Selbstgemachtes Hundebett

Wenn Sie sich einen Hund anschaffen, versuchen Sie, ihm ein gemütliches und komfortables Zuhause zu schaffen. Auch unsere Haustiere verdienen ihren eigenen Platz, selbst in einer kleinen Wohnung. Ein Hundebett, das Sie bei Bedarf auch selbst bauen können, ist da eine gute Lösung.

Wie man auswählt

Die Wahl des richtigen Hundebetts hängt von vielen Faktoren ab: Felllänge, Größe, Charakter und rassespezifischen Merkmalen. Informieren Sie sich daher vorab über die verschiedenen Arten von Hundebetten und wählen Sie dann das bequemste Modell, das am besten zu Ihrem Hund passt.

Zu den beliebtesten Typen gehören:

  1. Eine Hundewiege (oder Plattform). Dieser geschützte Rückzugsort eignet sich am besten für kleinere Tiere, die Ruhe und Frieden bevorzugen. Hundewiegen verfügen in der Regel über herausnehmbare Kissen oder Liegeflächen, deren Material je nach Jahreszeit gewechselt werden kann.
  2. Ein Schlafkissen. Diese Variante ist sehr pflegeleicht, platzsparend und passt zu fast jeder Einrichtung. Außerdem eignet sich dieses kissenförmige Bettchen sowohl für große als auch für kleine Hunde. Bei Bedarf kann es in einem flachen Korb platziert werden.
  3. Ein Hundebett mit Rand. Die gängigste Variante. Je nach Größe des Hundes kann man ein kleines, gemütliches Nest oder ein vollwertiges Sofa zum Entspannen einrichten.
  4. Ein gemütliches Häuschen. Wie Wiegen oder Bühnen erfordern auch diese Häuschen einiges an Zeit und Mühe beim Bau. Aber es lohnt sich! So hat Ihr Haustier seinen eigenen Rückzugsort, wo es schlafen oder sich vor Fremden verstecken kann. Im Winter lässt sich das Häuschen isolieren, indem man den Boden mit Schaffell oder Kunstfell auslegt.

Der Vorteil eines selbstgemachten Hundebetts besteht darin, dass Sie Material und Farbe selbst auswählen und es zudem exakt an die Größe Ihres Hundes anpassen lassen können.

Wie man näht

Um einen Schlafplatz in beliebiger Größe herzustellen, benötigen Sie folgende Materialien: starkes Garn und eine Nadel, eine Schere, Papier für eine Schnittvorlage, verschiedene Stoffarten sowie Schaumgummi, synthetische Polsterung oder Silikon zum Füllen.

Schauen wir uns einige der praktischsten Möglichkeiten an und erklären wir Ihnen, wie man ein Hundebett herstellt.

Persönliches Kissen

Ein Hund im Bett

Selbst Nähanfänger können dieses Kissenmodell nähen. Sie brauchen nicht einmal ein separates Schnittmuster – zeichnen Sie einfach Länge und Breite des zukünftigen Kissens mit einem Lineal ein. Wichtig ist die Wahl der richtigen Größe und des passenden Stoffs.

Für kurzhaarige Rassen eignet sich ein flauschiges Material, um Ihr Haustier an kalten Abenden warm zu halten, während zottelige Hunde ein Kissen aus dicker Baumwolle, Denim oder Leinen zu schätzen wissen.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Selbermachen eines Hundebetts:

Schnittmuster für ein Hundebett

  1. Legen Sie ein Stück Stoff auf den Boden und zeichnen Sie zwei Abschnitte des geplanten Kinderbetts darauf. Ein Abschnitt soll die gleiche Form wie in der Abbildung haben, der andere die gleiche Größe, jedoch ohne Seitenwände (Rechteck a).
  2. Sobald Sie die Größe des Kissens bestimmt haben (es sollte dem Tier mit ausgestreckten Beinen ausreichend Platz bieten), zeichnen Sie die Details mit Lineal und Stift auf den Stoff. Es kann quadratisch, rechteckig oder in jeder anderen gewünschten Form sein.
  3. Nun können die entstandenen Fragmente ausgeschnitten werden, wobei man einige Zentimeter vom Rand der Linie zurücktritt.
  4. Nähen Sie anschließend die Ecken des einen Teils zusammen und verbinden Sie die beiden Teile (lassen Sie dabei eine Öffnung, durch die Sie das Kissen mit Silikon füllen). Danach müssen Sie das Kissen nur noch wenden und fest mit Füllmaterial ausstopfen.
  5. Zum Schluss die Füllung sorgfältig mit dickem Faden vernähen.

Man kann auch verschiedene Arten von Kissenbezügen nähen, je nach Jahreszeit und Einrichtung des Zimmers.

Liege mit Seiten

Option Nr. 1

Um Geld zu sparen, können Sie kreativ werden und aus einem alten Strickpullover selbst ein Hundebett nähen. Dieses ungeliebte Kleidungsstück erhält so ein zweites Leben, und Ihr Haustier wird sich sicher über Ihre Mühe freuen.

