Rote Pandas
Kleiner Roter Panda – ein ungewöhnliches und niedliches Tier, das im Himalaya-Gebirge lebt.
Der Panda ist von ruhigem Wesen und fühlt sich in Gefangenschaft wohl. Dank seiner einzigartigen, leuchtenden Farben, seines interessanten Verhaltens und seiner Lebensweise hat er das Interesse vieler Tierliebhaber und auch der breiten Öffentlichkeit geweckt.
Nicht jeder weiß von der Existenz des Roten Pandas, obwohl viele Menschen dieses Tier fast täglich auf ihren Bildschirmen sehen. Dieses Tier ist auf dem Logo des bekannten Firefox-Browsers von Mozilla abgebildet.Ja, es ist der Rote Panda, und nicht ich, der Fuchs, wie viele Leute denken.
Woher stammt der Name?
Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen über diese Säugetierart stammen aus China und datieren bereits aus dem 13. Jahrhundert. In Europa wurde der Rote Panda jedoch erst im 19. Jahrhundert entdeckt. General Thomas Hardwick gilt offiziell als sein Entdecker, da er vorschlug, diese Tiere mit der Buchstabenkombination „wa“ zu bezeichnen, dem Laut, den ein Panda typischerweise von sich gibt.
Den Hauptnamen „Ailurus fulgens“, was so viel wie „glänzende Katze“ bedeutet, gab ihm Professor Frederic Cuvier, der schamlos die Tatsache ausnutzte, dass Thomas lange brauchte, um in seine Heimat zurückzukehren.

Beschreibung
Der Rote Panda ist relativ klein, etwa so groß wie eine große Hauskatze.
Der Rote Panda ist 50 bis 65 cm lang. Sein länglicher Körper ist mit dichtem, flauschigem Fell bedeckt. Dieses dichte Fell lässt ihn größer wirken, als er tatsächlich ist. Sein Kopf ist im Verhältnis zum restlichen Körper groß. Seine Pfoten sind klein und gebogen. Sie sind dicht behaart, was ihm hilft, sich auf Schnee und Eis fortzubewegen. Beim Gehen berühren seine Pfoten den Boden nicht vollständig. Seine kleinen Zehen haben gebogene Krallen, die er ein- und ausfahren kann. Er besitzt außerdem eine einzigartige zusätzliche Zehe, mit der er verschiedene Gegenstände (wie Bambuszweige und Blätter) mit seinen Vorderpfoten greifen kann.
Gerade wegen seiner ungewöhnlichen Färbung nennen viele Experten dieses Tier Roten Panda. Das Fell ist oberseits leuchtend rot, während die Unterseite dunklere oder bräunliche Schattierungen aufweist. Besonders auffällig ist die Färbung des Panda-Gesichts. Ohren, Nase, Wangen und Augenbrauen sind weiß und bilden einen ungewöhnlichen Kontrast zum Rotton; das Muster variiert zudem von Tier zu Tier.
Dank dieser Färbung kann sich das Tier sicher vor Fressfeinden zwischen Moos und Flechten verstecken.
Lebensstil
Tagsüber schlafen Pandas meist in Baumhöhlen, sind aber abends und nachts aktiv. Sie bewegen sich vorwiegend in den Bäumen fort. Am Boden fühlen sie sich unwohl und bewegen sich sehr langsam, obwohl sie dort fressen. Pandas ernähren sich von Bambusblättern und -sprossen, aber auch von Beeren, Pilzen und sogar kleinen Nagetieren stehen auf ihrem Speiseplan. Obwohl diese Tiere als Fleischfresser gelten, macht tierische Nahrung nur einen geringen Teil ihrer Ernährung aus.

Reproduktionsmethode
Die Hauptbrutzeit ist der Januar. Die Entwicklung des Fötus dauert etwa 50 Tage, wobei die Zeitspanne von der Paarung bis zur Geburt zwischen 90 und 150 Tagen variieren kann. Diese Differenz wird als Diapause bezeichnet, da die Befruchtung deutlich später als die Paarung erfolgt.
Geburt und Reifung erfolgen in einem vorgefertigten Nest. Nach der Geburt sind die Jungtiere eine Zeit lang blind und taub. Die Reifung verläuft langsam; die Geschlechtsreife wird im Durchschnitt mit etwa 1,5 Jahren erreicht.
Gefährdet
Der Rote Panda ist auf der Roten Liste der IUCN als „gefährdet“ eingestuft. Der Gesamtbestand dieser Art beträgt etwa 2.500 Tiere.
Obwohl der Lebensraum der Roten Pandas groß ist und sie nur wenige Feinde haben, stellen die intensive Abholzung der Wälder und die Wilderei die größten Bedrohungen für ihr Überleben dar.
Glücklicherweise vermehren sich diese Tiere in Gefangenschaft problemlos. Die Zahl der in Zoos geborenen Tiere hat bereits 350 erreicht. In freier Wildbahn bringen sie jedoch höchstens einmal im Jahr Junge zur Welt, und die Sterblichkeitsrate ist hoch. Leider ist diese Art derzeit noch immer vom Aussterben bedroht.

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