Mittelschnauzer (Standard- oder mittelgroßer Schnauzer)

Der Mittelschnauzer ist, ohne Übertreibung, eine universelle Hunderasse.

Zweck

In ferner Vergangenheit bestand ihre Hauptaufgabe darin, Ställe zu bewachen, Ratten und Maulwürfe zu jagen und Kutscher zu eskortieren. Oft wurden sie auch als Viehtreiber eingesetzt. In Kriegszeiten dienten diese intelligenten Hunde der Armee und brachten Post und Medikamente an die Front. Sie wurden außerdem als Zollspürhunde ausgebildet. Doch die Rasse ist für mehr als nur ihre Arbeitsfähigkeiten bekannt.

Zwergschnauzer sind treue und anhängliche Begleiter, zuverlässig, aktiv und fröhlich. Der Zwergschnauzer ist ein hervorragender Hund für alle, die sich einen zuverlässigen Wachhund und guten Freund in einem wünschen. Die Rasse stammt ursprünglich aus Deutschland.

ein Standardschnauzer auf dem Foto

Ursprungsgeschichte

Innerhalb der Schnauzerfamilie steht der Mittelschnauzer zwischen dem Zwergschnauzer und dem größeren Riesenschnauzer, daher auch die andere Bezeichnung für die Rasse: Standard- oder Mittelschnauzer. Seinen heutigen Namen erhielt er erst Anfang des 20. Jahrhunderts; er leitet sich von den deutschen Wörtern „mittel“ und „schnauz“ ab. Zuvor war die Rasse als Deutsch Drahthaarpinscher bekannt.

Die überlieferten Berichte über die Ursprünge des Standardschnauzers erzählen von zwei völlig unterschiedlichen Zuchtlinien, beschrieben von zwei Kynologen: dem Deutschen Reinbach und dem Österreicher Fitzenger. Reinbach schrieb, dass Drahthaarpinscher von Möpsen und Pudeln abstammten, während Fitzenger behauptete, ihre Vorfahren seien der Deutsche Spitz und der Schoßhund. 1876 beschrieb Fitzenger in seinem Buch „Hunde und ihre Rassen“ drei Schnauzer unterschiedlicher Größe. Es waren jedoch die mittelgroßen Exemplare, die beim Adel am wenigsten Beachtung fanden und als „Stallhunde“ bezeichnet wurden.

Nach der Ausstellung von 1879, auf der der Drahthaarpinscher erstmals vorgestellt wurde, begann die systematische und gezielte Arbeit mit der Rasse, und bereits 1895 fand die erste Sitzung des Rasseclubs statt, auf der der Standard verabschiedet wurde.

Erscheinungsbild und Standards

Der Zwergschnauzer ist ein kräftiger, stämmiger Hund mit quadratischem Körperbau. Er hat eine Schulterhöhe von 45–50 cm und wiegt 14–20 kg.

Der Kopf ist proportional zum Körperbau. Die Schnauze ist stumpf und keilförmig. Die Stirn ist flach und geht fließend in den geraden Nasenrücken über, der durch die Augenbrauen und den schwarzen Nasenspiegel betont wird. Das Gebiss ist scherenförmig. Die Lefzen sind straff und trocken. Die ovalen Augen sind gerade und dunkel. Die Ohren sind dreieckig, hoch angesetzt und hängen an Knorpel. Der Hals ist muskulös, ohne Falten oder Runzeln, und der Übergang zum Widerrist ist fließend.

Die Rückenlinie fällt vom Widerrist zum Rutenansatz leicht ab. Die Kruppe ist gerundet. Die Brust ist mäßig breit. Die Beine sind stämmig, gerade und parallel, nicht zu eng beieinander. Die Pfoten sind rund und kurz mit kleinen, dunklen Krallen. Der Gang ist frei, schwungvoll und agil.

Das Fell besteht aus einer dichten, drahtigen Unterwolle und einem geraden, groben Deckhaar. Das Deckhaar bildet Schnurrbart, Augenbrauen und Bart. Das Fell kann einfarbig schwarz oder gesprenkelt sein.

Aussehen und Standard des Mittelschnauzers

Ausbildung

Zwergschnauzer sind sehr intelligente, leicht zu erziehende und gehorsame Hunde. Mit vier Monaten können sie sich bereits über 20 Kommandos merken. Dies setzt einen verständnisvollen Besitzer voraus. Zwergschnauzer können oft stur und eigensinnig sein und auch ungehorsam oder sogar ungezogen werden, wenn sie ihren Besitzer nicht als Rudelführer anerkennen. Der Schlüssel zur Erziehung eines Zwergschnauzers liegt in einer Kombination aus Konsequenz, Spiel und Lob. Nach einem speziellen Trainingskurs können diese Hunde nicht nur treue Begleiter, sondern auch zuverlässige Beschützer der Familie werden.

