Kann ein kastrierter Kater sich mit einer Katze paaren?
Die Kastration von Hauskatzen dient dazu, ihren Sexualtrieb zu unterdrücken und die Fortpflanzung zu verhindern. In manchen Fällen kann ein kastrierter Kater jedoch weiterhin sexuelles Verlangen zeigen und sich sogar mit einer Katze paaren. In diesem Fall muss der Tierhalter Geduld haben und warten, bis die sexuelle Aktivität des Tieres nachlässt.

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Ursachen für sexuelles Verlangen nach der Kastration
Die Kastration ist einer der häufigsten chirurgischen Eingriffe bei Wohnungskatzen. In der heutigen Wohnungshaltung kann ein geschlechtsreifer Kater seinem Besitzer erhebliche Unannehmlichkeiten bereiten. Während der Paarungszeit, wenn Katzen frei herumlaufen, können sie aggressiv werden, Möbel, Fußböden oder Wandverkleidungen beschädigen und ihr Revier markieren. Die unbefriedigten Sexualinstinkte, die sie nicht kontrollieren können, sind zudem extrem stressig für die Katze.
Die humanste Lösung in dieser Situation ist die Kastration der Katze. Dabei werden die Hoden, die sich im Hodensack befinden, operativ entfernt. Dadurch sinkt der Spiegel der Sexualhormone (insbesondere des Testosterons) im Körper, und das Tier verliert sein sexuelles Verlangen. Dies kann zu unangenehmen Folgen führen.
Das optimale Alter für die Kastration einer Katze liegt zwischen dem 7. und 9. Lebensmonat, wenn der Körper bereits vollständig ausgebildet ist, die sexuelle Aktivität aber noch nicht eingesetzt hat.
Ein kastrierter Kater kann jedoch weiterhin weibliche Katzen besteigen wollen oder dies auch tun, und in manchen Fällen kann er sogar verspielt und aggressiver gegenüber weiblichen Katzen werden. Warum ist das so? Dafür gibt es mehrere mögliche Ursachen:
- Eine hohe Konzentration von Androgenen (männlichen Sexualhormonen) im Körper der Katze vor der Operation kann die erwartete Wirkung verzögern;
- übermäßige Synthese von Androgenen durch die Nebennieren;
- Vorliegen von Geschlechtsverkehr vor der Operation;
- Kryptorchismus und damit verbundene schlechte Ergebnisse bei chirurgischen Eingriffen.
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Nach der Entfernung der Hoden bei einer erwachsenen Katze können vorübergehend erhöhte Konzentrationen männlicher Sexualhormone im Körper verbleiben und sexuelles Verlangen auslösen. Der Androgenspiegel sinkt dann allmählich, was etwas länger dauern kann als erwartet.

Bei Verdacht auf eine Nebennierenrindeninsuffizienz sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Dieser wird den Gesundheitszustand Ihres Tieres beurteilen, mögliche Grunderkrankungen feststellen und eine geeignete Behandlung verschreiben.
Hat ein Kater bereits Paarungen mit Katzen gehabt, können diese Erinnerungen nachwirken und seine Instinkte auslösen. Dieser Zustand gilt als physiologisch und erfordert keine medizinische Behandlung.
Bei das Vorhandensein von Kryptorchismus Eine schlecht durchgeführte Kastration kann auf Unerfahrenheit oder Nachlässigkeit des Tierarztes zurückzuführen sein. Kryptorchismus ist eine angeborene Erkrankung, bei der ein oder beide Hoden nicht in den Hodensack absteigen und in der Bauchhöhle oder unter der Haut verbleiben. Ein intakter Hoden ist weiterhin funktionsfähig, sodass keine Verhaltensänderungen zu erwarten sind. Kryptorchismus erfordert immer einen chirurgischen Eingriff, selbst wenn der Besitzer keine Kastration plant.
Können kastrierte Katzen Sex haben?
In seltenen Fällen kann ein kastrierter Kater sich paaren, also sexuellen Kontakt mit einer Katze aufnehmen und diese befriedigen. Katzenzuchten halten solche Kater mitunter sogar gezielt für diesen Zweck. Paarung mit Weibchen Während der Paarungszeit, es sei denn, eine Paarung zur Zeugung von Nachwuchs ist geplant. Der Geschlechtsverkehr mit einem kastrierten Kater befriedigt die natürlichen Bedürfnisse der Katze ohne die unerwünschten Folgen einer Trächtigkeit.
Merkmale der Kastration bei weiblichen Tieren
Es gibt zwei Methoden, um die sexuelle Aktivität bei Katzen zu unterdrücken:
- Sterilisation;
- Kastration.
Bei der Kastration werden die Eileiter mechanisch verschlossen (Tubenligatur). Dadurch kann die Eizelle nicht mehr in die Gebärmutter gelangen und befruchtet werden. Die Eierstöcke bleiben jedoch erhalten, sodass die Produktion von Sexualhormonen weiterhin normal funktioniert. In diesem Fall kann die Katze ihr sexuelles Verlangen behalten und sich paaren, ohne trächtig zu werden.

Bei der Kastration werden die Eierstöcke vollständig entfernt. Dadurch sinkt der Spiegel der Sexualhormone im Körper deutlich, und das sexuelle Verlangen erlischt. In diesem Fall sucht eine kastrierte Katze keinen Kater. Eine Ausnahme bildet die Überfunktion der Nebennieren, die übermäßig viel Östrogen produziert, wodurch das sexuelle Verlangen erhalten bleiben kann. In jedem Fall ist die Katze nach der Kastration nicht mehr fortpflanzungsfähig.
Empfehlungen für den Eigentümer
Nach der Kastration ist es wichtig, die Empfehlungen Ihres Tierarztes genau zu befolgen, um eine schnelle Genesung Ihres Tieres zu gewährleisten. Sollten verdächtige Symptome auftreten (z. B. Lethargie, Futterverweigerung, ungewöhnlicher Ausfluss aus dem Operationsgebiet), konsultieren Sie umgehend einen Spezialisten.
Nach der Entfernung der Keimdrüsen sollte sich das Verhalten Ihres Tieres bessern. Sollte die sexuelle Aktivität anhalten, haben Sie Geduld und geben Sie dem Tier Zeit, sich anzupassen (insbesondere, wenn die Operation im Erwachsenenalter durchgeführt wurde). Falls Sie mehrere Kater und Katzen im selben Haushalt halten, können Sie das besonders aktive Tier vorübergehend isolieren. Selbst wenn es zu Geschlechtsverkehr kommt, wird es jedoch keinen Nachwuchs geben.

Was tun, wenn Ihr Haustier über einen längeren Zeitraum unruhig und aggressiv ist? Sie sollten einen Tierarzt aufsuchen. Möglicherweise liegt eine andere Erkrankung vor. Ihr Tierarzt kann Ihnen gegebenenfalls Beruhigungsmittel empfehlen, die in diesem Fall wirksam sind.
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