Ein Bett aus einem Pullover

Dazu benötigen Sie:

  1. Nähen Sie den Pullover horizontal von einer Achselhöhle zur anderen zusammen, wodurch die Jacke in 2 Teile geteilt wird: Der untere Teil dient als unterer Teil des Schlafbereichs, und die Ärmel und der Brustbereich werden zu den Seitenteilen.
  2. Füllen Sie die untere Tasche mit Polyesterwatte oder stopfen Sie einfach ein altes, ungenutztes Kissen hinein. Binden Sie den unteren Teil des Pullovers mit einem Kordelzug zusammen oder nähen Sie ihn einfach sauber mit festem Garn zu.
  3. Nähen Sie die beiden Ärmel zu einem durchgehenden Tunnel zusammen, der gleichmäßig mit synthetischem Füllmaterial gefüllt werden sollte. Verwenden Sie reichlich Füllmaterial, da die Seiten fest, elastisch und formstabil unter dem Gewicht des Haustieres sein sollten.
  4. Nachdem die gesamte Oberseite mit Polyesterwatte gefüllt ist, wird der Halsausschnitt zugenäht. Anschließend werden die Seiten des Bettes entlang des gesamten Umfangs der Unterseite befestigt.

Um das Produkt von Zeit zu Zeit leicht waschen zu können, genügt es, zwei kleine Reißverschlüsse in den unteren und oberen Teil des Pullovers einzunähen.

Option #2

Das nächste Hundebettmodell ist genauso einfach zu nähen wie das erste. Es ist ein rundes oder ovales Bett mit gepolstertem Boden. Um selbst ein schönes Hundebett zu nähen, sollten Sie die Schnittmuster genau studieren.

Runde Betten

Um ein solches Produkt zu nähen, benötigen Sie:

  1. Nimm ein großes Stück Stoff und falte es in der Mitte, sodass die Rückseite nach oben zeigt.
  2. Messen Sie den Hund aus und zeichnen Sie anhand der genommenen Maße mit Kreide oder Seife einen Kreis auf den Stoff (damit er gereinigt werden kann).
  3. Gehen Sie 25-30 cm zurück und zeichnen Sie einen weiteren Kreis darum, um die zukünftigen Seiten zu erhalten.
  4. Messen Sie weitere 2-3 cm auf dem Stoff ab und zeichnen Sie einen weiteren Kreis, um die Seiten enger zu ziehen.
  5. Schneiden Sie das Produkt mit einer Schere aus und lassen Sie dabei ein paar Zentimeter Nahtzugabe.
  6. Nähen Sie den kleinsten Kreis und lassen Sie dabei eine kleine Öffnung zum Füllen. Stopfen Sie den Boden des Kinderbetts fest mit Füllwatte aus und nähen Sie die Öffnung, an der Sie die Watte gefüllt haben, zu.
  7. Nähen Sie den zweiten Kreis und füllen Sie ihn genauso mit Füllmaterial wie den vorherigen.
  8. Entlang des dritten Kreises muss ebenfalls eine Naht genäht werden, wobei ein unvernähter Bereich bleibt. Anschließend wird vorsichtig eine lange Kordel, ein Band oder ein Seil durch den gesamten Umfang des Kreises gezogen.
  9. Ziehen und binden Sie die Schnürung fest, um die Seiten in eine senkrechte Position zu bringen.

Rundes Kissenmuster

Diese Art von Liege ist auch deshalb praktisch, weil bei Bedarf die Schnur leicht gelöst werden kann und das Bett in eine praktische Matratze verwandelt werden kann.

Ein gemütliches kleines Haus

Nachdem Sie nun wissen, wie man ein kissenförmiges Hundebett näht, können Sie sich an komplexere Designs wagen. Zum Beispiel an ein kleines Haustierhaus, das einer gemütlichen Höhle ähnelt. Dafür benötigen Sie reichlich dichte Schaumstoffplatten und Polsterstoff.

Wenn Sie selbst ein Hundebett nähen möchten, verwenden Sie am besten die auf dem Foto abgebildeten Schnittmuster. Sie müssen lediglich Farbe und Größe auswählen.

Schnittmuster für eine Hundehütte/ein Hundebett

Die Arbeitsabfolge ist wie folgt:

  1. Falten Sie den Futterstoff in der Mitte und zeichnen Sie sorgfältig das Schnittmuster darauf (Sie können Ihre eigenen Maße verwenden, Hauptsache ist, dass die Proportionen stimmen).
  2. Schneiden Sie alle Teile mit Nahtzugaben aus (das Bild zeigt ein ganzes Teil, aber die Teile des Hauses müssen aus Teilen zusammengesetzt werden, die dann sorgfältig zusammengenäht werden müssen).
  3. Zeichnen und schneiden Sie die Schaumstoffteile nach demselben Prinzip aus. Sie sollten 1-2 cm kleiner sein als die Stoffteile (orientieren Sie sich an der Dicke des Schaumstoffs).
  4. Bedecken Sie alle Schaumstoffteile mit Stoff und befestigen Sie sie miteinander.

An der Stelle, wo das „Schloss“-Symbol erscheint, können Sie einen Reißverschluss einnähen oder starken Klettverschluss anbringen. Am besten nähen Sie ein separates Kissen in die Mitte der Tierhütte, damit es leicht herausgenommen und gewaschen werden kann.

Produktpflege

Abschließend sei noch erwähnt, dass Kissenbezüge und abnehmbare Bettwäsche regelmäßig gewaschen werden sollten. Die Wahl von Materialien, die Hundehaare und Wasser abweisen, kann häufiges Waschen vermeiden. Dennoch sollten Sie die Kissen mindestens alle sechs Monate aufschütteln und die Füllung auflockern. Dies hat aber auch einen Vorteil: Wenn Ihr Hund seinen eigenen Rückzugsort hat, müssen Sie nicht ständig Hundehaare und Schmutz im ganzen Haus aufsammeln.

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1 Kommentar

  • Danke für den Tipp, aber Nähen ist definitiv nicht mein Ding. Ich habe im Tiergeschäft ein tolles Häuschen für meine Katze gefunden. Manchmal klettert sie hinein und sitzt lange darin, besonders wenn sie unartig war.

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