Zwergschnauzer sind sehr aktiv und energiegeladen und brauchen viel Auslauf. Diese Hunde lieben es zu rennen, zu springen und zu toben. Sie begleiten Sie gerne beim Joggen und nehmen meist mit Begeisterung an verschiedenen Hundesportarten wie Agility und Freestyle teil. Ein wohlerzogener Zwergschnauzer weicht seinem Besitzer nie von der Seite, denn es ist ihm wichtig, an seiner Seite zu sein und so seinen Respekt und seine Treue zu zeigen.

Charakter- und psychologisches Porträt

Der Mittelschnauzer hat ein ausgeglichenes und kräftiges Temperament, ist aber gleichzeitig verspielt und neugierig. Mal ist er fröhlich, gutmütig und energiegeladen, im nächsten Moment aber konzentriert und besonnen. Diese Hunde sind ihren Besitzern unglaublich treu ergeben. Fremden gegenüber zeigen sie in der Regel keine übermäßige Aggression, sind aber misstrauisch. Der Mittelschnauzer ist ein starker Anführer; seine Sturheit, seine Schlauheit und seine Unabhängigkeit machen die Erziehung oft zu einer Herausforderung.

Sie vertragen sich im Allgemeinen gut mit anderen Tieren, geraten aber aufgrund ihres Dominanzwillens oft mit Hunden aneinander. Kleinen Haustieren gegenüber können sie eifersüchtig oder aggressiv sein, und ihr angeborener Jagdinstinkt kann es unerzogenen Hunden erschweren, mit Katzen umzugehen. Sie sind sehr kinderlieb, insbesondere zu älteren Kindern.

Wartung und Pflege

Der Zwergschnauzer passt sich jeder Wohnumgebung gut an. Er eignet sich für die Zwingerhaltung, verträgt sowohl kalte als auch warme Klimazonen gut und verbringt am liebsten so viel Zeit wie möglich im Freien. Er fühlt sich in Wohnungen wohl und sein Fell ist geruchsneutral. Bei regelmäßiger Fellpflege haart er nur minimal, doch wenn er nicht genügend Auslauf bekommt, kann es zu Problemen kommen.

Pflege

Der Zwergschnauzer ist in puncto Fellpflege recht anspruchsvoll. Er benötigt tägliche Aufmerksamkeit. Bürsten Sie sein Fell jeden zweiten Tag. Es ist wichtig, Verfilzungen der Unterwolle zu vermeiden, damit das Deckhaar gepflegt aussieht. Es empfiehlt sich, die Pfoten des Hundes nach jedem Spaziergang zu waschen, da sich Schmutz und Ablagerungen zwischen den Ballen festsetzen können. Reinigen Sie Bart und Schnurrbart nach jeder Fütterung mit einem feuchten Tuch oder spülen Sie sie mit Wasser ab. Baden Sie Ihren Hund nach Bedarf, jedoch nicht öfter als einmal im Monat, mit einem speziellen Shampoo für drahthaarige Rassen. Trimmen Sie das Fell Ihres Hundes zwei- bis dreimal im Jahr.

Die Ohren des Tieres werden regelmäßig kontrolliert und das Fell in den Ohren wird bei Bedarf gereinigt oder gezupft. Schnauzer putzen sich selbst die Zähne und lieben Kauspielzeug und Leckerlis.

Trimmen eines Mittelschnauzers

Ein wichtiger Aspekt der Fellpflege von Zwergschnauzern ist das Trimmen, bei dem die Haare an bestimmten Stellen gezupft werden. Das Trimmen beginnt im Alter von vier Monaten und wird dann zwei- bis dreimal jährlich durchgeführt. Die Häufigkeit hängt vom Fellwachstum ab, das in der Regel vier bis sechs Monate dauert. Vor einer Ausstellung wird das Fell sechs bis acht Wochen vorher getrimmt.

