Internationaler Tierschutztag

Der Internationale Tierschutztag ist ein besonderer Anlass, der die Menschen an die Zerbrechlichkeit der Natur und ihre Verantwortung für den Erhalt allen Lebens auf unserem Planeten erinnern soll. Hauptziel dieses Tages ist es, die Öffentlichkeit für den Schutz von Wild- und Haustieren zu sensibilisieren und eine artgerechte und fürsorgliche Behandlung dieser Tiere zu fördern. Veranstaltungen zu diesem Tag finden mit Beteiligung und Unterstützung verschiedener Umwelt- und Tierschutzorganisationen, darunter auch bedeutender internationaler Stiftungen, statt.

Datum des Feiertags

Der Welttierschutztag ist eher eine wichtige öffentliche Initiative als ein traditioneller Feiertag mit Feierlichkeiten. Dieses Datum ist symbolisch und hat einen festen Platz im Kalender: Jedes Jahr wird der Internationale Tierschutztag am 4. Oktober begangen, ohne Änderung oder Verschiebung.

Internationaler Tierschutztag

Der Internationale Tierschutztag wird gefeiert:

  • im Jahr 2018 – Donnerstag, 4. Oktober
  • im Jahr 2019 – am Freitag, dem 4. Oktober.

Der Feiertag wurde im Jahr 2000 in Russland auf Initiative des Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW) und mit voller Unterstützung des WWF eingeführt. Jedes Jahr widmet der WWF Russland den 4. Oktober einer bestimmten gefährdeten und seltenen Tierart, für deren Schutz er sich einsetzt.

Ein Stück Geschichte

Der Welttierschutztag wurde 1931 ins Leben gerufen. 1930 fand in Florenz, Italien, der Internationale Naturschutzkongress statt. Eine der wichtigsten Entscheidungen dieses Tierrechtskongresses war die Einführung eines neuen Feiertags – des Welttierschutztags.

Das Hauptziel der Veranstaltung war es, seltene und bedrohte Tierarten der Erde in den Fokus zu rücken. Die Wahl des Termins bereitete jedoch einige Schwierigkeiten. An welchem ​​Datum sollte der Feiertag begangen werden? Dutzende Vorschläge wurden unterbreitet. Nach eingehender Debatte und Beratung einigten sich die Zooökologen schließlich auf den 4. Oktober – den Gedenktag des Heiligen Franz von Assisi, des Schutzpatrons aller Lebewesen – von Hauskatzen und -hunden bis hin zu Tigern und Löwen.

Welttierschutztag

Franz von Assisi ist ein katholischer Heiliger, eine historische Persönlichkeit, die um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert lebte und den Franziskanerorden gründete. Die Kernprinzipien des Ordens waren Armut, Keuschheit und Gehorsam; die Einhaltung aller Gebote sollte zur Gnade und zur Erhebung des Geistes über die fleischlichen Begierden führen. Franz von Assisi verkörperte Mitgefühl und Barmherzigkeit, nicht nur gegenüber Menschen, sondern gegenüber allen Lebewesen. Es ist kein Zufall, dass der Heilige zum Schutzpatron der Tiere wurde – seine zärtliche, ehrfürchtige Haltung gegenüber der Welt erstreckte sich auf die gesamte Natur, belebt und unbelebt. Der Legende nach konnte Franz die Sprache der Vögel und Tiere verstehen; auf seinen Reisen um die Welt blieb er von Raubtieren verschont und wurde weder von Schlangen noch von Insekten gebissen. Sein Gedenktag, der 4. Oktober, wurde als Datum für einen neuen Feiertag gewählt – den Welttierschutztag.

Welttierschutztag

Heute wird der Welttierschutztag in nahezu allen Ländern gefeiert – sein wohl markantestes Merkmal ist die Unabhängigkeit von politischen Grenzen. Eine der Organisationen, die ohne Übertreibung die treibende Kraft hinter dem Welttierschutztag ist, ist der WWF (World Wildlife Fund).

