer ist besonders bei Welpen deutlich ausgeprägt.

Nachteile

Zu den Gegnern des gemeinsamen Schlafens von Mensch und Hund zählen namhafte Wissenschaftler. Der amerikanische Veterinärprofessor Bruno Chomel schreibt, dass Hunde niemals mit ins Bett gelassen werden sollten, da es eine Reihe von Krankheiten gibt, die sowohl Menschen als auch Hunde betreffen und sich leicht übertragen lassen.

Ein Mädchen schläft mit einem Pudel im Bett.

Hundebesitzer nennen folgende Gründe, warum ein Hund nicht mit seinem Besitzer im selben Bett schlafen sollte:

  • Unhygienisch. Hundehaare bleiben unweigerlich auf Kissen, Decken und Bettwäsche zurück. Allergiker und Asthmatiker sind besonders gefährdet; für sie ist das Schlafen mit Hunden strengstens verboten.
  • Es besteht die Gefahr, dass Sie Ihr Haustier im Schlaf versehentlich erdrücken, insbesondere wenn es sich um eine kleine Rasse handelt.
  • Bei großen Hunderassen nimmt der Hund so viel Platz im Bett ein, dass der Besitzer sich an den Bettrand quetschen und unnatürliche Positionen einnehmen muss. Tatsächlich können sich selbst kleine Hunde ausbreiten und fast das gesamte Bett beanspruchen.
  • Manche vierbeinige „Bettgenossen“ schubsen sich im Schlaf unsanft. laut schnarchenInfolgedessen kann der Besitzer nicht ausreichend schlafen.
  • Bei Hündinnen kann die Läufigkeit das gemeinsame Schlafen erschweren. Das Tier versteht wahrscheinlich nicht, warum der Besitzer es gelegentlich von seinem gewohnten Schlafplatz vertreibt, was zu psychischen Problemen führen kann.

Hilfreiche Tipps

Jeder Tierhalter entscheidet selbst, ob er Tiere im Bett erlaubt. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Haustier in Ihrem Bett schlafen kann, sorgen Sie für Komfort und Sicherheit im gemeinsamen Schlafplatz.

Für Hunde, die Zugang zum Schlafzimmer haben, sind folgende Dinge erforderlich:

  • Strenge Hygieneregeln sind unerlässlich. Ihr Haustier sollte regelmäßig mit speziellen Reinigungsmitteln gebadet werden. Pfoten und Gesicht müssen nach jedem Spaziergang gewaschen werden, auch wenn Ihr Hund es nicht mag, Schmutz vom Boden aufzupicken oder sich in Staub oder Pfützen zu wälzen.
  • Regelmäßiges, gründliches Bürsten des Fells mit einer Slicker-Bürste, einem Furminator oder einem Trimmer.
  • Aktuelle Impfungen, Entwurmung und Behandlung gegen Akarizide sind unerlässlich. Hunde ohne tierärztlichen Gesundheitspass dürfen weder transportiert, importiert noch exportiert oder für Ausstellungen angemeldet werden. Auch das Teilen eines Hundebetts ist ein wichtiger Grund für einen solchen Pass.
  • Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind wichtig. So stellen Sie sicher, dass Ihr Hund keine Zoonosen überträgt.

Der Welpe schläft bei seinem Besitzer

Wenn Sie entschieden haben, dass Ihr Haustier nicht in Ihr Schlafzimmer gehört, sollten Sie ihm dieses „Tabu“ schon im Welpenalter beibringen. Die Angewohnheit, aufs Bett des Besitzers zu klettern, entwickelt sich schnell, und es ist sehr schwierig, einem Hund diese Angewohnheit wieder abzugewöhnen. Hundebesitzer wissen: Sobald man einem Hund das erlaubt, verteidigt er hartnäckig sein Recht, das Bett mit ihm zu teilen. Damit sich Ihr Haustier in seinem Schlafzimmer wohlfühlt, sollte es geräumig und weich sein und abseits von Durchgängen und Zugluft liegen.

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