Das Fell an Nacken, Rücken, Flanken, Schulterblättern und Oberschenkeln wird gezupft. Die übrigen Körperteile – Wamme, Kopf, Schwanzunterseite, Unterschenkel und Bauch – werden sorgfältig getrimmt. Auch die Ohren werden geschoren. Nach dem Trimmen ist der Körper des Hundes mit sehr kurzem Fell bedeckt, weshalb bei kaltem Wetter Kleidung gewählt werden muss, um Unterkühlung zu vermeiden.

Gesundheit und Ernährung

Im Allgemeinen ist die Rasse gesund, aber es gibt eine Reihe von Krankheiten, für die sie besonders anfällig ist:

Veranlagung zu Krankheiten

  • Hypothyreose (Schilddrüsenfunktionsstörung);
  • Tumore verschiedener Art (bösartige und gutartige)
  • Atopie (Allergien mit Hautmanifestationen);
  • Blähung;
  • Hüftdysplasie;
  • Epilepsie;
  • Diabetes;
  • Augenkrankheiten (Glaukom, Katarakte).

Die Lebenserwartung beträgt 14-16 Jahre.

Diät

Standard-Schnauzer sind in der Regel nicht wählerisch beim Fressen. Sie fressen sowohl Trockenfutter als auch natürliches Futter gern. Wichtig ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Bei Fertigfutter empfiehlt es sich, international bekannte Marken zu wählen. Das Futter sollte nicht nur hochwertig, sondern auch schmackhaft für den Hund sein. Hunde, die natürliches Futter bevorzugen, sollten besonders auf die Zusammensetzung des Futters achten. Diese wird am besten gemeinsam mit einem Hundetrainer oder Tierarzt entwickelt.

Zwergschnauzer neigen zu Blähungen, daher empfiehlt es sich, sie mindestens zweimal täglich zu füttern. Das Futter sollte nicht unmittelbar vor oder nach starker körperlicher Anstrengung gegeben werden und muss genau portioniert und optimal temperiert sein. Unabhängig von der Ernährung sollte stets ausreichend Trinkwasser zur Verfügung stehen.

Die Wahl eines Welpen und der Preis eines Mittelschnauzers

Jeder Welpe ist ein Individuum, selbst innerhalb eines Wurfes können sie heterogen sein, und erfahrene Züchter wählen in der Regel sofort die vielversprechendsten aus und verkaufen sie zu einem höheren Preis, was aber nicht unbedingt bedeutet, dass sie zu Champions heranwachsen werden.

Sie können einen Begleithund von Elterntieren ohne Titel wählen; solche Welpen sind deutlich günstiger. Wenn Sie jedoch einen Ausstellungshund oder einen Zuchthund suchen, bedenken Sie, dass Aussehen und Temperament eines Hundes erst mit sechs Monaten sicher bestimmt werden können.

Ein Standard-Schnauzer-Welpe kann im Alter von 2 bis 2,5 Monaten adoptiert werden. Zu diesem Zeitpunkt sollte er entwurmt, geimpft und mit den Welpenpapieren ausgestattet sein. Ein gesunder Hund hat guten Appetit, klare Augen und ein glänzendes Fell. Bei einem schwarzen Welpen sollte das Fell einfarbig sein, ohne Flecken oder andersfarbige Einschlüsse. Scheckenschnauzer sollten keine braunen oder roten Flecken oder Einschlüsse aufweisen, und die Unterwolle sollte hellgrau sein. Ein zwei Monate alter Welpe wiegt etwa 4 kg und ist 27–28 cm groß. Seine Augen sind oval und dunkel mit pigmentierten Lidern. Sein Rücken ist gerade und kurz. Rute und Ohren werden heutzutage nur noch selten kupiert.

Der Preis für einen Standard-Schnauzer-Welpen hängt von der Rasse und dem Züchter ab. Welpen ohne Stammbaum sind ab 150 US-Dollar erhältlich. Hunde mit Papieren von seriösen Züchtern können bis zu 600 US-Dollar kosten, während Welpen von Eltern, die auf renommierten Ausstellungen gewonnen haben, noch teurer sein können, aber in der Regel um die 1.000 US-Dollar liegen.

Fotos

Fotos von Mittelschnauzern:

Mittelschnauzerwelpen

Mittelschnauzer-Hunde

Geschichte des Ursprungs des Mittelschnauzers schwarzer Mittelschnauzer

Ausbildung und Erziehung des MittelschnauzersEin Mittelschnauzer bewacht das Haus

Mittelschnauzer-Charakter

körperliche Aktivität des Mittelschnauzers

Mittelschnauzer im Wald

Mittelschnauzer im Schnee

Mittelschnauzer

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