Welt-Wildtierfonds

Der WWF ist eine große, weltweit tätige öffentliche Organisation, die sich der Erforschung, dem Schutz und der Wiederherstellung der natürlichen Vielfalt weltweit widmet. Der WWF ist seit 1988 in Russland aktiv und setzt sich dort heute für den Schutz seltener Tierarten ein: Amurtiger, Eisbär, Walross, Leopard, Wisent und Schneeleopard – insgesamt 14 Wildtierarten.

Der WWF wurde 1947 gegründet. Ursprünglich hieß die Organisation Naturschutzfonds und hatte die Aufgabe, Gelder für verschiedene Umwelt- und Naturschutzprojekte zu sammeln und zu verteilen. 1961 erfuhr die Organisation bedeutende Veränderungen und wurde zum heutigen WWF umstrukturiert. In den ersten Jahren nach der Umstrukturierung finanzierte sie weiterhin Naturschutzprojekte, entwickelte sich aber nach einigen Jahren zu einem globalen Netzwerk und begann, eigenständig verschiedene Projekte zum Schutz und zur Wiederherstellung der Tierwelt zu organisieren und durchzuführen.

Welt-Wildtierfonds

Zum Welttierschutztag am 4. Oktober veranstaltet der WWF traditionell eine Reihe von Aktionen, um die Aufmerksamkeit regionaler und nationaler Behörden sowie der Bevölkerung auf die Probleme des Tierreichs zu lenken. In diesem Jahr konzentriert sich die Stiftung jedoch auf ein bestimmtes Thema – so stand der Welttierschutztag 2017 beispielsweise im Zeichen der Saiga-Antilope. Die einzige verbliebene Steppenhuftierart in unserem Land ist vom Aussterben bedroht, und deshalb ruft der WWF alle dazu auf, dringend Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung des Saiga-Bestands zu ergreifen.

Traditionen zum Tag der Tiere

Der Internationale Tierschutztag wird mit zahlreichen öffentlichen und pädagogischen Initiativen begangen, deren Hauptziel es ist, die Menschen daran zu erinnern, wie wichtig es ist, sich um unsere kleineren Mitmenschen zu kümmern und die Natur zu bewahren. An diesem Tag finden weltweit und auch in Russland verschiedene Veranstaltungen statt, die ein verantwortungsvolles und humanes Verhalten gegenüber Tieren fördern sollen.

Zu den gängigsten Formaten gehören Informations- und Aufklärungskampagnen, Wohltätigkeitsbasare, Themenausstellungen und Tage der offenen Tür in Tierheimen und Tierschutzorganisationen. Häufig finden auch Flashmobs, Workshops und interaktive Aktionen für Kinder und Erwachsene statt, ebenso wie die Vermittlung von streunenden Katzen und Hunden. Besonderes Augenmerk liegt auf der Sammlung von Spenden für den Tierheimbetrieb und das Tierwohl sowie auf Umweltinitiativen wie Aufräumaktionen und dem Schutz natürlicher Lebensräume für Wildtiere.

Dieser Tag wird in verschiedenen Regionen auf ganz eigene Weise begangen. So fand beispielsweise 2024 die gesamtrussische Kampagne „Jeder braucht einen Freund!“ statt, im Rahmen derer die Teilnehmenden Plakate, Wandzeitungen, Bastelarbeiten und Präsentationen zum Thema Tierschutz gestalteten. Jedes Jahr am 4. Oktober veranstaltet der Nationalpark Krasnojarsk Stolby den regionalen Kinderkunstwettbewerb „Sonnenhase“. Und im Nationalpark Pleschtschejewo-See bei Jaroslawl finden traditionell an diesem Tag Bildungsprogramme, Foto- und Kinderkunstausstellungen sowie Umweltspiele und -quizze statt, die der jungen Generation einen respektvollen Umgang mit der Natur vermitteln sollen.

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